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Jun14

Orphan Black – Staffel 1

Orphan Black – Staffel 1

Originaltitel: Orphan Black
Herstellungsland: Kanada, USA

Erscheinungsjahr: 2013
Genres: Action, Science-Fiction, Drama, Serie
Freigabe: FSK 16
Regie: John Fawcett, T.J. Scott
Darsteller: Tatiana Maslany, Jordan Gavaris, Dylan Bruce u.a.


 

Inhalt: Sarah Manning (Tatiana Maslany) hält sich mit kleinen Drogendeals über Wasser und muss sich vor ihrem gewalttätigen Ex-Freund in Sicherheit bringen. Eines Tages beobachtet sie zufällig den Selbstmord einer jungen Frau. Diese Frau, Beth, sieht ihr verblüffend ähnlich. Sarah nutzt die Gelegenheit: Kurzentschlossen nimmt sie die Identität der Toten an. Doch damit fangen die Probleme erst richtig an: Beth war Polizistin, die in eine polizeiinterne Ermittlung verstrickt war und bedroht wurde. Nach und nach findet Sarah heraus, warum Beth und sie sich zum Verwechseln ähnlich sehen. Die schockierende Wahrheit: Sie sind Klone. Auf ihrer Suche nach Antworten entdeckt Sarah, dass es noch mehr Frauen mit ihrer genetischen Identität gibt; sie alle geraten in Lebensgefahr. Jemand will das biologische Experiment vertuschen und sie alle zum Schweigen bringen – für immer.

 


 

 


- Kritik -

Wie würde man wohl reagieren, wenn man plötzlich registriert, dass man nicht einzigartig ist? Wenn man herausfindet, dass man nur ein Klon von vielen ist? ORPHAN BLACK ist ein düsterer Thriller, in dem Sarah Manning über ihren Doppelgänger stolpert, nur um herauszufinden, dass mehr hinter dieser Überraschung steckt. Was für sie wie ein aufregendes Abenteuer beginnt, entpuppt sich als ein gefährliches Szenario, bei dem sie um ihr Leben und das ihrer Tochter bangen muss. 

Sarah Manning (Tatiana Maslany) wächst als Waise unter der Obhut von Mrs. S. (Maria Doyle Kennedy) auf. Leider entwickelt sie sich nicht so, wie es sich alle Eltern wünschen. Sarah kommt mit den falschen Leuten in Kontakt, wird Mutter und flieht irgendwann vor ihrer Verantwortung. Zehn Monate gehen ins Land bevor sie sich besinnt und versucht den Bruch zwischen ihrer Tochter Kira (Skyler Wexler) und ihr zu kitten. Sie nimmt mit ihrem Waisen-Bruder Felix (Jordan Gavaris) Kontakt auf, der sie bereitwillig unterstützt. Doch Sarah schleppt noch ihre Vergangenheit mit sich rum, die sie noch abschütteln muss. Das Schicksal hat aber ohnehin andere Pläne für sie in Petto, denn am Bahnhof stolpert sie über eine Frau, die ihr zum verwechseln ähnlich sieht. Von langer Dauer ist die Begegnung jedoch nicht, denn ihre Doppelgängerin wirft sich vor einen einfahrenden Zug. Kurzerhand schnappt Sarah sich die Handtasche der kürzlich Verblichenen und ergreift die Chance beim Schopfe und gibt sich von nun als Elizabeth Childs aus. 

Nach und nach merkt sie jedoch, dass sie sich in eine Situation gebracht hat, die ihr über den Kopf zu wachsen droht. Beth war Polizistin und in Kontakt mit Alison Hendrix , Cosima Niehaus und Katja Obinger. Weitere Klone, mit denen sie das Geheimnis ihrer Herkunft entschlüsseln wollte. Als noch ein weiterer Klon auf der Bildfläche auftaucht, die Ukrainerin Helena, gerät sie vollends in Gefahr. Denn Helena hat es sich zur Aufgabe gemacht, Jagd auf die Klone zu machen und sie nach und nach auszulöschen. Ein wildes Katz und Maus-Spiel beginnt, bei dem Sarah immer wieder um ihr eigenes Leben, aber auch um die Zukunft mit ihrer Tochter bangen muss. 

Die ganze Geschichte entwickelt sich langsam und zunächst primär aus der Sicht Sarah Mannings. Das sorgt für einige Spannung und für ein gelungenes Tempo, bei dem man noch ordentlich mitgrübeln kann. Nach und nach deckt Sarah eine weitere Karte auf, bringt mehr Licht ins Dunkel, ohne dass man das komplette Bild zu Gesicht bekommen würde. Gelungen arbeitet man mit kleineren Cliffhangern und hält die Spannung aufrecht. Später präsentieren sich weitere Perspektiven, weil das Konstrukt komplexer wird und mehr Spieler involviert sind. Im letzten Drittel büßt man jedoch ein wenig Tempo ein, streckt die Handlung und verliert zeitweise den Fokus.  Im Gesamtbild weiß die Geschichte jedoch zu fesseln und auch zu interessieren, wenngleich es auch immer wieder etwas Leerlauf gibt. Bedauerlich ist jedoch, dass man das brisante Thema nicht wirklich ausschöpft. Die gesamte Klonthematik ist lediglich das Vehikel für ein klassisches Thriller-Konstrukt. Spannend ist das in jedem Fall, aber man versäumt es, der Geschichte mehr Tiefe zu verleihen und auch die ethischen und moralischen Aspekte auszuloten. Erst ganz zum Schluss gibt es einen kleinen Schubser in die richtige Richtung. 

