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The Next Generation: Patlabor – Die Serie

The Next Generation: Patlabor – Die Serie

Originaltitel: The Next Generation: Patlabor
Erscheinungsjahr: 2014
Herstellungsland: Japan

Genre: Action, Science-Fiction
Freigabe: FSK-12
Regie: Mamoru Oshii, Kiyotaka Taguchi u.a.
Darsteller: Erina Mano, Bengaru, Shigeru Chiba u.a

Preis zum Test: EUR 50,99
 


 

Inhalt: Was vorher geschah... Tokyo, gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Durch den explodierenden Fortschritt der Robotertechnologie wurden die allumfassend einsatzfähigen humanoiden Labors ständig weiterentwickelt. Während einer langen und harten Rezession sind die Labors ausgemustert oder entsorgt. Auch die Roboter, die im Dienst der Polizei tätig sind, sind veraltet und werden zum Großteil außer Dienst gestellt. Die erste Abteilung für Spezialvehikel ist aufgelöst. Die dritte Generation der SV2, der Zweiten Abteilung für Spezialvehikel , die als technisch unfähig gilt, existiert allein nur aus dem Grund, das Wissen um die Bedienung der Labors zu erhalten. Auch der alte Labor AV-98er INGRAM - seiner Zeit mit der neuesten Technologie ausgerüstet parkt die meiste Zeit nutzlos im Labor Dock und scheint in der alten Zeit festzustecken. Durch die mangelnden Wartungsmaßnahmen geht er schon bei der kleinsten Bewegung kaputt.

 


 

 


 

- Kritik - 

In den frühen 90ern, als Anime längst nicht so präsent in Deutschland waren wie es heutzutage der Fall ist, schlugen auch die beiden PATLABOR-Filme in Deutschland auf. Mamoru Oshii führte bei beiden Filmen Regie und ist zudem besonders für seine Regiearbeit an GHOST IN THE SHELL (1995) bekannt. Während Hollywood aktuell an der Realverfilmung von GHOST IN THE SHELL arbeitet, hat sich Oshii seinen Patlabors gewidmet. Ungefähr 20 Millionen US-Dollar standen ihm für eine Live Action Serie und einen abschließenden Spielfilm zur Verfügung.  

Labors sind riesige Robert, die im 20. Jahrhundert Einzug in die Gesellschaft erhalten haben. Zunächst waren sie lediglich von Menschen bediente Maschinen, doch dann wurden sie auch für Verbrechen missbraucht. Die japanische Regierung rief deswegen die Patlabors ins Leben. Mittlerweile wurden fast alle Labors ausgemustert, auch die Abteilung für Spezialvehikel hat keine nennenswerte Funktion mehr. Die dritte Generation der SV2 besteht zudem aus einem Haufen Nichtsnutze, die lediglich ihm Dienst sind, um die verbliebenen Patlabors zu warten, falls tatsächlich mal einer benötigt wird. Die Arbeit besteht aus langweiliger Routine und die Schließung der SV2 steht kurz bevor. Doch immer wieder kommt es zu Einsätzen, in denen die SV2 angefordert wird und so schleppt man sich von Mission zu Mission. 

PATLABOR knüpft einige Zeit nach dem zweiten Film an, gleichzeitig kopiert er diesen in gewisser Weise. Sämtliche Hauptcharaktere sind Kopien der Figuren aus dem zweiten Film. Was jedoch bei einem Anime funktioniert, wirkt in einem Live Action Film deplatziert, es sei denn, man adaptiert sie für diesen. Bei THE NEXT GENERATION versäumt man es jedoch, eine Anpassung vorzunehmen. Stattdessen lässt man die gesamte Schauspielerriege maßlos chargieren und mit wildem Overacting ihre Rollen ausfüllen. Untermauert wird es noch durch entsprechende digitale Effekte, wenn beispielsweise eine Kinnlade sprichwörtlich auf den Tisch knallt. Gleichzeitig setzt man massiv auf Slapstick-Einlagen, die auch den Ton für die Serie angeben. Wenngleich die einzelnen Episoden handlungsbedingt durchaus melancholische und philosophische Ansätze haben. Tonal ist PATLABOR damit teilweise sehr unentschlossen und entsprechend anstrengend zu folgen. Der Humor zündet nicht, die überzeichneten Figuren (insbesondere unsere russische sprechende Kasha) sind zumeist nervig und anstrengend und die Handlung zuweilen arg aufgebläht. Die 12 Episoden hätte man deutlich kompakter halten können.

