!

Bereitsgetestet.de verwendet Cookies, um Ihnen bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Website dem Nutzungsverhalten der Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie die Website weiter nutzten, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Datenschutzerklärung

OK

Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Aug27

The Color of magic

The Color of magic

Originaltitel: The Color of magic
Herstellungsland: England
Erscheinungsjahr: 
2008

Genre: Fantasy
Freigabe: FSK-6
Regie: 
Vadim Jean

Darsteller: Sir David Jason, Tim Curry, Sean Astin u.a.

Getragen auf dem Rücken von vier Elefanten, die wiederum auf dem Panzer einer Stern-Schildkröte stehen, reist die Scheibenwelt durch das Multiversum ...
Der erfolglose Magier Rincewind wird unfreiwillig zum Reiseführer des ersten Scheibenwelt-Touristen Zweiblum und seiner intelligenten Holztruhe.  Gemeinsam erleben sie einen abenteuerlichen Trip an den Rand der Scheibenwelt, kämpfen gegen Zauberer, entkommen Druiden und reiten auf Drachen. Aber kann Rincewind auch Trymon, seinen größten Feind besiegen und die Scheibenwelt vor der Zerstörung retten?

- Kritik -

Nach dem recht großen internationalen Erfolg von „Hogfather“ dauerte es nicht lange, bis sich das Team um Regisseur Vadim Jean an eine weitere Umsetzung aus Terry Pratchetts Scheibenweltzyklus machen konnte. Bei der vorliegenden Verfilmung orientierte man sich an den Büchern „Die Farben der Magie“ und „Das Licht der Phantasie“ und fasste sie zu einer Geschichte zusammen. Scheinbar stand auch etwas mehr Budget zur Verfügung, denn mit Tim Curry („Rocky Horror Picture Show“) und Sean Astin („Herr der Ringe“) sind auch zwei etwas bekanntere Schauspieler auf der Castliste zu finden. Ebenso wie bei „Hogfather“ erzählt man eine auf drei Stunden angelegte Story, die in zwei 90 minütigen Folgen unterteilt sind. In dieser Form hatte die TV Verfilmung auch im März Premiere auf Sky One.


 
Regisseur und Drehbuchautor Vadim Jean hat scheinbar die Schwachstellen seines Vorgängers erkannt und war bestrebet, diese Fehler nicht erneut zu begehen. Das bekommt er zwar weitestgehend hin, macht dafür aber andere. Trotzdem ist „The color of magic“ im Vergleich zu „Hogfather“ der bessere, weil unterhaltsamere Film. Ob das auch gleichzeitig bedeutet, das es die bessere und werkgetreuere Umsetzung der Pratchett Vorlage ist, wird bewusst offen gelassen. Jean verzichtet hier darauf, sich zu sehr nach den Büchern zu richten, obwohl er sehr viele Details übernimmt. Doch er hat wohl erkannt, das manche Dinge, die in einem Buch funktionieren, nicht zwangsläufig auch ebenso gut in einen Film integriert werden können. Daher wirkt der zweite Ausflug in Pratchetts Scheibenwelt erzählerisch etwas runder und leistet sich nicht mehr so viele Extravaganzen wie der Vorgänger. „The color of magic“ verschießt auch nicht in den ersten 90 Minuten einen Großteil seines inhaltlichen und optischen Pulvers, sondern versteht es bedeutend besser, den Zuschauer annähernd über die gesamte Laufzeit zu unterhalten.


 
Entweder wurde das Budget hier gehörig aufgestockt oder es wurde hier einfach nur cleverer benutzt, denn zum einen gelingt „The color of magic“ das Kunststück seine optischen Reize über die dreistündige Laufzeit zu verteilen und zum anderen sehen die Spezialeffekte auch noch besser aus, als im direkten Vorgänger. Das darf man zwar immer noch nicht mit aktuellen Big Budget Kinofilmen vergleichen, aber spektakulär sind die Effekte allemal. „The color of magic“ legt zwar immer noch kein waghalsiges Erzähltempo vor, gestattet sich aber nicht mehr so viele Auszeiten wie bei „Hogfather“. Das Ganze wirkt strukturierter, zielstrebiger und insgesamt leichter. Und genau hier dürften sich die Geister auch scheiden. Der Reiz des ersten Scheibenweltausflugs entstand fast völlig durch die skurrilen Charaktere und der absurden Situation – die Geschichte war nicht zwangsläufig zweitrangig oder egal, ordnete sich aber den Figuren unter und wirkte dadurch des öfteren ein wenig Episodenlastig. Der zweite TV Film lässt seine Figuren zwar alles andere als links liegen, stellt sie aber auch nicht mehr so in den Vordergrund und verschenkt durch die Maßnahmen einige typisch schräge Pratchett Momente. Das lässt den Film zwar leichter und konsequenter erscheinen, dürfte aber einigen Fans nicht gefallen.


 
Ein Kritikpunkt eint aber beide bisherigen Scheibenwelt Umsetzungen: Man setzt einfach zuviel voraus. Bis auf einen sehr kurzen Einstieg erfährt man nichts über die Scheibenwelt. Der unerfahrene Zuschauer wird mitten in dieses Pratchettsche, gnadenlos überzogene Chaos versetzt – der eine oder andere dürfte damit etwas überfordert sein. Vielleicht wäre es wirklich besser, man würde bei einer weiteren Produktion – die bereits angekündigt ist – auf eine, zur Not selbst geschriebene, Einführung zurückgreifen, die den Zuschauer ein paar Minuten Zeit lässt, sich in dieser absurden Welt zurecht zu finden.

 

- Fazit -

„The Color of magic“ ist ein heiterer, fantasievoller Familienspaß voller skurriler Ideen und Figuren, der annähernd mühelos über die komplette Laufzeit unterhält – jedoch leider seine Ecken und Kanten verloren hat und damit ein wenig blasser als „Hogfather“ geworden ist. Auf eine ideale Mischung zwischen Terry Pratchetts Ideen – der hier übrigens am Ende einen Gastauftritt hat – und einem funktionierenden Erzählstil warten wir trotzdem immer noch. Eines von beiden blieb in den bisherigen Versuchen immer auf der Strecke. Unterhaltsam und sehenswert ist „The color of magic“ aber ohne Frage. 

Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.3/10 Bewertung (3 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD-Verleihstart:  02.10.2008
DVD-Verkaufstart: 09.10.2008
- Single Disc 
 
Label: Eurovideo
Verpackung: Keep Case
 
Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Englisch Dolby Digital 5.1
 
Untertitel:
- Deutsch
 
Bild: 1.78:1 (16:9)
Laufzeit: ca. 180 Min.
Uncut: Ja 
 
Extras:

  • Trailershow
  • Deutscher Trailer
  • Originaltrailer 

Review Extras:
Schade! Nachdem “Hogfather” sogar eine eigene Extra DVD mit über 90 Minuten Laufzeit spendiert bekam, erhoffte man sich ähnliches natürlich auch bei „The color of magic“. Aber: Fehlanzeige. Nicht nur, das es keine separate Extras DVD gibt – es sind bis auf den deutschen und dem Originaltrailer überhaupt keine Bonusmaterialien zu finden. Sehr schade, denn gerade so eine aufwendige Produktion hätte reichlich Platz und Gelegenheit geboten, um dem Zuschauer interessante Extras zu bieten.

Bewertung: 1 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

Spieltipp  

   

Statistik  

Filme: 1.442
Videospiele: 88
Specials: 105
Interviews: 62
Hardware: 9

Besuche Juli: 114.336
Belege können angefordert werden