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Mär24

Mediabook Kritik: Heaven's Gate

Mediabook Kritik: Heaven's Gate

Originaltitel: Heaven's Gate
Herstellungsland:
USA
Erscheinungsjahr: 1980
Genre: Drama, Western
Freigabe: FSK-16
Regie: Michael Cimino

Darsteller: 
Kris Kristofferson, Christopher Walken, John Hurt u.a.


 

Inhalt: Im Jahr 1870 machen James Averill (Kris Kristofferson) und William Irvine (John Hurt) ihren Abschluß an der Universität von Harvard - zwei gegensätzliche Männer, die dennoch befreundet sind, der draufgängerische James und der wortgewandte, aber getriebene Irvine. Zwanzig Jahre später reist Averill über die Kreisstadt Casper in Wyoming zum "Johnson County", wo er eine Marshallposition einnimmt. Die Gegend wird von armen europäischen Immigranten überschwemmt, die Landparzellen gekauft haben, aber zum großen Teil auf die Berechtigungen warten. Damit stehen sie im Konflikt mit den Viehzüchtern und ihrer Vereinigung, da die verhungernden Immigranten aus der Not heraus immer wieder Vieh töten. Daraufhin setzt der Sprecher der Viehzüchter, Canton (Sam Waterston) eine Todesliste von 125 Personen im Johnson County auf, allesamt Personen, die rauben, stehlen, Anarchisten sein sollen oder von denen das einfach nur behauptet wird, weil sie unbequem sind. Den zur Vereinigung gehörenden Irvine, inzwischen steter Alkoholiker, quält die Idee und er reicht die Informationen an Averill weiter, der sich alsbald mit dem Verband anlegt. Derweil hat auch Cantons Vollstrecker Champion (Christopher Walken) zunehmend Probleme damit, Unschuldige zu erschießen, vor allem weil er sich der Prostituierten Ella (Isabel Huppert) zugetan fühlt - wie Averill auch. Als Averill die Todesliste an die vermeindlichen Opfer weitergibt, bricht Panik aus und ein Massaker ist die Folge, in dessen Verlauf alle Seiten zu den Waffen greifen...


 

 





Kritik: Jeder der sich etwas für Film und seine Geschichte interessiert, wird wohl auch schonmal über diesen Film gestolpert sein: HEAVEN’S GATE. Der Film von Michael Cimino, der eine ganze Epoche zu Fall brachte und bis heute eigentlich die Produktion und Kontrolle von großen Filmproduktionen beeinflusst hat. HEAVEN’S GATE war nämlich ein teurer Film, aus der Zeit als sich das New Hollywood dem Ende zuneigte und die Studios merkten, dass die alleinige Kontrolle durch den Regisseur auch finanzielle Flops hervorbringen kann. Das zeigten in dieser Zeit auch Steven Spielberg oder Francis Ford Coppola, bei denen sich ein Flop zu dieser Zeit in ihre Filmografie geschlichen haben. Man spricht hier im Falle von Coppola über APOCALYPSE NOW, der bis heute einen positiven Ruf bei Filmemachern, wie -liebhaber hat. Doch ab einem gewissen Budget muss oder sollte eben ein Film auch an den Kassen etwas leisten. So zumindest die Sicht der Geldgeber. HEAVEN’S GATE hat, wie auch APOCALYPSE NOW, eine aufregende Entstehungsgeschichte, die sich bis nach Veröffentlichung des Films hinzog. Capelight gebührt dem Film nun eine aus 3-Discs (2 Blu-rays, eine DVD) bestehende Veröffentlichung im Mediabook. Ein Highlight im Frühjahr der diesjährigen Heimkino-Veröffentlichungen.


© Capelight Pictures

Mit den besten Voraussetzungen und Absichten ging dereinst Michael Cimino dieses Projekt an. Er hat mit THE DEER HUNTER (Die durch die Hölle gehen, 1978) einen Erfolg an den Kinokassen abgeliefert und dafür auch mit Oscars belohnt worden. Für HEAVEN’S GATE wollte man ihm daher 7,5 Millionen Dollar Budget zur Verfügung stellen. Am Ende wurden dafür dann 40 Millionen Dollar gebraucht. Der Film kam in die Kinos und brachte in der ersten Woche weder finanziellen Erfolg, noch fand er Anklang bei der Kritik. So nahm man den Film wieder aus dem Kino und kürzte ihn um eine Stunde, doch den gewünschten Erfolg brachte auch dies nicht. Im Mediabook findet man nun zum einen diese gekürzte US-Kinofassung, die aber nie in Deutschland im Kino lief, deswegen findet man für sie auch nur eine englische Ton-Spur. Daneben ist aber das Herzstück der Veröffentlichung der Recut von 2012, der die Restaurierung der Criterion-Veröffentlichung hier finden lässt. Diese kommt wohl der ursprünglichen ersten Kinofassung des Films am nächsten und läuft über 3 ½ Stunden.


© Capelight Pictures

Doch was verbirgt sich hinter dem Film? Ein Western? Ja. Ein Epos? Ohja! Der Film wurde ja erst so teuer, durch seine aufwendigen Sets, die extra gebaut wurden, die zahlreichen Komparsen und den ungeplanten Unfällen, die bei so einer Produktion, die aus dem Ruder fällt, plötzlich auf der Tagesordnung stehen. Doch aufgrund dieser aufwendigen Produktion beißt sich der Zahn der Zeit an dem Film aus. Das Ganze wurde in beeindruckenden Bildern von Vilmos Zsigmond eingefangen und muss einfach erlebt werden. Vielleicht das letzte große Epos, das nun endlich auch in Deutschland gebührend veröffentlicht wird und dem Film die Bühne gibt, die ihm lang Zeit verwehrt war. Vor allen Dingen in den USA, denn zumindest in Europa fand der Film auch in den 80er Jahren schon seine Gönner, doch dort stürzte er auch nicht eine ganze Industrie.


© Capelight Pictures

Fazit: Ein Epos, das eine Ära beendete und bis heute eine unrühmliche Berühmtheit mit sich trägt. Nicht unbedingt verdient und dank Capelight in einer gebührenden Veröffentlichung.

Wertung: 9|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.3/10 Bewertung (3 Stimmen)

 

BD Verkaufstart: 23. März 2018
BD Verleihstart: 23. März 2018

Publisher:
Capelight Pictures
Verpackung: Mediabook
Wendecover: Ja

Bild: 2,40:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 114 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Linear PCM 2.0 Stereo, Dolby Digital 2.0 Stereo)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1, Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch
- Deutsch für Hörgeschädigte
- Englisch für Hörgeschädigte

Bonus: 3-Disc Limited Collector's Edition im Mediabook mit dem Director’s Cut auf Blu-ray, der US-Kinofassung (Recut) im Original mit deutschen Untertiteln auf Blu-ray

Extras:
*24-seitigem Booklet
*Bonus: „True Gate“
*Interview mit Jeff Bridges und Vilmos Zsigmond
*Painting Johnson County
*Kinotrailer
*Original-Kinotrailer

Kritik Extras
Hier hat sich Capelight auch nicht lumpen lassen und die 90 Minuten an Bonusmaterial der amerikanischen Criterion-Veröffentlichung lizensiert und gesichert. Wow! Natürlich ist bei so einem filmhistorisch gewichtigen Film, wie es HEAVEN’S GATE nun mal so ist noch jeder Interviewfetzen dazu spannend. Daneben gibt es noch ein Making Of zur Restauration und im 24-seitigen Booklet informiert Stefan Jung über weitere Hintergründe zur Produktion.

Wertung: 9|10

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