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Kommende Reviews  

   
Aug27

Far Cry

Far Cry

Originaltitel: Far Cry
Herstellungsland: Deutschland/Kanada
Erscheinungsjahr: 
2008

Genre: Action
Freigabe: FSK-16
Regie:
 Uwe Boll

Darsteller: Til Schweiger, Ralf Moeller, Udo Kier u.a.

Ex-Elite-Soldat Jack Carver führt ein beschauliches Leben als Bootsführer für Touristen an der US Westküste. Damit ist es jedoch vorbei, als die attraktive Journalistin Valerie auftaucht und ihn bittet, sie zu einer Militärinsel zu bringen. Sie ist die Nichte eines dort stationierten Colonel, der einem ungeheuren Geheimnis auf der Spur ist! Kaum an Land, wird Valerie allerdings sofort geschnappt und Jacks Boot in die Luft gesprengt. Er rettet sich in letzter Sekunde vor der Explosion - und gerät in ein gefährliches Abenteuer: Auf der Insel herrscht der zwielichtige Dr. Krieger, der für das Militär geheime Gen-Experimente durchführt und eine monströse Kampfeinheit geschaffen hat. Jack muss ihn stoppen und Valerie retten, notfalls im Alleingang gegen eine ganze Armee... 

- Kritik -

Uwe Boll hat sich in den letzten Jahren einen erstaunlichen Ruf erarbeitet, allerdings im negativen Sinne. So sehen ihn viele als den legitimen Nachfolger von Ed Wood. Boll ist extremer Kritik ausgesetzt, die teilweise selbst von ihm provoziert und auf Grund seiner schlechten Filme auch berechtigt ist, teilweise aber auch weit über das Ziel hinaus schießt. Boll ist aber auch ein Filmemacher, der sich in einer erstaunlichen Form und Schnelligkeit in den letzen Jahren etabliert hat, die vorher niemand für möglich gehalten hat. Angefangen hat alles mit Videospielumsetzungen, deren Lizenzen der umtriebige Macher scheinbar wahllos eingekauft hat. „House of the dead“, „Alone in the dark“ oder „Bloodrayne“ sind bei den Fans allesamt verpönt, bekamen vernichtende Kritiken, waren auch keine großen Hits, spielten jedoch auf DVD gutes Geld ein. „Far Cry“ reiht sich in diese Liste nahtlos ein. So setzte Boll zumindest in Deutschland große Hoffnungen auf den Film: Umsonst, auch hier zu Lande war der Film trotz Til Schweiger ein satter Flop. Nach Ansicht des Films muss man leider konstatieren: Mit Recht.


 
Über die Geschichte muss man nicht viele Worte verlieren: Sie ist ein lascher, unlogischer Vorwand, um wahllos Actionszenen aneinander zu reihen. Trotzdem ist es ja nicht verboten, Filme dieser Art spannend zu erzählen, doch da scheitert Boll wie auch schon in seinen voran gegangenen Filmen. Er ist weder in der Lage eine Spannungskurve noch Atmosphäre aufzubauen. Man muss es so hart sagen: „Far Cry“ ist trotz der zahlreichen Actionszenen langweilig und zäh. Dazu kommen dann noch grauenvolle Dialoge, eine peinliche Liebesgeschichte und eine trashige Selbstironie, die augenzwinkernd sein soll, jedoch so aufgesetzt und schlecht in die Szenerie eingefügt wurde, dass es eher lächerlich wirkt. Als Gesamteindruck bleibt, dass scheinbar stur Szene für Szene abgearbeitet wurde: Rhythmus, Tempowechsel oder einen eigenen Stil wird man nicht finden. Die Actionszenen sind recht offensichtlich ziemlich preisgünstig abgekurbelt wurden, nicht selten unter gnädiger Mithilfe sehr sichtbarer CGI Sequenzen. Diese Actionszenen gehen für sich betrachtet qualitativ noch in Ordnung, sofern man nicht mehr als B-Movie Qualität erwartet, doch auch hier greift Boll ein ums andere Mal daneben und zieht scheinbar völlig willkürlich in den Stilistiktopf: Ein paar Zeitlupenszenen hier, ein paar Zeitraffer dort: Das Ganze überwiegend hektisch geschnitten – so versaut man mit sicherer Hand auch die besten Momente. Der Mann hat einfach kein Gespür dafür, wann er solche Mittel einsetzen kann, und wann nicht. Da passt sich auch der Soundtrack an, der eintönig, kaum modifiziert in ein und der selben Leier auf den Zuhörer eindrischt und so gar nicht, zu den bewegten Bildern passen will.