Die 20 Millionen Dollar musste Oshii sowohl für die 12 Episoden umfassende Serie sowie den anschließenden Film aufwenden. Den Großteil scheint man in den Film gesteckt zu haben, während die Serie häufig eher zum Kammerspiel oder eher Lagerhallenspiel mutiert. Die titelgebenden PATLABOR kommen fast gar nicht aktiv zum Einsatz, zieren häufig eher den Hintergrund. Dass man für die Serie und den Film die Patlabors 1:1 nachgebaut hat, ist hingegen löblich, erleichtert es doch die Interaktion für die Schauspieler. Gelungen sind die Modelle zudem auch. Im Außeneinsatz setzt man hingegen auf digitale Effekte. Diese entlarvt man zwar direkt als solche, sonderlich störend ist es allerdings nicht. Unangenehmer fällt hingegen auf, dass die Einsätze wirklich auf ein Minimum reduziert wurden. Wirklich ausufernde Action bekommt man keine und die Auflösung ist in der Regel völlig überdreht.

Deutet sich eine große Bedrohung an, entlarvt sie sich häufig als Phantasiegebilde. Die Übergänge zwischen Realität und Fiktion sind fließend und man als Zuschauer weiß man nicht so recht, ob das Gezeigte nun echt sein soll oder nicht. Mal wird die Lagerhallen quasi atomatisiert, ein andermal taucht ein Dinosaurier auf. Ein klamaukiger Anime, der zum Leben erweckt wurde. Das ist anstrengend zu folgen und unterhält leider nicht in dem Umfang, wie man es sich wünschen würde. Durchaus charmant hingegen die Anspielungen auf die Popkultur, ob nun Godzilla, Tekken oder Dr. Senizawa (eine Anspielung auf Dr. Serizawa, ebenfalls aus Godzilla), hier zeigt man sich zuweilen kreativ.

 

- Fazit -

THE NEXT GENERATION: PATLABOR ist leider völlig unentschlossen in seiner Erzählstruktur. Es dominiert der völlig überdrehte Japano-Ulk, der nicht richtig zünden möchte. Im Kern schlummert allerdings eine interessante Prämisse, aus der man jedoch kein Kapital schlägt. Die Figuren sind überzeichnet, der Humor anstrengend. Zu selten macht die Serie wirklich Spaß und diese Momente findet man fast ausschließlich in den Action- und Patlaborszenen. Leider keine sonderlich gelungene Umsetzung, die zudem noch mit einem Cliffhanger aufwartet und somit die Sichtung des Films fast schon verpflichtend macht.

Bewertung: 4.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.0/10 rating 1 vote

 


 

- DVD FACTS UND EXTRAS - 

 

DVD Verkaufstart: 10. November 2016
DVD Verleihstart:  10. November 2016

Label: Tiberius Film
Verpackung: Kreuzförmiges Digipak im Hardcover-Schuber
Wendecover: Nein

Bild: 16:9 1,78:1
Laufzeit: ca. 561 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS, Dolby Digital 5.1)
2. Japanisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
Keine

Extras:

  • 44 seitiges Hardcoverbooklet
  • Making Of
  • Interviews

Kritik Extras:
Making Of zu jeder Episode, Interviews, Making Ofs. Die Extras sind umfangreich. Wer mehr über Serie und Produktion erfahren möchte, kommt hier voll auf seine Kosten.

Bewertung: 10| 10

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