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Jun03

Revenge - Sympathy for the Devil

Revenge - Sympathy for the Devil

Originaltitel: Fuk sau che chi sei
Herstellungsland: Hong Kong
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Thriller, Drama
Freigabe: FKS-18
Regie: Ching-Po Wong
Darsteller: Juno Mak, Sola Aoi, Siu.hou Chin u.a.

In Hongkong treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Sein Ziel: Polizisten und ihre schwangeren Frauen. Die Polizei versucht alles, um dem brutalen Mörder das Handwerk zu legen. In dem 23-jährigen Kit finden die ermittelnden Polizisten schnell einen potenziellen Tatverdächtigen, dem man unter Folter ein Geständnis zu entlocken versucht. Doch sie bekommen mehr als sie sich erhofft haben. Es offenbart sich die grausame Wahrheit, dass hinter den Morden ein durchdachter Racheplan steckt. Die Rache für die Vergewaltigung einer jungen und geistig behinderten Frau. Die Täter: Polizisten...

- Kritik -


Park Chan-wooks Vengeance-Trilogie gehört zweifelsohne mit zu den bekannteren koreanischen Filmen. Insbesondere OLDBOY und SYMPATHY FOR MR. VENGEANCE haben auch in Deutschland einen gewissen Kultstatus inne. Der gleichfalls koreanische I SAW THE DEVIL nimmt sich ebenfalls dem Rachethema an und fand in Deutschland sein Publikum. Demnach verwundert es nicht weiter, dass man sich bei REVENGE für die deutsche Veröffentlichung den Untertitel SYMPATHY FOR THE DEVIL ausgedacht hat. Stellt sich die Frage, ob man die dadurch geschürten Erwartungen auch erfüllen kann.


Recht schnell wird deutlich, dass man in REVENGE eine härtere Gangart einschlägt. Es vergehen keine fünf Minuten und schon werden brutale Morde begangen. Außerdem macht man auch kein Geheimnis daraus, wer hinter den Morden steht. Der junge Kit (Juno Mak) hat es auf Polizisten und ihre schwangeren Frauen abgesehen, bei lebendigem Leib schneidet er den Frauen den Fötus aus dem Leib. Die Polizei arbeitet auf Hochtouren, so dass es nicht lange dauert, bis Kit geschnappt wird. Im Verhörzimmer wird er von der Polizei hart rangenommen. Tritte, Schläge und polizeiliche Gewalt par excellence. Schnell kristallisiert sich heraus, dass Kit auf einem Rachefeldzug ist und die von ihm getöteten Polizisten alles andere als unschuldig sind. REVENGE ist in acht Kapitel unterteilt, in denen nach und nach die Geschichte hinter Kits unerbittlicher Wut offenbart wird. Eingeleitet wird jeder Teil durch einen bedeutungsschwangeren Zwischentiteln, was dem Film Tiefe verleihen soll, jedoch eher aufgesetzt wirkt.



Da man Kit zunächst als kaltblütigen Killer kennenlernt, dauert es seine Zeit, bis man in ihm das Opfer erkennt, das er letztendlich ist. Hierfür geht man recht plakativ vor und drängt die Figur geradezu in seine Opferrolle. Doch egal wie sehr man sich bemüht, bis zum Ende muss man sich die Frage stellen, ob die Morde an Frauen und ungeborenem Leben Kit nicht doch zu mehr als nur einem Opfer machen. Mit der Frage steht man jedoch alleine dar, denn Kit reflektiert seine Taten zu keiner Zeit. Juno Mak spielt seine Figur vielleicht ein wenig zu verhalten, so dass man ein ums andere Mal das Gefühl hat, Kit sei geistig vielleicht doch ein wenig zurückgeblieben. Es gibt wenig mehr als stoische Ruhe und kalte Wut zu begutachten, eine perfekte Kopie des farbarmen Stils, der im Film vorherrscht.



Dasselbe gilt in gewisser Weise auch für Wing (Sola Aoi), der zudem viel zu wenig Screentime eingeräumt wird. Als das eigentliche Opfer des tätlichen Übergriffs durch die Polizei, bekommt man ihren Schmerz und Leid nur in Ausschnitten zu Gesicht. Schwenkt man den Fokus einmal auf Wing, ist das Schauspiel Aois zwar solide, aber nicht ausgeprägt genug, um alle Facetten abbilden zu können, die den Charakter ausmachen.  Wie bereits erwähnt, dominiert ein grauer, farbarmer Stil den Film. Das ist stilsicher und bietet die richtige Atmosphäre für die deprimierende Handlung. Ansonsten geht man kaum Experimente ein, von ein paar unnötigen Zeitlupenaufnahmen mal abgesehen. Handwerklich ist das alles recht sauber vorangetragen, ohne aufzufallen.



Weniger schön sind jedoch die Schnitte, die man für die FSK-18 Freigabe getätigt hat. Hier wurde nicht zu knapp die Schere angesetzt, denn mehr als 10 Minuten sind dabei auf der Strecke geblieben. Es bleibt zwar noch halbwegs brutal, aber die meisten Details sind nicht mehr zu sehen, außerdem fehlen essentielle Szenen gänzlich. Zu Beginn fallen die Schnitte gar nicht so stark ins Gewicht, denn Horror kann sich schließlich auch im Kopf abspielen. Im letzten Drittel, wenn REVENGE Fahrt aufnimmt und die Brutalität steigt, werden die Schnitte jedoch offensichtlicher und nehmen an Häufigkeit zu. Sie stören den Erzählfluss nicht nur, sondern zerstören ihn geradezu. Dies führt sogar soweit, dass im Finale immens viele Informationen auf der Strecke bleiben die für das allgemeine Verständnis relevant sind. Das Ende ist so oder so eher enttäuschend in Kombination mit den Schnitten fast schon eine Farce. Als Zuschauer kann man nur noch raten, was genau geschehen ist und man bleibt trotzdem mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf sitzen.
 

- Fazit -

Mit der eingangs erwähnten Konkurrenz kann REVENGE nicht wirklich mithalten. Zu sehr stürzt man sich auf die Rache, zu wenig Aufmerksamkeit schenkt man dem Schmerz und den Charakteren. In der deutschen Fassung kommt noch das Problem hinzu, dass die Schnitte den Film fast vollends zerstören. Ein paar Ansätze kann man noch erkennen, aber wirklich empfehlenswert ist REVENGE in der Form nicht.

Bewertung: 3.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

5.0/10 Bewertung (5 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD-Verkaufstart: 25.05.2012
DVD-Verleihstart: -

Label: Splendid Entertainment/I-On New Media
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Nein

Ton:
1.Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2.Kantonesisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Bild: 16:9 (2.35:1)
Laufzeit: ca. 76 Minuten
Uncut: Nein

Extras:

  • Trailer

Review Extras:
Die Extras sind wohl auch der Schere zum Opfer gefallen. Mehr als Trailer gibt es nicht zu begutachten.

Bewertung: 0 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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Sascha Weber

Sascha Weber

   

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