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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Aug16

Sector 7

Sector 7

Originaltitel: 7 gwanggu
Herstellungsland: Südkorea

Erscheinungsjahr: 2011
Genres: Action, Horror, SciFi
Freigabe: FSK-16
Regie: Kim Ji-hoon
Schauspieler: Ha Ji-won, Ahn Sung-kee, Oh Ji-ho u.a.

 

Schauplatz ist eine einsame Tiefsee-Bohrinsel in Sector 7, einem Areal auf offener See südlich vor Korea. Kurz vor der Aufgabe der Bohrungen wagt die Managerin der Insel (Ha Ji-won) einen letzten Versuch, Öl aus der Tiefsee zu fördern. Doch anstelle von Öl findet die Crew etwas anderes. Etwas, das 2.500m unter dem Meeresspiegel nur darauf gewartet hat, loszuschlagen…

- Kritik -

Der koreanische Monsterfilm THE HOST (2006) ist auch Filmfreunden bekannt, die nicht unbedingt dem asiatischen Kino verfallen sind. In Korea entpuppte sich THE HOST als Kassenmagnet und stieg damit gleich zum erfolgreichsten Film auf. Der Monster-Horror zeigt sich vielschichtig und abwechslungsreich, für manch einen etwas zu abwechslungsreich, denn der sprunghafte Wechsel zwischen Drama, Komödie und Monster-Action traf nicht immer auf Wohlgefallen. Allein des Erfolges wegen war es nur eine Frage der Zeit, bis man einen weiteren Monsterfilm aus Südkorea erwarten konnte. Fünf Jahre später war es dann soweit, SECTOR 7 wurde veröffentlicht. Stellt sich die Frage, ob man an das große Vorbild anknüpfen konnte.

Die zu füllenden Fußstapfen sind natürlich immens groß, die Erwartungen entsprechend hoch, zudem ist SECTOR 7 auch noch eine der ersten 3D-Produktionen und hat auch ein beachtliches Budget von ca. $10 Millionen Dollar. Dass SECTOR 7 teuer war, sieht man deswegen auch. Genauso wie man in der 2D-Version erkennt, dass der Film auf 3D getrimmt ist. Lange Kamerafahrten, Objekte die im Zentrum der Kamera stehen und auf Pop-Outs getrimmte Momente sind offensichtlich und haben ein wenig Freizeitparkcharakter. Die Sets sehen gut aus und die digitalen Effekte sind zahlreich. Das äußere Erscheinungsbild passt eigentlich ganz gut, zumindest beim ersten Blick.

Bei näherem Hinsehen zeigen sich jedoch die Mängel. CGI gibt es am laufenden Band zu sehen und auch das Monster wird in seiner vollen Pracht immer wieder im Bild gezeigt. Das freut den Monsterliebhaber, geht aber auf Kosten der Atmosphäre, die ohnehin nicht so prall ist. Das isolierte, sturmumtoste Setting des Bohrturms bietet optimale Voraussetzungen für nervenaufreibende Szenen, doch in SECTOR 7 wurde das Potential nicht ausgeschöpft. Ein beklemmendes Gefühl will gar nicht erst aufkommen, die Schockmomente sind zu sehr nach Lehrbuch und die Bohrinsel wird kaum als Location ausgenutzt.

Zudem glänzen die meisten Außenaufnahmen in einem künstlichen Look, der die Greenscreen-Produktion zu sehr betont. Besonders negativ fällt dies in den diversen Motorradszenen auf, viel zu häufig im Film Verwendung finden (Warum überhaupt Motorräder?). Diese Szenen sind so lieblos umgesetzt, dass es schon fast schmerzt und man sich als Zuschauer über die Qualität ärgert. Der künstliche Stil fällt störend auf und kristallisiert sich schon in den ersten fünf Minuten des Films heraus. Das liegt auch nicht an einer falschen Erwartungshaltung, denn US-Blockbuster-Qualität erwartet hier sicherlich niemand. Das hätte man definitiv sauberer lösen können. Das Ergebnis ist in seiner Gesamtheit alles andere als hundsmiserabel, aber in jedem Fall ernüchternd, dabei zu sehr Effekthascherei und zu wenig unterstützendes Werkzeug. Man muss jedoch relativieren, denn ein Großteil des Films spielt ohnehin im Inneren und hier sind die Sets hochwertig. Zudem fällt auch die zweite Hälfte des Films (sobald es Nacht wird) visuell deutlich überzeugender aus.

