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Jan04

Mediabook Kritik: Deep Star Six

Mediabook Kritik: Deep Star Six

Originaltitel: Deep Star Six
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 1989
Genre: Horror
Freigabe: FSK-16
Regie: Sean S. Cunningham

Darsteller: Taurean Blacque, Nancy Everhard, Greg Evigan
 u.a.

Wir danken Koch Media für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Tief unten auf dem dunklen Meeresboden liegt das Unterwasserlabor Deep Star Six. Die Crew ist seit über sechs Monaten unter Wasser - eingeschlossen in die drückende Enge der Tauchstation. Ihr Auftrag lautet, eine Raketenabschussbasis auf dem Meeresgrund zu errichten. Kurz vor Abschluss der Arbeiten muss nur noch eine riesige Höhle gesprengt werden. Durch die Explosion wird jedoch ein Teil der Tauchstation zerstört - und ein gigantisches Unterwasserwesen kommt zum Vorschein - eines, wie es die Welt bisher nicht gesehen hat. Schließlich droht auch noch der Reaktor der Deep Star Six zu explodieren. Die Crew kämpft ums nackte Überleben...

 


 

 


Kritik: Mit "Freitag der 13." (1980) konnte Regisseur Sean S. Cunningham in den 1980er Jahren Horror-Geschichte schreiben. Was viele nicht wissen, er hat in den 1980er Jahre auch den beklemmend-futuristischen Unterwasser-Horrorfilm "Deep Star Six" (1989) inszeniert, wo uns der Regisseur mit dem Grauen aus der Tiefe konfrontieren möchte. Zur Besetzung zählen u.a. Miguel Ferrer ("Robocop", "Twin Peaks") und Pop-Sternchen Nia Peeples, die gemeinsam gegen ein urzeitliches Monster kämpfen. Ob Sean S. Cunningham mit seinem Unterwasser-Horror "Deep Star Six" ein Unterwasser-Spektakel geglückt ist oder sein Regie-Debüt unterhalb der Wasseroberfläche baden geht, erfährt ihr in dieser Kritik. Die Heimkinoauswertung erfolgt erstmals auf Blu-ray inkl. DVD im Mediabook am 28. November 2019 über Koch Media.

Es ist stets ganz interessant, zu beobachten, was aus Regisseuren wurde, die sich durch einen Überraschungserfolg einen Namen machen konnten und danach versuchten, auf anderen Pfaden zu wandeln. Ein gutes, spontanes Beispiel hierfür ist Sean S. Cunningham. Mit "Freitag der 13." drehte er im Jahr 1980 einen blutigen Slasher, der heutzutage nicht mehr aus dem Horrorgenre wegzudenken ist und zahlreiche Fortsetzungen nach sich zog. Cunningham allerdings distanzierte sich von den Sequels und versuchte sich stattdessen an anderen Projekten. Bis auf "Deep Star Six" brachte der Regisseur aber auch nichts nennenswertes mehr auf dem Markt. Und wenn man bedenkt, dass selbst "Deep Star Six" nur durchschnittlich ist, dann wird ungefähr klar, wie Cunningham's Karriere nach "Freitag der 13." - zumindest im Regie bereich - aussah. "Deep Stat Six" hat ein schweres Los gezogen, denn er wurde im Jahr 1989 veröffentlicht, konkurrierte also direkt mit "The Abyss" von James Cameron, welcher beinahe zeitgleich in die Startlöcher ging. Übrigens wurde zur selben Zeit noch "Leviathan" - ein weiterer sehr guter Unterwasser-Horrorfilm - veröffentlicht. Fakt ist, dass "Deep Star Six" gegen den großen Konkurrenten "The Abyss" nur verlieren konnte und ein direkter Vergleich eigentlich auch überflüssig ist, da beide Filme in unterschiedlichen Genre heimisch sind. "Deep Star Six" ist einer dieser Filme, die in fast allen Belangen solide sind und funktionieren aber der richtige Knall-Effekt fehlt, der das Ganze am Schluss zu einem schönen Reißer macht. Das sahen die Kinozuschauer damals wahrscheinlich ähnlich, denn ein großer Erfolg war der Film an den Kinokassen leider nicht. 

