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Okt12

DVD Kritik: Wahrheit oder Pflicht

DVD Kritik: Wahrheit oder Pflicht

Originaltitel: Truth or Dare
Herstellungsland:
USA
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Thriller, Horror
Freigabe: FSK-16
Regie: Jeff Wadlow

Darsteller: Lucy Hale, Tyler Posey, Violett Beane
u.a.

Wir danken Universal Pictures für das Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Die kalifornische College-Studentin Olivia lässt sich nur ungern von ihrer besten Freundin Markie überzeugen, den letzten Spring Break vor ihrem Abschluss in Mexiko zu verbringen. Dort angekommen, sind ihre Bedenken aber schnell vergessen und sie feiert ausgelassen mit ihren Freunden. Während einer Partynacht lernt sie den charmanten Carter kennen, der die Gruppe zu einer geheimnisvollen Höhle führt und sie überredet, das Partyspiel „Wahrheit oder Pflicht“ zu spielen. Die erst lustige Stimmung schlägt schnell um, als Carter anfängt, von einem Fluch zu erzählen. Zurück in Kalifornien hat Olivia den Vorfall schon fast vergessen, als sie unheimliche Botschaften erreichen, die sie auffordern, zwischen Wahrheit oder Pflicht zu wählen. Anfangs hofft sie noch, dass sie sich alles nur einbildet, doch dann erkennt sie, dass sie die Regeln befolgen muss, um zu überleben. „Wahrheit oder Pflicht“ wird zur unentrinnbaren Realität: Wer nicht die Wahrheit sagt oder eine Mutprobe verweigert, stirbt eines brutalen Todes. Der einzige Ausweg: Die Freunde müssen zusammenhalten und herausfinden, was vor langer Zeit in der Höhle in Mexiko geschah. Der Kampf ums Überleben beginnt ...

 


 

 


Kritik: Jeff Wadlow ("Cry Wolf") brachten Anfang des Jahres den Horror-Thriller "Wahrheit oder Pflicht" (OT: "Truth or Dare") auf die große Kinoleinwand. Der Inhalt des klassischen Partyspiel mit Lucy Hale ("Scream 4") in den Hauptrollen beschreibt sich wie folgt: Eine College-Clique um die beiden besten Freundinnen Olivia Barron (Lucy Hale) und Markie Cameron (Violett Beane) will ihren letzten gemeinsamen Spring-Break in Mexiko feiern und landet am letzten Abend durch einen Zufall mit einem scheinbar netten Fremden in einer alten Kirche. Dort fordert der Fremde, der sich Carter nennt, die Gruppe auf, mit ihm "Wahrheit oder Pflicht" zu spielen und tritt damit unheimliche Vorgänge los. Denn wieder zuhause, merkt Olivia bald, dass das Spiel nicht beendet ist, sondern noch immer läuft. Wer nicht mitspielt, ist wenig später tot. Wer mitspielt, dann aber die gewählte Aufgabe verweigert, stirbt ebenfalls. Nur wer wahrheitsgemäß antwortet oder die gestellte Aufgabe erledigt, lebt weiter - vorerst. Denn das Spiel endet nicht nach einer Runde, sondern scheint überhaupt nicht zu stoppen. Und so versuchen Olivia und ihre Freunde herauszufinden, wie das Spiel ursprünglich einmal begonnen hat, um es zu überleben. Nach seiner Kinoauswertung erschien "Wahrheit oder Pflicht" über Universal Pictures am 13.09.2018 als Extended Director's Cut jeweils im Keep Case auf DVD und Blu-ray. Ob das klassische Partyspiel auch als Spielfilm überzeugen kann, steht auf einem anderen Blatt und wird im Laufe der Besprechung noch ausführlich thematisiert.



Der Titel und die Story ließen bereits nichts Gutes erahnen. Alles wirkt, als bekäme der Endverbraucher einen langweiligen Horrorfilm geboten, indem wieder ein Teenager nach dem anderen stirbt - wie bereits in hunderten von Horrorfilmen zuvor. Und so ganz falsch liegt man damit auch nicht. Den der Hauptplot tut genau das und tritt dabei in die Fußstapfen zahlreicher Horrorfilme wie "Ouija - Spiel nicht mit dem Teufel", "Final Destination" und andere typische Genrevertreter. Das "Wahrheit oder Pflicht" dennoch ansehnlich geraten ist, liegt aber nicht an der Story, da man nur wenig neues geboten bekommt. Überzeugen konnte viel mehr die einzelnen Charakter, die den Film letztendlich auch sehenswert macht. Die einzelnen Charakter sind so lebendig, sympathisch und glaubwürdig, dass man regelrecht mit ihnen mitleidet und nicht möchte, dass einer von ihnen stirbt. Aus dieser emotionalen Bindung zieht der Film seine Schauwerte und kann abseits der fragwürdigen Story unterhalten.

