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Aug27

Hidden Assassin

Hidden Assassin

Originaltitel: Hidden Assassin
Herstellungsland: USA, Tschechien
Erscheinungsjahr: 1995
Genre: Action, Thriller
Freigabe: FSK-16
Regie: Ted Kotcheff
Darsteller: Dolph Lundgren, Maruschka Detmers, Assumpta Serna, Gavan O'Herlihy, John Ashton u.a.

Nach einem politischen Attentat beordert der amerikanische Geheimdienst Michael Dane (Dolph Lundgren) nach Prag, um den Schützen zu fangen und in die Vereinigten Staaten zu überführen, ehe er ein weiteres mutmaßliches Ziel eliminieren kann. In Simone Rosset (Maruschka Detmers) hat man bereits die Täterin ausfindig gemacht. Der gewieften Simone werden bereits zahlreiche frühere Attentate zur Last gelegt, auch wenn es bisher nicht gelungen war, sie wegen einem davon zu verurteilen. Dane gelingt es nach einigen Mühen Simone zu stellen, doch die attraktive Killerin beteuert ihre Unschuld und Dane muss sich fragen ob er nicht möglicherweise zum Erfüllungsgehilfen einer Verschwörung geworden ist, während er und Simone in das Visier von Killern geraten…

- Kritik -

Für Dolph Lundgren entstand "Hidden Assassin", wie "The Shooter" im englischsprachigen Raum auch heißt, an einem wichtigen Punkt seiner Karriere. Rund zehn Jahre nach seinem Debüt und mit über einem Dutzend Filmen im Gepäck war er 1995 neben Keanu Reeves und Dina Meyer in "Vernetzt – Johnny Mnemonic" im Kino zu sehen, ein Cyberpunk-Thriller, dem es nicht gelang, die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen. Lundgren drehte "The Shooter" noch ehe "Vernetzt" in den Kinos anlief, doch auch wenn er in "Vernetzt" nur eine Nebenrolle spielte, beeinflusste dessen Abschneiden sicherlich auch die Art und Weise, wie die Verleiher schließlich mit "The Shooter" umgingen. Während der Film in großen Teilen Europas noch im Kino lief, wurde er in den USA und Deutschland nur auf Video ausgewertet. Zusammen mit dem folgenden und finanziell gefloppten "Silent Trigger" (1996) wurde damit eine Phase eingeläutet, die Lundgren von den Kinoleinwänden in die Regale der Videotheken führte.

Bevor nun falsche Rückschlüsse gezogen werden; "The Shooter" ist bei weitem kein schlechter Film. Zwar sieht er nur bedingt nach seinem 11 Millionen US-Dollar-Budget aus, doch als lupenreiner Actionthriller erlaubt er sich im Grunde wenige Fehler. Die Geschichte schrieb Yves Andre Martin, der zusammen mit Meg Thayer und Billy Ray auch das Drehbuch schrieb. Während jedoch die beiden Erstgenannten im Nachgang kaum mehr erwähnenswerte Karrieren im Showgeschäft verfolgten zeichnete Ray immerhin für Drehbücher wie "Flightplan" mit Jodie Foster verantwortlich und adaptierte auch einige andere Storys zu Drehbüchern (u.a. die Kinoversion von "State of Play", 2009). Noch vor "The Shooter" war er zudem einer der Erfinder der von Steven Spielberg produzierten Serie "Earth 2".

Freilich ist die Geschichte zu "The Shooter" weit davon entfernt einen Originalitätspreis einzuheimsen. Doch immerhin erspart sie dem Zuschauer allzu viele Plattheiten und zumindest einige Wendungen in der Geschichte sind sehr ordentlich geraten. Neben den gut interagierenden amerikanischen und europäischen Darstellern –dabei sind neben Lundgren besonders Maruschka Detmers und John Ashton aus "Beverly Hills Cop 1+2", der hier Lundgrens Partner spielt, zu erwähnen- trägt aber vor allem Regisseur Ted Kotcheff zum Gelingen des Films bei. Seine Inszenierung nimmt sich Zeit, ohne dabei zu langweilen, und versteht es, den Zuschauer u.a. durch einen gekonnten Wechsel aus Ego-Perspektive und der Beobachter-Übersicht in den richtigen Momenten mit einzubeziehen. So funktionieren nicht nur die Actionszenen sondern es wird auch abseits derer Spannung aufgebaut.

