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Dez18

REC 4: Apocalypse

REC 4: Apocalypse

Originaltitel: [REC] 4: Apocalipsis
Herstellungsland: Spanien

Erscheinungsjahr: 2014
Genres: Horror, Thriller
Freigabe: FSK 16
Regie: Jaume Balagueró

Darsteller: Manuela Velasco, María Alfonsa Rosso, Héctor Colomé, Emilio Buale, Paco Manzanedo u.a.


 

Ein militärisches Sondereinsatzkommando erstürmt das Mietshaus, welches unter Quarantäne gestellt wurde, und findet darin die Reporterin Ángela Vidal (Manuela Velasco). Dass ihre routinierte Reportage „Während sie schlafen“ über die nächtliche Arbeit der Feuerwehr sich zu einem erbarmungslosen Überlebenskampf verschärfte, weiß sie nicht mehr. Ärzte versetzen die junge Frau, die von Guzmán (Paco Manzanedo) und seinen Soldaten aus dem Gefahrenbereich gebracht wurde, in ein künstliches Koma und verlegen sie auf ein militärisches Hochsicherheitsquarantäneschiff vor der spanischen Küste. Hier erforscht der leitende Arzt, Dr. Ricarte (Héctor Colomé), Ángelas Blut und experimentiert damit. Viel Zeit dazu bleibt ihm jedoch nicht mehr, denn durch einen Stromausfall während eines heftigen Sturms entkommt ein infiziertes Äffchen aus dem Lagerraum und attackiert den Schiffskoch. Das hierbei verseuchte Essen wird der Besatzung und den Militärs serviert, was die Situation an Bord in kürzester Zeit vollkommen eskalieren lässt und das Quarantäneschiff in einen schwimmenden Hort der Apokalypse verwandelt. Ángela muss sich nun abermals gegen Horden von aggressiven Infizierten wehren…


 

 


- Kritik -  

Auch wenn [REC] sicher nicht der Ursprung des Found-Footage-Genres ist, so war der brillante spanische Überraschungserfolg von 2007 doch sicherlich mitverantwortlich für den Boom, der später durch PARANORMAL ACTIVITY und andere Projekte noch angeheizt wurde. Zwei Jahre später folgte das unvermeidliche Sequel, bei dem sich wiederum Jaume Balagueró und Paco Plaza die Regie teilten. Nahezu parallel dazu wurden auch [REC]³ und [REC]4-APOKALYPSE angekündigt, womit dass Franchise angeblich und definitiv beendet werden soll.

Während sich andere Horror-Reihen damit begnügen, ein Erfolgsrezept zu variieren und allenfalls den Aufwand zu erhöhen, gingen die Macher aus der „Filmax“-Schmiede einen anderen, teilweise sehr mutigen Weg und stellten die eigenen Regeln auf den Kopf. [Rec]² bot zwar mehr vom gleichen und schoss dabei vielleicht auch etwas über das Ziel hinaus, erweiterte jedoch die Mythologie – was nicht jedem gefiel – funktionierte als klassische Fortsetzungsgeschichte und bot wesentlich mehr Action als der Vorgänger.
Bei [REC]³ (wir berichteten) nahm nur noch Paco Plaza auf dem Regiestuhl Platz und spaltete mit diesem Film das Publikum. Nicht nur, dass die eigentliche Story nicht fortgesetzt wurde – er verzichtete nach der Hälfte sogar auf den etablierten Found-Footage-Look und servierte den Fans einen wilden Genre-Cocktail, den man entweder schätzte oder ablehnte.




Der vermeintlich letzte Ableger wurde nun von Jaume Balagueró umgesetzt und soll nicht nur die Geschichte abschließen, sondern auch die Fans versöhnen, die den dritten Film nicht mochten. Die Story setzt unmittelbar am Ende von Teil 2 an und wird recht clever und nachvollziehbar weitererzählt. Das Setting auf dem Schiff ist klasse und düster, wobei es sich als vorteilhaft erwies, dass die Crew trotz der Beeinträchtigungen überwiegend auf einem echten Schiff gedreht hat. Teil 3 wird auch keineswegs irritiert, sondern durch eine Überlebende des Plaza-Ablegers bereichert, wobei diese Handlung für [REC]4-APOKALYPSE keine Rolle spielt. Natürlich kehrt mit Manuela Velasco die Hauptdarstellerin aus dem ersten Teil zurück und steht auch im Fokus der Story.



