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Okt08

Sleep Dealer

Sleep Dealer

Originaltitel: Sleep Dealer
Herstellungsland: USA, Mexiko
Erscheinungsjahr: 
2008
Genre: Drama, SciFi
Freigabe: 
FSK-16
Regie: Alex Rivera
Darsteller: Luis Fernando Peña, Leonor Varela, Jacob Vargas u.a.

Mexico City, die nahe Zukunft. Die Grenzen sind geschlossen, aber das Netzwerk ist offen. Die Wasser-Reserven werden von einer großen Firma kontrolliert, ihr Zugang ist militärisch geschützt. Der High–Tech Freak „Memo“ wird irrtümlich für einen Aqua-Terroristen gehalten, sein Haus und seine Famlie werden von einer ferngelenkten Rakete ausgelöscht. Memo flieht. Er findet Arbeit als billiger Netzarbeiter, Schnittstellen werden in seinem Körper implantiert. Angeschlossen ans Netzwerk steuert er Arbeitsroboter auf einer amerikanischen Baustelle. Dann trifft er die Journalistin Luz, einen Sleep Dealer, die ihre Träume und Gedanken über das Netzwerk an zahlungswillige Kunden verkauft. Aber wenn Träume wahr werden, kann die Realität zum Albtraum werden. Memo und Luz beschließen das System zu überlisten und Rache zu nehmen.

- Kritik -

Globalisierung, Outsourcing und Ausbeutung von Arbeitskräften sind Themen, die in aller Munde sind und kritisch beäugt werden müssen. In Kombination mit den technischen Errungenschaften und dem technologischen Fortschritt der nächsten Jahre, klingt das von Alex Rivera gesponnene dystopische Zukunftsszenario gar nicht so unwahrscheinlich. Denn Augmented Reality hat schon vor langer Zeit seinen Weg in unser Leben gefunden und nimmt immer mehr Formen an. Da ist der Weg zum "Gastarbeiter" der Arbeiten übernimmt, ohne vor Ort sein zu müssen, nicht mehr weit und fast schon eine eine logische Konsequenz. Abgerundet wird das fiktive System durch die direkte Verknüpfung von Mensch und Maschine über sogenannte Nodes. Eine Idee, da man schon aus "eXistenZ", "Johnny Mnemonic" oder "Matrix" kennt.



Das Fundament ist somit vielversprechend und durchaus eher als Science, denn als Fiction zu bezeichnen. Das Gebäude dass man auf diesem Fundament aufbaut, ist hingegen recht unscheinbar und fast schon belanglos. Zum einen wäre da einmal der MacGuffin um den Staudamm, der eher holprig in die Handlung eingebunden wurde. Grundsätzlich erfüllt er jedoch seinen Zweck, um das Szenario weiterzuspinnen. Dann wären da noch die Figuren. Zum einen wäre da die Hauptfigur Memo (Luis Fernando Peña), der antriebslos durch die Gegend treibt und wie ein Spielball wirkt, der zwischen den Mühlen der Wirtschaft langsam zermürbt wird. Was im ersten Moment gar nicht so verkehrt klingt entpuppt sich leider recht schnell als uninteressante Luftnummer, ohne nennenswerte Emotionen und Ambitionen. Dann wäre da noch die Journalistin Luz (Leonor Varela, bekannt aus „Blade 2“), die in eine klassische Liebesgeschichte mit Memo geworfen wird und dabei immerhin ihr Leben selber in der Hand zu halten scheint. Zu guter Letzt, wenn auch nur am Rande, wäre da Rudy (Jacob Vargas), der eigentlich Kampflugzeuge steuert und damit die Grenze zwischen Mexiko und den USA bewacht, jedoch ein aufweckendes Erlebnis hat. 



Die Figuren tragen die Story zwar (voran), sind jedoch recht uninteressant und verblassen zusehends, bis zu dem Punkt, an dem sie einen kaum noch interessieren. Irgendwann kriegt man zum Glück noch einmal die Kurve, aber insgesamt betrachtet, sind es eher die Ideen, die für bleibende Erinnerungen sorgen. Zum Beispiel der „Coyotek“, der die modernisierte Fassung des „Coyoten“ (Menschenschmuggler, die Immigranten über die Grenzen schleusen) darstellt. Diese sorgen dafür, dass Fernarbeiter ihre Nodes implantiert bekommen, um auf der anderen Seite der Grenze Roboter fernzusteuern. Ein Traum für die USA, da man zwar die Arbeit günstig erledigt bekommt (das Geld wird einem via „Geldautomat“ – abzüglich diverser Kosten versteht sich –  zugeschickt), aber sich keine Gedanken über die Unterkunft des Personals machen muss. Die Ideen, die hier präsentiert werden sind erschreckend real und nachvollziehbar, regen zum denken an und führen auch zu einem Gesinnungswechsel in unserem „Trio Infernale“. 



Die digitalen Effekte sind dem geringen Budget entsprechend recht durchwachsen. Manches sieht durchaus solide aus, das meiste ist jedoch eher bescheidener Natur. Alles in allem erfüllen die Effelte jedoch ihren Zweck, ohn jemals wirklich negativ hervorzustechen. Optisch arbeitet Rivera mit starken Farbfiltern und anderen Spielereien, die das futuristische Setting zumeist noch zusätzlich untermalen. Manchmal setzt er die Technik ein wenig zu verspielt ein, was jedoch grundsätzlich ganz gut passt, denn „Sleep Dealer“ ist nicht immer ganz bierernst, ohne dabei jedoch komödiantische Elemente zu haben. Einfallsreich, kritisch, aber nicht überkritisch, ist der Film recht unterhaltsam, zeitgleich aber auch klischeehaft und langweilig; und wird dabei von eher uninteressanten Figuren getragen.  


  
- Fazit -

Die dem Film zu Grunde liegende Idee ist überaus verheißungsvoll und steckt voller Potential, allerdings wird das Grundkonzept durch eine inkonsequente Erzählweise, langweilige Charaktere und eine aufgesetzt Love-Story stark verwässert. Träge und vorhersehbar, ist „Sleep Dealer“ nicht unbedingt spannend, gibt aber ein paar Denkanstöße, wenn man denn bereit ist, sie anzunehmen.

Bewertung: 5.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

4.4/10 Bewertung (7 Stimmen)

- DVD Facts und Extras -

 

DVD Verleihstart: 04.07.2011
DVD Verkaufstart: 15.07.2011 

Publisher: Donau Film
Verpackung: 
Keepcase (Amaray)
Wendecover: Ja

Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Deutsch Dolby Digital 2.0 Stereo
3. Spanisch Dolby Digital 5.1

Untertitel: 
- Deutsch

Bild: 16:9 (1,85:1) 
Laufzeit: ca. 86 Minuten
Uncut: Ja

Extras:

  • Before the Making Of (ca. 12 Min.)
  • Trailer


Kritik Extras
Ein kurzes Making Of findet sich auf der Scheibe, dass jedoch nicht sonderlich umfangreich oder tiefschürfend ist. Ganz nett, leider irgendwie auch nicht mehr. 

Bewertung: 2.5 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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Sascha Weber

Sascha Weber

   

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