!

Bereitsgetestet.de verwendet Cookies, um Ihnen bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Website dem Nutzungsverhalten der Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie die Website weiter nutzten, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Datenschutzerklärung

OK

Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Mär18

Mediabook Kritik: Dog Soldiers

Mediabook Kritik: Dog Soldiers

Originaltitel: Dog Soldiers
Herstellungsland:
USA, Großbritannien, Luxemburg
Erscheinungsjahr: 2002
Genre: Horror, Action
Freigabe: FSK-16
Regie: Neil Marshall

Darsteller: Sean Pertwee, Kevin McKidd, Liam Cunningham
 u.a.

Wir danken Koch Media für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Was als Wehrübung einer Einheit der britischen Armee in den schottischen Highlands beginnt, verkehrt sich im Laufe von nur einer Nacht in einen blutig-brutalen Kampf ums Überleben und gegen Kreaturen, denen die herkömmliche Kriegsführung vollkommen fremd ist. Bei den Wesen, die unmittelbar zuvor eine ganze Spezialeinheit ausgelöscht haben, handelt es sich nämlich um Werwölfe! Und die setzen auch auf den nahegelegenen Bauernhof, in den man sich geflüchtet hat, zur gnadenlosen Belagerung an.

 


 

 


Kritik: Neil Marshall ("The Descent", "Doomsday") gelang mit "Dog Soldiers" 2002 sein Langfilm-Debüt. Ähnlich wie das John Landis mit seinem "American Werewolf" gelungen ist, hat auch Neil Marshall dem Werwolf-Genre mit seinem Langfilm-Debüt eine gehörige Portion Frischblut zugefügt. Bereits kurz nach Veröffentlichung vielfach ausgezeichnet, wurde "Dog Soldiers"  für Neil Marshall zur Eintrittskarte in die Welt des Horrors. Neil Marshall Werwolf-Horrorfilm "Dog Soldiers" mit Sean Pertwee ("Star Forece Soldier"), Kevin McKidd ("Hannibal Rising") und Liam Cunningham (Der 1. Ritter) in den Hauptrollen beschreibt sich wie folgt: Was als Wehrübung einer Einheit der britischen Armee in den schottischen Highlands beginnt, verkehrt sich im Laufe von nur einer Nacht in einen blutig-brutalen Kampf ums Überleben und gegen Kreaturen, denen die herkömmliche Kriegsführung vollkommen fremd ist. Bei den Wesen, die unmittelbar zuvor eine ganze Spezialeinheit ausgelöscht haben, handelt es sich nämlich um Werwölfe! Und die setzen auch auf den nahegelegenen Bauernhof, in den man sich geflüchtet hat, zur gnadenlosen Belagerung an. Nachdem der Film bereits 2003 auf DVD erschien, folgt über Koch Media am 14.03.2019 eine 4-Disc Edition im Mediabook, wo der Film erstmals auch auf Blu-ray und UHD veröffentlicht wurde. Ob Neil Marshall's Langfilm-Debüt "Dog Soldiers" auch nach 17-Jahren einen sehenswerten Werwolf-Horrorfilm ab gibt, steht auf einem anderen Blatt und wird im Laufe der Besprechung noch ausführlich thematisiert.

"Dog Soldiers" kann mittlerweile ohne weiteres als Kultfilm bezeichnet werden. Sicherlich sind mittlerweile einige Jahre ins Land gezogen, so dass die Effekte nicht wirklich auf dem aktuellsten Stand sind. Aber vielleicht ist das auch der Grund, wieso "Dog Soldiers" seinen Charme immer noch nicht verloren hat. Regisseur Neil Marshall baut seinen Werwolf-Horrofilm geschickt auf, indem er das Geschehen ganz langsam an Fahrt aufnehmen lässt. Anfangs wird der Zuschauer mit einer völlig normalen Situation konfrontiert, die sich dann aber im Laufe des Films als schreckenerregendes Szenario offenbart. Gerade der Anfang erinnern unweigerlich an John McTiernan's "Predator" aus dem Jahre 1987 in dem sich ebenfalls eine Gruppe von Solden im Wald verschanzt. Bei "Dog Soldiers" ist es allerdings kein Alien, sondern Werwölfe, die sich auf Menschenjagd machen. Einen Namenhaften Cast sollte man hier nicht erwarten. Doch dafür schlägt sich der eher unbekannte Cast recht solide. Sean Pertwee ("Star Force Soldier") gibt den smarten und harten Teamleader, während Kevin McKidd ("Hannibal Rising") den eigentlichen Helden spielt. Beide absolvieren ihre Parts recht ordentlich und können sich so aus der eher austauschbaren Soldatenrunde hervorheben. Emma Cleasby verkörpert die einzige Frau im Bunde und darf sich als scheinbare Wissenschaftlerin  an den Versen von Kevin McKidd legen und gegen Ende ihre wahren Absichten offen legen. Übrig bleibt dann noch Liam Cunningham ("Der 1. Ritter") der als fieser Gegenspieler agiert. Der restliche Cast wirkt jederzeit austauschbar und die schauspielerische Glanzleistung der einzelnen Truppe hätte ein wenig unterschiedlicher ausfallen können, damit diese im Gedächtnis bleiben. Vielleicht verursachte aber schon das Drehbuch Probleme, dass klischeehaftes Verhalten zum Thema Kameradschaft und Zusammenhalt in Form von heldenhaften Macho-Sprüchen etwas zu dick aufträgt. 