Kotcheffs Karriere begann bereits in den 1950er Jahren beim Fernsehen eher er 1974 mit dem Western "Begrabt die Wölfe in der Schlucht" den endgültigen Sprung auf die Leinwand schaffte, der er knapp 20 Jahre treu blieb. Sein wohl bekanntestes Werk dabei war "Rambo" (1982) mit Sylvester Stallone. "The Shooter " sollte sein letzter Film sein, der auf einen Kinorelease abzielte. Danach wechselte er wieder zu seinen Wurzeln und inszenierte fürs Fernsehen. Zuletzt nahm er eine wichtige Rolle als Regisseur und Produzent bei der Serie "Law & Order: Special Victims Unit" ein. Ursprünglich war vorgesehen, "The Shooter" in Frankreich, genauer gesagt in Paris, anzusiedeln und auch zu drehen. Man hielt damals jedoch Prag für ein interessanteres Umfeld, zumal es auch damals bereits deutlich kostengünstiger war. Damit wurde vorweggenommen, was heute mit einem großen Teil deutlich knapper budgetierter Filme geschieht.

Die damals noch relativ neue und dabei architektonisch interessante Umgebung von Prag war noch frisch von den Nachwirkungen des Kommunismus durchzogen, als man dort im Herbst 1994 drehte. Während der Dreharbeiten verletzte sich Lundgren allerdings bei einem Stunt. Unglücklicherweise legte sein Stunt Double zu dieser Zeit auch Gewicht zu, sodass er nach einer Weile kaum noch als Double durchging. Das führte dazu, dass Lundgren die restlichen Lauf- und Rennszenen mit verletztem Bein absolvieren musste. Die Anstrengungen haben sich immerhin zum Teil gelohnt, denn auch wenn der Film nicht der ganz große Hit wurde, hat er die Zeit doch gut überstanden.  Glücklicherweise wurde in Deutschland die 100 Minuten lange Originalversion veröffentlicht während in den USA und Frankreich eine auf unter 90 Minuten getrimmte Fassung aufgelegt wurde. 
 

- Fazit- 

In seinem letzten größeren Spielfilm zieht Ted Kotcheff noch einmal alle Register seines Könnens, welches danach nur noch dem Fernsehen zuteil wurde. Obwohl der Film mehr von Spannungsbildung als von wilden Actionszenen lebt, wissen auch diese wohl dosierten Sequenzen zu überzeugen, sodass am Ende ein durchaus akzeptabler Actionthriller dabei heraus gekommen ist.

Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.0/10 Bewertung (7 Stimmen)

- DVD FACTS & EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 11. Oktober 2011
DVD Verkaufstart: 
11. Oktober 2011

Label: Mr. Banker Films / Lighthouse Home Entertainment    
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja 

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 2.0 Surround)

2. Englisch (Dolby Digital 2.0 Surround) 

Untertitel: 
Keine

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: 100 Minuten
Uncut: Ja 

Extras
Keine

Kritik Extras
Im Gegensatz zu einer alten DVD-Auflage eines anderen Verleihs entbehrt diese neue DVD den Trailer zum Film- und auch sonstige Extras. Dafür ist dieses Mal die englische Tonspur mit an Bord und Sammlern wird ein Wendecover ohne FSK-Logo (und mit einem deutlich älteren Dolph als dem im Film gezeigten) geboten.

Bewertung: 1 | 10

 

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Dominik Starck

Dominik Starck

   

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