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Filmtipp  

   

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Aug31

Solitude

Solitude

Originaltitel: The United States of Leland
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2003
Genres: Drama
Freigabe: FSK-12
Regie: Ryan Hoge
Schauspieler: Ryan Gosling, Don Cheadle, Kevin Spacey u.a.

 

Sie wollen ein Warum? Aber vielleicht gibt es gar keins. Vielleicht ist es einfach nur passiert. Leland Fitzgerald ist ein normaler Teenager, bis zu dem Tag, an dem er eine unfassbare Tat begeht. Ohne ersichtlichen Grund tötet er auf brutale Weise den autistischen Bruder seiner Freundin Becky. Während Beckys Familie an der Katastrophe zu zerbrechen droht, versucht der Gefängnislehrer Pearl in der Jugendstrafanstalt den Beweggründen Lelands auf den Grund zu gehen. Fasziniert von der komplexen und undurchsichtigen Psyche des Jungen schafft er es, Leland dazu zu bewegen sich langsam zu öffnen.

- Kritik -

Wie bereits KICK (wir berichteten) ist auch SOLITUDE auch alles andere als ein neuer Film, der jedoch mit einem Cast aufwarten kann, der spätestens jetzt für Aufmerksamkeit sorgen sollte. Kevin Spacey in einer kleinen, aber feinen Nebenrolle zu sehen, hinzu kommen Don Cheadle und in weiteren Nebenrollen: Michelle Williams, Chris Klein und Jena Malone. Und dann wäre da noch die Hauptrolle, die mit niemand anderem als Ryan Gosling besetzt wurde. Gosling wird spätestens seit DRIVE mit großem Interesse beobachtet, umso interessanter ist es zu sehen, wie er sich in seiner frühen Hauptrolle behaupten kann. SOLITUDE führt uns in die Welt und die Psyche Leland Fitzgeralds (Ryan Gosling). Leland ist ein zurückhaltender Teenager, der nicht sonderlich auffällig ist, aber durch seinen interessanten Blickwinkel auf die Welt auffällt. Allerdings ist Leland auch ein Mörder, der den autistischen Jungen Ryan umgebracht hat. Sein ganzes Umfeld und auch die Zuschauer fragen sich dabei nach dem „Warum“.  

Vom Mord selber sieht man nichts, SOLITUDE setzt unmittelbar nach der Tat ein und erzählt die Auswirkungen, die der Mord nach sich zieht. Immer mal wieder werden ein paar Sprünge in die Vergangenheit gemacht, um Momente darzustellen, die tiefere Einblicke in Lelands Charakter liefern sollen. Es wird nur alsbald klar, dass Leland zwar emotional gehemmt, aber ansonsten nicht durch einen Hang zur Gewalt auffällt. Da der Zuschauer sofort in medias res in die Handlung geworfen wird, dauert es einige Zeit, bis man sich zurechtgefunden hat. Dadurch dass man ein nicht unerhebliches Aufgebot an Figuren einführt und die Charaktere auch noch in relativ ungewöhnlichen Lebensverhältnissen zueinander stehen, ist Einstieg sperriger, als notwendig gewesen wäre.

Der Aufhänger des Films ist grundsätzlich interessant, Leland im ersten Moment ein vielschichtiger Charakter, doch so wirklich viel Fleisch findet sich am Ende nicht am Knochen. Leland schwadroniert zwar über Gott und die Welt, ist in seiner melancholischen Welt gefangen und bringt teilweise auch recht interessante Denkimpulse, aber sonderlich tiefgründig ist er nicht. Auch der Versuch ihn mysteriös zu gestalten geht letztendlich nicht so recht auf. Allerdings meistert Gosling die Figur wirklich mit Bravour und lässt galant seine Schauspielmuskeln spielen. Gleiches gilt für Kevin Spacey und Don Cheadle, die ihre Figuren überaus authentisch rüberbringen.

Trotzdem bleibt es stets bei einer emotionalen Distanz zu allen Figuren. Egal ob Leland, die Familie des Opfers oder Lelands Eltern, keine der Figuren ist so richtig zugänglich. Das Leid der Familie bleibt zu abstrakt und wird häufig nur nebensächlich behandelt, Lelands Vater (hervorragend gespielt von Kevin Spacey) ist unsympathisch, Pearl (Don Cheadle) zu opportunistisch und Leland zu losgelöst vom rationalen Denken. Man braucht schon eine ganz besonders stark ausgeprägte Empathie, um sich hier in die Gedankengänge der Figuren einzufinden und mit ihnen zu fühlen. Die Charakterzeichnung, insbesondere von Leland, hätte durchaus akribischer ausfallen können, um dem Film mehr Nährwert zu geben.

Es ist dem starken Cast zu verdanken, dass SOLITUDE in Teilen funktioniert. Es gibt einige Momente, die in ihrer nüchternen Darstellung ergreifend sind, weil die Schauspieler in ihren Figuren aufgehen. Doch zuweilen ist das Drehbuch ziemlich simpel und wenig authentisch. Schwierig gestaltet sich der Versuch eine objektive Darstellung zu finden, ohne Leland sofort als Mörder abzustempeln. Hierdurch wird der Teenager fast schon zu sehr in Schutz genommen, während die Leidtragenden recht unsympathisch daherkommen. 

 

- Fazit  -

SOLITUDE verfolgt einen interessanten Ansatz, bleibt aber häufig hinter seinen Möglichkeiten. Das Triumvirat Gosling, Spacey und Cheadle spielt herausragend, das tröstet jedoch nur bedingt über das sperrige und leicht aufgeblähte Skript hinweg. In Teilen ist Hoge das Drama gelungen, bei anderer Gelegenheit wirkt alles etwas zu gewollt und aufgesetzt. Kein Film, den man unbedingt gesehen haben muss, aber einen Blick ist er trotz alledem wert. 

Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

4.8/10 Bewertung (5 Stimmen)

- DVD FACTS & EXTRAS -

 

DVD Verkaufsstart: 19.07.2012
DVD Verleihstart: -

Verleih: 3L Vertriebs GmbH & Co. KG
Verpackung: Keepcase (Amaray)

Wendecover: Ja

Bild: 16:9 (1.78:1)
Laufzeit: 102 Minuten

Uncut: Ja 

Ton: 
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Deutsch (Dolby Digital 2.0)
3. Englisch (Dolby Digital 5.1) 


Untertitel:
 
- Keine 

Extras: 

  • Trailer

Kritik: Extras
Keine nennenswerten Extras zum Film. 

Bewertung: 1 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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