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Apr06

Mediabook Kritik: Quigley - Der Australier

Mediabook Kritik: Quigley - Der Australier

Originaltitel: Quigley Down Under
Herstellungsland: Australien, USA

Erscheinungsjahr: 1990
Genre: Western
Freigabe: FSK-12
Regie: Simon Wincer

Darsteller: Tom Selleck, Laura San Giacomo, Alan Rickman 
u.a.

Wir danken Capelight Pictures für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Der amerikanische Scharfschütze Matthew Quigley (Tom Selleck) ist für seine außergewöhnlichen Schießkünste bekannt. Mit seinem maßgefertigten Sharps-Büffelgewehr trifft er Ziele aus weiter Distanz wie kein anderer. Eine neue Anstellung führt ihn nach Australien, wo er für den raffgierigen Großgrundbesitzer Elliott Marston (Alan Rickman) Jagd auf Dingos machen soll. Doch Marston hat nur ein Ziel: noch mehr Landstriche des weitestgehend unbesiedelten Kontinents für sich zu beanspruchen. Und dafür schreckt er auch nicht vor der Ermordung der Ureinwohner des Landes zurück. Als Quigley realisiert, dass er keine Wildhunde, sondern Aborigines töten soll, weigert er sich, die Arbeit anzutreten – und gerät daraufhin selbst in die Schusslinie des skrupellosen Ranchers.

 


 

 


Kritik: Von Mitte der 80er bis Anfang der 90er Jahre erfuhr der klassische amerikanische Western eine Art Wiederauferstehung. Neben Eastwoods PALE RIDER (1985) und dem oscarprämierten ERBARMUNGSLOS  (1992) zählen auch Lawrence Kasdans stargespiktes Epos SILVERADO (1985) sowie DER LETZTE MOHIKANER (1992) mit Daniel Day-Lewis zu den bekanntesten Titeln jener Zeit. DER MIT DEM WOLF TANZT (1990) von und mit Kevin Costner war mit Abstand der erfolgreichste Wildwest-Streifen, räumte dieser nicht nur bei den „Oscars“ gehörig ab, sondern auch an der Kinokasse. Costners Western hält dem amerikanischen Volk den Spiegel vor, was ihm dennoch oder gerade deswegen ein US-Einspiel von 185 Millionen Dollar einbrachte. QUIGLEY – DER AUSTRALIER schlägt – was die kritischen Töne angeht – in eine ähnliche Kerbe, doch in diesem Fall blieb der Kinoerfolg unberechtigterweise aus, was die mageren Kinozahlen (21 Millionen Dollar) leider belegen. Dabei gehört Simon Wincers (FREE WILLY) Outback-Epos zu den unterhaltsamsten, tiefgründigsten und wunderschönsten Western überhaupt, welcher mit Tom Selleck (MAGNUM) wohl einen der coolsten Helden zu bieten hat und mit Alan Rickman (STIRB LANGSAM) den perfekten Antagonisten. Kritiker hingegen lobten das Werk im vollen Maße: „Augenzwinkernd und geschickt zitiert der Film bekannte Mythen und typische Handlungselemente des klassischen Western. Sympathische Unterhaltung.“ (Lexikon des internationalen Films)

Tom Selleck spielt mit seiner Größe, Autorität und natürlichen Leichtigkeit den amerikanischen Scharfschützen Matthew Quigley, der auf der Suche nach Arbeit nach Australien fährt. Ein Mann namens Marston (Alan Rickman) hat für einen Fernschützen geworben, und Quigley ist der Beste, der Ziele treffen kann, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Quigley ist entsetzt, als er entdeckt, dass Marston ihn dafür bezahlen will, Aborigines zu töten. Er wirft den Bösewicht durch das Fenster und beginnt eine Vendetta, die natürlich nur mit einem obligatorischen Showdown zwischen den beiden Kontrahenten enden kann. Eine der ersten Menschen, denen Quigley begegnet, ist Crazy Cora - gespielt von Laura San Giacomo (Pretty Woman) -  eine Amerikanerin mit  tragischer Vergangenheit, die sie verrückt gemacht hat - aber nicht so verrückt, dass sich Quigley nicht langsam in sie verliebt. Sie raufen sich zusammen, kämpfen sich durch die Wüste und müssen mit ansehen, wie Aborigines abgeschlachtet werden. Doch Quigley hilft den Ureinwohnern und macht sich auf zum letzten Gefecht.

