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Apr05

Mediabook Kritik: Star Force Soldier

Mediabook Kritik: Star Force Soldier

Originaltitel: Soldier
Herstellungsland:
USA, Großbritannien
Erscheinungsjahr: 1998
Genre: Action, Science-Fiction
Freigabe: FSK-18
Regie: Paul W.S. Anderson

Darsteller: Kurt Russell, Jason Scott Lee, Gary Busey 
u.a.

Wir danken Koch Media für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Von Kindesbeinen ist Todd (Kurt Russell) zur skrupellosen Kampfmaschine trainiert worden, aber im Jahr 2036 gehört er zum alten Eisen. Eine neue Generation genetisch mutierten Soldaten soll zum Einsatz kommen und Todds Einheit auslöschen. Schwer verletzt kann dieser auf einen Müllentsorgungsplaneten entkommen, wo er den Siedlern zur Seite steht, als seine Verfolger sich daran machen wollen, sämtliches Leben auf dem Planeten auszulöschen.

 


 

 


Kritik: Filmemacher Paul W.S. Anderson hat schon eine sehr beachtliche Filmvita vorzuweisen. Vor allem, weil insbesondere jene Filme unter seiner Regie beim Publikum ankamen, die von Kritikern und Presse am härtesten verrissen wurden: RESIDENT EVIL 1, 4,5 und 6. Wobei der 6. Teil der Reihe THE FINAL CHAPTER mit 312 Millionen Dollar gar das weltweit beste Einspielergebnis aller Anderson Filme einfahren konnte. Zu seinen besten Filmen zählt sicher der Weltraum-Horror EVENT HORIZON, welcher aber mit einem US-Einspiel von 26 Millionen Dollar hinter den Erwartungen zurückblieb. STAR FORCE SOLDIER wurde von Publikum und Presse gleichermaßen abgestraft, wobei dieser bei genauem Hinsehen eine deutlich tiefere Message innehat, als es auf dem ersten Blick den Anschein haben mag. „Ein brutaler Science-Fiction-Film, der von der Menschwerdung eines emotionalen Waisenkindes handeln will, durch exzessive Kampfszenen und seine Ideologie eines wehrhaften Daseins aber zur ungebrochenen Hymne auf Militarismus und Krieg gerät.“ (Lexikon des internationalen Films)

Nur 14,5 Millionen Dollar konnte der 60 Millionen Dollar Streifen in Amerika generieren und 108.000 Zuschauer verirrten sich 1999 in die deutschen Lichtspielhäuser. Im Laufe der letzten 20 Jahre avancierte STAR FORCE SOLDIER jedoch zu einem Geheimtipp unter Science-Fiction und Actionfans und so war die Freude groß, als „Koch Media“ bekannt gab, das unterbewertete Werk hierzulande erstmals UNCUT! in zwei Mediabook-Versionen auf den Markt zu bringen. Es existierte bisher neben einer um ca. 6 Minuten gekürzten FSK-16-Version auch noch eine FSK-18-Version, die aber ebenfalls um ca. 50 Sekunden gekürzt war. Im Kino lief damals nur die FSK-16-Fassung. Nach Aussagen von Paul W. S. Anderson und Drehbuchautor David Peoples spielt STAR FORCE SOLDIER in derselben fiktiven Welt wie BLADE RUNNER. Das zu jener Zeit großzügige Budget sieht man den Film definitiv an. Die teils aufwendigen Kulissen und die fulminante, auf Hochglanz getrimmte Baller-Action sehen auch heute noch toll aus. Der Film macht von Beginn an keine Gefangenen und lässt es erst nach rund 25 Minuten etwas ruhiger angehen, um sich auf die Persönlichkeitsentwicklung seines Protagonisten zu konzentrieren.