Über die Qualitäten Balaguerós muss man keine Worte mehr verlieren: Er zählt zu den visuell stärksten und einfallsreichsten Genre-Regisseuren der letzten Jahre, überzeugt gerade bei den für die [REC]-Filme so wichtigen  Action-Sequenzen, punktet aber auch durch die atmosphärisch geschickt aufgebauten Suspense-Momenten. Zudem hat er immer wieder ein gutes Händchen beim Casting, was er auch bei [REC]4-APOKALYPSE beweist, da die Rollen abseits von Velasco mit Paco Manzanedo (Guzman) und Ismael Fritschi (Nic) glänzend besetzt sind. Die Handlung hält sich auch nur kurzfristig mit einer Einleitung auf, in der das Setting und die neuen Figuren vorgestellt werden – danach entwickelt sich der Film zu einer einzigen Verfolgungsjagd, die überwiegend originell und spannend umgesetzt wurde. Die beengte Location wird bestens genutzt, die Kameraführung – bis auf kurze Passagen, in dem die Handkamera etwas zu präsent eingesetzt wird – überragend, das Tempo recht hoch. Allerdings, und auch das wird nicht jedem Fan der Reihe gefallen, verzichtet man nun nahezu  komplett auf die Found-Footage-Elemente und streut lediglich kurze Sequenzen einer Überwachungskamera ein. Es fällt allerdings auf, dass sich Balagueró insbesondere im Vergleich zum sehr blutigen Vorgänger bei den Gewaltszenen sehr zurückhält, so dass die FSK-16-Freigabe absolut gerechtfertigt ist. Das muss kein Nachteil sein, ist aber recht untypisch für die Film-Serie. Zudem stören auch einige schlechte CGI-Effekte, auf die man gerne verzichtet hätte.

 

Balagueró zeichnet gemeinsam mit Manu Díez, der bereits am ersten Sequel beteiligt war, auch für das Drehbuch verantwortlich – und dort liegen die Probleme von [REC]4-APOKALYPSE. Ungeachtet der Tatsache, dass es eine undankbare und kaum lösbare Aufgabe ist, die losen Fäden  der bisherigen Story-Ansätze abschließen zu müssen, wollte man hier etwas zu viel. Ein ums andere Mal lockt man den Zuschauer auf die falsche Fährte, will man überraschen und eine andere Richtung einschlagen. Doch so angenehm es auch ist, dass man sich nicht mit dem kleinsten Nenner zufrieden geben will, umso unglaubwürdiger wirkt das Ganze, umso konstruierter sind die Figuren.  Der Zuschauer muss schon einige Dinge „schlucken“, damit die Geschichte weiter auf Kurs bleibt. Während [REC]³ erkennbar als Satire und Horror-Komödie konzipiert war, ist die Ausrichtung dieses Films nicht immer klar. Auch und  gerade bei der Schlusseinstellung kratzt man sich etwas ratlos am Kopf und fragt sich, was das bezwecken sollte: War das eine Forderung von „Filmax“, die Balagueró nur widerwillig umsetzte? Oder sollte es ein Gag sein? Oder hielt der Regisseur dieses Ende tatsächlich für einen passenden Abschluss? Wie auch immer: Obwohl auch der vierte Teil einen interessanten Weg einschlägt, abermals einen neuen Ansatz bietet und temporeich und spannend unterhält, sollten Studio und die beiden Regisseure es nun gut sein lassen und sich anderen Projekten widmen.

 

- Fazit -

Spannend, temporeich, überraschend, sehr gut gefilmt und atmosphärisch umgesetzt kann [REC]4-APOKALYPSE trotzdem nicht auf ganzer Linie überzeugen. Die Geschichte ist zu konstruiert, die Figuren zu platt, die Ausrichtung zu diffus. Trotzdem fraglos ein sehenswerter Film, der eines der besten Horror-Francises der letzten 20 Jahre durchaus akzeptabel abschließt und den Großteil der Genre-Konkurrenz locker in die Tasche steckt. Mit etwas Bonus für den sehr geschätzten Jaume Balagueró

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.3/10 Bewertung (3 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 10. Dezember 2014
DVD Verkaufstart: 19. Dezember 2014

Publisher: Universum Film

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Nein

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 91 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Spanisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras

  • Making of (26:25 Min.)
  • Trailer:  
    * Deutscher Trailer [REC]4 - Apocalypse (1:42 Min.)  
    * Original Trailer (1:43 Min.)  
    * Original Teaser (1:20 Min.)  
    * [REC] (1:54 Min.)  
    * [REC]2 (1:22 Min.)  
    * [REC]3 - Genesis (1:52 Min.)
  • Trailershow:  
    * Oculus (2:26 Min.)  
    * Nurse 3D (2:25 Min.)  
    * Aftershock - Die Hölle nach dem Beben (1:32 Min.)  
    * Haunt (1:34 Min.)  
    * Open Grave (1:26 Min.)  
    * The Cabin in the Woods (1:57 Min.)

Kritik Extras:
Durch die Bank unterhaltsam und informativ – aber leider im Gesamtpaket auch zu kurz. So hätte man sich einen Audiokommentar ebenso gewünscht, wie einen Rückblick auf die Reihe an sich. Es wäre zum Beispiel interessant, wann die jetzige Auflösung entwickelt wurde – direkt als das die erste Fortsetzung konzipiert wurde, oder erst später? Dass Franchise bietet so viel Gesprächsstoff, dass es schade ist, dass man diese Chance nicht nutzte. Allerdings ollen diese Einwände nicht die Qualität des vorhandenen Materials vergessen lassen.

Wertung: 6.5|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

7.0/10 rating 1 vote
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