 
Ein Wort zu den Darstellern: Einerseits muss man sie ja fast schon in Schutz nehmen, da sie bei der Vorlage, den Dialogen und der Umsetzung nur schlecht aussehen können. Andererseits sind sie noch nicht einmal ansatzweise in der Lage, zumindest zwischen den einzelnen schlecht aneinander gefügten Szenen etwas Licht in das dunkle Treiben zu bringen. Til Schweiger kauft man den Soldaten nie ab, Emmanuelle Vaugier ist nur schmückendes Beiwerk und Craig Fairbrass wird völlig verschenkt. Die absolute Katastrophe ist jedoch Chris Copolla, den man ja auch schon aus „Postal“ kennt. Spätestens als sein nervtötender Charakter Emilio ins Spiel kommt, ist „Far Cry“ ganz weit unten. Die einzigen, etwas bekannteren Darsteller, die hier mit halbwegs heiler Haut aus diesem Desaster entkommen, sind Udo Kier und Ralf Möller. Kier, weil er den Professor mit einer fast schon bewundernswerten Gelassenheit und gewollter Überzogenheit gibt und Möller, weil er die Trashentdeckung der letzten Jahre sein könnte: Erst sein famoser Auftritt in „Postal“ und nun das hier. Aber er dürfte Licht am Ende des Tunnels sehen, denn schlechter als in „Far Cry“ kann er nicht mehr in Szene gesetzt werden. Ansonsten geben sich zahlreiche alte Bekannte aus anderen Boll Filmen die Klinke in die Hand, was den Gesamteindruck aber nicht zwangsläufig verbessert.


 
So bleibt am Ende leider nur eine Gewissheit: Boll hat jetzt so viele Filme in kurzer Zeit auf dem Buckel und hat das kleine 1x1 des Filmemachens immer noch nicht gelernt. Dabei war die Hoffnung beim Rezensionisten durchaus gegeben: „Postal“ war zwar auch kein wirklich guter Film, konnte jedoch aufgrund seiner Einmaligkeit, seines Mutes und des abstrusen Humors wegen weitestgehend überzeugen. Auch „Tunnel Rats“, der bald auf DVD erscheinen wird, war deutlich besser als alles, was der deutsche Selfmade Mann davor abgeliefert hatte. Doch „Far Cry“ ist durch und durch misslungen und mehr als nur einen Schritt zurück.


- Fazit -

So sehr man Uwe Boll aufgrund seiner geschäftlichen Cleverness und seiner Karriere auch schätzen, und vielleicht bewundern mag: „Far Cry“ ist eine Katastrophe. Hier stimmt so gut wie gar nichts. Einzelne funktionierende Actionmomente, mitunter gelungen Kamerafahrten, Udo Kier und ein gewisser (ungewollter) Trashfaktor retten dieses Debakel vor einer noch schlechteren Bewertung. 

Bewertung: 4 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

4.8/10 Bewertung (4 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD-Verleihstart:  03.04.2009
DVD-Verkaufstart: 24.04.2009
- Single Disc 
 
Label: Splendid
Verpackung: Keep Case
 
Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Englisch Dolby Digital 5.1 
 
Untertitel:
- Deutsch
- Niederländisch
 
Bild: 2.35:1 (16:9)
Laufzeit: ca. 91 Min.
Uncut: Ja
 
Extras:

  • Audiokommentar von Uwe Boll deutsch
  • Audiokommentar von Uwe Boll englisch
  • Trailershow 

Review Extras:
Uns lag zur Bewertung die Leih DVD vor, die bis auf den Audiokommentar von Uwe Boll keinerlei Extras enthält. Im Handel erscheint eine Special Edition, die auf einer Extra DVD reichlich Bonusmaterial enthält. Doch selbst die Leih DVD bietet ja das Extrafeature, das bei Boll Filmen entscheidend ist: Der Audiokommentar. Gut gelaunt, erzählfreudig wie eh und je plaudert der – durchaus sympathische Boll – aus dem Nähkästchen. Seine Hunde hat er auch wieder dabei, Essen ebenfalls. So ist auch dieser Audiokommentar das eigentliche Highlight des Films. Diesmla zieht er zwar nicht über seine Schauspieler her, ganz im Gegenteil, gibt aber auf unterhaltsame Art und Weise ein paar Details preis und macht eines deutlich: Sobald Boll über den geschäftlichen Aspekt seiner Arbeit spricht, merkt man, was der Mann zumindest in dieser Hinsicht auf dem Kasten hat. Für jeden, der sich ein wenig für das Geschäft hinter den Kulissen interessiert, ist so ziemlich jeder Boll Film eine wahre Fundgrube von Informationen. So gibt es abermals Einblicke, wie verworren und schmutzig das Business mittlerweile ist und warum das Independentkino derzeit in einer schweren Krise steckt. Bolls Argumente machen Sinn, ob man ihn nun mag oder nicht. Von daher gibt es trotz der kaum vorhandenen Extras 

Bewertung: 5 | 10

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