!

Bereitsgetestet.de verwendet Cookies, um Ihnen bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Website dem Nutzungsverhalten der Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie die Website weiter nutzten, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Datenschutzerklärung

OK

Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Feb20

Resident Evil: Retribution

Resident Evil: Retribution

Originaltitel: Resident Evil: Retribution
Herstellungsland: Deutschland, Kanada
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Action, Horror, Science-Fiction, Thriller

Freigabe: FSK-16 
Regie: Paul W.S. Anderson

Darsteller: Milla Jovovich, Michelle Rodriguez, Sienna Guillor u.a.

Preis zum Test: 5,00.- EUR



Der Rückzug auf das Schiff entpuppt sich für Alice (Milla Jovovich) und ihre Verbündeten als Falle, denn unter der Führung von Jill (Sienna Guillory), die inzwischen von Umbrella kontrolliert wird, werden sie angegriffen und überwältigt. Alice verliert das Bewusstsein. Geweckt wird sie von ihrem Mann (Oded Fehr) in einem schmucken Einfamilienhaus, wo ihre Tochter Becky (Aryana Engineer) schon auf das Frühstück wartet. Doch die Idylle erweist sich schon nach kurzer Zeit als trügerisch, als Zombies angreifen und Alice' Mann überwältigen. Auch ihr gelingt die Flucht nicht und sie wird getötet. Wieder erwacht sie - diesmal in einem kahlen, hell erleuchteten Raum...

 


 

 



- Kritik -

102-129-148-296. Nein, hinter dieser Zahlenkolonne versteckt sich kein neues (Möchtegern-)Mysterium im Stile von LOST. Vielmehr handelt es sich um die Einspielergebnisse der bisherigen vier Resident-Evil-Filme. Staunend stellt man fest, dass bislang jeder neue Ableger der Edeltrash-Reihe mehr Geld einspielte als der Vorgänger. Kurios, wenn man bedenkt, welcher Häme sich diese Produktionen teilweise ausgesetzt sehen. Nun also folgerichtig Teil  5: Ein neuer Tiefpunkt? 

Hat nach den Box-Office-Ergebnissen wirklich jemand erwartet, dass man das konzeptionelle  Ruder herumreißt? Aus Sicht der Macher stellt sich diese Frage nicht, denn  das Prinzip geht doch blendend auf. Natürlich bleibt sich auch RESIDENT EVIL: RETRIBUTION voll und ganz treu, ergänzt und variiert das Erfolgskonzept des Franchises allenfalls wie gehabt. Allerdings positioniert er sich inhaltlich und visuell noch konsequenter als abgefilmtes Videogame, als es schon die Vorgänger taten. Inhaltlich wird eine gewisse Komplexität vorgegaukelt, doch da ist nichts, was eine Filmdramaturgie tragen könnte, das ist wieder einmal viel Lärm um nichts und nochmal nichts. Anderson bricht die Handlung, wenn man denn nun davon sprechen mag, auf ein Minimum herunter und hetzt seine Gattin Milla Jovovich wortwörtlich von einem Level in das nächste. Es werden einfach die funktionierenden Elemente der Reihe genommen, einmal durchgemischt, wahllos in die Luft geworfen und dann erneut  gemischt, ob es nun Sinn ergibt oder nicht.  Daher erinnert Teil 5 nicht selten an eine Art Best-of-Zusammenschnitt der Vorgänger, was sich auch darin wiederspiegelt, dass einige Figuren zurückkehren, die längst das Zeitliche gesegnet haben. Es gibt dabei durchaus interessante Ansätze, doch damit halten sich „Drehbuch“ und Regie nicht lange auf, da mehr Wert darauf gelegt wird, für optische Abwechslung zu sorgen. Und ja, das ist dank des starken Openers im ersten Drittel auch noch verhältnismäßig kurzweilig, aber dann wird alles wieder genauso austauschbar und beliebig wie gehabt.

