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Dez03

Titanic 2 - Die Rückher

Titanic 2 - Die Rückher

Originaltitel: Titanic II
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Action
Freigabe: FSK-12
Regie: Shane van Dyke 
Darsteller: Shane van Dyke, Marie Westbrook, Bruce Davison u.a.

Der Investor Hayden Walsh (Shane van Dyke) ist auf die Idee gekommen anlässlich des 100-jährigen Geburtstags, eine Kopie der alten Titanic zu kreieren und auf die Reise zu schicken. Dabei hat man jedoch nur die äußere Hülle kopiert und das Innenleben des Schiffs mit der modernsten Technik ausgestattet, um nicht in die Fußstapfen des Vorbilds zu treten. Neben den etlichen Passagieren, die sich auf der Kreuzfahrt tummeln, befindet sich auch die Krankenschwester und ehemalige Freundin Haydens Amy Maine (Marie Westbrook) auf dem Schiff. Das Verderben nimmt seinen Lauf, als ein Gletscher kalbt und eine gigantische Flutwelle über den Atlantik auf die Reise schickt, die die Unversehrtheit der Titanic II und ihrer Passagiere bedroht. Amys Vater James (Bruce Davison), der bei der Küstenwache arbeitet, setzt alles daran, das Leben seiner Tochter zu retten.

- Kritik -

Die Idee einen der erfolgreichsten Filme aller Zeiten mit einem Sequel zu bescheren, geistert schon seit Ewigkeiten durchs Netz. So gab es beispielsweise einen Fake-Trailer in dem der in einem Eisblock eingefrorene Jack das Licht der Welt erneut erblicken durfte. Bei jeder Idee, die postuliert wurde, wurde dies mit einer nicht unerheblichen Portion Humor getan, denn allzu sinnvoll ist die Geschichte nicht, insbesondere dann nicht, wenn man logisch an den Cameron-Film anknüpfen möchte. Die vorliegende Asylum-Produktion schließt aus offensichtlichen Gründen nicht an das Epos an, sondern zelebriert den 100-jährigen „Geburtstag“ der Titanic. 



Bereits die Grundstory strapaziert die Glaubwürdigkeit bis aufs Äußerste. Doch Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller Shane van Dyke schafft es ohne weiteres, diese Mängel in den Schatten zu stellen, wenn die Handlung ihre Blüten entfaltet und dabei jegliche Logik fahren lässt. Was hier zusammengeflickt wurde ist einfach unglaublich und dürfte bei allen Zuschauern zu Fassungslosigkeit ob der hanebüchenen und sinnlosen Ideen führen. Mit innerer Logik, Verständnis oder Sinn hält man sich hier nicht lange auf, sondern reiht aneinander, was halbwegs zusammenpasst. Sei es der vollständige Stillstand, nachdem man die Propeller stoppt, der Tsunami, dessen Welle sich bereits auf hoher See entfaltet (hätte eine Monsterwelle es nicht auch getan?) oder die Beton Umgebung, die sich im Inneren des Schiffes findet. Dass sich scheinbar niemand über die Ostküste der USA Sorgen macht, auf die die 800 Meilen schnelle Welle mit unglaublichen Ausmaßen gnadenlos zurollt, ist auch unglaublich erstaunlich. Alles ist dermaßen an den Haaren herbeigezogen und darüber hinaus schlecht inszeniert, dass es eine Farce ist. Dabei nimmt sich der Film über die gesamte Laufzeit unglaublich ernst, Raum für Ironie oder Witz findet sich keiner. 



