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Okt08

DVD Kritik: Fack Ju Göhte 1-3 - Fan Box

DVD Kritik: Fack Ju Göhte 1-3 - Fan Box

Originaltitel: Fack ju Göhte
Herstellungsland:
Deutschland
Erscheinungsjahr: 2013/2015/2017
Genre: Comedy
Freigabe: FSK-12
Regie: Bora Dagtekin

Darsteller: Elyas M'Barek, Karoline Herfurth, Katja Riemann
u.a.

Wir danken Constantin Film für das Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Teil 1: Auf sein vergrabenes Diebesgut wurde einfach eine verdammte Turnhalle gebaut. Ex-Knacki Zeki Müller hat keine andere Wahl und muss als vermeintlicher Aushilfslehrer an der Goethe-Gesamtschule anheuern. Damit hat das deutsche Bildungssystem ein Problem mehr: den krassesten Lehrer aller Zeiten! Während er nachts nach seiner Beute gräbt, bringt er tagsüber mit seinen unvergleichlichen und äußerst fragwürdigen Lehrmethoden die Chaotenklasse 10b auf Spur. Ohne zu ahnen, in wen sie sich da gerade verliebt, ermahnt die überkorrekte Referendarin Lisi Schnabelstedt ihren vermeintlich neuen Kollegen eifrig zu pädagogischer Verantwortung und erweckt in dem Raubein moralische Restwerte zum Leben. Teil 2: Alle lieben Haudrauf-Lehrer Zeki Müller (Elyas M'Barek), aber den nervt sein neuer Job an der Goethe-Gesamtschule: frühes Aufstehen, aufmüpfige Schüler und dieses ständige Korrigieren! Zu allem Überfluss will Power-Direktorin Gerster (Katja Riemann) die altsprachliche Konkurrenzschule ausbooten und dem Schillergymnasium die thailändische Partnerschule abjagen. Ihr Traum: Das Image der Goehte-Gesamtschule steigern, um Aushängeschild der neuen Kampagne des Bildungsministeriums zu werden. Müller und Schnabelstedt (Karoline Herfurth) werden zur Klassenfahrt in ein thailändisches Küsten-Kaff verdonnert. Im fernen Thailand drehen Chantal (Jella Haase), Zeynep (Gizem Emre), Danger (Max von der Groeben) & Co erst so richtig auf und präsentieren ein schillerndes Spektrum an sozialer Inkompetenz. Und als ob Zeki mit dem wilden Lehrer-Schüler-Krieg nicht schon genug zu tun hätte, entbrennt auch noch ein gnadenloser Konkurrenzkampf mit dem elitären Schillergymnasium und dessen versnobtem Vorzeigelehrer Hauke Wölki (Volker Bruch), der nur ein Ziel hat: Müllers Karriere zu beenden! Teil 3: Homo Faber, Kurvendiskussion, Asbest in den Toiletten. An der Goethe-Gesamtschule herrscht Stress: Zeki Müller (Elyas M'Barek) will Chantal (Jella Haase), Danger (Max von der Groeben), Zeynep (Gizem Emre) und die anderen Schüler zum Abitur peitschen, doch die Chaosklasse ist wenig kooperativ, denn die nette Dame vom Berufsinformationszentrum (BiZ) hat ihnen die Zukunftsaussichten ordentlich vermiest. Nun erreicht das Frustrationslevel ganz neue Höhen, was sich in maximaler Leistungsverweigerung und Schülereskalation äußert. Kann Herr Müller auch Motivation? Direktorin Gudrun Gerster (Katja Riemann) jedenfalls ist keine große Hilfe, seit sie mit dem Bildungsministerium im Clinch liegt und als letzte Gesamtschule des Bundeslandes mit Imageproblemen zu kämpfen hat, an denen die Problemschüler nicht ganz unschuldig sind. Wenigstens bekommt Zeki Müller Unterstützung von Neuzugang Biggi Enzberger (Sandra Hüller), die ihm bei einem Antimobbing-Seminar aushilft.

