!

Bereitsgetestet.de verwendet Cookies, um Ihnen bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Website dem Nutzungsverhalten der Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie die Website weiter nutzten, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Datenschutzerklärung

OK

Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Jun12

Shuttle

Shuttle

Originaltitel: Shuttle
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2008
Genre: Horror, Thriller
Freigabe: FSK-18
Regie: Edward Anderson
Darsteller: Tony Curran, Peyton List, Cameron Goodman u.a. 

Nach einem kurzen Wochenendtrip nach Mexiko, finden sich die beiden Freundinnen Melanie (Peyton List) und Jules (Cameron Goodman) am Flughafen wieder und müssen sich über ihre verloren gegangenen Koffer Gedanken machen. Doch damit nicht genug, die frühe Morgenstunde und der fast schon verlassen wirkende Flughafen, bieten den jungen Mädchen keine großen Möglichkeiten vom Flughafen weg zu kommen. Glücklicherweise findet sich ein hilfsbereiter Shuttlebusfahrer (Tony Curran), der bereit ist die beiden Mädchen für einen geringen Aufpreis an ihr Ziel zu bringen. Neben den beiden Mädchen befindet sich noch ein weiterer Mann an Bord des Shuttles sowie die zwei Jungs, die Mel und Jules am Flughafen kennen gelernt haben und es sich nicht nehmen lassen, weiter auf Schürzenjagd zu gehen. Doch die Transferfahrt wandelt sich innerhalb kürzester Zeit zu einem reinsten Horrortrip für alle Beteiligten.

- Kritik -

Das begrenzte und örtlich eingeschränkte Lokalitäten als Schauplatz für einen Thriller oder Horrorfilm herhalten können und der Film immer noch hervorragend funktioniert, wurde gerade in jüngster Vergangenheit recht gekonnt in Splinter gezeigt, weniger gelungen war es hingegen im Thriller Senseless umgesetzt. Shuttle geht einen recht ähnlichen Weg, indem der Hauptschauplatz des Films, dass Titel gebende Shuttle ist. Auf Grund der Mobilität des Gefährts, hatten die Filmemacher jedoch den Vorteil, ein wenig Variation in den Film zu bringen, welcher jedoch nur in geringem Maße genutzt wurde. Billigflieger sind sicherlich dafür bekannt, dass sie ihre Kunden auch gerne mal auf eher unbekannten oder zumindest weit abgelegenen Flughäfen absetzen, aber wo Jules und Mel gelandet sind, scheint wirklich fernab jeglicher Zivilisation zu sein. Minuten- oder gar stundenlang kurvt der namenlose Fahrer mit seinen Geiseln durch beleuchtete, aber seltsam unbelebte Straßen. Keine Autos kreuzen den Weg, keine Leute laufen auf den Bürgersteigen entlang, alles wirkt wie ein postnukleares Amerika, ohne die damit einhergehende Verwüstung. Sicherlich mag man dagegen halten, dass der Fahrer durchaus weiß, welche Wege er aufzusuchen hat und welche er besser meiden sollte, aber es bleibt doch denkbar unrealistisch, dass das Shuttle, mitsamt seinen aufbegehrenden Insassen und einiger heftiger Geschehnisse unbemerkt und ungesehen bleibt.

Neben diesem Problem, unter welchem die Glaubwürdigkeit des Films stark leidet, kommt es unglücklicherweise auch noch zu einigen weiteren haarsträubenden Handlungen und Reaktionen der Figuren, die für den Zuschauer nicht so recht nachzuvollziehen sind. Nichtsdestotrotz versteht es Regisseur und Drehbuchautor Edward Anderson die Spannung über weite Teile des Films aufrecht zu erhalten. Temporeiche Momente, in denen man wirklich mit den Opfern mitfiebert, werden von ruhigen Momenten abgelöst. Unmittelbar darauf wird wieder Geschwindigkeit aufgenommen und die Spannungsschraube angezogen. Die Tatsache, dass eigentlich alles recht vorhersehbar ist, macht der Spannung hierbei glücklicherweise keinen allzugroßen Abbruch. Die Verzweiflung der Opfer nimmt immer mehr zu und auch als Zuschauer fragt man sich zunehmends, wie die Figuren aus der Misere herauskommen sollen. Glücklicherweise bleiben die Figuren nicht passiv und legen ordentlich Hand an, auch wenn manche Herangehensweisen sicherlich das ein oder andere Kopfschütteln hervorrufen dürften. Die eher ruhigen, verhaltenen Szenen lassen hingegen, trotz der leichten Dialoglastigkeit, etwas Tiefe vermissen, was nicht zuletzt an den doch eher platten und eindimensionalen Figuren liegt, die einem fast gar nicht näher gebracht werden, geschweige denn sympathisch wirken.