ORPHAN BLACK präsentiert sich primär als Thriller, ist, bedingt durch die Thematik, auch ein wenig phantastischer. Insbesondere der durch Dr. Leekie (Matt Frewer) eingeführte Neolutionismus sowie dessen Anhänger wirken etwas weit hergeholt. Zumindest ist die Präsentation der gesamten Szene etwas zu futuristisch. Unpassend gar.. Meistens bleibt ORPHAN BLACK jedoch sehr bodenständig und nachvollziehbar. Störender als der leicht abstruse wirkende SciFi-Einschlag sind zweifellos die verspielten, humorvollen Szenen, die sich rund um Alisons Leben in der mutmaßlichen Vorstadtidylle drehen. Der DESPERATE HOUSEWIVES Anstrich will einfach nicht ins Gesamtbild passen. Es ist eher ein störender Faktor im sonst so runden Paket. 

Alison ist nur eine von vielen Klonen, denen Tatiana Maslany Leben einhauchen muss. Die junge Darstellerin wurde für ihre Schauspiel für einen Golden Globe nominiert und das vollkommen zu Recht. Maslany liefert wirklich herausragende Leistung ab. Gänzlich ohne Kritik kommt jedoch auch Maslany nicht aus, denn makellos ist ihre Performance am Ende doch nicht. Allzu häufig wirkt sie in ihren Figuren etwas zu bemüht. Keine ihrer Charaktere scheint ihr wirklich auf den Leib geschneidert zu sein. Was überraschend ist, schließlich ist die Auswahl wirklich groß. Doch die Akzente und das allgemeine Verhalten von Katja und Helena sind zu übertrieben, die leicht gehemmte Alison ist zu bemüht und die geekige Cosima nicht gänzlich authentisch. Es bleibt selbstverständlich Jammern auf hohem Niveau, denn schlussendlich liefert Maslany primär das ab, was das Drehbuch von ihr verlangt. Hier hätten die Drehbuchschreiber allerdings ruhig etwas weniger aus der Klischeekiste fischen können, um ihre Charaktere zu entwickeln. 

Durch Maslanys Präsenz vergisst man zuweilen ihre Schauspielerkollegen. Allerdings zu unrecht, denn auch hier hat man gutes Händchen beim Casting bewiesen. Der homosexuelle Felix ist sympathisch und amüsant, ohne billig zu wirken, Paul (Dylan Bruce) entwickelt sich zu mehr als nur einem optischen Leckerbissen für Frauen und Detective Art Bell (Kevin Hanchard) spielt den abgebrühten Cop, der einen relativen weichen Kern hat. Herausstechen tut letztlich keiner, aber das Gesamtpaket weiß zu überzeugen. 

Auffällig sind hingegen die Inszenierung und der Soundtrack sowie die Kombination von beiden. Ein unruhiges Bild und eine ständige Refokussierung der Linse prägen beispielsweise das Bild bei Helena. Untermalt wird es von einem stark präsenten Theme, das ähnlich verstörend wie die Opening Titles aus SIEBEN (SEVEN) klingt. Die Kamera arbeitet viel mit der Tiefenschärfe und der elektronische Score treibt ordentlich. Nur allzu häufig drängt sich die Musik jedoch viel zu stark in den Vordergrund, nimmt mehr Raum ein, als die Bilder, fällt dadurch aber eher störend auf. Gelungene musikalische Untermalung hin oder her, etwas mehr Subtilität wäre hier wünschenswert gewesen.

 

- Fazit - 

Die amerikanisch-kanadische Koproduktion ist ein gelungener Thriller geworden, der über weite Teile wirklich zu überzeugen weiß. Ab und an gibt es Leerlauf, im letzten Drittel wartet man mit gedrosseltem Tempo auf und in einigen Fällen verliert das Drehbuch den Fokus. Alles in Allem jedoch spannende Unterhaltung, mit einem brisanten Thema, der leider mit einem Cliffhanger erster Güte endet. 

Wertung: 8|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.8/10 Bewertung (4 Stimmen)

 

- Blu-ray FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verleihstart: 30. Mai 2014
BD Verkaufstart: 30. Mai 2014

Publisher: Polyband (Staffel 1)

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja/Nein (Amaray Case im O-Ring. FSK Logo auf dem O-Ring ist ein Aufkleber. Das Amaray Case hingegen hat kein Wendecover.)

Bild: 1,78:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 7:06:02 Std.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch

Extras

  • Send in the Clones (16:20 min.)
  • Orphan Black on the Nerdist (7:26 min.)
  • Insiders
    *Sarah (1:02 min.)
    *Felix (1:09 min.)
    *Beth (1:12 min.)
    *Three Clones, One Frame (1:47 min.)
  • Trailer
    *Misfits (0:39 min.)
    *Doctor Who (2:07 min.)
    *Top of the Lake (1:08 min.)
    *Ripper Street (1:32 min.)
    *Sherlock (1:45 min.)

Kritik Extras
Überraschend wenige Extras auf dem Silberling. Gerade ein verstärkter Blick hinter die technischen Aspekte wären interessant gewesen. Das Minimum an Informationen ist aber immerhin vorhanden. 

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

5.0/10 rating 1 vote
Sascha Weber

Sascha Weber

   

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