Doch die Handlung ist tatsächlich nur – Achtung Wortwitz! – die Spitze des Eisbergs. Auch die Settings sind alles andere als akzeptabel. Die Titanic war damals nicht nur für ihre Größe bekannt, sondern auch für ihren Prunk und ihren Stil. Ähnliches erwartet man selbstverständlich von heutigen Luxuslinern und von einer Kopie des Originals. Die Sets lassen von der Pracht nicht einmal ansatzweise etwas durchschimmern. Die aufgesuchten Sets, die hier als Schiff herhalten müssen, sind eine wilde Mischung aus Hotelfluren und -sälen, Shopping Malls, Arbeitshallen und Betontreppenhäusern. Eine wildes Potpourri, das ab und an durch einen Farbfilter zusammengehalten wird. Bei den Außenansichten greift man zumeist auf digitale Effekte zurück, die in gewohntem Asylum-Niveau rangieren und nicht von Qualität zeugen. Optischer Leckerbissen sind die Aufnahmen der vertäuten Titanic II. Dies liegt schlicht und ergreifend daran, dass man hierfür die RMS Queen Mary gefilmt hat, die seit Jahrzehnten in Long Beach ankert. Auch einige der Szenen an Deck wurden auf der RMS Queen Mary gedreht, so dass es zumindest ein Minimum an Schiffsflair in den Film geschafft hat. Dass die Queen Mary nicht baugleich mit der Titanic und der Titanic II ist, hat hier scheinbar niemanden gestört. 



Dann wären da noch die „Schauspieler“, die sich durch die Story schleppen. Alle Figuren sind erschreckend austauschbar, blass und langweilig. Lediglich die Figur des James Maine hebt sich ein wenig hervor und wird halbwegs überzeugend von Bruce Davison gespielt. Die restlichen Darsteller sind nicht der Rede wert und maßlos überfordert. Emotionen sucht man vergeblich, ebenso wie eine glaubhafte Darstellung, was natürlich zu großen Teilen dem dümmlichen Drehbuch und den sinnlosen Dialogen zu verdanken ist. Die Darsteller tragen jedoch das ihrige dazu bei. Zu guter Letzt bedient man sich dann noch dreist bei Ideen anderer Filmen: "Poseidon", "The Abyss" oder "Batman hält die Welt in Atem" seien an dieser Stelle genannt. 



Das Stille Highlight des Streifens ist nachfolgende Szene, die repräsentativ für die Sinnlosigkeit des Films steht: Amy (man behalte im Hinterkopf, sie ist Krankenschwester) versucht eine klaffende Wunde ihrer Freundin zu verarzten. Unglücklicherweise finden sich keine Hilfsmittel in der Nähe. Kurzerhand fragt sie Hayden nach einer Kreditkarte und klebt diese mit Klebeband über der Wunde fest. 


- Fazit -

Das war absolut nichts. Man kann sich jedes x-beliebige Element aus dem Film greifen und wird gröbste Mängel erkennen, die jeglichen Filmgenuss bereits im Keim ersticken: Dialoge, Handlung, Schauspieler, Effekte, Sets, die Liste ließe sich probemlos fortführen. Einzig die Logikfehler sind genau das, was sie in der Regel immer sind und was der gesamte Film ist: sinnlos. Einen Gnadenpunkt gibt es für die Aufnahmen von und auf der RMS Queen Mary. 

 

Bewertung: 1 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

2.2/10 Bewertung (9 Stimmen)

 - DVD Facts und Extras -

 

DVD Verleihstart: -
DVD Verkaufstart: 18.11.2010

Publisher: Great Movies
Verpackung: 
Amaray
Wendecover: Ja

Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Englisch Dolby Digital 2.0

Untertitel: 
- Deutsch

Bild: 16:9 (1,77:1)
Laufzeit: ca. 85 Minuten
Uncut: Ja

Extras:

  • Original Trailer
  • Trailershow
  • Ship’s about to go down: The Making of Titanic II (ca. 8 Minuten)
  • Gag Reel (ca. 6 Minuten)


Kritik Extras
Die Extras sind übersichtlich und umfassen ein 8-minütiges Making Of, in welchem rudimentär auf die Ideen hinterm Set eingegangen wird. Hier werden auch die teils schlecht umgesetzten Ideen beleuchtet, die ihren Weg in den Film gefunden haben (Stichwort: Fahrstuhlschacht "hochklettern"). Das 6-minütige Gagreel ist leider nicht so amüsant, wie man es gerne hätte, zeigt jedoch, dass die Beteiligten durchaus Spaß an der Sache hatten. Ansonsten findet man noch die obligatorischen Trailer auf der Disc.   

Bewertung: 2 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

1.5/10 Bewertung (2 Stimmen)
Sascha Weber

Sascha Weber

   

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