Die Darstellerriege bleibt auf Grund des Konzepts in ihrer Anzahl stark beschränkt und ist in ihrer Qualität schwankend. Tony Curran - bestens bekannt aus Underworld - und auch Peyton List - dürfte eher Serienguckern ein Begriff sein - sind in ihrer Darstellung recht überzeugend und geben ihren Figuren soviel Tiefe, wie es das Drehbuch zulässt. Wohingegen die anderen Darsteller nicht wirklich auftrumpfen können und recht fad bleiben. Gerade Cameron Goodman findet keine klare Linie und lässt Jules Verzweiflung nur in wenigen Momente wirklich authentisch wirken und Tom Kemp tendiert ein wenig zum Overacting, was teilweise, aber nicht immer, aufs Drehbuch zurückführen ist. Unglücklicherweise versäumt es Edward Anderson, seinen Figuren wirklich Charakter zu verleihen, wodurch diese zum einen austauschbar sind und zum anderen nicht genügend Emotionen hervorrufen können, um ein richtiges mitfiebern zu garantieren. Der Versuch, den beiden Protagonistinnen schließlich doch noch ein wenig mehr Profil zu verpassen, kommt deutlich zu spät, denn zu dem Zeitpunkt wurde das Finale schon eingeläutet. 

Lässt man sich ein wenig auf den Film ein und kneift das ein oder andere Auge fest zu wird man jedoch recht solide unterhalten und der graue, desolate Look des Films unterstreicht die Story recht passend. Ansonsten verrennt sich Shuttle ein wenig in der Vorhersehbarkeit und bietet wenig Neues, was auch durch das Ende nicht wirklich herausgerissen wird. Überhaupt ist das vielerorts hochgelobte Ende längst nicht so überragend wie man meinen könnte und sollte nicht alleinige Motivation für den Kauf des Films sein, es kann in jedem Fall aber positiv hervor gehoben werden, auch wenn es nicht gänzlich überraschend kommt. Darüber hinaus hätte es sicherlich nicht geschadet, wenn Edward Anderson sein Erstlingswerk ein wenig gestrafft hätte, denn mit seinen 102 Minuten ist Shuttle schon ein wenig zu lang und schleift in manchen Szenen ein wenig vor sich hin. Horrorfans dürften bei Shuttle auf der falschen Fährte sein, denn bis auf einige wenige Szenen, ist Shuttle eher Thriller, als Horror. 
 

- Fazit -

Shuttle ist ein solider Thriller, der es jedoch versäumt, richtige Akzente zu setzen, zuweilen arg konstruiert wirkt und für den Kenner definitiv zu vorhersehbar ist. Trotz dieser Mankos kann Shuttle unterhalten und in seinen besten Momenten auch eine gewisse Spannung generieren, deren Genuss jedoch ein wenig durch diverse Logiklöcher ein wenig getrübt wird.

Bewertung: 5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

5.9/10 Bewertung (7 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD-Verleihstart: 24.04.2009 
DVD-Verkaufstart: 29.05.2009

Label: Koch Media 
Verpackung: Keep Case

Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1

2. Deutsch DTS 5.1
3. Englisch Dolby Digital 5.1

Untertitel:
- Deutsch

Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: ca. 102 Min.

Uncut: Ja

Extras:

  • Trailersammlung

Review Extras:
Nicht mehr sechs Trailer sind im Extras-Menü untergebracht, von denen zwei der Original und der deutsch synchronisierte Trailer zu Shuttle sind.

Bewertung: 1 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
Sascha Weber

Sascha Weber

   

Spieltipp  

   

Statistik  

Filme: 1.440
Videospiele: 88
Specials: 105
Interviews: 62
Hardware: 9

Besuche Juli: 114.336
Belege können angefordert werden