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Jun12

Misfits - Staffel 3

Misfits - Staffel 3

Originaltitel: Misfits 
Herstellungsland: UK

Erscheinungsjahr: 2012
Genres: Drama, Comedy
Freigabe: FSK-16
Regie: Tom Green

Darsteller: Iwan Rheon, Robert Sheehan, Lauren Socha u.a.

In der dritten Staffel der britischen SciFi-Dramedy-Serie stößt ein weiteres Mitglied zum Team hinzu: Rudy beginnt seinen Sozialdienst und merkt bald, welche Gefahren seine Superkräfte mit sich bringen. Aber vor allem plagt ihn die Frage, wie er seine neue Superkraft geheim halten soll. Der Rest der Gruppe versucht ebenfalls noch sich an ein neues Leben mit Superpower zu gewöhnen und diese Kräfte einigermaßen sinnvoll einzusetzen. Noch ahnen sie nicht, dass ihnen die allergrößten Herausforderungen erst noch bevorstehen. So bekommen es die Outlaws dieses Mal u.a. mit Nazis und Zombies zu tun...

- Kritik -

Wie auch Filme, stehen und fallen Serien mit ihren Darstellern. Ein großes Risiko geht man ein, wenn liebgewonnene Figuren gestrichen werden. Für die Produzenten stellt sich in diesem Fall die Frage, wie man die entstandene Lücke schließt. Lässt man die Lücke einfach klaffen oder fügt man eine neue Figur ein? Häufig bemüht man sich darum, den Cast um eine 1:1-Kopie zu erweitern (wie seinerzeit bei Coupling geschehen). Die dritte Staffel der jungen Delinquenten hat mit demselben Problem zu kämpfen. Wer die Serie kennt, weiß, dass Nathan (Robert Sheehan) recht deutlich den Mittelpunkt des Quintetts darstellte. Nathan fehlt jedoch in Staffel 3 und das neue Mitglied der Gruppe heißt Rudy (Joseph Gilgun). 



Tatsächlich wirkt Rudy wie ein Klon Nathans. Seine derben Sprüche, die flappsige Art, das lose Mundwerk, alle Merkmale des Lockenkopfs vereint auch Rudy in sich. Um die Parallelen noch deutlicher zu machen nimmt Rudy, trotzdem er neu zur Gruppe dazu stößt, recht schnell die zentrale Rolle bei den MISFITS ein. Fans müssen sich ein wenig an Rudys Art gewöhnen, weil er einfach zu frappierend an Nathan erinnert, während Quereinsteiger mit Rudy vermutlich keine Probleme haben dürften. Es ist einzig Gilguns schauspielerischem Talent zu verdanken, dass sich auch die Fans alsbald an den Zuwachs gewöhnen. Zudem zeigt Gilgun, dass er ein vielseitiger Schauspieler ist, nicht zuletzt, weil er sich durch seine Superkraft, über die hier nichts verraten werden soll, auch überaus wandelbar zeigen muss. Deutlich eingeschränkter wirken hingegen seine Serienkollegen. Insbesondere Kelly-Darstellerin Lauren Socha wirkt stark gehemmt in ihrer Performance und kommt aus ihrer "Badass"-Attitüde nicht heraus, was sich sehr deutlich in einer "Bodyswap"-Episode zeigt. Allerdings verlangt das Drehbuch nur in den seltensten Fällen wirklich viel Wandlungsfähigkeit, so dass dieser Malus nicht sonderlich negativ auffällt.  



