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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Mai03

Krampus

Krampus

Originaltitel: Krampus
Herstellungsland: Neuseeland

Erscheinungsjahr: 2016
Genres: Horror, Fantasy, Komödie
Freigabe: FSK-16
Regie: Michael Dougherty
Darsteller: Allison Tolman, Toni Collette, Adam Scott u.a.

Preis: EUR 14,90


 

Inhalt: Weihnachten mit der Familie – für den kleinen Max ist das der pure Horror. Harmonie und Freude? Nicht bei seiner Verwandtschaft – die ewig grantige Tante, die Mutter, die darüber die Geduld verliert, die fiesen Cousinen und ein Onkel, der alle Probleme mit der Schrotflinte lösen will - darüber kann man nur verzweifeln. In diesem Jahr stellt sich Max allen trotzig entgegen und verliert darüber seinen Glauben an Weihnachten... Unwissend, dass er damit den unbändigen Zorn des Krampus‘ heraufbeschwört. Er und seine düsteren Helfer kommen nicht, um zu geben, sondern um zu nehmen. Was für eine furchteinflößende Bescherung für Max und seine Familie! Statt um Geschenke und Gezänk geht es für sie plötzlich um viel mehr: ums Überleben! Nur gemeinsam, als Familie, die zusammenhält, kann es gelingen, sich aus den Fängen von Krampus zu befreien.

 


 

 



- Kritik -
    

Weihnachtliche Kult-Filme gibt es zahlreich. Ob nun STIRB LANGSAM (1988), GREMLINS (1984) oder EINE SCHÖNE BESCHERUNG (1989) oder KEVIN - ALLEIN ZU HAUS (1990), Auswahl gibt es genügend. Mit KRAMPUS versucht sich Michael Dougherty nu auch in diese illustre Auswahl einzureihen, die man alljährlich aus dem Regal fischt. Da Dougherty mit TRICK ‘R TREAT (2007) bereits eine überaus beliebte Halloween-Anthology ablieferte, kann man gespannt sein, ob er auch das Weihnachtsthema getroffen hat. 

Der titelgebende Krampus, den man vornehmlich im Süden Deutschlands und in Österreich kennt, erfreut sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit. Christoph Waltz erklärte Jimmy Fallon wie der Krampus in Deutschland zelebriert wird, Kevin Smith wollte dem Begleiter vom Nikolaus ebenfalls einen Horrorfilm bescheren und der Künstler Brom veröffentlichte einen Fantasy-Roman mit dem Titel Krampus. Ein paar trashige B-Movie-Produktionen beinhalteten ebenfalls den Krampus. Michael Doughertys KRAMPUS ist jedoch die erste höher budgetierte Horrorfassung dieser Mythenfigur. 

Der junge Max lebt in einer idyllischen Vorstadt, jedoch ist das Familienleben schon lange nicht mehr so friedfertig, wie er es sich wünschen würde. Seine Eltern finden kaum noch Zeit füreinander und seine ältere Schwester interessiert sich auch nicht mehr für ihn. Einzig die Beziehung zu seiner deutschen Oma ist noch völlig intakt. Dass zu Weihnachten auch seine Tante mit ihrer Redneck-Familie zu Besuch kommen soll, weckt nicht gerade Hoffnung, dass man auf ein angenehmes Weihnachtsfest hoffen kann. Und tatsächlich, kaum sind seine Tante und Onkel mit ihren vier Kindern vor Ort, geht der Stress schon los. Max zerreißt frustriert seinen Brief an den Weihnachtsmann, nicht ahnend, was für ein Grauen er auf sich und seine Familie heraufbeschwört. Denn der Krampus kommt, um sich alle zu holen...

