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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Okt15

Iron Werewolf

Iron Werewolf

Originaltitel: Werewolf Terror
Herstellungsland: Deutschland

Erscheinungsjahr: 2014
Genres: Action, Horror
Freigabe: FSK-16
Regie: David Brückner

Darsteller: Roland Freitag, Urs Remond, Nico Sentner, Dominik Starck, Carolina Rath, Jens Nier u.a.

Preis zum Test: EUR 10,99



Inhalt: Deutschland, 1945: Die russischen Streitkräfte drängen die Nazis immer weiter zurück. In einer geheimen Forschungseinrichtung arbeiten die Deutschen indes weiter daran, ihre vielversprechendste Waffe auf den Endsieg fertig zu stellen. Eine lebende Bestie, halb Mensch, halb Wolf. Ein Werwolf, darauf abgerichtet, nur feindliche Kombattanten zu töten. Doch dann wird auch die Einrichtung von der russischen Armee überrannt und der eingesperrte Wolf von der Zeit vergessen. 65 Jahre später entdeckt eine Gruppe junger Punkrocker die Forschungseinrichtung und möchte diese als Event-Kulisse nutzen. Dabei befreien sie zu ihrem Leidwesen auch den Nazi-Werwolf, der nichts an Blutdurst eingebüßt hat…

 


 

 


 

- Kritik -    

Der deutsche Independent-Film hat es nicht leicht. Produktionen außerhalb formelhafter Geschichten und klassischer Genre werden so gut wie nicht gefördert, so dass Horror oder Science-Fiction Fans nur selten in den Genuss kommen, ein derartiges Projekt aus deutschen Landen in Augenschein zu nehmen. Aber es gibt sie! Um diese Streifen zu verwirklichen, müssen die Macher viel Eigenkapital, Zeit und vor allem Energie aufbringen, denn auch im Bereich des Independent-Films gelten die gleichen Regeln wie für andere Produktionen: Es gibt gute und schlechte Filme und es ist selbstredend, dass sich die Guten - am ohnehin übersättigten Film-Markt - durchsetzen und sich somit bestenfalls refinanzieren.

Noch idealer ist es - wie auch im Falle des hier vorliegenden „Iron Wolf“ – wenn dahinter eine clevere Vermarktungs-Strategie steckt. Titel und Cover erinnern an die recht ambitionierte Nazi-SF-Komödie „Iron Sky“ und das Thema Tier-Horror wird international immer gern gekauft. Kann „Iron Wolf“ aber auch qualitativ – im Vergleich zu ähnlich budgetierten Filmen – das ein oder andere Ausrufungszeichen setzen?


„Iron Wolf“ erfindet das Rad sicher nicht neu, dennoch baut der Streifen eine recht düstere Atmosphäre auf, insbesondere in der ersten Viertelstunde, welche sich in einer Forschungseinrichtung der Nazis im Jahre 1945 abspielt und den „Wolf“ erstmals blutig in Erscheinung treten lässt. Das Einführungs-Szenario – das (wie so vieles im Film) Budget gebunden in einem überschaubaren Rahmen stattfindet – wird Ereignis und temporeich in Szene gesetzt. Der „Wolf“ darf zum ersten Mal wüten, nicht spektakulär, aber inszenatorisch durchaus clever und ansprechend. Mit dem Zeitsprung in die Gegenwart, geht vorerst auch die Langeweile einher. Das obligatorische Opfer-Ensemble, welches sich in das ehemalige Nazi-Gemäuer einnistet, nicht ahnend, dass sich der tot geglaubte böse „Wolf“ im Untergrund vor Freude ein Lätzchen umbindet und die Krallen schärft, erkundet sehr (zu) sorgfältig die Gemächer. Sicher, der Zuschauer soll einen Bezug zu den Charakteren aufbauen, zudem muss die Laufzeit aufgrund fehlender Mittel gefüllt werden, doch der Rahmen dafür wird definitiv gesprengt.

Wenn man schon interessiert daran war, die Figuren etwas ausführlicher zu beleuchten, warum hat man sich dann nicht die Mühe gemacht, dem Liebespaar Spike Jones (Dominik Starck) und Jersey (Carolina Rath) mehr Tiefe zu geben, um den Plot am Ende – in dem beide eine wichtige Rolle spielen -  nachvollziehbarer zu machen, statt die Protagonisten von einem Zimmer ins nächste galoppieren zu lassen. Trotz finanzieller Knebelung, hätte man die lange Durstrecke durchaus spannender gestalten und den „Wolf“ früher und vor allem häufiger auf das potenzielle Abendessen loslassen können. Das kostet nichts! So muss sich der geneigte Horror-Fan schon sehr gedulden, bis es endlich ans Eingemachte geht. Die Jagd-Sequenzen sind relativ spannend, blutig und vor allem handgemacht. Während das pelzige Ungetüm in der ersten Hälfte meist verwackelt und kurz zu sehen ist, um den Spannungsbogen zu dehnen und das limitierte Kostüm des Monsters zu kaschieren, wird die Bestie zum Ende hin etwas länger gezeigt, was aufgrund des teils unfreiwillig komischen und billigen Aussehens nicht von Vorteil ist.

Da wird das ein oder andere Mal zu explizit draufgehalten. Dennoch: Der Film hat seinen Charme, was nicht zuletzt den optischen Reizen, der soliden Kamera-Arbeit, dem passenden -  wenn auch monotonen - Score und den überwiegend gut agierenden Ensemble an deutschen, unverbrauchten Schauspielern zu verdanken ist. Bei Produktionen dieser Größenordnung nicht selbstverständlich. Hervorzuheben ist dabei das gute und glaubwürdige Spiel von Carolina Rath und Roland Freitag, die sich für höhere Aufgaben empfehlen, ebenso wie Hannes Sell und Dominik Starck, der in der Rolle des coolen Teamleaders Spike Jones überzeugt, aber viel zu schnell aus dem Skript geschrieben wurde. Highlights des Films sind im übrigen das Auftreten von Nico Sentner, dessen genial böser Part als Major Schilling ruhig etwas länger hätte ausfallen dürfen und Urs Remond, der perfekt die Rolle des Dr. Müller verkörpert.

 

  

- Fazit - 

„Iron Wolf“ nutzt nicht die Möglichkeiten, die er insgesamt gehabt hätte. Die simple, aber gut durchdachte Story wird leider zu hölzern und spannungsarm erzählt. Regisseur David Brückner ist es dennoch gelungen, mit sehr beschränkten Mitteln einen atmosphärisch dichten, optisch ansprechenden und streckenweise unterhaltsamen Horror-Film zu inszenieren. Ein billig aussehende, aber coole Bestie und die soliden bis guten Schauspiel-Leistungen können sich ebenfalls sehen lassen. Definitiv kein Highlight, macht „Iron Wolf“ allemal Lust auf mehr. Die Geschichte hat das Potenzial, weiter erzählt zu werden. Für Genre-Fans mit entsprechender Erwartungshaltung und realistischer Einschätzung geht diese haarige Angelegenheit durchaus in Ordnung.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.5/10 Bewertung (11 Stimmen)

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verleihstart: 11. Oktober 2016
BD Verkaufstart: 11. Oktober 2016

Publisher: EuroVideo
Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Nein

Bild: 2,35:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 97 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel:
Keine

Extras

  • Making of
  • Original Trailer

Kritik Extras
Bis auf ein ca. 15 minütiges - recht oberflächlich gehaltenes - Making of sowie div. Trailer hat die Scheibe nicht viel zu bieten.

Wertung: 3|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

5.5/10 Bewertung (2 Stimmen)
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Kevin Zindler

   

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