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Mär28

DVD Kritik: Happy Deathday

DVD Kritik: Happy Deathday

Originaltitel: Happy Death Day
Herstellungsland:
USA
Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Horror, Thriller
Freigabe: FSK-12
Regie: Christopher Landon

Darsteller: 
Jessica Rothe, Israel Broussard, Ruby Modine u.a.


 

Inhalt: Die junge Studentin Tree wacht am Morgen ihres Geburtstags verkatert in einem Studentenzimmer neben einem Typen auf, an den sie sich nicht erinnern kann. Am selben Tag geht sie abends wieder auf eine Party, bei der ihr ein maskierter Gast zunächst Angst einjagt und sie schließlich ermordet. Anstatt den Gang in's ewige Jenseits anzutreten, wacht Tree am nächsten Morgen jedoch wieder in demselben Studentenzimmer auf. Schnell begreift sie, dass sie in einer Art Zeit schleife gefangen ist, denn die Ereignisse des Tages wiederholen sich fortlaufend mit dem immer gleichen Ende: Sie stirbt durch die Hand des Unbekannten. Verzweifelt sucht Tree nach einem Weg, um ihrer Ermordung zu entkommen und den Kreislauf ihres Geburts- und Todestages zu durchbrechen.


 

 



Kritik: Das Produktionsstudio Blumhouse brachte 2017 mit "Happy Deathday" ein origineller, erschreckend und einfallsreicher Horror-Thriller in den deutschen Kinos. Geschickt kreiert Regisseur Christopher Landon ("Scouts vs. Zombies - Handbuch zur Zombie-Apokalypse") eine beklemmende Atmosphäre und sorgt mit einer gekonnten Mischung aus tödlichen Bedrohungen und schwarzem Humor für schrecklich gute Unterhaltung. Hauptdarstellerin Jessica Rothe ('La La Land') wurde bei den anstrengenden Dreharbeiten immer wieder mit diversen Schreckensszenarien konfrontiert, die sie jedoch souverän gemeistert hat. Universal Pictures Home Entertainment hat den Horror-Thriller am 22.03.2018 auf DVD und Blu-ray jeweils im Keep Case veröffentlicht. Wir durften die DVD-Ausgabe auf Herz und Nieren testen und sagen Euch in unsere DVD Kritik zum Film, ob "Happy Deathday" das Zeug zu einem guten Horror-Thriller erreichen konnte.

Man kann "Happy Deathday" als eine düstere Variante von Harold Ramis "Und täglich grüßt das Murmeltier" (1993) mit Bill Murray in der Hauptrolle beschreiben, denn bei "Happy Deathday" erlebt die Studentin Tree ihren Todestag immer und immer wieder. Dass das überraschend gut funktioniert, liegt vor allem an der gelungenen Umsetzung und der Tatsache, dass Christopher Landon bewusst mit der absurden Idee spielt. Dabei ist Hauptfigur Tree alles andere als eine nette Person. Vollkommen verkatert wacht sie zu Beginn auf, kann sich weder an den Namen des Mitstudenten erinnern, in dessen Bett sie liegt, noch was genau am Abend zuvor geschehen ist. Auch ihre Mitbewohnerinnen in der Studentenverbindung sind wenig von Ihr begeistert, was offensichtlich auch auf Gegenseitigkeit beruht. Es ist Trees Geburtstag und wird am Ende des Tages ihr letzter sein, als sie von einem Killer mit einer Babymaske ermordet wird. Umso überraschter ist sie, als sie wieder aufwacht und denselben Tag erneut durchlebt. Ab diesen Zeitpunkt weiß man, worauf die Geschichte von "Happy Deathday" hinauslaufen möchte und man macht sich bereits auf die Suche nach dem Täter. Hinweise baut Regisseur Christopher Landon dabei einige ein. Nicht zuletzt, da Tree keine sehr nette Person ist, hat sie wenige Menschen in ihrem Leben, die ihr nichts böses wollten. Da wäre der Student Carter, in dessen Bett sie zu Beginn aufwacht und der merklich geknickt ist, als sie sich nicht einmal an seinen Namen erinnern kann. Aber auch die Anführerin ihrer Schwesternschaft - Danielle - mit dessen Schwarm sie sich eingelassen hat, hätte ein Motiv oder ihre Mitbewohnerin Lori, zu der sie stets gemein ist, von der Frau des Mannes ganz zu schweigen, mit dem sie eine heimliche Affäre führt. Die Auflösung - so viel sei verraten - wird ein aufmerksames Publikum kaum überraschen. Dafür sind einige Andeutungen schlicht zu offensichtlich Inszeniert worden und auch der Twist, der vor dem Finale einschlägt, ist zu schnell erzählt.

