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Nov22

The Walking Dead - Season 1

The Walking Dead - Season 1

Originaltitel: The Walking Dead
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Horror, Action, Drama, Serie

Freigabe: FSK-18
Regie: Frank Darabont, Ernest R. Dickerson, Guy Ferland, Gwyneth Horder-Payton, Michelle Maxwell MacLaren u.a.

Darsteller: Andrew Lincoln, Jon Bernthal, Sarah Wayne Callies, Laurie Holden, Jeffrey DeMunn, Steven Yeun u.a.

Als Police Officer Rick Grimes (Andrew Lincoln) im Krankenhaus aufwacht, muss er feststellen, dass die ganze Stadt von Untoten bevölkert zu sein scheint und außer ihm offensichtlich so gut wie keine Überlebenden mehr existieren. Verzweifelt macht sich Rick auf die Suche nach seiner Frau (Sarah Wayne Callies) und seinem Sohn (Chandler Riggs) und trifft dabei auf weitere Überlebende…

- Kritik -

Das Zombiegenre hat sicherlich nicht den besten Ruf. Bis auf die sprichwörtlichen  Ausnahmen nahmen sich Produzenten des Themas nur an, weil sich mit den günstig umzusetzenden Produktionen im Fahrwasser der Romero-Streifen gutes Geld verdienen ließ. So werden die Videotheken zwar nach wie vor mit Zombiefilmen überschwemmt, doch gute Beiträge muss man mit der Lupe suchen. nachdem nun auch George Romero mit seinen letzten Genre-Beiträgen einen Großteil der Fans enttäuschte, soll nun also die US-Mini-Serie THE WALKING DEAD für etwas frischen Wind sorgen. Experiment geglückt?

Positives wie überraschendes Vorab-Fazit: Ja, durchaus, aber mit Abstrichen. Die US-Serie, die in ihrer ersten Staffel erst einmal nur sechs Folgen spendiert bekam, wurde von fähigen und erfahrenen Machern im Hintergrund ins Leben gerufen. So zählen Filmemacher Frank Darabont (DIE VERURTEILTEN) - der die Pilotfolge inszenierte und als Show Runner fungierte – und Produzentin Gale Anne Hurd (ALIENS) sicherlich zu den prominentesten Figuren, die jemals für eine TV-Show tätig waren. Zudem konnte man auch Robert Kirkman - dessen Graphic Novels, die seit 2003 erscheinen und die Vorlage für die Reihe bildete – für das Projekt gewonnen werden. In dem Zusammenhang ist es wenig überraschend, dass THE WALKING DEAD insbesondere im Pilotfilm Kinoqualitäten aufweist, was Sets, Ausstattung oder Aufwand an sich betrifft. Durch ein durchdachtes Farbkonzept, die hervorragenden Sets und einen passenden Score entsteht tatsächlich eine Endzeitatmosphäre, die man selbst bei den besseren Genre-Vertretern überwiegend vergeblich sucht. Erinnert der Anfang der Pilotfolge noch recht stark an 28 DAYS LATER von Danny Boyle, wird sehr schnell klar, dass man sich an dem klassischen Romero-Stil orientiert, was auch durch einige Storyschwenker oder anderen Details immer wieder deutlich wird. 

Trotz des hohen Erzähltempos ist die Zombie-Serie jedoch alles andere als ein knalliger Actionspaß. Vielmehr stehen Atmosphäre und die charakterliche Entwicklung der Protagonisten, gemischt mit der üblichen Prise Gesellschaftskritik im Vordergrund. Gerade im Pilotfilm ist die Atmosphäre fast schon melancholisch, was in einer denkwürdigen Erlösungsszene gipfelt, die in ihrer emotionalen Tiefe wirklich unter die Haut geht. Darabont inszenierte sehr zurückhaltend und verzichtete auch etwas überraschend auf die gängigen Schockeffekte, was dem Format sehr gut bekommt. Insgesamt ist das alles mehr Drama als Horror. Trotzdem weiß er natürlich, was er den Fans schuldig ist, so dass es auch ordentlich zur Sache geht. Der Goregehalt ist verblüffend hoch (Selbst in der geringfügig gekürzten deutschen Fassung) und auf einem konstant hohen Niveau. Die Masken, die von der renommierten KNB Effects Group, gegründet von Robert Kurtzman, Greg Nicotero und Howard Berger, sind erstklassig und spielen wie auch das Setting an sich, in der oberen Kinoliga mit. Auch darstellerisch gibt es wenig zu kritisieren, wobei es sich bis auf Michael Rooker und Norman Reedus eher um bei uns unbekanntere Darsteller handelt.

Doch das Niveau, das der Pilotfilm vorgab, konnte nicht konstant gehalten werden. Zu sehr stagniert die Handlung, zu stark werden sattsam bekannte Klischees – die Genrebedingt aber vielleicht auch gar nicht vermeidbar sind – aufgegriffen, so dass es zwischenzeitlich zu unnötigen Längen kommt. Fraglos bewegt sich THE WALKING DEAD auch dann noch auf hohem Niveau, doch eine temporäre Schwächephase ist nicht von der Hand zu weisen. Und die erhoffte Neuausrichtung des Genres bleibt schlussendlich auch aus. Die letzte Folge hingegen geht dann ziemlich in die Vollen und lässt ungeduldig auf die 2. Staffel warten, die aufgrund des großen Erfolges umgehend in Auftrag gegeben wurde. Und auf diese darf man sich, trotz der genannten Schwachpunkte, durchaus freuen.

- Fazit -
 
Die wandelnden Toten im TV – ein gewagtes Experiment, das jedoch überwiegend geglückt ist. Ein tolles Setting, gute Schauspieler, exzellente Masken und die Fokussierung auf eine ernsthafte Herangehensweise sorgen für eine sehenswerte TV-Serie im Kinoformat. Dass man die Qualität des Pilotfilms nicht halten kann ist auffallend, aber im Gesamtpaket weitestgehend verschmerzbar.  Absolut sehenswert, wenngleich nicht so überragend, wie man mitunter lesen konnte.
 
Bewertung: 7 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

7.0/10 Bewertung (12 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 28.10.2011
DVD Verkaufstart: 28.10.2011

Label: Entertainment One
Verpackung: Keepcase
Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: 280 Minuten
Uncut: Nein

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1) 
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch

Extras

  • Making of "The Walking Dead"
  • Hinter den Kulissen von "The Walking Dead": Episoden 1-6
  • Eine Vorschau mit Robert Kirkman
  • Zombie-Make-Up-Tipps hinter den Kulissen
  • Geprächsrunde mit den Produzenten
  • Zombieschule
  • Fahrradmädchen
  • Am Set mit Robert Kirkman
  • Ein Treffen mit Steven Yeun
  • In Dales Wohnmobil
  • Am Set mit Andrww Lincoln
Kritik Extras 
Die Bonusfeatures bieten etwa 100 Minuten zusätzliches Material – und das ist durch die Bank sehenswert. Stellt man sich eine gelungene Veröffentlichung vor.
 
Bewertung: 10 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

7.0/10 Bewertung (4 Stimmen)
Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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