 


 

 


Kritik: Erfrischend anders und unglaublich witzig fallen mir als Schlagworte zum ersten Fack ju Göthe ein. Gleichzeitig Regisseur und Drehbuchautor ist Bora Dagtekin, der als Hauptautor der Serie „Türkisch für Anfänger“ international bekannt wurde. Er hat eine hervorragende Komödie geschaffen, die wirklich Spaß macht anzusehen, sehr kurzweilig und unterhaltsam ist.



Die ausgezeichnete Besetzung mit Elias M'Barek, bekannt aus Dieses Bescheuerte Herz, Der Medicus oder Türkisch für Anfänger (Der Film), in der Hauptrolle des Zeki Müller, der augenscheinlich von einem Schlamassel ins nächste schlittert und mit seinen Herausforderungen wächst, dabei außerdem mit seiner leicht assozialen Ader und mit unfassbar kreativen Ideen hervorsticht. Er verleiht dem ganzen Film seine besondere lockere Atmosphäre und einen ganz eigenen Charm. Ein perfekter Gegenpol zum Protagonisten Zeki Müller wurde mit dem Charakter der Elisabeth „Lisi“ Schnabelstedt geschaffen, die exzellent durch Karoline Herfurth, bekannt durch Mädchen, Mädchen, Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders oder SMS für Dich, verkörpert wird. Im Gegensatz zu Zeki Müller ist Elisabeth Schnabelstedt sowas von spießig und versucht mit ihren pädagogisch wertvollen, jedoch sehr verklemmten und steifen Methoden im harten Schulalltag als Lehrerin Fuß zu fassen.


Perfekt ergänzt werden die Hauptdarsteller durch die beiden obersten Vollchaoten der schlimmsten Klasse der Schule: Chantal Ackermann, gespielt durch die eher unbekannte Jella Haase, und Daniel „Danger“ Becker, gespielt durch Max von der Groeben, den zumindest eingefleischte Pferdemädchen aus den Bibi & Tina Filmen kennen. Durch die Streiche von Chantal, Danger und dem Rest der Klasse 10b und Herrn Müllers Umgang mit Ihnen bekommt der Film eine ganz eigene sehr schnelllebige Dynamik, die einfach nur Spaß macht und so manchen Lachanfall proviziert, wenn sie auch ab und zu etwas sehr primitiv und niveaulos wird. Aber zumindest im ersten Teil der Reihe hatte ich nie den Eindruck, dass der Humor „drüber“ ist und krampfhaft versucht lustig zu sein, ganz im Gegenteil. Der Film ist durch und durch stimmig und auch der Sinneswandel der in Zeki Müller im Laufe des Films vorgeht wirkt glaubhaft, sympathisch und nicht überzogen.

Fazit: Ich kann diesen Film jedem empfehlen, der gerne lacht und entspannt einen Film sehen möchte über den man maximal im Nachgang nachdenken könnte, wie viel der aktuellen Situation in den Schulen als Wahrheit in dem Film steckt, wobei man sich aber bewusst sein sollte, dass es eine durchaus sehr überspitzte Darstellung ist, wenn auch nicht ganz realitätsfern. Wer das nicht wahrhaben möchte, heul leise!

Wertung: 9|10

Kritik: Schon beim zweiten Teil der Fack ju Göthe Reihe scheiden sich die Geister. Ich persönlich bin bezüglich des Films auch schon zwiegespalten, da ich auf der einen Seite die entspannte Atmosphäre und die lockere Handlung weiterhin sehr schätze, auf der anderen Seite fällt aber auf, das hier wirklich krampfhaft versucht wurde an den Erfolg des ersten Teils anzuknüpfen und in den Zuschauern die gleiche Euphorie hervorzurufen, was aber nicht so richtig gelang. Es ist nunmal so, der erste Film war irgendwie anders und ganz was Neues, der zweite Film kann das also garnicht mehr so wirklich sein. Man kennt ja schon Charaktere und ahnt die Handlung, obschon auch hier so manche – oft negative – Überraschung im Verlauf zum Vorschein kommt.