Die Werwölfe sind für die damalige Zeit hervorragend gemacht und haben auch heute noch eine besondere Wirkung. CGI-Effekte sind in diesem Film nicht zu sehen, sondern nur handgemachte Puppen-Effekte, die äußerst gelungen sind und auch sehr realistisch aussehen. Der Film kann einige schockierende Gore-Effekte verzeichnen, zeigt sich aber ansonsten relativ Handzahm. Gerade die Inszenierung und der stetig steigende Spannungsbogen, hat bei Neil Marshall's "Dog Soldiers" einiges ausgemacht. Jahre später bekommt man inetwa den gleichen Aufbau nochmal geboten, wo Regisseur Neil Marshal dann seinen wohl größten Erfolg "The Descent" inszenierte, indem er auf ähnliche Weise vorgegangen ist. Auch hier entwickelt sich nämlich der Spannungsbogen langsam und endet in einem schier unerträglichen Finale. "Dog Soldiers" ist da zwar noch ein wenig zurückhaltender, aber erinnert dennoch schon ein wenig an "The Descent"Die Actionsequenzen sind für das kleine Budget recht anschaulich geraten. Mit Shotgun, MP5 und der G3 hat man auch einiges an Waffenpower am Start, um die Luft ordentlich mit Blei zu füllen. Ansonsten wird sich mit Messern, Äxten, Küchenutensilien, einem Schwert und der bloßen Faust zu Wehr gesetzt. Ab und zu wird auch etwas in die Luft gesprengt. Hier stimmt zumindest vieles hinsichtlich der Atmosphäre, Beleuchtung und Musikuntermalung, damit die richtige Stimmung aufkommt. Da der Großteil des Films bei Nacht spielt wird die Ausweglosigkeit immer deutlicher. Der Schwerpunkt des Films wird im weiteren Verlauf dabei auf eine alte Holzhütte gelegt, in der sich die Soldaten zusammen mit einer Wissenschaftlerin zurückziehen, um sich zur Verteidigung einzurichten, während die Werwölfe das Gebäude schon längst umzingelt haben und mehrer Angriffswellen starten, die man aber noch zurückschlagen kann. Auch hier überzeugt der Film durch seine sehr düstere Optik. Die tolle Schnitttechnik, bei der oft zwischen den sich verteidigenden Soldaten immer hin und her geschnitten wird, vermittelt genauso ein Gefühl der Verzweiflung, wie die atmosphärische Musikuntermalung.

