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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Apr03

Seefeuer

Seefeuer

Originaltitel: Fuocoammare
Herstellungsland: Italien, Frankreich

Erscheinungsjahr: 2016
Genres: Dokumentation
Freigabe: FSK-12
Regie: Gianfranco Rosi

Darsteller:
Samuele Pucillo, Samuele Caruana, Pietro Bartolo u.a.

Preis zum Test: EUR 15,99


 

Inhalt: Seefeuer erzählt die Geschichte des zwölfjährigen Samuel. Er geht zur Schule und mag es, mit seiner Schleuder auf die Jagd zu gehen. Der Film zeigt die Schönheit des Landes, die Weite des Meeres und die Strapazen der Männer, Frauen und Kinder, die versuchen, es zu überqueren, um auf die Insel zu kommen. Aber es ist nicht irgendeine Insel, es ist Lampedusa, die seit den letzten 20 Jahren die erste Station für tausende von Migranten auf der Suche nach Freiheit ist. Samuels Geschichte und die von Lampedusa sind Zeugnisse einer der größten menschlichen Tragödien unserer Zeit.

 


 

 



- Kritik -
     

Plump und profan könnte man SEEFEER als einen Dokumentarfilm zur Flüchtingsproblematik umschreiben. Diese Bezeichnung würde dem Film aber nicht wirklich gerecht werden. Zum einen wird es wohl keinem einzelnen Dokumentarfilm gelingen können diese Komplexität in einem Werk aufschlüsseln zu können und zum anderen, will Filmemacher Gianfranco Rosi in seinem "Fuocoammare", so der Originaltitel des Films, nicht von Schicksales sondern eher vielmehr von Aufeinandertreffen erzählen. Gescheitert scheint er damit nicht zu sein, denn so beeindruckte er unter anderem Jurypräsidentin Meryl Streep und ihren KollegInnen bei der letzjährigen Berlinale und bekam für sein Werk den Goldenen Bären überreicht. Weltkino hat die Dokumentation nun auf DVD und Blu-ray veröffentlicht. Wirklich so lohnenswert?

Dreh- und Angelpunkt des Dokumentarfilms ist die Insel Lampedusa. Sie liegt zwischen Tunesien und Sizilien und ist der erste Anlaufpunkt für viele Flüchtlinge aus dem Süden. Über 400.000 Flüchtlinge sind so bis heute auf der Insel gelandet, wie der Film zu Beginn seiner Erzählung auf einer Texttafel hinweist. Die Strategie von Gianfranco Rosi, die er in seinem Werk anwendet ist hierbei so einfach wie genial. So paart er solche Texttafeln oder Sequenzen von Rettungs- und Bergungsaktionen mit dem Alltag des 12-jährigen Fischersohn Samuele. Dadurch evoziert er nach und nach mehr oder weniger deutliche Metaphern, fordert aber auch seine Zuschauer, da die Szenen mit Samuele unkommentiert und minutenlang ihm oftmals nur bei den täglichen Erkundungen seiner Umgebung begleiten. 

Ein Jahr verbrachte der italienische Regisseur afrikanischer Herkunft auf der kleinen italienischen Insel. „Fuocoammare“ (Seefeuer) oder „Liebe eines Fuhrmanns“ heißt ein Lied, das auf der 20 km² großen Insel gesungen wird. Der Alltag dort interessiert Rosi genauso wie die von ihm minutiös festgehaltenen Rettungsaktionen von Flüchtlingen, ob lebend oder tot, von den überfüllten Fluchtbooten mit Gummimotorbooten zu großen Schiffen gebracht werden, wie sie erfasst, an Bord gehievt werden, die Finger angeschaut, ein Foto gemacht, wie die Leichen geborgen werden. Die Einheimischen, die haben Namen, während die Flüchtlinge numeriert werden, sie bleiben eine anonyme Masse. Rosi konzentriert sich dabei nicht auf Einzelschicksale, sondern zeigt vielmehr imposant, dass kein Europäer wirklich verstehen kann, was diese Menschen durchgemacht haben. Weil die Lebensrealitäten eben so unterschiedlich sind. Ansonsten lässt Rosi die Bilder, aber auch die Momente wirken, wenn er die Normalität des Lebens auf diesem Steinhaufen mitten im Mittelmeer mit der Flüchtlingskrise kontrastiert. Rosi ist damit ein mächtiger Film gelungen, der sich wohltuend von anderen Stoffen abhebt, die sich mit der Flüchtlingskrise befassen. Indem er den Zuschauer selbst erkennen lässt, was er ihm zu zeigen bereit ist, ist er weit wirkungsvoller als es jeder narrative Film sein könnte. Ein Film, der Mitdenken erfordert, aber aus dem jeder selbst einiges ziehen kann, wenn er sich darauf gedanklich auch einlässt.

  

- Fazit -  

EIndrückliches Lehrsück, dass weniger Antworten geben will, als aufmerksam machen und das Denken des Zuschauers selbst auch nach der Sichtung provozieren möchte.

Wertung: 7,5|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 10. März 2017
BD Verleihstart: 10. März 2017

Publisher: Weltkino / Universum Film

Verpackung: BD Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,85:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 109 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Italienisch (DTS-HD MA 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:

  • Interview mit Regisseur Gianfranco Rosi
  • Interview mit dem Arzt Pietro Bartolo
  • Trailer
  • Trailershow 

Kritik Extras
Nur zwei Interviews, diese aber sehr interessant, haben es in das Bonusmaterial geschafft.

Wertung: 5,5|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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Manuel Föhl

   

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