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Mär10

Luther - Staffel 1

Luther - Staffel 1

Originaltitel: Luther
Herstellungsland: Großbritannien
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Drama, Krimi, Serie
Freigabe: FSK-16
Regie: Brian Kirk/Sam Miller/Stefan Schwartz
Darsteller: Idris Elba, Ruth Wilson, Steven Mackintosh, Indira Varma, Paul McGanni u.a.

Schwierig, aber genial: John Luther (Idris Elba) ist Detective Chief Inspector bei der Londoner Polizei, doch seine Arbeitsweise und seine unkonventionelle Art bringen ihn immer wieder in Schwierigkeiten. Als er einen Kindermörder verhaftet, stürzt dieser wegen unterlassener Hilfeleistung in die Tiefe und landet im Koma, Luther selbst wird eine Weile durch den psychisch aufreibenden Fall aus dem Verkehr gezogen. Als er zurückkehrt, ist nichts mehr wie es war: seine Frau Zoe (Indira Varma) hat inzwischen ein Verhältnis mit dem Anwalt Mark North (Paul McGann) und die Doppelmörderin Alice Morgan (Ruth Wilson) kann er trotz größter Bemühungen nicht überführen. Schlimmer noch: Alice sucht Luthers Nähe und mischt sich zunehmend in sein Leben ein, weil sie in ihm eine verwandte Seele sieht. Mit jedem Tag wird der Kampf gegen Mörder und Gewaltverbrecher für Luther, seinen jungen Untergebenen Ripley (Warren Brown) und seinen Freund und Kollegen Ian Reed (Steven Mackintosh) immer belastender, bis es zur Tragödie kommt...

- Kritik -

Filme und Serien, welche einen in Mordfällen ermittelnden Polizisten in den Fokus des Geschehens rücken, sind inhaltlich meist recht ähnlich, da sich die Macher an bewährten Versatzstücken orientieren. Der im Mittelpunkt stehende Cop ist in den wenigsten Fällen eine Frohnatur und Genussmensch. Stattdessen ist es meist ein Mensch, der auf die eine oder andere Weise ziemlich kaputt zu sein scheint. Der eine verliert seinen Glauben an Gerechtigkeit, der andere ist ein Trinker und vielleicht sogar suizidal gefährdet. Gerade weil diese Charaktere meist so abgefuckt sind, wecken sie das Interesse des Zuschauers. Sofern die Umsetzung stimmt, versteht sich. Denn meistens sind diese kaputten Typen, die in ihrem Privatleben- sofern sie denn eines haben- nichts auf die Reihe bekommen richtige Genies in ihrem Beruf. Und auf Grund dieses Kontrasts, vermögen solche Geschichten zu fesseln. „Luther“ bedient sich ebenfalls dieser Versatzstücke ohne dabei diverse Kardinalsfehler zu begehen, was äußerst wichtig ist, wenn man den geneigten Zuschauer begeistern möchte.

Die titelgebende Hauptfigur wird nämlich von dem famosen Charakterdarsteller Idris Elba (The Wire) verkörpert, welcher momentan auf seinen großen Durchbruch in Hollywood wartet. Luther ist ein Cop, dessen Dasein gänzlich von seinen Gefühlen beherrscht wird. Sein Lebensmotto lautet „Leben und Liebe“. Es fällt ihm manches Mal schwer eine emotionale Distanz zu seinen Fällen zu wahren und so kommt es dazu, dass er auf Grund eines Gefühlsausbruchs einen gesuchten Kindermörder sterben lässt. Daraufhin erleidet er einen starken Nervenzusammenbruch, besucht die Psychiatrie und verliert seine Frau. Genau nach diesen Geschehnissen beginnt die eigentliche Geschichte der Serie und man schaut Luther dabei zu, wie er sich nach seiner Entlassung wieder im Leben zurechtfindet, mit seinen ehemaligen Kollegen, sowie mit suizidalen Neigungen klar kommt und natürlich das tut, was er so gut kann: Morde aufklären.

