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Mär25

The Aswang Chronicles

The Aswang Chronicles

Originaltitel: Tiktik: The Aswang Chronicles
Herstellungsland: Philippinen

Erscheinungsjahr: 2012
Genres: Action, Drama, Horror
Freigabe: FSK 18
Regie: Erik Matti
Darsteller: Dingdong Dantes, Lovi Poe, Joey Marquez, Janice de Belen, Roi Vinzon u.a.

Um die Liebe seiner Ex-Freundin Sonia zurückzugewinnen, reist Makoy in das abgelegene Dorf Pulupandan. Die Aussöhnung mit Sonia hat für Makoy oberste Priorität, schließlich erwartet seinen Angebetete ein Kind von ihm. Mit seinem arroganten Auftreten macht sich Makoy alles andere als Freunde. Viel schlimmer, er zieht damit die Aufmerksamkeit einiger Aswangs auf sich. Diese leichenfressenden Monster in Menschengestalt beschließen, sich das ungeborene Baby aus Sonias Bauch zu holen. Plötzlich sieht sich Makoy übermenschlichen Feinden gegenüber, die vor nichts und niemandem haltmachen.

- Kritik -

Der philippinische Film glänzt in Europa eher durch Abwesenheit. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die meisten philippinischen Filme eher für den heimischen Markt produziert werden. Komödien und Romanzen dominieren das Bild, sind für den europäischen Gaumen hingegen wenig geeignet. Auf der anderen Seite werden auf den Philippinen auch einige Horrorfilme produziert, bei denen man meist auf Geister und Dämonen setzt. Umso erfreulicher, dass mit THE ASWANG CHRONICLES ein etwas anders gearteter Action-Horrorfilm nun auch in Deutschland zu erwerben ist. 

Aswang sind das Aushängeschild der philippinischen Mythologie. Mal werden sie als Ghul, mal als vampirähnliche Kreaturen bezeichnet. Eine Episode der Serie GRIMM wird sich im Übrigen ebenfalls der Mythengestalt widmen. Der Originaltitel des vorliegenden Films lautet TIKTIK: THE ASWANG CHRONICLES, womit verdeutlicht wird, auf welche Ausprägung der Mythengestalt man sich in Erik Mattis Film einlässt. Tiktik erinnern an Vampire und haben einen besonderen Geschmack für schwangere Frauen entwickelt. Der ungeborene Fötus ist eine ausgezeichnete Delikatesse, derer man mit einer langen, dünnen, hohlen Zunge habhaft werden möchte. Bereits in SURVIVING EVIL mit Billy Zane hatte man sich dieser Kreatur bemüht und einen passablen Horrorfilm abgeliefert. 

Makoy (Dingdong Dantes), unsere Hauptfigur, reist in das abgelegene Dorf Pulupandan, wo er seiner schwangeren Freundin Sonia (Lovi Poe) aufwarten möchte. Die beiden haben sich verkracht und Makoy möchte die Beziehung kitten, doch Sonia interessiert dies kein Stück. Unterstützung erhält sie von ihrer Mutter Fely (Janice de Belen), die ihrer Tochter mit lauter Stimme den Rücken stärkt. Offener ist hingegen Felys Mann Nestor (Joey Marquez), der Makoy dazu motiviert nicht aufzugeben. Die Vorbereitungen für Sonias Geburtstagsfeier sind in vollem Gange und bei ihren Besorgungen erregen Makoy und Nestor die Aufmerksamkeit einer Horde Aswang, die als normale Menschen getarnt, ihren täglichen Aufgaben nachgehen. Als die Aswang erfahren, dass Sonia ein Baby erwartet, regt sich die Gier. 

Die Handlung ist, wie so häufig in diesem Genre, eher zu vernachlässigen und spielt eine völlig untergeordnete Rolle. Der Plot wird recht geradlinig präsentiert, ohne auf nennenswerte Überraschungen zu setzen. Fehlende Überraschungen auch bei den Figuren. Makoy ist ein nichtsnutziger Tagelöhner, der über sich hinauswächst. Sonia ist die klassische Damsel in Distress. Und umrahmt werden die Figuren von ein paar Nebencharakteren. Nestor sticht dabei am meisten hervor, ein Mann der unterm Pantoffel seiner Frau steht und erst nach und nach seinen Mut wiederfinden muss. Unter den Aswang findet sich hingegen keine erinnerungswürdige Figur. 

