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Mai29

So Finster die Nacht

So Finster die Nacht

Originaltitel: Låt den rätte komma in
Herstellungsland: Schweden
Erscheinungsjahr: 2008
Genre: Drama, Horror
Freigabe: FSK-16
Regie: Tomas Alfredson
Darsteller: Kåre Hedebrant, Lina Leandersson, Henrik Dahl u.a.

Der 12-jährige Oskar (Kåre Hedebrant) ist ein Außenseiter an seiner Schule. Freunde hat er scheinbar keine und der Schulrowdy Conny (Patrik Rydmark) hat es sich zu seiner Lebensaufgabe gemacht, Oskars Leben so miserabel wie möglich zu machen. Es vergeht kein Tag, an dem Oskar nicht von Conny und seinen Freunden gepiesackt, bedroht oder gar geschlagen wird.  Doch auch zu Hause läuft es alles andere als idyllisch ab. Oskars Eltern sind geschieden und so sieht er seinen Vater nur selten und seine Mutter kümmert sich nur wenig um Oskars Probleme. Als Eli (Lina Leandersson) nebenan mit ihrem Vater einzieht, ändert sich nach und nach Oskars Leben. Denn ebenso wie Oskar ist Eli eine Außenseiterin, jedoch aus völlig anderen Gründen.  

- Kritik -

Ende 2008 kam die von den Fans lange ersehnte Literaturverfilmung von Stephenie Meyers Buch Twilight (Bis(s) zum Morgengrauen) in die Kinos. Der zu Grunde liegende Roman wurde 2005 veröffentlicht und handelt von einem jungen Mädchen, dass sich in einen Vampir verliebt. 2004 erschien ein Roman des schwedischen Autors John Ajvide Lindqvist mit dem Titel Låt den rätte komma in, was in etwa soviel heißt wie „Lass den Richtigen hinein kommen“. In diesem Roman geht es wiederum um eine Beziehung zwischen einem Vampir und einem Menschen, nur dass der Mensch ein 12-jähriger Junge ist und die Vampirin von einem Mädchen dargestellt wird, welches dem äußeren Anschein nach auch 12 ist. Was von der Basis her ähnlich klingt, hätte vom Storyverlauf kaum unterschiedlicher sein können. Es ist sicherlich immer ein gewisses Risiko damit verbunden, wenn man bei einem Film, der primär auf ein erwachseneres Publikum ausgerichtet ist, Kinder in den Hauptrollen wiederzufinden und man entsprechend Jungschauspieler für die Darstellung engagieren muss. Das bei Spy Kids Kinder die Welt retten und die großen Helden mimen, ist nicht halb so problematisch zu bewerten, wie eine Liebesgeschichte (die eigentlich keine ist) zwischen einem Vampir und einem Menschen. Doch auch wenn die ersten Minuten vielleicht ein wenig irritierend sind (nicht zuletzt wegen Oskars eigenwilligen Frisur), verfliegt die Skepsis recht schnell, denn insbesondere  Kåre Hedebrant (Oskar) und Lina Leandersson (Eli), verkörpern ihre Figuren immens überzeugend.   

So finster die Nacht weist einen sehr ruhigen, fast schon verhaltenen Stil auf, den man sich nur schwerlich in einer Produktion außerhalb Skandinaviens und erst recht nicht in einer Hollywood-Produktion vorstellen kann. In der Regel bekommt der Zuschauer sehr ruhige Bilder präsentiert und hektische Schnitte oder schnelle Kamerafahrten sucht man vergeblich. Alles wirkt recht eindringlich und intensiv, ungewöhnlich auch, wie sehr man dem Zuschauer die Möglichkeit gibt, die Szenerie förmlich aufzusaugen und teilweise noch deutlich länger auf einer Szene verharrt, als es sonst gängige Praxis ist. Dieser einzigartige Stil geht, ebenso wie die verschneite Landschaft prächtig mit der allgemeinen Stimmung des Films einher, die wohl am besten als melancholisch zu bezeichnen ist. Hervorzuheben ist auch der Soundtrack des Films, der sehr emotional, getragen und  ruhig, jedoch immer passend ist und sich nie in den Vordergrund drängt.