Obwohl Anderson dem Zuschauer und Alice quasi keine Verschnaufpause gönnt, die Action fast nonstop zelebriert wird und man ihm handwerklich nichts vorwerfen kann, da Kamera und Schnitt ohne Fehl und Tadel sind, langweilt RESIDENT EVIL: RETRIBUTION von Minute zu Minute mehr. Die Actionszenen sind trotz der technisch fehlerfreien Umsetzung  gähnend träge in Szene gesetzt,  können einfach nicht packen oder begeistern. Die Dramaturgie leidet unter der vorhersehbaren und ermüdenden  „Level zu Level“ Strategie, so dass Spannung ein Fremdwort bleibt. Die Darsteller können bei diesem Prinzip nicht mehr als reine Kleiderständer sein, weil sich abseits des reinen Spektakels niemand für sie interessiert. Einzig Michelle Rodriguez bleibt etwas in Erinnerung, während Milla Jovovich eben genau das ist, was sie auch in den vorangegangenen Filmen war: Eine Comic-Heroine ohne eigenes Profil, in den Actionszenen aber durchaus mit einer gewissen Präsenz, wobei die letzten 10 Jahre auch an ihr nicht spurlos vorübergegangen sind und der Lederanzug auch schon mal besser saß. Aber Jovovich an sich ist nicht das Problem, sondern die Auslegung ihrer Rolle an sich, oder die völlige Ernsthaftigkeit, mit der Rege und Buch dieses Trash-Spektakel angehen. Ein wenig Selbstironie, etwas mehr Selbstreflektion und weniger Selbstverliebtheit würden schon einiges wieder gerade biegen.

Und wem das noch nicht reicht, der wird durch die kühle, sterile Optik abgeschreckt, deren Künstlichkeit sinnbildlich für das ganze Franchise steht: Da steckt kein Herz dahinter, keine Freude am Filmemachen, keine Lust, die Möglichkeiten des Themas auszuloten. Es ist vielmehr ein reines Abschreibungsprojekt. Und das gilt für den mittlerweile fünften Film vielleicht noch stärker, als für die bisherigen Streifen. Natürlich folgt ein offenes Ende, damit RESIDENT EVIL 6 erneut die Kassen klingeln lassen kann. Ist das verwerflich? Nein, natürlich nicht, denn scheinbar haben die Macher eine Formel gefunden, die trotz der inhaltlichen Leere, der emotionslosen und sterilen Inszenierung ein weltweites Publikum findet. Und das ist eher der Punkt, der einem Sorgen machen sollte. Selten hat man ein thematisch und stilistisch neu ausgelegtes Remake sehnlicher erwartet als beim Resident-Evil-Franchise. 



- Fazit -

Wer die bisherigen Filme der Reihe mochte, wird Teil 5 lieben. Anderson bleibt sich und dem Franchise treu, montiert die gewohnten Erfolgsmuster technisch perfekt zusammen und bietet somit eine Art Highlight-Zusammenschnitt der Vorgänger. Handwerklich perfekt, doch träge und viel zu steril quält sich der Zuschauer gemeinsam mit der Hauptfigur Alice von Level zu Level und stet am Ende ernüchtert fest: Wieder einmal nur heiße Luft. Jeder neue Resident-Evil-Film ist wie ein Verkehrsunfall: Schrecklich, aber man kann auch nicht weggucken.

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.9/10 Bewertung (19 Stimmen)

 



- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: -
DVD Verkaufstart: 14. März 2013

Publisher: Constantin Film
Verpackung:
 Keep Case (Amaray) 
Wendecover: Nein

Bild: 2,40:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 92 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS, Dolby Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch für Hörgeschädigte

Extras

  • Resident Evil Special (ca. 49 Min.)
  • Trailer: Story of Alice (ca. 3 Min.)
  • Audiokommentar
  • Darstellerinfos

Kritik Extras
Es lag uns nur ein Presse-Screener ohne Extras vor. Daher entfällt eine Bewertung.

Wertung: x|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

3.0/10 Bewertung (2 Stimmen)
Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

Spieltipp  

   

Gewinnspiel #1  

   

Neu im November  


20.11.2018

20.11.2018

20.11.2018

22.11.2018

22.11.2018

22.11.2018

22.11.2018

22.11.2018

22.11.2018

22.11.2018

23.11.2018

27.11.2018

29.11.2018

29.11.2018

29.11.2018

29.11.2018

30.11.2018

30.11.2018

30.11.2018

30.11.2018

30.11.2018

30.11.2018

   

Statistik  

Filme: 1.369
Videospiele: 64
Specials: 85
Interviews: 56
Hardware: 7

Besuche Juli: 114.336
Belege können angefordert werden