So ist die Optik am Ende des Tages durchwachsen, aber meistens solide, das Drehbuch hingegen mau. Wie bereits erwähnt, mangelt es an Atmosphäre. Der Rest ist auch frei nach Baukasten. Hier die toughe Protagonistin (Ha Ji-won), der man die Rolle nicht abnimmt inklusive des obligatorischen Love Interest (Oh Ji-ho). Dort der Neuling, der nichts auf die Kette kriegt. Dann noch der skrupellose Industrielle (Ahn Sung-kee) und die Witzkanone (Park Cheol-min), dessen Witze nicht zünden wollen und noch ein paar Sidekicks, die keiner so wirklich auf der Rechnung hat. Das ist alles ziemlich innovationslos, risikoarm und dabei noch recht langweilig in Szene gesetzt. Die Figuren sind uninteressant, werden kaum näher beleuchtet, sind schlussendlich austauschbar. Die Darsteller sind dann dem Drehbuch entsprechend eher unscheinbar, lassen Glaubwürdigkeit vermissen.

Der Soundtrack zeigt sich brachial, will sich aber nicht so recht in den Look einfügen und hat dabei einen sehr westlichen Charakter. Ohnehin wirkt SECTOR 7 sehr westlich orientiert, ohne dabei wirklich Erfolg zu haben. Dafür verrennt man sich zu sehr in Eigenarten, die man aus dem koreanischen Kino geht: eigenwilliger Humor, teils radikale Genrewechsel und ordentlich Pathos. Regisseur Kim Ji-hun zeigt wenig Gefühl für die kleinen Töne, muss immer alles aussprechen lassen, was in den Köpfen rumschwirrt, überzieht manche Szenen und versucht sich in diversen Zeitlupenaufnahmen, die allenfalls plump wirken.

Immerhin entschädigt das ausufernde Finale ein wenig, ist aber auch arg übertrieben in Szene gesetzt. Am Ende wird auch nichts so richtig geklärt. Es ist sicherlich kein reiner Trash-Film geworden, dafür bemüht er sich zu sehr. Auch das Budget hebt SECTOR 7 ein wenig von den klassischen Vertretern aus dem B-Segment ab, wobei das meiste Geld definitiv in das digitale Monster (ja, es ist nur eins, auch wenn es nicht so wirkt) investiert wurde. So ganz kann man aber immer noch nicht verhehlen, dass man hier in erster Linie ein üppiges Budget in einen B-Movie gesteckt hat, um aus ihm einen Kandidaten aus der A-Riege zu machen. Leider ohne Erfolg. 

 

- Fazit  -

Technisch recht sauber, wenn auch arg künstlich, bleibt SECTOR 7 unter seinen Möglichkeiten und ist frei von Innovation. In Südkorea fiel der Film bei der Presse durch und auch in Deutschland dürfte er nur schwerlich sein Publikum finden. Das Setting wird nicht genutzt, das Drehbuch ist plump. Das Hauptaugenmerk wurde auf die Action gesetzt, die auch Laune macht, aber nur wenn man sich auf die übertriebene Inszenierung einlassen kann. Unterhaltsam, aber unbefriedigend. Hier fehlt Seele und ein Gespür für Setting und Figuren.

Bewertung: 4.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 Bewertung (6 Stimmen)

- DVD FACTS & EXTRAS -

 

DVD Verkaufsstart: 24.07.2012
DVD Verleihstart: 17.07.2012

Verleih: Ascot Elite
Verpackung: Keepcase (Amaray mit O-Card mit Wackelbild)

Wendecover: Ja

Bild: 16:9 (1.77:1)
Laufzeit: 93 Minuten

Uncut: Ja 

Ton: 
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
 
- Keine 

Extras: 

  • Trailer

Kritik: Extras
Bei einem effektgetriebenen Film wie SECTOR 7 hätte sich ein Making Of geradezu angeboten. Auf der Scheibe findet man leider gar keine Extras, wenn man einmal von den obligatorischen Trailern absieht. Überhaupt ist die Ausstattung sehr bescheiden: Kein O-Ton, keine Untertitel. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch unnötig.  

Bewertung: 0 | 10

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