Getragen wird die Handlung von Hauptdarstellerin Jessica Rothe ("La La Land"), die mit sichtlicher Spielfreude agiert und Spaß daran hat, jeden Handlung von Tree glaubwürdig auf die Leinwand zu bringen. Was anfangs noch wie eine typische Zicke wirkt, die sehr auf Äußerlichkeiten beschränkt ist, entpuppt sich letztendlich als eine Figur mit vielen Facetten, die selten überzogen wirkt. "Happy Deathday" ist nicht so düster, wie man vielleicht meinen mag, es ist sogar fraglich, ob man "Happy Deathday" überhaupt zum Horror-Genre zuordnen sollte. Dennoch präsentiert er gut gesetzte Jumpscares und hält den Spannungsbogen aufrecht, wenn es darum geht, wer denn nun Tree nach dem Leben trachtet. Wie sie dann letztendlich am Ende ihres Geburtstags stirbt, ist zum Teil recht kreativ umgesetzt, aber nicht so brutal, wie es sein könnte. Ist "Happy Deathday" anfangs noch mit sehr viel Comedy-Elementen ein getaucht, wird der Film buchstäblich düsterer, je weiter die Handlung voranschreitet. Die Handlung ist aber sehr spannend, knifflig, überraschend, nicht zu blutig und unterhaltsam in Szene gelegt. Aber auch der  Spaßfaktor ist recht hoch angesiedelt, da zu Beginn das Universal-Intro in einer Zeitschleife hängen bleibt und am Ende wird ganz normal läuft.

Unter dem Strich kann man sagen, dass "Happy Deathday" ein ganz unterhaltsamer Film aus dem Hause Blumhouse geworden ist. Das Problem bei "Happy Deathday" ist allerdings, dass die Inspiration durch "Und täglich grüßt das Murmeltier" einigermaßen originell ist und nichts Inspiriertes mehr hinzugefügt. Die Entscheidung, "Happy Deathday" einem jüngeren Publikum zugänglich zu machen, auch wenn die FSK-Freigabe ab 12 Jahren unserer Meinung zu niedrig ausfällt, unterstreicht diese Freigabe, dass der Film mehr Thriller als Horror ist. Die stärksten Momente sind dabei die ernsten, in denen Christopher Landon die Oberflächlichkeit von Trees Auftreten beiseite schiebt und hinter ihre zickige Fassade blickt. Nicht nur, dass Jessica Rothe auch in diesen Szenen eine tolle Darbietung liefert, ihr gelingt die gesamte Bandbreite der Figur tadellos, sie verleihen der Figur merklich mehr Tiefe. Wer auf der Suche nach einem leichtfüßigen Horror-Thriller mit lockerem Humor ohne Grausamkeiten ist, der ist bei "Happy Deathday" bestens aufgehoben.


Fazit: "Happy Deathday" ist keine Innovation, was Loop-Filme betrifft, dafür ein tadellos inszenierter, überraschend amüsanter Horror-Thriller, der sich sein großen Vorbild wohl bewusst ist und seine Handlung mit einen Augenzwinkern an der richtigen Stelle positiv abrundet. Für Horror-Thriller-Fans, die noch keinen der erwähnten Loop-Filme gesehen haben, ist "Happy Deathday" sicherlich einen Blick wert, da jenes Konzept, wenn man es zum ersten Mal sieht, noch sehr erfrischend und einzigartig daherkommt und für eine gute unterhalten sorgen kann. Eine Fortsetzung ist bereits für 2019 geplant, aber nötig hätte es der Film nicht gehabt, denn Wiederholungen hat der Film ohnehin schon selbst genügend aufzuweisen.

Wertung: 8|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.5/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

DVD Verkaufstart: 22. März 2018
DVD Verleihstart: 22. März 2018

Publisher:
Universal Pictures
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,40:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 92 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)
3. Sonstiges (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch
- Sonstiges

Extras:
*Alternatives Ende
*Unveröffentlichte Szenen
*Der schlimmste Geburtstag aller Zeiten!
*Hinter der Maske: Die Verdächtigen
*Die vielen Tode von Tree

Kritik Extras
Die Extras umfassen u.a. ein 2min. langes alternatives Ende, der ein böseres Ende bietet. Dazu gibt es noch drei kurze - insgesamt 8min. Featurettes über ...  Dazu gibt es noch ein paar unveröffentlichte Szenen, die 9min. mehr Material aus dem Film zeigen. Abgerundet werden die Extras mit ein paar Trailer.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

7.0/10 rating 1 vote
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