Freunde der klassischen Horrorfilme aus den 1980er Jahren werden ihre wahre Freude an diesem Film haben. Und in einer Zeit, in der es so gut wie gar keinen Film mehr gibt, der nicht mit CGI-Effekte nachbearbeitet wurde, hebt sich gerade "Dog Soldiers" erfrischend ab und lässt einen nostalgischen Blick zurück in die Vergangenheit zu. "Dog Soldiers" ist eindeutig ein Film für Fans der Puppen-Effekte. Man sollte sich auch immer vor Augen halten, welche Vorbilder Regisseur Neil Marshall hatte und vor allem welche finanziellen Mittel diesem Film zur Verfügung standen. Neil Marshall hat jedenfalls das Beste daraus gemacht. Dieser Film wirkt wie eine Mischung aus "American Werewolf", "Assault - Anschlag bei Nacht" und "Predator". Man merkt dem Film einfach an, dass er mit Herzblut gedreht wurde. Die Wendungen weisen zu überzeugen. Sie sind nicht gerade vorhersehbar und lassen einen in Staunen versetzen. Gute Karten hat "Dog Soldiers" auch mit der Locations der Highlands, da diese im Genre noch recht unverbraucht sind. Für die nötige "Predator"- und "Rambo"-Atmosphäre sorgt sie dann auch noch, was den Film zusätzlich positiv aufwertet. Die Werwölfe selber halten sich eher im Hintergrund, wenn es darum geht, in voller Pracht zu erscheinen. Aufgrund des niedrigen Budgets darf man aber auch keine Superbiester erwarten. Das dieses Werk vom Budget her ein B-Movie sein soll, sieht man den Film auch nicht an, denn die Inszenierung ist wirklich klasse. Beim ersten Zusammentreffen von Militär und Werwolf wechselt die Kamera zwischen Egoansichten der Angreifer und Verfolger und zeigt das wilde Gefecht aus der Horizontalen. Mit wackeliger Kamera wird dem Film dabei ein gesundes Maß an Hektik und Realismus zugestanden, dass die ein paar schnelle Kamerafahrten noch verstärken.

Fazit: "Dog Soldiers" ist ein Horrorfilm, der vor allem durch seine Machart Laune macht und eine echte Alternative zu anderen gleichnamigen Werwolf-Filmen darstellt. Man sollte aber mit keinen großen Erwartungen an den Film ran gehen und das Szenario einfach genießen, auch wenn man es an einigen Stellen besser hätte machen können. Letztendlich bekommt man einen düsterer, spannender, actiongeladener Horrorfilm geboten, der den Mythos Werwolf nicht neu erfinden will, aber atmosphärisch dicht inszeniert wurde. Für ein B-Movie ist "Dog Soldiers" eine unterhaltsame Kost, dank des geschickten Regisseur Neil Marshall, der in Kamera, Schnitt und Effekten sehr viel Einfallsreichtum besitzt. Die kaum vorhandene Story und der monotone Cast fallen da kaum noch ins Gewicht.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 Bewertung (4 Stimmen)

 

Verkaufstart: 14. März 2019

Publisher: Koch Media (4-Disc Mediabook)

Homepage: www.shop.kochmedia.com/shop/de

Verpackung: Mediabook
Anzahl Disks: 4
Wendecover: -

Bild: 1,85:1 (2160p)
Laufzeit: ca. 105 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:
• Audiokommentar
• Dokumentation
• Feaurettes über die Dreharbeiten
• Interviews
• Kurzfilm
• Bildergalerie

Kritik Extras
Das Bonusmaterial von "Dog Soldiers" besteht aus drei Audiokommentaren, die auf der Blu-ray zu finden sind. Einer davon stellt Neil Marshall im Fokus, der zweite Kommentar wird von den Produzenten des Films geführt und der letzte Audiokommentar wird wieder von Neil Marshall gemeinsam mit dem Kameramann, einem der Produzenten und zwei Darstellern geführt. Des Weiteren gibt’s hier noch den Kurzfilm "Combat" von Neil Marshall. Das weitere Bonusmaterial findet sich dann auf der Bonus-DVD. Dort gibt es dann noch die 60-minütige Dokumentationen "Werewolfves Vs Soldiers" sowie Featurettes über die Dreharbeiten und Interviews mit den Machern. Unter dem Strich bekommt man ein sehenswertes Bonusmaterial geboten, der nicht nur neuen Input zum Film beisteuert, sondern mit dem Kurzfilm "Combat" die gute Unterhaltung weiter fortsetzt.

Wertung: 8|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

8.0/10 rating 1 vote
Pascal Müller

Pascal Müller

blog comments powered by Disqus
   

Spieltipp  

   

Spielkritiken  

   

Neu im April  


16.04.2019


16.04.2019
 


16.04.2019


18.04.2019


18.04.2019


18.04.2019


18.04.2019
 


18.04.2019


18.04.2019


18.04.2019


19.04.2019


19.04.2019


19.04.2019


19.04.2019
 


23.04.2019


25.04.2019


25.04.2019
 


25.04.2019


25.04.2019
 


26.04.2019


26.04.2019


26.04.2019


26.04.2019


26.04.2019


26.04.2019


26.04.2019


26.04.2019


26.04.2019


26.04.2019


26.04.2019


26.04.2019


30.04.2019

   

Statistik  

News: 2.977
Filme: 1.397

Videospiele: 74
Specials: 93
Interviews: 59
Hardware: 9

Besuche Juli: 114.336
Belege können angefordert werden