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Okt10

Gantz

Gantz

Originaltitel: Ahjeosshi
Herstellungsland: Südkorea
Erscheinungsjahr: 
2010
Genre: Action, Thriller, Drama
Freigabe: 
FSK-18
Regie: Lee Jeong-beom
Darsteller: Won Bin, Kim Sae-ro, Thanayong Wongtrakul u.a.

Kei und Kato sind alte Schulfreunde. Nach langer Zeit treffen sie sich in einer U-Bahnstation in Tokyo zufällig wieder und werden von einem heranrasenden Express-Zug erfasst. Doch das Leben der zwei Freunde ist nicht endgültig ausgelöscht. Sie finden sich gemeinsam mit anderen Verunglückten in einem rätselhaften Raum wieder, in dem sie von einer mysteriösen Kugel namens GANTZ mit einer tödlichen Mission beauftragt werden. Es beginnt ein waghalsiges Spiel ...

- Kritik -

Japan hat mittlerweile einige Erfahrung sammeln können, wenn es um Film-Adaptionen von Mangas und Animes geht. Ob nun "Death Note", "Yatterman" oder "Blood: The Last Vampire", Auswahl gibt es genügend. Das ist sicherlich nicht alles Gold was glänzt, aber das ist selbstverständlich nicht weiter verwunderlich. Viele Manga-Vorlagen zeichnen sich durch ein recht phantasievolles Setting aus, weshalb eine Realverfilmung erst mit dem aktuellen Stand der Technik denkbar war. "Gantz" ist einer dieser Kandidaten.



Viel Hintergrundwissen über das "Wie" und speziell das "Warum" bekommt man im Laufe des Films nicht präsentiert. Man bleibt, genau wie die Hauptfiguren, im Ungewissen darüber, was für ein "Spiel" hier genau gespielt wird. Einzig dass es um Leben und Tod geht und es Außerirdische innerhalb eines gesetzten Zeitrahmens zu eleminieren gilt, wird recht schnell deutlich. "Gantz" erinnert ein wenig "Men in Black", auch wenn dieser Vergleich dem Film nicht gerecht wird. Trotz alledem sind es gerade die "versplatterten" Momente gepaart mit den teils skurrilen Außerirdischen, die Erinnerung an den Hollywood-Blockbuster aufkommen lassen.



Grundsätzlich ist "Gantz" jedoch, trotz aller humorvollen Nuancen, deutlich ernster unterwegs, als die Männer in ihren schwarzen Anzügen. In den Action-Szenen dominiert zu Beginn zwar ein gewisser Spaß an den Szenen, der auch nie versiegt, aber spätestens wenn die Außerirdischen oder die anderen Teilnehmer auf brutalste Art und Weise das Zeitliche segnen und dabei auch nicht vor Kindern oder alten Leuten halt gemacht wird, schleicht sich eine gewisse Ernsthaftigkeit ein, die immer unterschwellig mitschwingt. Interessant wird es dann, als ein Außerirdischer unseren Recken vorwirft, der Aggressor zu sein, ohne den Aliens jemals eine Chance einzuräumen oder die Situation zu hinterfragen. Ein Punkt, den man als Zuschauer tatsächlich nicht in Augenschein genommen hat.



Trotz aller Denkanstöße, ist die Action ein Augenschmaus mit viel Unterhaltungswert. Der Anzug, der Körperkraft, Geschwindigkeit und Widerstandsfähigkeit erhöht wird gut in Szene gesetzt und die futuristischen Waffen erfüllen ihren Zweck, indem sie mit einiger Verzögerung die anvisierten Körperteile zerfetzen. Die visuellen Effekte sehen wunderbar aus und wissen insbesondere bei den Außerirdischen Figuren zu glänzen, lassen dadurch die Adaption glaubwürdig über den Fernseher flimmern. Die Regie ist dabei routiniert, ohne wirkliche Highlights zu setzen. Diese bekommt man stattdessen durch diverse abgefahrene Ideen präsentiert. Alles in Allem gibt es bei den Actionszenen kaum etwas zu bemängeln, wenn man sich mit dem futuristischen Setting und der abgedrehten Art anfreunden kann. 



"Gantz" ist jedoch mehr als nur eine Aneinanderreihung von Actionsequenzen. Zwischen den einzelnen Aufträgen, kommt es zu Charakterszenen, die jedoch nur langsam in Fahrt kommen und recht leer wirken. Die ruhigen Momente nehmen naturgemäß das Tempo recht radikal aus dem Film, füllen den entstandenen Raum leider nur spärlich mit tiefer gehenden Erkenntnissen um die Hauptfiguren. Die Charaktere haben zwar mehr zu bieten, als dumme Sprüche, weibliche Kurven oder dezente Coolness, diese Aspekte werden jedoch bestenfalls angedeutet. Da „Gantz“ als Zweiteiler geplant ist, kann und muss man davon ausgehen, dass dieser Punkt im zweiten Teil noch ausgebaut wird. Insgesamt merkt man dem Film die Serienherkunft an. Ein leicht episodenhafter Charakter haftet den einzelnen Szenen an, fällt aber nicht sonderlich stark ins Gewicht. 


  
- Fazit -

„Gantz“ ist spritzige Unterhaltung, abgefahrene Action, überraschend rau und wird durch humorvolle Spitzen abgerundet. Lediglich der Versuch, bei den Charakteren tiefer zu schürfen, scheitert ein wenig, dafür bleibt das mysteriöse Setting interessant. Nicht nur für japanophile Filmfans einen Blick wert und ein vielversprechender Auftakt, der die freudige Erwartung auf das Sequel schürt.  

Bewertung: 8.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

5.9/10 Bewertung (7 Stimmen)

 - DVD Facts und Extras -

 

DVD Verleihstart: 11.08.2011
DVD Verkaufstart: 22.09.2011 

Publisher: Sunfilm
Verpackung: 
Keep Case (Amaray)
Wendecover: Nein

Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Deutsch Dolby DTS 5.1
3. Japanisch Dolby Digital 5.1

Untertitel: 
- Deutsch

Bild: 16:9 (1,85:1) 
Laufzeit: ca. 124 Minuten
Uncut: Ja

Extras:

  • Trailer


Kritik Extras
Obligatorische Trailer, sonst findet man nichts auf der Disc.   


Bewertung: 1 | 10

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Sascha Weber

Sascha Weber

   

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