Dies ist einerseits ein rauer Film, der teilweise aus einigen grausigen Szenen besteht, wie zum Beispiel Menschen, die von Klippen gestoßen werden, Selleck, der mehrmals brutal geschlagen wird und wilde, bösartige Dingos, die San Giacamo und ein kleines Baby bedrohen.  Andererseitsbleibt der unterhaltsame Ton - trotz vieler dramatischer Ereignisse - bis zum Schluss erhalten. Cineasten können sich an die visuellen Schönheiten des Wüstenlandes erfreuen – das vom tollen Score eines genialen Basil Poledouris (CONAN – DER BARBAR) wunderbar unterstrichen wird -  und Fans launiger Cowboy-Filme werden die Leichtigkeit und den Stil Wincers zu schätzen wissen. Flotte Sprüche und reichlich Shootouts werden ebenfalls zum Besten gegeben.  Allein der unglaubliche Sound von Sellecks Sharp Caliber .44-Gewehr ist es schon Wert, sich dieses Stück Zelluloid anzuschauen. Die 20 Millionen Dollar Produktionskosten erkennt man in jeder Einstellung. Der Film atmet echtes Western-Feeling und bietet zudem ein außergewöhnliches Setting.

Fazit: QUIGLEY – DER AUSTRALIER ist ein harter, unterhaltsamer und fantastisch aussehender Western unter der Sonne Australiens. Der geneigte Fan wird die rauen Typen, flotten Sprüche, grandiosen Landschaftsaufnahmen und die teils dramatischen Momente gleichermaßen ins Herz schließen und feststellen, dass er es hier wohl mit einem der verkanntesten Spätwestern aller Zeiten zu tun hat.

Wertung: 8.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.7/10 Bewertung (3 Stimmen)

 

Verkaufstart: 22. März 2019

Publisher: Capelight Pictures (2-Disc Mediabook)

Homepage: www.capelight.de/quigley-der-australier

Verpackung: Mediabook
Anzahl Disks: 2
Wendecover: Ja, das FSK-Logo ist lediglich auf der Verpackungsfolie aufgeklebt

Bild: 2,35:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 119 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1, Linear PCM 2.0 Stereo)
2. Englisch (Linear PCM 2.0 Stereo)
3. Audiokommentar (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch

Extras:
• 24-seitiges Booklet
• Trailer vor dem Hauptmenu
Ein Fremder ohne Namen (02:20 Min.)
• Die Wiedergeburt des Westens (07:14 Min.)
• Das schießt weiter (23:08 Min.)
• Finde Crazy Cora (17:50 Min.)
• Interview mit Laura San Giacomo (17:00 Min)
• Interview mit dem Waffenexperten Mike Tristano (22:00 Min)

• TV-Spots (01:04 Min.)
• Originaltrailer (01:54 Min.)
• Deutscher Trailer (01:53 Min.)
• Filmtipps alle abspielen
Ein Fremder ohne Namen (02:20 Min.)
Heaven's Gate (01:15 Min.)
Die Letzten beißen die Hunde (01:51 Min.)
Chatos Land (01:57 Min.)

Kritik Extras
Das handgezeichnete und leicht raue oldschool-artige Cover ist eine wahre Pracht. Doch nicht nur optisch macht das Mediabook einiges her: Das 24-Seiten-Booklet enthält gewohnt unterhaltsame und informative Texte (Entstehungsgeschichte etc.) von Christoph N. Kellerbach, einen Kommentar von Regisseur Simon Wincer und einige Stillshots aus dem Film. Auf den Discs sind neben dem Featurette „Die Wiedergeburt des Westerns“ (7 Minuten) noch Interviews mit Laura San Giacomo (17 Minuten) und dem Waffenexperten Mike Tristano (22 Minuten) sowie einige TV-Spots und Trailer als Bonusmaterial zu finden. So macht das Spaß!

Wertung: 8|10

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Kevin Zindler

Kevin Zindler

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