Wer nun davon ausgeht, dass wir es hier ebenfalls mit einem Klassiker zu tun haben, nur weil der Regisseur zufällig Sean S. Cunningham heißt, der liegt leider falsch. "Deep Star Six" präsentiert sich zwar souverän und den damaligen Verhältnissen entsprechend, modern inszeniert, dennoch wollte Cunningham hiermit nicht der spannungsgeladene Horrorfilm gelingen, der vermutlich geplant war. Es ist durchaus erfreulich, dass der Film ernst ist und erstaunlich wenig in peinlichen, trashigen Szenen abdriftet, doch leider hat das in diesem Fall auch zur Folge, dass die 99 Minuten Laufzeit stellenweise zur Geduldsprobe werden. Ich möchte nun nicht behaupten, dass "Deep Star Six" überaus langweilig wäre, aber er verfügt über eine Vielzahl von Passagen, die meines Erachtens nach mit zu vielen Dalogen gestreckt wurden. Dadurch sinkt das Tempo insbesondere in der ersten Hälfte gewaltig in den Keller. Wenn es dann endlich mal mit der eigentlichen Action losgeht, hat man schon fast wieder vergessen, dass man sich gerade einen Horrorfilm ansieht. Wer genau hinsieht, der wird schnell bemerken, dass Cunningham mit seinem Werk eine Mischung aus "Das Boot" und "Alien" abliefert. Ein Team unterschiedlicher Leute von dem unverwüstlichen Helden, über die schlaue Geologin, die immer alles Unheil schon im Voraus kommen sieht, bis hin zum nervenschwachen Arschloch ist alles parat.

Bis der Überlebenskampf allerdings mal in die Gänge kommt und "Deep Star Six" mit Spannung aufwarten kann, ist schon fast die Hälfte an Spielzeit verflogen. Wenn es dann aber zur Sache geht, dann wartet der Film mit allem auf, was der Unterwasser-Horror zu bieten hat. Wasser spritzt aus allen nur erdenklichen undichten Stellen, überall wackelt und schaukelt es und durch die engen Gänge wird zusätzlich noch ein klaustrophobisches Gefühl erzeugt. Die größte Schwäche liegt jedoch beim Look des - glücklicherweise recht selten auftretenden - Monsters, das als Zentralobjekt und Motor des gesamten Films immerhin einen sehr prominenten Status beinhaltet. Das Monster wirkt keineswegs so bedrohlich, wie der Plot es dem Publikum weiszumachen trachtet, und tatsächlich sterben die meisten der Opfer gar nicht durch direkte Interaktion mit dem Monster, sondern durch Unfälle und andere Missgeschicke. Für eine lange Zeit präsentiert sich "Deep Star Six" als ernster und bedrohlicher Horrorfilm, nur um dann plötzlich mit dem Auftauchen des Monsters fast schon an die alten, japanischen "Godzilla" Streifen zu erinnern. Das Krabben-ähnliche Wesen ist klar als übergroße Puppe zu identifizieren. Dennoch kann auch ein Cunningham aus einem derartigen Plot nicht überragend viel herausholen. Die Story ist nicht sehr einfallsreich und bietet kaum unerwartete Wendungen.

Was die Härte des Films anbelangt, muss ich sagen, dass die FSK mit der Herabstufung von 18 auf 16 sicherlich keinen Fehler gemacht hat. Bis auf ein, zwei Zerteilungen und dem Zerquetschen eines Opfers ist "Deep Star Six" weder sonderlich brutal, noch verstörend. Die Schauspieler hinterlassen bis auf zwei keinen bleibenden Eindruck. Nancy Everhard ("Der Punisher", "Die Unbestechlichen") gibt eine symphatische Hauptdarstellerin ab, die unter all ihren männlichen Kollegen einen kühlen Kopf bewahren kann und sich schnell als Identifikationsfigur herauskristallisieren kann. Ein Darsteller, der mir desweiteren auch noch gefallen hat, war Miguel Ferrer. Den Akteur kennt man bereits aus "Hot Shots! Der 2. Versuch", "RoboCop" oder "Traffic - Die Macht des Kartells", in denen er meist in einer Nebenrolle als zwielichtiger Kerl oder Verbrecher auftritt. Auch in "Deep Star Six" sorgt er nicht gerade für Symphatien, was aber nichts an seinem Schauspieltalent liegt.

Fazit: "Deep Star Six" serviert Unterwasser-Horror mit einem faden Beigeschmack. Sean S. Cunningham kann die Horrorfans hiermit zwar sicherlich einigermaßen unterhalten, aber lange in Erinnerung bleiben wird einem dieses Werk dennoch nicht.  Zum Einen glaubt man, alles schon einmal irgendwo gesehen zu haben und desweiteren ist der Film an manchen Stellen einen Tick zu langatmig, als dass wirklich eine durchgehende Spannung entstehen könnte. Es fehlt - trotz guter Basis - an den richtigen Ideen und an einer guten Besetzung, denn mit Ausnahme von Nancy Everhard und Miguel Ferrer, hinterlassen die Akteure keinen bleibenden Eindruck. "Deep Star Six" ist im Endeffekt solider B-Horror, mehr aber auch nicht, obwohl man ihm den Unterhaltungswert nicht absprechen kann. Wer ein recht ähnliches, aber definitiv besseres Werk sehen möchte, der soll doch bitte zu "Octalus", "Leviathan" oder "Sirene 1" greifen.