Regisseur Jeff Wadlow ("Cry Wolf") konnte den Überlebenskampf der Gruppe routiniert in Szene setzen und wusste, wie er die Zuschauer dazu bringt, um ihre Helden zu zittern. Ob ein Mädchen sturzbetrunken auf dem Dach balanciert oder eine Freundin der anderen die Hand brechen muss, Jeff Wadlow zieht immer dann die Spannung an, wenn man zu wissen glaubt, was als nächstes geschieht und überrascht damit oft genug, was man mit einem derart ausgelutschten Plot erstmal schaffen muss. Und so präsentiert Blumhouse Productions ("Paranormal Activity", "Get Out", "Happy Deathday") mit "Wahrheit oder Pflicht" einen Vertreter aus dem Mittelfeld ihrer bisherigen Werke. Der Film konnte mit guten Charakterzeichnungen und viel Mitgefühl für seine Figuren punkten und erzählt seinen eigentlich bekannten Plot halbwegs originell. Jeff Wadlow's  "Wahrheit oder Pflicht" hat aber ein Problem, das ein Horrorfilm eigentlich auf keinen Fall haben darf - Er ist nämlich nicht wirklich gruselig. Wer hier wirklich Angst bekommt, kann noch nicht sonderlich viele Filme aus dme Horror-Genre gesehen haben. Da wäre wesentlich mehr gegangen und auch bitter nötig gewesen.

Das überschaubare Budget von 3,5 Mio. US-Dollar wurde bereits am Startwochenende eingespielt und Weltweit spielte der Film sogar 85,7 Mio. US-Dollar ein, wodurch das Konzept der Macher letztendlich auf ging, mit wenig Aufwand, eine vergleichsweise anspruchslose Zielgruppe anzusprechen. Der erste große Erfolg von Blumhouse Productions war der für nur 15.000 US-Dollar produziere Horrorfilm "Paranormal Activity". Blumhouse Productions brachte den Film im Jahr 2009 über Paramount Pictures in die Kinos. Bereits am Startwochenende spielte der Film 20 Mio. US-Dollar ein. Insgesamt spielte der Film weltweit fast 200 Mio. US-Dollar ein und ist damit Stand 2015 der bisher profitabelste Film. Der Film zog auch mehrere Fortsetzungen nach sich, wodurch es einem nicht verwundern würde, wenn einem das gleiche Konzept auch bei Wahrheit oder Pflicht" geboten wird. Die Grundidee ist nämlich so simpel wie effektiv, denn es kommen unbequeme Wahrheiten ans Tageslicht oder es werden mehr als waghalsige Pflichtabsolvierungen gefordert. Das eine oder andere Ableben erinnert dabei zwangsläufig an Muster von "Final Destination", wobei es mit Genickbruch und Kugelschreiber im Kopf nicht allzu explizit zur Sache geht. Leider heizen die eindimensional gezeichneten Figuren nicht gerade das Mitfiebern an, speziell die Burschen sehen sich teils ziemlich ähnlich, während die Mädchen entweder mit einer überstrapazierten Dreiecksgeschichte beschäftigt sind oder dazu neigen, zu tief ins Glas zu schauen. Immerhin wird die Geschichte flott vorgetragen, nur im letzten Drittel gibt es den einen oder anderen Hänger, da man sich etwas zu ausgiebig mit den Hintergründen beschäftigt, die bei den ganzen Oberflächlichkeiten eine eher untergeordnete Rolle spielen. Auch die Funktion ermittelnder Cops ist nahezu nichtig, denn die tappen sogar gegen Finale noch im Dunkeln.

Zudem schienen sich die Macher um Regisseur Jeff Wadlow ihrer schwachen Spezialeffekte bewusst, denn als Lucy erstmals dämonischen Fratzen gegenüber steht, berichtet sie ihren Freunden später, dass das Gesicht so ausah, wie ein schlechter Snap-Chat-Filter, was den Nagel letztendlich auch auf den Kopf trifft. Erwähnenswerte Schauwerte oder gar aufwendig inszenierte Action liefert "Wahrheit oder Pflicht" nicht, doch einige spannende Einlagen sind nicht von der Hand zu weisen. Natürlich hätte man die Auswirkungen des dämonischen Spiels noch ein wenig besser gestalten können, zumal der Inhalt unter der allgemeinen Vorhersehbarkeit und einigen auffälligen Logiklücken leidet. Doch darstellerisch wird eine solide schauspielerische Arbeit geliefert, Kamera und Schnitt arbeiten angenehm unauffällig und letztlich wird das über weite Teile erahnbare Treiben mit einer nicht ganz so absehbaren Schlusseinstellung aufgewertet. Vom Meilenstein weit entfernt, für die anspruchslose Berieselung jedoch kurzweilig genug.

Fazit: Bei "Wahrheit oder Pflicht" reißen es vor allem die gut geschrieben und sympathischen Darstellern heraus, denn wirklich gruselig ist der Film zu keinem Zeitpunkt. Immerhin verfügt Jeff Wadlows Inszenierung über ein originelles Ende und ein paar dramatische Szenen, setzt aber auch immer wieder auf Spannung durch die zwischenmenschlichen Konflikte in der Gruppe statt auf harte Blut-Effekte. Kein großer Wurf, aber auch kein Totalausfall - eine Soft-Ausgabe aus dem Horror-Genre, den man sich anschauen kann, aber nicht unbedingt muss.

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.5/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

Verkaufstart: 13. September 2018

Publisher:
Universal Pictures
Homepage: www.universalpictures.at/truth-or-dare

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Anzahl Disks: 1
Wendecover: -

Bild: 2,40:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 100 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch

Extras:
*Making Of
*Die Inszenierung der Tode
*Filmkommentar

Kritik Extras
Das Bonusmaterial umfasst ein knappes Making-of, das kurz die Idee und Entstehungsgeschichte des Films umreißt. In "Die Inszenierung der Tode" geht’s dann vier Minuten lang um die Hintergründe, die man sich für jeden einzelnen Tod überlegt. Der Audiokommentar von Regisseur Wadlow und Darstellerin Lucy Hale komplettiert das Angebot.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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