 

In einem Film mit Vampiren in prominenter Rolle, erwartet ein jeder verständlicherweise auch blutige Tatsachen und auch hier liefert der Film die ein oder andere Szene ab, doch sollte man nicht allzu viel erwarten. So finster die Nacht ist einfach kein klassischer Horrorfilm, bei dem das blutige Werk eines Vampirs im Vordergrund steht, der Fokus liegt eindeutig auf der Beziehung zwischen den beiden ungleichen Figuren, ebenso wie auf der Charakterentwicklung Oskars und Elis. Doch die blutigen Szenen brechen in überraschender Brutalität auf den Zuschauer ein und wirken umso intensiver, eben weil der Film in erster Linie nicht in diese Richtung zielt und ansonsten eine extrem ruhige Gangart hat. Die ruhige Kameraführung, wird auch in diesen Szenen beibehalten und die grausigen Details geschehen in erster Linie außerhalb des Blickfelds des Zuschauers, wodurch die Szenen noch ungleich heftiger wirken, als wenn man wie in einem Slasher einen Kill nach dem anderen präsentiert bekommt. 

Wirklich beeindruckend ist es auch, wie subtil die digitalen Effekte eingesetzt wurden. So ist gerade Elis Gesicht oftmals Schauplatz für leichte Veränderungen, die einem nicht sofort ins Auge springen, aber einem das Gefühl vermitteln, dass etwas falsch ist. Animierte Katzen geben wenig Grund zur Klage, ebenso wenig wie die Maske (so hätte Two-Face in Nolans The Dark Knight aussehen sollen), oder eine spontane Selbstentzündung. So finster die Nacht nimmt sich sehr viel Zeit, ohne dabei langatmig oder langweilig zu wirken. Langsam entwickelt sich eine tiefer gehende Freundschaft zwischen Eli und Oskar. Glücklicherweise umschifft man hierbei gekonnt jeglichen Kitsch und schafft es auch Klischees zu vermeiden. Eli kann kein Teil der Gesellschaft sein und Oskar ist ein Außenseiter und somit in der Lage sich in ihre Situation einzufühlen. Das ungleiche Paar ist auf einer Ebene miteinander verbunden, welche die restliche Gesellschaft ihnen niemals geben kann. 
 
 

- Fazit -

Es gibt im Grunde genommen nicht sonderlich viel an So finster die Nacht zu bemängeln, jedoch muss man sich mehr als bei anderen Filmen auf den einzigartigen Stil einlassen. Gelingt dies, bekommt man einen wunderbar melancholischen Film geboten, der in subtilen und leisen Tönen eine Geschichte über die Freundschaft zwischen einem Vampir und einem Menschen erzählt und dabei noch deutlich tiefer geht. Angesichts der ruhigen Gangart und der eher spärlich platzierten, dadurch aber umso eindringlich wirkenden, blutigen Szenen, kann man jedoch sicherlich davon ausgehen, dass der ein oder andere eher enttäuscht von diesem Film sein wird. 

Bewertung: 8 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.5/10 Bewertung (8 Stimmen)

 - DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD-Verleihstart: 23.04.09
DVD-Verkaufstart: 20.05.09

Label: Ascot Elite
Verpackung: Keep Case

Ton: 

1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Deutsch Dolby Digital 2.0 Stereo
3. Schwedisch Dolby Digital 5.1

Untertitel: 
- Deutsch

Bild: 16:9, 2.35:1
Laufzeit:  ca.  110 Minuten
Uncut: Ja

Extras: 

  • Kinotrailer
  • Trailershow (Salvador, The Host, Todeshochzeit) 

Review: Extras
Die Verleihversion, welche zur Kritik vorlag, verfügt über keine nennenswerten Extras, lediglich vier Trailer finden sich auf dem Silberling wieder. Das ist Anbetracht, der positiven Resonanz, die So finster die Nacht bei diversen Festivals und auch von der Fachpresse erhalten hat, wirklich bedauerlich. Es bleibt zu hoffen, dass man bei der Kaufversion noch ein paar informative Extras hinzufügt.

Bewertung: 1 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

1.5/10 Bewertung (2 Stimmen)
Sascha Weber

Sascha Weber

   

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