KRAMPUS ist kein klassischer Horrorfilm, in dem die Figuren eine nach der anderen auf möglichst kreative Weise umgelegt wird, allerdings muss sich auch Familie Engel auf einige Verluste einstellen. Diese werden jedoch nie explizit dargestellt, wodurch der Film etwas „familiengerechter“ wird und eher an GREMLINS erinnert, der ja ebenfalls seine düsteren Momente hat, zeitweise aber mit humorvollen Situationen aufwartet. Ähnlich verhält es sich bei KRAMPUS. Die dichteste Atmosphäre entsteht, wenn der Begleiter des heiligen Nikolaus seinen Auftritt hat. Eine majestätische, gebückte Figur, mit Ziegenhufen und riesigen Hörnern. Eingehüllt in einen langen Mantel. Bei jedem Schritt klingeln die Schellen an seinem Gewand und der Subwoofer vibriert. Dabei wird er die längste Zeit nicht vollständig gezeigt, was der Atmosphäre durchaus zuträglich ist. Leider hat der Krampus relativ wenig Screentime, muss das Feld für seine kleinen Vasallen räumen, die leider nicht die gleiche Präsenz haben. Unterstützt wird die Inszenierung des Krampus noch durch die Tatsache, dass er nicht digital umgesetzt wurde, außer in den wenigen Aufnahmen, in denen er etwas agiler über die Hausdächer springt. Die praktischen Effekte sind es ohnehin, die KRAMPUS dieses gelungene Retro-Feeling verpassen. Zu verdanken hat man diese der tatkräftigen Unterstützung des Weta Workshops. 

Weta setzt erneut auf Details, erweckt nicht nur den Krampus zum Leben, sondern auch die zahlreichen Spielzeuge, die zu dämonischem Leben erwachen sowie die Elfen (nicht mit den Elfen aus Herr der Ringe zu vergleichen), die in ihren bizarren Masken für Angst und Schrecken sorgen. Diese praktischen Effekte sind die Glanz- und Kernstücke des Films, hier blüht KRAMPUS auf und macht wirklich Spaß. Leider können die digitalen Effekte da nicht ganz mithalten und auch wenn sie nicht so zahlreich sind, sind sie doch zu weiten Teilen eher unnötig. Lebende Lebkuchen kennt man aus SHREK, hier sorgen sie für etwas Humor, sind dabei aber nicht sonderlich authentisch ins Bild eingepflegt. Lobenswert auch der Einsatz der Musik. Hier verwertet man klassische Weihnachtslieder und gibt ihnen eine bedrohliche, unheimliche Note, die dem Wahnsinn eine neue Facette beschert. 

Man lässt sich beträchtlich viel Zeit mit dem ersten Akt. Führt Figuren ein, zeigt Spannungsfelder auf und lotet diese aus. Die Charaktere sind natürlich reine Abziehbilder und stark überzeichnet. Als der Krampus dann schließlich zu Felde zieht, dünnen er und seine Handlanger zwar nach und nach die menschliche Front aus, aber da man ein Ableben nie wirklich zu Gesicht bekommt, bleibt der Zuschauer im Grunde genommen im Ungewissen über das Schicksal der einzelnen Figuren. Dies hätte man durchaus etwas expliziter darstellen können. Der Humor ist nicht sonderlich subtil, passt aber zur gesamten Inszenierung des Films. Insgesamt wirkt der Film recht klein und überschaubar, dadurch aber umso sympathischer und ehrlich. Zu schade jedoch, dass der Krampus an sich viel zu kurz kommt. 

  

- Fazit -  

Nicht unbedingt ein neuer Kult-Klassiker für die weihnachtlichen Feiertage, trotzdem ein überaus unterhaltsamer Horrorfilm für die Festtage, den man gerne mal aus dem Regal angelt. KRAMPUS fühlt sich sehr klassisch an, ohne alt zu wirken. Wirklich gelungene praktische und  weniger gelungene digitale Effekte machen aus der Horrorkomödie in den besten Momenten ein recht atmosphärischen, in den schlechteren Momenten zu einem trashigen Film. Leider bekommt der titelgebende Krampus nicht so viel Aufmerksamkeit, wie ihm zusteht und wie dem Film gut getan hätte. 

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.0/10 rating 1 vote

 

- Blu-ray FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 28. April 2016
BD Verleihstart: 28. April 2016

Publisher: Universum Film

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Nein

Bild: 2,35:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 98 min.
Uncut: Ja

Ton:
1.Deutsch (DTS 5.1)
2.Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch

Extras:

  • Making Of
  • Alternatives Ende
  • Featurettes

Kritik Extras
Ein paar kleinere Making Ofs, ein alternatives Ende und einige kleinere Featurettes.

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

5.0/10 rating 1 vote
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Sascha Weber

   

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