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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Jul29

Sex on the Beach

Sex on the Beach

Originaltitel: The Inbetweeners Movie
Herstellungsland: England
Erscheinungsjahr: 
2011

Genre: Komödie
Freigabe: FSK-16
Regie: 
Ben Palmer

Darsteller: Simon Bird, James Buckley, Blake Harrison, Joe Thomas, Emily Head u.a.

Die vier Freunde Will (Simon Bird), Jay (James Buckley), Neil (Blake Harrison) und Simon (Joe Thomas) haben gerade ihre Schulzeit hinter sich gebracht und wollen einmal richtig abfeiern. Saufen und Sex ist die Devise, ein Motto, das den vier uncoolen Jungs Niemand zutraut. Voller Vorfreude stürzen sie sich in das Abenteuer und reisen an einen angesagten Strandort in Griechenland, wo jeden Sommer die jungen Engländer die Sau raus lassen. Doch dort angekommen, werden sie gleich ernüchtert, denn ihr Hotel erweist sich als dreckige Absteige und auch sonst fällt es ihnen schwer, ihr Loser-Image abzuschütteln...

- Kritik -


Die Teenagerkomödie SEX ON THE BEACH erwies sich in ihrem Herstellungsland England als absoluter Kassenknüller und spielte alleine dort fast 55 Millionen Euro ein. Auch in Deutschland schlug sich der Film beachtlich und konnte weit mehr als 300.000 Besucher anlocken und ließ damit sogar hochbudgetierte Produktionen wie GEFÄHRTEN von Steven Spielberg hinter sich. Die wenigsten deutschen Zuschauer dürften jedoch mitbekommen haben, dass es sich dabei um den (Geplanten) Abschluss der britischen TV-Serie THE INBETWEENERS handelte, die bis dato noch gar nicht in Deutschland zu sehen gewesen war. Trügt das den Spaß an dem Streifen?

Um diese Frage vorab zu beantworten: Nein, nicht im Geringsten. Vielleicht kann man den Film sogar leichter und besser annehmen, wenn man die TV-Abenteuer der vier Jungs nicht kennt. Denn während die Serie – die übrigens nun auch bei uns veröffentlich wird – recht schnell und deutlich als ein britisches Format eingeordnet werden kann, fällt das beim Kinofilm schon wesentlich schwerer. Das Leinwanddebüt ist humoristisch deutlich leichter und universeller ausgefallen als das vorangegangene Serienformat, das auch vor schwarzem und zynischem Humor nicht zurückschreckte. Überbleibsel davon finden sich zwar auch in SEX ON THE BEACH, doch grundsätzlich unterscheidet sich der britische Hit auf den ersten Blick nur wenig von den gängigen US-Produktionen im Stile von AMERICAN PIE. Das betrifft sowohl die vorhersehbare Handlung als auch die üblichen Klischees und die gängigen Stereotypen-Charaktere. Das ist alles durchaus amüsant und lustig in Szene gesetzt: Wer Spaß daran hat, wird sich bereits hier exzellent unterhalten fühlen, doch bis dahin bekommt der Zuschauer nur gekonnt aufgewärmte Dutzendware präsentiert, nicht mehr.

Was den Film dann aber eben doch weit über den gängigen Durchschnitt der Teenagerkomödie - von der im Monat gleich mehrere Varianten auf den DVD-Markt gesch(m)issen werden – hebt, ist der in erster Linie genial besetzte Cast. Gerade die vier Hauptdarsteller harmonieren glänzend und holen aus ihren prinzipiell wenig einfallsreich geschriebenen Figuren das Maximum heraus. Auch hier muss der Klassenprimus AMERICAN PIE als Beispiel herhalten, da hier wie dort die Besetzung ein Großteil des Erfolgs ausmacht. Darüber hinaus sorgt das Drehbuchgespann Iain Morris und Damon Beesley – die auch schon für die Serie verantwortlich zeichneten – mit clever eingestreuten Nuancen dafür, dass es doch die eine oder andere Überraschung gibt und der Trip der Chaotenclique wesentlich geerdeter und glaubwürdiger wirkt, als ein Großteil der Konkurrenz. Dass zudem auch Regisseur Ben Palmer, ebenfalls bereits bei der Serie involviert, das Ganze nicht sonderlich ernst nimmt und den im Grunde ausgelutschte Handlungsverlauf bisweilen schon parodistisch in Szene setzt, hilft dem Streifen ebenfalls. Am Ende des Tages läuft natürlich alles auf die Frage hinaus, ob man Spaß an deftigen Teenagerkomödien gängiger Machart hat. Wer bis dahin mit dem Genre nicht anfangen konnte, wird seine Meinung nach SEX ON THE BEACH sicherlich nicht ändern. Wer jedoch voller Vorfreude der nächsten Teenagerkomödie entgegenfiebert, kommt an dem sympathischen britischen Vertreter nicht vorbei.

 

- Fazit -

Nein, das Rad wir hier nicht neu erfunden. Zu geläufig sind die Muster der britischen Produktion, als dass SEX ON THE BEACH von sich behaupten könnte, das Genre zu revolutionieren. Doch wer sich daran nicht stört, bekommt eine der amüsantesten Teenagerkomödien der letzten Jahre geboten, die insbesondere durch einen hervorragenden Cast überzeugen kann und darüber hinaus in Details auch wesentlich stimmiger, selbstironischer und geerdeter ausfiel als die gängige Konkurrenz. Wer an deftigen Komödien seinen Spaß hat, wird hier seinen Spaß haben.

Bewertung: 7 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

4.0/10 Bewertung (8 Stimmen)

- BD FACTS & EXTRAS -

 

BD Verleihstart:  20.07.2012
BD Verkaufstart: 20.07.2012
 
Label: Universum Film
Verpackung: Keep Case
Wedecover: Nein
 
Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)
 
Untertitel:
- Deutsch
 
Bild: 1:2.35 (16:9)
Laufzeit: ca. 97 Min.
Uncut: Ja
 
Extras:

  • Pilotfolge der Serie "The Inbetweeners
  • Unsere jungfräulichen Jahre"
  • Making Of
  • Kinotrailer
  • Deletec Scenes
  • Outtakes
  • Videotagebuch
  • 4 Special Features

Review Extras:
In diesem Fall alles nicht so einfach. Die BD, die uns auch vorlag, hat im Gegensatz zur DVD-Auswertung noch die erste Folge der Serie zu bieten. Nette Eigenwerbung, da ja die Serie vom gleichen Anbieter nun auch angeboten wird. Aber egal aus welchem Grund: das ist nett. Auch der Rest des Bonusmaterials ist reichhaltig, unterhaltsam und informativ. Warum aber keines der Features mit Ausnahme der TV-Folge unsynchronisiert bzw. ohne deutschen Untertitel angeboten wird, darf kritisch hinterfragt werden. Selbst kleinere Anbieter gönnen sich mittlerweile UT, warum das nun ausgerechnet bei der Auswertung eines größeren Verleihers nicht möglich sein soll,  will nicht einleuchten. Dafür gibt’s 1.5 Punkte Abzug.

Bewertung: 6.5 | 10

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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