Durchschnittliche Userbewertung

6.0/10 rating 1 vote

 

Verkaufstart: 28. November 2019

Publisher: Koch Films (Mediabook / Cover A)
Homepage: www.kochmedia-film.de/blu-ray/details/view/film/deep_star_six_mediabook_a_blu_ray_dvd/
Besonderheiten: Deutschsprachiges Erstrelease auf Blu-ray

Verpackung: Mediabook
Anzahl Disks: 2
Wendecover: Ja

Bild: 2,35:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 99 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 2.0 Surround)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 2.0 Surround)
3. Audiokommentar (DTS 2.0 Stereo)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch

Extras:
• 20-seitiges Booklet
• Audiokommentar von Regisseur Sean S. Cunnigham und Spezialeffekt-Koordinator James Isaacs
• Deutsche Kinofassung (94:55 Min.)
• Making of Teil 1 (3:52 Min.)
• Making of Teil 2 (3:33 Min.)
• Interviews mit Cast & Crew (8:23 Min.)
• Hinter den Kulissen (4:06 Min.)
• Deutscher Trailer (2:00 Min.)
• Englischer Trailer (2:00 Min.)
• Bildergalerie

Kritik Extras
In den deutschen Kinos lief "Deep Star Six" damals gekürzt, allerdings nur in Handlungsszenen. Diese Schnitte waren zur damaligen Kinoauswertung vorgenommen worden, um den Verlauf der Story zu beschleunigen. Diese Szenen liegen hier in O-Ton vor und wurden mit deutschem Untertitel versehen. Seit dem Jahr 2002 ist der Film ungeschnitten ab 16 Jahren erhältlich. Bis zur Auswertung auf Blu-Ray dauerte es aber noch eine Weile, denn erst jetzt kann man Sean S. Cunninghams hierzulande in HD auf Blu-ray genießen. Dafür hat Koch Films gesorgt und ein schönes Mediabook mit zwei Cover-Varianten springen lassen.  Bildtechnisch weist diese HD-Abtastung durchaus zu gefallen. Schöne Farben, angenehmer Kontrast und eine allgemein gute Schärfe. Filmschmutz sowie Defekte sind nicht vorhanden. Lediglich ist in einigen Szenen minimales Filmkorn auszumachen, was aber nicht störend wirktDas Bonusmaterial bietet, neben einem 20-seitigen eingeklebtes Booklet gibt leserliche Information rund um den Film wieder, einen Audiokommentar mit Regisseur Cunningham und Spezialeffekt-Koordinator James Isaacs, einen Blick hinter die Kulissen, zwei kurze Making-Of, diverse Interviews, eine Bildergalerie und Trailer. Wählt man Deutsche Fassung, so kann man den Film mit einer Laufzeit von 94:54 Min. in gekürzter Fassung ansehen. Die geschnittenen Szenen sind nur Handlungsszenen, welche insgesamt 5 Minuten beträgt. Die beigefügte DVD ist inhaltlich identisch mit der Blu-ray. Einzige Ausnahme: hier fehlt die gekürzte Fassung. Letztendlich bekommt man mit der Mediabook-Auflage ein rundes Paket geschnürt, welches man sich ruhigen Gewissens ins Regal stellen kann.

Durchschnittliche Besucher-Wertung

8.0/10 rating 1 vote
Patrick Brinkmann

Patrick Brinkmann

Aug16

Deep Star Six - Ab November im Mediabook

Geschrieben von: Pascal Müller Deep Star Six - Ab November im Mediabook

Regisseur Sean S. Cunningham ("Freitag der 13.") hat bereits in den 1980er Jahren Horror-Geschichte geschrieben. Mit dem beklemmend Unterwasserhorror "Deep Star Six" fusioniert er das Genre - mit Miguel Ferrer ("RoboCop") und Nancy Everhard ("Der Punisher") in den Hauptrollen - mit Klassikern wie "The Abyss" und "Leviathan". Der Inhalt des Films beschreibt sich wie folgt: Seit sechs Monaten ist die Crew des Unterwasserlabors Deep Star Six auf Tauchstation. Ihr Auftrag: Die Errichtung einer Raketenabschussbasis. Doch die hierfür nötige letzte Sprengung einer Höhle zerstört nicht nur Teile der Unterwasserbasis, sie fördert auch eine gigantische prähistorische Kreatur zutage. Konfrontiert mit einem Wesen, wie es die Welt bisher noch nicht gesehen hat, beginnt für die Crew der brutale Kampf ums nackte Überleben...

Quelle: amazon.deofdb.de

10.0/10 rating 1 vote

   

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