Nichts desto Trotz hat die Idee mit der Klassenfahrt definitiv Potenzial, was aber durch einen sehr vorhersehbaren Handlungsstrang ein bisschen zunichte gemacht wurde. Zum Glück wurde die ursprüngliche Besetzung mit Elias M'Barek und Karoline Herfurth als Zeki Müller und Elisabeth Schnabelstedt beibehalten, genauso im Bereich der Schüler, wo Jella Haase und Max von der Groeben wieder als Chantal und Danger – ja, ich gönne ihnen den Ausdruck – glänzen durften. Ganz niedlich ist auch der neu eingeführte Charakter Etienne „Ploppi“, der ganz ausgezeichnet von Lucas Reiber, den man aus einigen Krimi-Fernsehserien oder auch aus der Fernsehserie Der Club der roten Bänder kennen könnte, verkörpert wird und ein brilliantes Talent beweist einen spleenigen Nerd mit einem Anflug von Asperger Syndrom darzustellen. Eine ganz herzige Ergänzung zum restlichen Chaotenhaufen der Klasse 10b.

Leider ist Elisabeth Schnabelstedt nur sehr kurz vertreten und ploppt ab und zu mal im Filmgeschehen bloß als Anruf auf, was den Ausgleich, den sie in Teil eins geschaffen hat, leider zunichte macht. Das wiederum führt dazu, dass Zeki Müller nicht nur eh schon sehr überraschend abgrundtief genervt und unzugänglich wirkt und zusätzlich wirklich übermäßig oft mit Beleidigungen und seinen assozialen Charakterzügen um sich wirft, was an sich schon ziemlich nervig ist, nein die ganzen Handlungen, auch die der Schüler, die im ersten Teil noch leicht überspitzt gewirkt haben sind dieses mal mehr als drüber. Es wird immer unrealistischer und abgefahrener und, dass es sehr zuträglich war für den Humor im ersten Teil, dass ja immerhin alles so sein könnte in deutschen Klassenzimmern, geht hier im zweiten Teil leider gänzlich verloren. Da hilft auch die Charaktereinführung von „Ploppi“ nichts mehr. Einen ganz kleinen Lichtblick gibt es durch die kleine Schwester von Elisabeth Schnabelstedt, Laura Schnabelstedt, gespielt durch Anna Lena Klenke, bekannt aus so mancher Fernsehkrimifolge, die nach wie vor in der Klasse und somit im Filmverlauf dauerhaft am Start ist. Sie hat einfach eine sehr organisierte und sympathische, coole Art und Weise, sodass man zumindest ab und zu aufatmen kann.

Fazit: Alles in Allem bekommt auch der zweite Teil von mir durchaus eine Empfehlung, wenn man mit ständigen Beleidigungen und nicht ganz so hohem Niveau was anzufangen weiß. An sich ist dieser Film, wenn man die Fähigkeit besitzt das Hirn ausschalten zu können, durchaus sehenswert, weil er ist ja trotz aller Mankos ziemlich lustig ist und einen hohen Unterhaltungswert hat.

Wertung: 7|10

Kritik: Der dritte Teil kommt auch wieder mit der Standard Besetzung der ersten beiden Teile daher. Selbst „Ploppi“ ist wieder am Start, was mich persönlich sehr gefreut hat, da ich seinen Charakter einfach sehr niedlich finde. Jedoch startet der Film mit einem Schock für jeden eingefleischten Schnabelstedt-Fan. Zeki hat plötzlich eine andere Frau im Bett, was durch die im Kameraschwenk deutlich sichtbare Gleitgeltube noch deutlich unterstrichen wird. Aber offensichtlich lebt Zeki mit Laura Schnabelstedt zusammen, die sich ganz wunderbar gemausert hat und deutlich reifer, aber tiefenentspannter als ihre Schwester rüberkommt. Leider ist es sehr verwirrend für den Zuschauer und so richtig versteht man diesen plötzlichen Wandel erst, wenn man in der Inhaltsangabe nachliest, wann der Film ansetzt und was zwischenzeitlich passiert ist.

