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Jun12

Fire & Ice: The Dragon Chronicles

Fire & Ice: The Dragon Chronicles

Originaltitel: Fire & Ice
Herstellungsland: USA/Rumänien
Erscheinungsjahr: 2008
Genre: Fantasy, Action
Freigabe: FSK-16
Regie: Pitof
Darsteller: John Rhys-Davies, Arnold Vosloo, Amy Acker u.a.

Das Königreich Carpia wird vom gutmütigen und gerechten König Augustin (Arnold Vosloo) beherrscht. Doch das Wohl der Reiches steht auf wackeligen Füßen, als eines Tages ein Feuerdrache am Himmel auftaucht und Flammen spuckend die Häuser in Schutt und Asche legt und Menschen in lebende Fackeln verwandelt. König Quilok, Herrscher des Nachbarreichs, welches von den heimtückischen und in unregelmäßig geführten Überfällen durch den Feuerdrachen verschont bleibt, versucht die Gunst der Stunde zu nutzen, um sein Königreich zu erweitern und bietet seine Hilfe im Tausch gegen die Krone des Königreichs Carpia an. König Augustins Tochter (Amy Acker) macht sich indes eigenständig auf die Suche nach dem sagenumwobenen Ritter Alador, welcher vor Jahren bereits das Königreich Quilok vor der Bedrohung eines Drachen gerettet und diesen getötet hat. Stattdessen stößt sie auf Aladors Sohn Gabriel (Tom Wisdom) und dessen Freund Sangimel (John Rhys-Davies). Da Gabriel weder die Kenntnisse noch die Fähigkeiten hat, um einen Drachen zu töten, unterbreitet er dem König den Vorschlag, einen anderen Drachen zu erwecken, welcher sich dem Feuerdrachen entgegenstellen kann.

- Kritik -

Wenn ein Film mit den Worten „Ein Fantasy-Epos in der Tradition von Eragon und Dungeons & Dragons“ beworben wird, ist ein gesundes Maß an Skepsis durchaus angebracht, sind diese beiden Filmen doch alles andere als Referenzen im Fantasy-Genres. Tatsächlich ist es so, dass man Fire & Ice in einem Atemzug mit den beiden genannten Genre-Vertretern nennen kann, was wiederum kein Prädikat darstellt. Pitof, der zuletzt mit Catwoman ein hochdekorierten (leider nur im Rahmen der goldenen Himbeere) Film abgeliefert hat, präsentiert mit Fire & Ice einen durchwachsenen Fantasy-Streifen, der ziemlich uninspiriert und ohne nennenswerte Highlights daherkommt.

Der Mythos des Drachen wurde schon in etlichen Kulturen und Epochen der Erdgeschichte aufgegriffen, weitergesponnen und selbst bis heute haben Drachen nichts von ihrem Reiz verloren und finden immer wieder in Filmen und insbesondere in Büchern Erwähnung. Vor 13 Jahren ließ Rob Cohen den freundlichen Drachen Draco auf die Kinozuschauer los und vor knapp 7 Jahren mussten sich Christian Bale und Matthew McConaughey in Reign of Fire gegen gigantische Drachen zur Wehr setzen und vor gerade einmal 2 Jahren ließ Korea einen Haufen Drachen und drachenartige Wesen in D-War auf der Erde erscheinen. Bei allen erwähnten Filmen, hat man sich hierbei primär an der „klassischen“ Darstellung eines Drachen orientiert. Ein echsen- oder wenn man so will dinosaurierartiges Wesen, dass auf vier beiden steht und sich mit großen Schwingen durch die Lüfte bewegt. Sicherlich variierte man in den verschiedenen Filmen bei der Darstellung der diversen Drachen und bei D-War bekam man sogar einen asiatischen Drachen serviert, bei Fire & Ice hingegen, hat man die klassische Mythologie über Bord geworfen und ein neues Konzept entwickelt. Das Ergebnis sind Drachen, bei denen man sofort an fliegende Rochen denken muss, die in ihr jeweiliges Element (Feuer oder Eis) eingehüllt sind. Da keinerlei Beine zu sehen sind, fragt man sich unwillkürlich, ob diese Drachen jemals landen und wenn ja, wie sie es schaffen, sich wieder in die Lüfte zu erheben. Jedoch kann man nicht behaupten, dass die Drachen wirklich schlecht aussehen  (dazu später mehr), in erster Linie sind sie einfach sehr gewöhnungsbedürftig, es bleibt aber festzuhalten, dass eine klassische Optik definitiv der bessere Weg gewesen wäre.