Die darstellerische Leistung ist überaus durchwachsen. Während Makoy und insbesondere Nestor eine solide Leistung abliefern und dabei einen gewissen Facettenreichtum präsentieren, sind die weiblichen Hauptrollen wenig überzeugend. Am meisten enttäuscht jedoch die Horde Aswang. Hier wird chargiert bis zum abwinken, jedoch ohne Charisma und Ausstrahlung. Da man im späteren Verlauf aber ohnehin vermehrt auf digitale Effekte setzt, ist dies bei den Dämonen wenig gravierend. THE ASWANG CHRONICLES ist ein klassischer B-Movie, der für philippinische Verhältnisse zwar recht viel Geld gekostet hat, mit einem Budget von umgerechnet 1,3 Millionen Euro aber nicht unbedingt teuer war. Zudem ist der Horrorfilm komplett vor dem Greenscreen entstanden, was sich auf den Stil niederschlägt und einen nicht unerheblichen Teil des Budgets verschlungen hat. 

Es ist auch ein eher unkonventioneller Horrorfilm, der wenig Wert auf Atmosphäre setzt. Horror wird tatsächlich klein geschrieben, stattdessen setzt man auf Schauwerte und einen Genremix. Schwarzer Humor, Action, Witze und ein Prise Romantik finden sich im Film, der wie eine kleine Hommage an FROM DUSK TILL DAWN erinnert, jedoch nicht dessen Qualitäten aufweisen kann. Diesem Mix muss man offenherzig entgegensehen, da man ansonsten nicht auf seine Kosten kommt. Wer düsteren, gut inszenierten Horror sucht, wird in jedem Fall enttäuscht. Es ist eher seichte Unterhaltung, ohne nennenswerte Klimax und mit einem holprigen Pacing, aber mit einem gewissen Charme. 

Besonders stolz scheint man auf die Actionszenen zu sein, von denen es einige im Film zu bewundern gibt. Diese fallen jedoch eher mittelmäßig aus. Das liegt zum einen am Budget, zum Anderen an den eingeschränkten technischen Fähigkeiten aller Beteiligten und in sehr großem Maße an der schieren Menge, die man im Film untergebracht hat. Weshalb man sich bei solch einem Budget auf eine so große Anzahl an digitalen Effekten einlässt, ist nur schwer nachzuvollziehen. Dass man Atmosphäre beherrscht, zeigt eigentlich die animierte Introsequenz, die künstlerisch ansprechend ist und die Stimmung anheizt. Doch mit zunehmender Action, büßt man auch Atmosphäre ein. Unglücklicherweise sind die Actionszenen leider weder besonders gut geschnitten, noch sind sie gut inszeniert, leiden gleichzeitig unter den Effekten. Das bereits erwähnte Pacing, bekommt der Regisseur auch in diesen Momenten nicht unter Kontrolle. Der Slow-Mo-Einsatz will nur selten passen, die Animationen fügen sich nicht wirklich harmonisch ins Gesamtbild ein und die Choreographie ist simpel. Das ist nicht wirklich schlecht, aber halt auch nicht erinnerungswürdig. Die Logiklücken spielen dabei nur noch eine untergeordnete Rolle. 

Irgendwie funktioniert das Konstrukt am Ende des Tages trotzdem, nicht zuletzt, weil man sich nicht sonderlich ernst nimmt. Wirklich überzeugen kann THE ASWANG CHRONICLES allerdings nicht, dafür liegen zu viele Dinge im Argen. Für einen B-Movie immer noch besser als die meisten Streifen aus der Mockbuster-Schmiede Asylum, aber ohne erinnerungswürdige Momente und nennenswerte Höhepunkte. Ob das CHRONICLES im Titel bereits einen Nachfolger ankündigt wird die Zukunft zeigen. 

 

- Fazit - 

Erik Mattis Regiedebüt ist ambitioniert und voller guter Ansätze, ist am Ende des Tages aber zu amateurhaft inszeniert, um wirklich überzeugen zu können. Ein Horrorilm als Genremix mit passablen Effekten, jedoch ohne wirkliche Highlights. Seichte Unterhaltung, die man sich durchaus angucken kann, aber leider kein Must-See. Weder im Horror-Segment, noch auf Grund der Herkunft.

Wertung: 5.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.3/10 Bewertung (4 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 21. März 2014
DVD Verkaufstart:  21. März 2014

Publisher: Mad Dimension

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 98 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Original (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch

Extras

  • Kinotrailer (3:08)
  • Trailershow:
    -Home Sweet Home (1:25)
    -Brawler (2:03)
    -Madison County (1:41)
    -Rites of Spring (1:27)
    -Compliance (1:55)
    -Stalled (1:23)
    -Antisocial (1:34)
    -Hunting Season (2:03)
    -Junkie (1:54)
    -Blood C - The Last Dark (1:37)

Kritik Extras
Ein paar Trailer, mehr nicht. Das ist ziemlich enttäuschend, speziell bei einem Streifen, dessen Effekte gerne mal für Marketing-Zwecke in den Vordergrund gerückt werden. Ein Blick hinter die Kulissen wäre auf jeden Fall wünschenswert gewesen.

Wertung: 0|10

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Sascha Weber

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