!

Bereitsgetestet.de verwendet Cookies, um Ihnen bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Website dem Nutzungsverhalten der Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie die Website weiter nutzten, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Datenschutzerklärung

OK

Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Jul17

Hans Kloss - Spion zwischen den Fronten

Hans Kloss - Spion zwischen den Fronten

Originaltitel: Hans Kloss. Stawka wieksza niz smierc
Herstellungsland: Polen

Erscheinungsjahr: 2012
Genres: Action, Krieg
Freigabe: FSK 16
Regie: Patryk Vega

Darsteller: Stanislaw Mikulski, Emil Karewicz, Tomasz Kot, Daniel Olbrychski u.a.

Getarnt als Agent der deutschen Abwehr ist Hans Kloss - Codename J-23 - einem der größten Geheimnisse des Dritten Reiches auf der Spur: Er wird in den letzten Kriegstagen „Undercover“ nach Königsberg geschickt, um das von den Nazis gestohlene, legendäre Bernsteinzimmer zu finden, bevor es diesen gelingt, es zu verschiffen. Doch nicht nur Kloss ist auf der Suche nach der wertvollen Fracht. Er muss sein Leben aufs Spiel setzen und sich gegen gefährliche Konkurrenten wie seinen alten Gegenspieler SS-Hauptsturmführer Hermann Brunner durchsetzen, wenn er seine Mission erfolgreich lösen will. Aber selbst dreißig Jahre später, im faschistischen Spanien, ist die Geschichte noch nicht zu Ende...

- Kritik -   

Sekunden entscheiden“ ist eine polnische Serie, die sich 1969 in der damaligen DDR zum „Straßenfeger“ entwickelte. Die 18 teilige Serie handelt vom polnischen Agenten Stanisław Kolicki, der während des 2. Weltkriegs den Platz seines Doppelgängers Oberleutnant Hans Kloss in den Reihen der deutschen Abwehr einnimmt. Unter dem Pseudonym J-23 sammelt er Informationen von den Deutschen. Regisseur Patryk Vega hat sich an den damaligen Erfolg erinnert und konnte für die Rollen der gealterten Kontrahenten (der Film wechselt zwischen den Jahren 1945 und 1975) sowohl den Original „Kloss“ – Darsteller Stanislaw Mikulski als auch Emil Karewicz  - der in der Serie dessen Erzfeind SS-Hauptsturmführer Hermann Brummer mimte – für eine aufwendige Kinoverfilmung gewinnen. Als Story für den Agententhriller dient eines der größten Mysterien des Dritten Reiches: Das verschwundene Bernsteinzimmer.

 „Hans Kloss – Spion zwischen den Fronten“ kann zumindest streckenweise überzeugen. Die Kulissen und Ausstattung sowie Drehorte wurden exzellent ausgewählt und die Kamera-Arbeit in all ihren verschiedenen Facetten ist wirklich lobenswert. Keine verwackelten Bilder, sämtliche Einstellungen sind gepickt mit Nah – und Großaufnahmen. Insbesondere die Sequenzen um 1945 sind sehr schön anzuschauen. Es gibt etliche Feuergefechte - die auch recht blutig ausfallen - Bombenangriffe und Explosionen. Alles in einem überschaubaren Rahmen, aber inszenatorisch überaus beeindruckend. Diesbezüglich müssen sich die Macher nicht vor der Hollywood-Konkurrenz verstecken. Im Gegenteil. Es kommen nur selten CGI-Effekte zum Einsatz. Die Szenen um 1975 fallen dagegen deutlich ab.

Nicht, weil in diesem Zeitraum statt der Action zunehmend die Thriller-Komponente zum Einsatz kommt, sondern weil sich die Story nur zäh entwickelt und die Spannung - im Gegensatz zum 45er Zeitraum – ziemlich in Grenzen hält. Das wirkt zu gewollt und hölzern. Zu den Charakteren kann man nur bedingt eine emotionale Brücke aufbauen, dessen Schicksale einen nicht richtig mitreißen. Die Schauspieler – allen voran Tomasz Kot, der den jungen Hans Kloss spielt - machen einen soliden Job, neigen aber teils zum Over-Acting. Die Masken und Perücken passen eher in eine mittelprächtig ausgestattete Theatervorführung, statt in eine große Kino-Produktion. Sie wirken oft zu künstlich. Somit zeigt sich das ambitionierte polnische Werk von zwei Seiten: Einem wirklich gelungenen und aufregenden ersten Teil, welcher im 2. Weltkrieg spielt und einem eher misslungenen, wirren und teils langweiligen zweiten Teil, der die Geschichte in den 70er Jahren zu Ende erzählt.

 

                                               - Fazit - 

„Hans Kloss – Spion zwischen den Fronten“ ist ein durchschnittlicher Agententhriller, verpackt in ein sehr aufwendiges und ansprechendes Kriegsambiente. Nicht perfekt und mit deutlichen Längen, offenbart er umso deutlicher seine optischen Stärken. Sehenswert!

Wertung: 6.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.0/10 Bewertung (6 Stimmen)

 

- Bluray FACTS UND EXTRAS -

 

Bluray Verleihstart: 22. Juli 2014
Bluray Verkaufstart: 22. Juli 2014


Publisher: Ascot Elite
 Home Entertainment
Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,20:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 104 Minuten (inkl. Abspann)
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1
)
2. Polnisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch

Extras

  • Original-Trailer (1.46 Minuten)
  • Interviews:
    Stanislaw Mikulski (9.26 Minuten)
    Emil Karewics (4.50 Minuten)
    Daniel Olbrychski (6.26 Minuten)
  • Trailershow:
    Sekunden Entscheiden (1.40 Minuten)
    Die letzte Front (1.49 Minuten)
    The Floating Castle (2.20 Minuten)
    Wings of Honour (1.34 Minuten)
    Battle of Empires (3.04 Minuten)
    Battle Ground (2.42 Minuten)
    Sturm auf Festung Brest (1.51 Minuten)
    Gagarin – Wettlauf ins All (1.46 Minuten) 

Kritik Extras
Recht ausgiebige Interviews der drei Hauptdarsteller ermöglichen einen informativen Einblick und die Intention hinter der Produktion. Ansonsten sind die Extras ziemlich mau. Ein zusätzliches „Making-Of“ wäre Wünschenswert gewesen. Tipp: Einige Trailer auf der Scheibe sind wirklich sehenswert, da es sich dabei um Filme handelt, die hierzulande Unbekannt aber qualitativ hochwertig sind.

Wertung: 4|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

5.0/10 rating 1 vote
Kevin Zindler

Kevin Zindler

   

Spieltipp  

   

Statistik  

Filme: 1.442
Videospiele: 89
Specials: 105
Interviews: 62
Hardware: 9

Besuche Juli: 114.336
Belege können angefordert werden