Die Lustlosigkeit von Zeki Müller ist deutlich extremer zieht sich auch komplett durch diesen Film und nimmt zumindest mir durchaus etwas den Spaß. Auch die übertriebenen und armseligen Flirtversuche des Sachbearbeiters des Bundesministerium für Bildung und Forschung, Eckart Badebrecht, mit seiner Verflossenen, der Direktorin der Goethe Gesamtschule Gudrun Gerster, macht es nicht besser. Leider sinkt das Niveau im dritten Teil noch deutlich unter das des zweiten Teils und ist somit kaum noch zu ertragen. Ich habe auch nicht verstanden weshalb im zweiten und dritten Teil der Reihe sexuelle Andeutungen so eine große Rolle spielen müssen. Eigentlich sollte es keiner der Filme nötig haben ins „Sex sells“ abzudriften, was sowieso ganz kläglich gescheitert ist.

Natürlich gibt’s viele Sachverhalte die völlig an den Haaren herbeigezogen sind und auch entsprechend eskalieren um etwas Leben in den Film zu bringen, aber Alles in Allem gibt es nur eine annähernd glaubhafte Darstellung und das ist (traurigerweise) der Besuch der Chaotenklasse im Berufsinformationszentrum, das gewohntermaßen eine etwas verquere Einschätzung von passenden Jobs für betreffende Personen ans Tegeslicht bringt, was wiederum dann doch ziemlich witzig war. Ansonsten plätschert der Film so dahin, bis am Ende nochmal versucht wird die Moralbotschaft „Jeder kann was im Leben erreichen, egal wie dämlich er ist“ durchzuboxen, wobei die Szenen, in denen die ergriffenen Berufe der Chaoten dann gezeigt werden auch ziemlich liebevoll und glaubhaft rübergebracht sind.

Fazit: Den dritten Film muss man jetzt nicht unbedingt gesehen haben. Im Gegensatz zu den anderen beiden Teilen kommt er sehr schwach mit wenig positiven Neuerungen und Überraschungen daher. Da gibt es Filme mit deutlich höherem Unterhaltungswert, die man bevorzugen sollte.

Wertung: 3|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.0/10 Bewertung (4 Stimmen)

 

Verkaufstart: 06. September 2018

Publisher:
Constantin Film
Homepage: www.fjg-film.de

Verpackung: DVD (Keep Case)
Anzahl Disks: 4
Wendecover: Nein

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 149 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Stereo)
2. Audiodeskription für Sehbehinderte (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel:
- Englisch
- Deutsch für Hörgeschädigte

Extras:
*Making Of
*Interviews
*Outtakes
*Deleted Scenes
*Chantals Klassiker
*Larissa fragt nach

Kritik Extras
Selbstverständlich kommt so eine Fanbox mit un – fucking - fassbar vielen Extras daher, insgesamt mehr als 3 Stunden kann man sich mit allen möglichen Hintergrundinformationen um die Ohren schlagen. Ob nun das Making of oder die vielen Interviews beides ist sehr informativ und interessant zusammengestellt. Mein persönliches Highlight sind - wie immer - selbstverständlich die Outtakes und deleted oder extended Scenes von denen man absolut nie genug zu Gesicht bekommt. Sehr gelungen finde ich auch Chantals Klassiker, die sich ab Teil 2 in der Sammlung des Bonusmaterial befinden und das auch zusätzliche Extras angefertigt wurden wie der Super Mega Diebstahl Haul und Larissa fragt nach. Oftmals wird man ja „nur“ mit Teasern und Trailern abgefertig. Dies ist hier absolut überhaupt nicht der Fall. Man wird mit so vielen lustigen, spannenden und interessanten Fakten überschüttet, dass man gar nicht weiß wovon man zuerst berichten und schwärmen soll. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als sich das Bonusmaterial zu Gemüte zu führen. Hier gibt es von mir die absolute und uneingeschränkte Empfehlung sich alles anzusehen.

Wertung: 10|10

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Yvonne Gorille

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