Das Drehbuch ist jedoch allgemein der größte Stein des Anstoßes in der 3. Staffel. Dadurch, dass man den Figuren am Ende der zweiten Staffel neue Superkräfte verliehen hat, standen den kreativen Köpfen hinter MISFITS eigentlich alle Türen offen. Sonderlich viel Kapital schlagen sie daraus jedoch nicht. Die Kräfte wirken zumeist belanglos oder sind nur Mittel zum Zweck. In den ersten Episode steht, wie gewohnt, jeweils einer der Hauptdarsteller im Zentrum der Handlung und somit auch seine Superkraft, jedoch ist diese nicht so präsent wie zuvor. Das raubt dem Ganzen ein wenig den Reiz und entzieht der Serie eine der wichtigsten Komponenten. Ansonsten verläuft die Serie in bekannter "Freak of the Week"-Manier. Es gibt u.a. Zombies, Comics, Geschlechtskrankheiten und Nazis zu bewundern. Die Qualität der jeweiligen Episoden schwankt dabei recht stark. Am meisten enttäuscht die Nazi-Episode, die auf dem Blatt amüsant klingt, in der Umsetzung schlichtweg ein Lückenfüller ist. Zusätzlich stört es, dass man das Gefühl bekommt, die Taten der MISFITS würden keine Konsequenzen nach sich ziehen. Leute sterben oder verschwinden am laufenden Band, von polizeilichen Ermittlungen fehlt jedoch jede Spur. Das unterstreicht zwar ein wenig den Comic-Charakter der Serie, wirkt sich jedoch negativ auf die Dramaturgie aus und lässt die Geschehnisse kleiner erscheinen, als sie letztendlich sind. 



Neben den Superkräften ist auch der Humor ein wichtiger Bestandteil von MISFITS. Leider wollen viele der Witze in Staffel 3 nicht so recht zünden oder gehen zu stark unter die Gürtellinie. Alles wirkt ein wenig derber und forcierter. Der Knoten platzt erst im Laufe der Zeit, an die Qualitäten der Vorgänger knüpft man jedoch nie an. Nur allzu häufig steht auch der Sex im Mittelpunkt, was erneut häufiger mal ausufert. Hier bleibt alles beim Alten. Die Charakterentwicklung fällt auch eher gemächlich aus. In erster Linie konzentriert man sich auf die Beziehung zwischen Simon und Alisha, findet aber auch Zeit, um Kelly ein wenig mehr Tiefe zu verleihen. Allzu weit stößt man dabei jedoch nicht vor und am Ende ist es Rudy, der am facettenreichsten von allen Figuren ist. 



Letztlich weiß auch die dritte Staffel gut zu unterhalten, jedoch versäumt man es, die Stärken auszuspielen und räumt den Schwächen zu viel Spielraum ein. Rudy ist ein guter Ersatz und Joseph Gilgun ein herausragender Schauspieler, der der Schauspielertruppe eine besondere Dynamik verpasst. Trotzdem sollte man sich in den nachfolgenden Staffeln zurück auf die Stärken besinnen und zielstrebiger mit den Superkräften arbeiten.

 

- Fazit  -

Sein Feuer hat MISFITS zwar noch nicht verschossen, aber die dritte Staffel ist merklich schlechter als die beiden vorherigen. Das liegt weniger am Weggang Nathans oder am Ersatz Rudy, sondern eher am Drehbuch. Die einzelnen Episoden wirken teils recht belanglos, die Superkräfte kommen kaum zur Geltung und der rote Faden wird nur halbherzig aufgenommen. Trotzdem ist auch Staffel 3 amüsant, was man primär den Schauspielern zu verdanken hat, die sichtlich Spaß an ihren Rollen haben.

Bewertung: 7 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

5.1/10 Bewertung (10 Stimmen)

- BD FACTS & EXTRAS -

 

BD Verkaufsstart: 31.05.2013
BD Verleihstart: 31.05.2013

Verleih: Polyband
Verpackung: Keepcase

Wendecover: Ja

Bild: 16:9 (1.77:1)
Laufzeit: 368 Minuten

Uncut: Ja 

Ton: 
1. Deutsch (DTS-HD 5.1, DTS HD 2.0)
2. Englisch (DTS-HD 5.1, DTS HD 2.0)

Untertitel:
 
- Englisch
- Deutsch

Extras:

  • "Vegas, Baby!" - Shortfilm
  • "Erazer" - Shortfilm 
  • Behind the Scenes
  • On set with the Misfits
  • Stunts and Special Effects Featurette
  • Visual Effects Featurette

Kritik: Extras
Die Extras sind üppig und informativ. Neben Making Ofs zu allen Episoden, Behind the Scenes Videos und anderen Featurettes, findet man noch die Websiode "Vegas, Baby!", in der erläutert wird, weshalb Nathan nicht mehr vor Ort ist. Die Lauflänge der einzelnen Clips könnte zwar grundsätzlich länger sein, aber der gesamte Informationsgehalt ist überaus zufriedenstellend.

Bewertung: 8 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

5.0/10 Bewertung (2 Stimmen)
Sascha Weber

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