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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Aug14

Piranha 3DD

Piranha 3DD

Originaltitel: Piranha 3DD
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2011
Genres: Horror, Komödie
Freigabe: FSK-18
Regie: John Gulager
Darsteller: Danielle Panabaker, Katrina Bowden, Chris Zylka, Christopher Lloyd, Ving Rhames u.a.

Der Piranha-Schwarm ist wieder hungrig. Nach dem Blutbad im Lake Victoria zieht er weiter flussaufwärts und landet in dem Wasserpark Big Wet, wo sich zum Feiern und schnellen Sex entschlossene Teenager zusammengefunden haben. Die mutierten Biester richten ein Blutbad von unvorstellbaren Ausmaßen an. Nur die entschlossene Maddy und ihre beiden Freunde Barry und Kyle sind bereit, den Piranhas entgegen zu treten. Dazu müssen sie allerdings selbst ins Wasser. Und das ist noch nicht die letzte Überraschung.

- Kritik - 

Etwas überraschend war es schon, als die Weinsteins sehr schnell ein Sequel zu PIRANHA 3D in Auftrag gaben. Der Streifen von Alexandre Aja kam bei der Kritik im Gesamtpaket zwar überraschend positiv weg, spielte aber in den USA „nur“ 25 Millionen Dollar ein – bei einem Budget von 24 Millionen Dollar und einem gemunkelten Marketingbudget von 30 Millionen Dollar, wohlgemerkt.  Weltweit kam die Neuauflage des Joe-Dante-Klassikers dann immerhin auf 83 Millionen und die DVD-Verkäufe liefen auch zufriedenstellend. Doch sehr schnell zeichnete sich ab, dass das Sequel mit dem erinnerungswürdigen Titel PIRANHA 3DD einen Haufen Problemen mit sich herumschleppte. 

Aja gab frühzeitig zu Protokoll, für eine Fortsetzung nicht zur Verfügung zu stehen. Auch die Drehbuchautoren Pete Goldfinger und Josh Stolberg winkten ab, blieben dem Film jedoch auf dem Papier als Co-Produzenten erhalten. Schon die Neubesetzungen dieser vakanten Posten ließ schlimmes erahnen. So wurde John Gulager, der die FEAST-Trilogie verbrochen hat ebenso angeheuert wie Patrick Melton und Marc Dunstan, die mit Gulager bereits bei FEAST 1-3 zusammengearbeitet und ganz nebenbei auch die Vorlagen zu SAW 4-7 verfasst hatten.  Als Produzent holten sich die Weinsteins dann Joel Soisson an Bord, der immer dann engagiert wird, wenn die Brüder mit billigen DtD-Sequels schnelles und sicheres Geld machen müssen. Soisson hat als Produzent, Autor oder Regisseur – teilweise auch in Personalunion – so ziemlich in jedem Franchise die Finger drin gehabt und nicht selten zu Grabe getragen. Sei es nun „NIGHTMARE 2, GOD´S ARMY 4+5, HOLLOW MAN 2 oder auch diverse HELLRAISER-Streifen,  um nur einen kleinen Auszug aus seiner „Todesliste“  zu nennen. Der Genrefan ahnte da schon nichts Gutes. Da Soisson dann einen Monat vor Drehstart das Dunstan- und Melton-Skript umschrieb, ließ die nächste Hiobsbotschaft nicht lange auf sich warten. Beim Dreh kam es zu weiteren Verzögerungen, der sich diverse Releaseverschiebungen anschlossen, bevor PIRANHA 3DD mehr oder minder sang- und klanglos mit einem sehr limitierten Kinorelease und einer sehr raschen DVD-Auswertung baden ging. Das als kurzer Abriss zur Poduktionshistorie, wobei es da noch einiges zu sagen gäbe. Doch nun zum Film an sich.

