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Dez04

Legion

Legion

Originaltitel: Legion
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Horror, Action, Fantasy
Freigabe: FSK-18
Regie: Scott Charles Stewart
Darsteller: Paul Bettany, Lucas Black, Tyrese Gibson, Adrianne Palicki, Willa Holland u.a.

Ein Engel landet auf Erden, reißt sich seine Flügel aus und bewaffnet sich mit schwerer Artillerie: Erzengel Michael (Paul Bettany) hat nur wenig Zeit, um die Menschheit vor dem Untergang zu bewahren, denn er weiß, daß Gott sein Vertrauen in und seine Geduld mit der Menschheit verloren hat und diese vernichten will. Weil er noch eine kleine Chance sieht, daß Gott es sich noch anders überlegt, fährt er zu dem kleinen Diner "Paradise Falls", das im Besitz des mürrischen Bob Hanson (Dennis Quaid) ist und dessen Kellnerin Charlie (Adrianne Parlicki) hochschwanger ist. Das Kind, das jeden Moment kommen kann, könnte die Rettung bedeuten, aber schon branden Horden von Untoten und Monstren gegen die Mauern des Diners, angeführt von einer Legion Engel unter Führung von Gabriel (Kevin Durand). Doch die Eingeschlossenen wehren sich schon bald nach Kräften...

- Kritik -

Engel als Boten der Apokalypse? Ein Engel, der das Ende der Menschheit besiegeln will, ein anderer, der den Menschen helfen will? Ein Kind, dass beide Engel finden wollen, da es die Apokalypse aufhalten kann? Wer da an den exzellenten God´s Army denkt, der seinerzeit von Highlander-Erfinder  Gregory Widen ins Leben gerufen wurde, liegt sicherlich nicht falsch. Doch beim vorliegenden Legion handelt es sich keineswegs um ein weiteres Sequel der mittlerweile auf fünf Teile angewachsenen God´s Army-Reihe, sondern um das Spielfilm-Debüt des Special-Effects-Spezialisten Scott Stewart. Dieser überraschte bei einem moderaten Budget von 26 Mio. Dollar mit einem sehr guten Cast, konnte an den Kassen jedoch trotzdem nur annehmbare 68 Mio. einspielen. Zurecht?

Drehbuchautor Peter Schink gab in unserem Interview bereitwillig zu, dass seine Geschichte zu Legion von einigen seiner Lieblingsfilme beeinflusst wurde. Und in der Tat sind Parallelen zu Carpenter´s Assault on Precinct 13, Friedkin´s Der Exorzist, Romero´s Night of the Living Dead oder Cameron´s Terminator nicht von der Hand zu weisen. Doch was sich in der grauen Theorie recht interessant anhört, will in der Ausführung nicht wirklich gelingen. Legionzerfällt überwiegend in einzelne Szenen, die in der Summe nicht funktionieren. Der Storybogen ist mangelhaft, da aufgrund der Episodenhaften Inszenierung kaum Atmosphäre oder wirkliche Spannung entsteht. die drohende Apokalypse wird nie wirklich bedrohlich. Sicher: Legion versteht sich selbst eher als Horroractioner, aber damit die Story wirkt, reicht es eben nicht nur, stoisch Szene an Szene zu reihen. Die Actionszenen sind durchaus rasant und annehmbar inszeniert, selbiges gilt auch für das Duell Engel gegen Engel. Diese Momente reißen den Film auch immer wieder aus dem drögen Einerlei, die von Actionszene zu Actionszene leiten, hinaus. Die Dialoge sind über weite Strecken banal, weisen jedoch hin und wieder eine gewisse Selbstironie auf, die dem Ganzen gut tun.
Dazu kommt eine völlig verschenkte Besetzung. Selten wirkte Dennis Quaid so blass, selten Charles S. Dutton so unauffällig, selten Lucas Black so austauschbar. Doch den Darstellern kann man nur bedingt einen Vorwand machen, da sie nicht nur schwache Dialoge vorgesetzt bekamen, sondern ihre Charaktere am Reißbrett konzipiert wurden. Egal, welche Figur man auch nimmt: Es bleibt ein blasser Abklatsch von größeren Vorbildern. Einzig Pul Bettany nimmt sich aus dieser Gleichgültigkeit heraus. Nicht nur, dass er der coolste Engel seit Christopher Walken ist: Er beweist erstaunliche Actionqualitäten, so dass man ihn gerne einmal als Leadrolle in einem klassischen Actionstoff sehen würde. Doch selbst Bettany, der uns erneut unter der Regie von Stewart bald in Priest beehren wird, kann nicht über diverse Ungereimtheiten und Logiklücken hinweg trösten. So verzeiht man bei einer Produktion, die so offensichtlich auf den reinen Effekt ausgelegt ist wie Legion,durchaus, dass man keinen bis ins Detail ausgearbeiteten Masterplan bekommt, aber in dem löchrigen Plot bleiben einfach zu viele Fragen offen.
 
 
Grundsätzlich ist es schade, dass Legion in der Summe nicht über halbwegs annehmbaren Popcorn-Durchschnitt hinaus ragt, da die Möglichkeiten, die Idee und Cast prinzipiell boten, immer mal wieder durchblitzen und erahnen lassen, was mit einer Regie, die nicht nur auf den reinen Effekt abzielt, möglich gewesen wäre. So bleibt unter dem Strich nicht mehr als – aufgrund des hohen Tempos – annehmbare Popcornunterhaltung, die sich völlig auf Action und Effekte verlässt, in Erinnerung. Drehbuchautor Schink sprach im Interview davon, dass Legion als Trilogie angedacht sei. Man würde sich durchaus auf eine Rückkehr von Bettany freuen, aber dann müssen Drehbuch und Regie mächtig zulegen.


- Fazit -

Die gute Besetzung kommt leider gegen das schwache Skript und die plakative Inszenierung nicht an – zu episodenartig die Inszenierung, zu Klischeebeladen die Figuren. Einzig Paul Bettany als Engel hinterlässt wirklich bleibenden Eindruck. Atmosphäre und Spannung tauchen nur temporär auf, so dass am Ende fast nur die Action- und die Effektszenen bleiben. Die können trotz des nicht sonderlich hohen Budgets durchaus überzeugen, hebenLegion jedoch nicht wirklich aus dem Mittelmaß heraus. Dank Bettany, annehmbar inszenierten Actionszenen, einiger heller Momente und etwas Selbstironie gibt es (gerade noch so eben)

Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

7.5/10 Bewertung (15 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 29.07.2010
DVD Verkaufstart: 26.08.2010

Label: Sony Pictures
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,40:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 96 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)
3. Türkisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch
- Türkisch

Extras

  • Making of
  • Gestaltung der Apokalypse (22:46 Min.)
  • Letzte Verteidigungslinie der Menschheit (11:05 Min.)
  • Vom Pixel zum Bild (10:31 Min.)
Kritik Extras
Ja, das kann sich wirklich sehen lassen. Alle drei Beiträge des Making of´s sind durch die Bank interessant, unterhaltsam und sehr ausführlich ausgefallen. nebend em üblichen Marketinggetrommel erfährt man sehr viel über die Entstehung des Films, so dass der Begriff Making of wirklich gerechtfertigt ist. Ein Audiokommentar wäre noch sehr schön gewesen. Trotzdem ein gelungenes Bonusmaterial.

Bewertung: 6 | 10

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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