Luther ist belesen, kennt sich in Psychologie aus und ist äußerst empathisch. Alles Attribute, die ihn so gut in seinem Job werden lassen. Die Fälle sind durchgängig auf hohem Niveau und wissen selbst Krimi-Veteranen zu gefallen, da sie mitunter mit netten Wendungen auffallen. Inhaltlich sind die Fälle klassisch, da von Anfang an jeweils der Täter bekannt ist. Das tut der Spannung aber keinen Abbruch, da es neben den Fällen einen roten Faden gibt, der sich durch die Staffel zieht. Dieser rote Faden geht gegen Ende dann nahtlos in die Fälle über, sodass die Serie final eigentlich eine große zusammenhängende Geschichte erzählt. Inszenatorisch wird einem wirklich gutes geboten. Die Sets sind meist schön düster und die Lichtgebung elendig grau, was Atmosphäre schafft. Weiterhin werden besonders emotionale Momente, welche meist gegen Ende einer Episode stattfinden, mit einem wundervollen Soundtrack untermalt, welcher jederzeit perfekt gewählt ist und dem Gezeigten eine ganz besondere Note gibt.

Darstellerisch ist die Serie ebenfalls auf sehr hohem Niveau, wobei speziell Idris Elba hervorsticht. Sein Luther ist ein gebrochener Mann, dessen einziger richtiger Halt im Leben die Liebe zu seiner (Ex-)Frau zu sein scheint. Er will das Leben genießen, kann es aber nicht. Zuviel spielt sich in seinem Kopf ab und zu oft wird er von seinen Gefühlen einfach überrumpelt und verliert die Kontrolle über seinen sonst so besonnenen Geist. Das alles garniert Elba mit einem grandiosen Schauspiel, welches wirkliche sämtliche emotionale Regungen eines Menschen abdeckt. Des Weiteren ist auch noch unbedingt Ruth Wilson erwähnenswert, welche als soziopathische Widersacherin der etwas anderen Art mit ihrem Spiel zu fesseln weiß. Wilson versteht es ungemein ihren Charakter zwischen abstoßender sowie berechnender Bösartigkeit und unerwarteter Sympathie auszubalancieren.

 

- Fazit -

„Luther“ ist eine vorzügliche Serie, die wirklich jedem gefallen wird, der auch nur annähernd etwas mit gelungener Kriminalkost anfangen kann. Spannende Fälle, toller Hauptdarsteller und ein wunderbarer Antagonist sorgen für Unterhaltung auf höchstem Niveau. 

Bewertung: 8 | 10

Anmerkung: Die deutsche Veröffentlichung ist stark gekürzt, da jeden Folge um ca. 10-15 Min. gekürzt wurde, was einen Gesamtverlust von knapp 50 satten Minuten gleichkommt. Das ist untragbar und unverständlich. Die Serie, welche im Original aus sechs Folgen besteht, wurde für die deutsche Veröffentlichung auf drei Folgen zusammengeschnitten. Jede Folge geht dabei 100 Min und enthält faktisch zwei Fälle. Sehr unangenehm das Ganze. Deswegen unsere Empfehlung: Wer kann, greift zur englischen Version! 

Durchschnittliche Userbewertung

6.8/10 Bewertung (4 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verkaufsstart: 27.02.2012
DVD Verleihstart: 27.02.2012

Label: Polyband/WVG
Verpackung: Keep Case mit Schuber (Amaray)
Wendecover: Nicht bekannt

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 300 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
keine

Extras:

  • Luther - The World of a true Maverick (ca. 28 Minuten)

Kritik Extras:
Luther - The World of a true Maverick führt den interessierten Zuschauer hinter die Kulissen der BBC-Serie. Cast und Crew kommen hier zu Wort und liefern aufschlussreiche Informationen über die Entstehungsgeschichte, die Idee hinter der Figur, wie Idris Elba zum Team dazugestoßen ist und ähnliches. Da wäre insgesamt sicherlich mehr drin gewesen, ist aber in jedem Fall ein recht umfassender Überblick über die Eckpfeiler der Serie, ohne dabei den Dreh an sich näher zu beleuchten. 

Bewertung: 6 | 10

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Giuliano Bertini

Giuliano Bertini

   

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