Das Sequel hat mit einem Budget von 20 Millionen Dollar nicht wesentlich weniger gekostet als der Vorgänger. Allerdings sieht man das nicht. Vom rein handwerklichen  Standpunkt her, hinkt die Fortsetzung dem Original überdeutlich hinterher. Die Effekte sind wesentlich schlechter und selbst größer angelegte Szenen wie im Finale wirken unfertig und unprofessionell. Dabei dürften die Probleme vor Ort sicherlich eine Rolle gespielt haben. Doch obwohl man den Vorteil einer begrenzten, kontrollierbaren Location hat, wird es nicht packend oder spannend, werden Menschenmengen nicht clever oder gar nicht eingesetzt. Man spürt bei den vermeintlichen Massenszenen keine ordnende Hand: Alles wirkt etwas willkürlich und planlos. Der Schnitt ist teilweise etwas holprig und frische Ideen findet man gar nicht, oder sie sind völlig geschmacklos und viel zu plakativ, um zu überzeugen. Ein weiteres Ärgernis ist die kurze Laufzeit. Offiziell läuft das Ding zwar 83 Minuten, doch da man den Abspann extrem zieht und mit Outtakes streckt, dürfte der nur unwesentlich mehr als 65 Minuten laufen. Dass dabei ein klassischer Storybogen nur rudimentär  existiert überrascht dann natürlich nicht. Tatsächliche Spannung? Fehlanzeige. Interessante Figuren? Forget it. Betrachtet man PIRANHA 3DD also nur aus diesem Blickwinkel handelt es sich um einen weitestgehend gescheiterten Versuch, noch schnell etwas Kohle mitzunehmen. Diese Einschätzung belegen ja auch diverse Kritiken aus aller Welt.

Aber jetzt rufen wir uns nochmal in Erinnerung, was der Film bieten will und schon durch den Trailer und dem Titel überdeutlich macht. Im Grunde geht es um Titten und Gore, am besten noch in der Kombination mit völlig überzogenem Humor. Wem das reicht, der wird auf einem denkbar niedrigen Level sehr viel Freude mit dem Sequel haben. Es gibt wieder reichlich nackte oder annähernd nackte Mädels, es gibt einige Splatterszenen und es gibt deftigen Humor. Dass das nicht jedermanns Sache ist, dürfte klar sein, doch einem Film seine eigene, offen vorgetragene  Prämisse vorzuwerfen ist ja auch verlogen. Natürlich fehlt die handwerkliche Klasse, es fehlt der Charme, es fehlt die gekonnte (!)Selbstironie, und diese Punkte machen das Sequel wesentlich, wesentlich schlechter als das Original, lassen ihn aber für die Zielgruppe nicht scheitern. Ja, das Ding ist nüchtern betrachtet über weite Strecken Käse, aber er bietet im Grunde genau das, was er im Trailer anbietet –leider nur nicht so gekonnt und charmant, wie es sein müsste, und das ist das Problem. PIRANHA 3DD hat seine stärksten Momente immer dann, wenn Gulager das Heft aus der Hand gibt und die Schauspieler machen lässt. Sei es nun Gary Busey zu Beginn oder Ving Rhames („Bring mir meine Beine!“)  und Christopher Lloyd später: In den Momenten macht der Film Spaß. Den Vogel schießt jedoch David Hasselhoff ab, der eine völlige Selbstdemontage betreibt. Der „Hoff“ hat unbestritten die besten Szenen des Streifens und ist sich für nichts zu schade. Wer ihn also nochmal in der Baywatch-Uniform in Zeitlupe laufen sehen, oder ihn „Love Hunter“ singen  hören will, der wird hier fündig. 

 

- Fazit -

Nur für Trash-Hadcore-Fans. Konnte der Vorgänger alleine schon wegen der Finesse und dem augenzwinkernden Stil von Alexandre Aja punkten, richtet sich das Sequel aus mehreren Gründen nur an ein begrenzt vorhandenes Publikum. Der Humor ist dauerhaft vulgär und geschmacklos, die CGI-Effekte deutlich schlechter als im ersten Teil – wenngleich im Genrevergleich fraglos im oberen Drittel einzuordnen – der Stil ziemlich einfalllos und plump. Aber: PIRANHA 3DD greift so ungeniert in die Vollen, dass er dem anspruchslosen Fan durchaus gefallen könnte. Mehr als ein etwas aufwendiger produziertes C-Movie kommt aber dann doch nicht raus. Die Auftritte von Rhames, Lloyd und Hasselhoff reißen jedoch einiges wieder raus. Kein guter Film, Laune macht er aber schon – am ehesten in lockerer Runde mit reichlich Bier. So etwas muss es ja auch geben.

Bewertung: 5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.4/10 Bewertung (10 Stimmen)

- DVD FACTS & EXTRAS -

 

DVD Verkaufsstart: 04.08.2012
DVD Verleihstart: 13.09.2012

Verleih: Sunfilm
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Nein 

Bild: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: 82 Minuten

Uncut: Ja 

Ton: 
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
 
- Deutsch 

Extras: 
nicht bekannt 

Kritik: Extras
Uns lag ein Presse-Screener vor, daher entfällt eine Bewertung.

Bewertung: x.x | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
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