Zunächst klingt der Cast mit John Rhys-Davies und Arnold Vosloo sowie Amy Acker und Tom Wisdom recht viel versprechend, es gilt jedoch zu bedenken, dass selbst Uwe Bolls Dungeon Siege wirklich namhafte Schauspieler gecastet hat, diese aber in ihren Rollen völlig deplatziert wirken. John Rhys-Davies ist sicherlich jemand, der im Fantasy-Bereich recht gut aufgehoben ist und auch optisch hervorragend passt, was er in Fire & Ice mal wieder unter Beweis stellt. Auch Arnold Vosloo wirkt nicht gänzlich fehl am Platze, wohingegen Amy Acker und Tom Wisdom nicht so wirklich den Eindruck erwecken würden, als wenn sie in ihrem Metier wären. Gerade Tom Wisdom mangelt es einfach an Ausstrahlung, um seine Figur überzeugend rüberzubringen. Wirklich enttäuschend wird es jedoch bei den restlichen Darstellern, die entweder gar nicht in die dargestellte Welt passen wollen oder einfach ein wirklich schlechtes schauspielerisches Talent an den Tag legen. Im schlimmsten Fall vereinen sie beide Punkte miteinander. Insbesondere die Königin, Paxian und König Quilok sind eine herbe Enttäuschung und wirken extrem hölzern in ihrer Darstellung. Leider wirken auch die „großen“ Namen im Film zuweilen stark gehemmt und zeigen ihr Können nur in den seltensten Fällen. Lediglich John Rhys-Davies scheint an seiner Rolle gefallen gefunden zu haben und spielt sie locker leicht und überzeugend und ist definitiv das Highlight im Film. Insbesondere dann, wenn Sangimel die Atmosphäre in bester Gimli-Manier und ein paar witzigen Sprüchen auf den Lippen auflockert.

Unglücklicherweise sucht man weitere Highlights eher vergeblich. Fire & Ice dümpelt über die gesamte Laufzeit nur so vor sich und lässt jeglichen Sinn für Dramaturgie oder Spannung vermissen. Es ist nicht sonderlich viel Phantasie von Nöten, um von Beginn an zu erkennen, wie sich die Story entfalten wird und welche Ambitionen die diversen Charaktere an den Tag legen (werden). Sowohl Handlung, als auch Figuren wirken wie aus dem Handbuch für Fantasy-Geschichten, ohne dass die Drehbuchautoren auch nur ansatzweise versucht hätten, irgendwelche Überraschungen in den Storyverlauf einzuweben oder Ecken und Kanten den Figuren angedeihen zu lassen. Selbst beim ersehnten Kampf der beiden Drachen, bleibt die Spannung auf der Strecke, dabei ist es recht deutlich zu erkennen, dass man ziemlich viel Zeit und Geld in diesen Zweikampf gesteckt hat. Dadurch wirkt das Ganze zwar längst nicht oscarverdächtig, aber in den meisten Fällen visuell und technisch grundsolide. Es bleibt jedoch die Frage, wer sich die diversen Attacken der Drachen ausgedacht hat, welche jegliche Eleganz, Kraft und teils auch den „Realismus“ vermissen lassen. Hierdurch fallen auch die oftmals steifen und falsch wirkenden Animationen ins Auge, welche den Luftkampf, der eine beträchtliche Laufzeit des Films in Anspruch nimmt, auszeichnen. Überhaupt fällt es auf, wie stark die Qualität bei den CGIs schwankt. Sieht man die Drachen von Weitem und ohne dass sie miteinander oder der Umwelt interagieren, sehen die Effekte durchaus ansprechend aus, doch sobald es zu Nahaufnahmen oder Kämpfen kommt, hat man das Gefühl, eine Cut-Scene aus einem unterdurchschnittlichen Videospiel zu sehen. Bei den Kämpfen der menschlichen Mittstreiter hat man sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Dies scheint auch Pitof bewusst gewesen zu sein, denn durch hektische Schnitte wurde erfolglos versucht, das fehlende Können der Beteiligten zu kaschieren und ein wenig Spannung zu generieren. Leider führt dies lediglich dazu, dass die eh schon schlecht choreographierten Kämpfe unter einer extremen Unübersichtlichkeit leiden.
 
 

- Fazit -

Fire & Ice ist ein extrem uninspiriertes Werk, welches, wäre es eine Kinoproduktion, Pitof sicherlich ein weiteres Mal diverse goldene Himbeeren beschert hätte. Ohne nennenswerte Höhepunkte, einer 08/15-Story und den eindimensionalen und scheinbar am Reißbrett entstandenen Charakteren, kann Fire & Ice lediglich durch die teils recht soliden Effekte, einen gut gelaunten Rhys-Davis und den halbwegs überzeugenden Hauptdarstellern punkten.

Bewertung: 3 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

5.7/10 Bewertung (6 Stimmen)

 - DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD-Verleihstart: - 
DVD-Verkaufstart: 24.04.2009

Label: Koch Media
Verpackung: Keep Case

Ton:

1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Englisch Dolby Digital 5.1

Untertitel:
- Deutsch

Bild: 1,78:1 (16:9)
Laufzeit: ca. 82 Min.

Uncut: Ja

Extras:

  • Musikclips: 
  • 1.Subway to Sally – Besser Du Rennst
  • 2.Nightwish – The Islander
  • 3.Epica – Never Enough
  • 4.Avantasia – Lost In Space
  • 5.Sirenia – The Path Of Decay
  • Trailer Collection

Review Extras:
Zunächst sei einmal erwähnt, dass die auf dem Cover gelistete Angabe der Laufzeit falsch ist. Statt der angegebenen Laufzeit von 122 Minuten, läuft Fire & Ice lediglich 1 Stunde und 22 Minuten. Die Extras selber sind auch nicht wirklich der Rede wert, insbesondere dann nicht, wenn man ein paar Informationen zum Film sucht. Lediglich 5 Videoclips, bei denen der Bezug zum Film nicht so wirklich offenkundig wird oder besser gesagt, existiert und ein paar Trailer zu weiteren Veröffentlichungen von Splendid Entertainment, wurden auf die silberne Scheibe gepresst. 

Bewertung: 2 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
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