Dieser wird von Kurt Russel verkörpert, der „fast“ Stumm auf Rambo-Modus schaltet und kaum eine Miene verzieht. Er bekam für diese Rolle eine Gage von rund 20 Millionen Dollar. Ganze 104 Wörter spricht Russel  - überwiegend „Ja Sir!“ - das macht stolze 192.307 Dollar pro Wort. Ok, das klingt nach schnell verdientem Geld, doch spielt Russel eben einen Soldaten, dem weder Gefühle, noch Emotionen beigebracht wurden, sondern nur die Kunst des Krieges und das Überleben des Stärkeren. Und das verinnerlicht er verdammt gut. Im Mittelteil werden dem Zuschauer  auch andere Charaktere (z.B. Sean Pertwee und Connie Nielsen) näher gebracht, die sich dem aussortierten Soldaten mit Herz annehmen, welcher seinerseits so etwas wie Gefühle entwickelt. Ein Grund mehr für ihn, seine neuen Freunde vor den „Universal Soldiers“ zu beschützen - welche alle Siedler platt machen wollen - und diese im finalen Kampf mit seiner „ausgedienten“ Kriegskunst zu eliminieren.

Nach dem relativ ruhigen Mittelteil rockt das letzte Drittel noch einmal gewaltig. Russel gegen eine ganze Armee hochgezüchteter Soldaten, unter Führung des diabolisch wirkenden Jason Scott Lee. Da kommen Panzerfäuste, Gatling-Guns (PREDATOR lässt grüßen) und schwere Fahrzeuge zum Einsatz, alles vor brennenden Kulissen. Für Actionfans ein Genuss, wobei der ein oder andere heroische Shot zu viel implantiert wurde, aber es sieht einfach verdammt geil aus. Insgesamt passt die Story auf ein Bierdeckel und der Krieg auf dem Müllplanten dient letzten Endes nur dazu, die „Alten“ gegen die „Neuen“ antreten zu lassen (womöglich haben sich die Macher von UNIVERSAL SOLDIER: REGENERATION von Andersons Film inspirieren lassen). Der Film ist hart, Gewaltverherrlichend und zuweilen etwas stumpf. Doch die Menschlichkeit der Siedler und die Charakterzeichnung Russels - der  von der Regierung nur als Mordmaschine ausgenutzt wird – hebt das Niveau der Produktion deutlich über ähnlich reaktionäre Streifen wie INVASION USA oder RAMBO 2. Zumindest was die Aussage des Films angeht.

Fazit: Einer der besten SF-Actioner der 90er Jahre, welcher auch bestens in die reaktionären 80er gepasst hätte. Hart, bleihaltig und gar nicht so dumm, wie es die Inhaltsangabe suggeriert.

Wertung: 8|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.0/10 Bewertung (3 Stimmen)

 

Verkaufstart: 28. März 2019

Publisher: Koch Films (2-Disc Mediabook)

Homepage: www.shop.kochmedia.com/shop/de

Verpackung: - (Presse Disk)
Anzahl Disks: - (Presse Disk)
Wendecover: - (Presse Disk)

Bild: 2.35:1 (16:9)
Laufzeit: ca. 99 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)
3. Audiokommentar (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:
• Audiokommentar von Regisseur Paul W.S. Anderson, Produzent Jeremy Bolt und Darsteller Jason Isaacs
• Making of (23:46 Min.)
• Blick hinter die Kulissen (14:54 Min.)
• Deutscher Trailer (02:01 Min.)
• US Kinotrailer (02:04 Min.)
• Internationaler Trailer (mit oder ohne Narration / 01:52 Min.)
• Internationaler Kurztrailer (mit oder ohne Narration / 00:39 Min.)
• Bildergalerie (29:33 Min.)
• Interviews
Kurt Russel / Darsteller (04:03 Min.)
Gary Busey / Darsteller (01:07 Min.)
Jason Scott Lee / Darsteller (02:30 Min.)
Michael Chiklis / Darsteller (00:54 Min.)
Connie Nielsen / Darstellerin (01:40 Min.)
Paul W.S. Anderson / Regie (04:30 Min.)
Jerry Weintraub / Produzent (01:59 Min.)

Kritik Extras
Koch Films veröffentlicht den Film als Mediabook mit Blu-ray, DVD und umfassenden Bonusmaterial, wie einem Audiokommentar von Paul W.S. Anderson, Jason Isaacs und Jeremy Bolt (leider ohne deutschen Untertitel); Making of (23:44 min, deutsche Sprache); Blick hinter die Kulissen (14:52 min); Interviews; Diverse Trailer und Bildergalerie. Somit sind auch die Extras ein echter Zugewinn für Fans, die sich noch nach der Sichtung über den Film informieren möchten.

Wertung: 7|10

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7.7/10 Bewertung (3 Stimmen)
Kevin Zindler

Kevin Zindler

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