!

Bereitsgetestet.de verwendet Cookies, um Ihnen bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Website dem Nutzungsverhalten der Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie die Website weiter nutzten, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Datenschutzerklärung

OK

Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Aug13

Transcendence

Transcendence

Originaltitel: Transcendence
Herstellungsland: China,Großbritannien, USA

Erscheinungsjahr: 2014
Genres: Drama, Action, Thriller, Science-Fiction
Freigabe: FSK-12
Regie: Wally Pfister

Darsteller: Johnny Depp, Morgan Freeman, Kate Mara, Paul Bettany, Rebecca Hall u.a.

Dr. Will Caster (Johnny Depp), anerkannter Experte auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz, und seine Frau Evelyn (Rebecca Hall) stehen kurz davor, ein vollkommen neuartiges Computersystem zu erschaffen – ein Elektronengehirn, das über menschliche Emotionen verfügt und selbstständig reflektieren kann. Eine Gruppe technikfeindlicher Extremisten will den Superrechner um jeden Preis verhindern und verübt ein Attentat auf Dr. Caster. Doch anstatt den Wissenschaftler zu stoppen, verhilft sie ihm damit erst zum Erfolg. Denn Evelyn vollendet das Experiment. Sie verbindet das Gehirn des schwer verletzten Will mit dem Computer und lässt seinen Geist mit der Maschine verschmelzen. So entsteht ein hochintelligentes Wesen, das sich bald seiner ungeheuren Macht bewusst wird...

- Kritik -  

Zugegeben, der Plot erinnert stark an Brett Leonard's Film 'Der Rasenmähermann' aus dem Jahr 1992, in dem der Geist eines Mannes in einen Computer transferiert wird und dadurch fast gottgleiche Fähigkeiten erhält. Somit wäre der Innovationspreis bereits vergeben, doch Wally Pfisters Film weist ansonsten keinerlei Parallelen zu dem von Leonard auf, vielmehr geht er noch einen Schritt weiter, denn die Welt hat sich seit 1992 weiterentwickelt, die globale Vernetzung ist beinahe lückenlos fortgeschritten und es bedarf nur weniger Mouseklicks um sich der Identität von nahezu jedem beliebigen Menschen zu bemächtigen. Und genau da setzt Pfisters Film an, verwoben mit Elementen des Kriminalfilms, denn diese Identitäten bedeuten Informationen und Informationen bedeuten Wissen und Wissen ist bekanntlich Macht. Was geschieht nun, wenn ein einziger Mensch über das gesammelte Wissen der Menschheit verfügt und quasi überall zur gleichen Zeit sein kann?
 
 
Beängstigend und weniger Science-Fiction, als man vermutet. Das zeigt der immer noch aktuelle NSA-Skandal. Man muss also nicht zwangsläufig auf Biegen und Brechen innovativ sein, um gleichzeitig spannend und relevant zu unterhalten. Pfister, seines Zeichens Stamm-Kameramann von Regie-Virtuose Christopher Nolan ('Memento', 'The Dark Knight') erzählt in seinem Regie-Debut gekonnt dieses Schreckensszenario, erdacht von Autor Jack Paglen- ein Newcomer- und kann dabei auf Leinwandgrößen wie Johnny Depp ('Fear And Loathing In Las Vegas', 'Fluch der Karibik'), Cillian Murphy ('28 Days Later, 'Batman Begins') und Morgan Freeman ('Miss Daisy und ihr Chauffeur', 'Invictus') zurückgreifen, über deren Qualitäten-, auch im Falle von 'Transcendence', man beileibe nicht mehr extra verweisen muss.
 
 
Handwerklich macht sich zudem Pfisters ausgesprochenes Talent für Bildsprache bezahlt, obwohl er dieses Mal nicht selbst Hand anlegt. Immer übersichtlich, wundervoll photographiert und trotzdem dynamisch, liefert Kameramann Jess Hall ('Hot Fuzz', 'Grindhouse') eine souverän- stilvolle Arbeit ab. Für die passende Stimmung sorgt Komponist und Oscarpreisträger Mychael Danna ('Life Of Pi', 'Capote'), dessen Orchester dem Film sowohl epische Größe-, als auch hörenswerte, leise Momente schenkt. Ob futuristsich von Elektro-Spielereien geprägt oder klassisch von Streichern und Chören dominiert, für bestmöglichen Ohrenschmaus-, der ebenso die Wirkung jeder Szene unterstreicht, ist gesorgt.
 
 
Ein durchaus gelungenes Regie-Debut, da sieht man auch großzügig über die ein oder andere, erzählerische Schwäche hinweg, mit der schliesslich auch erfahrene Regisseure des Öfteren zu kämpfen haben und die sich durch die Laufzeit von knapp zwei Stunden gerne einschleichen. Auch die entschleunigte aber nie antiquierte Erzählstruktur könnte dem ein oder anderen Zuschauer sauer aufstoßen, bricht sie doch mit den bereits etablierten Sehgewohnheiten eines modernen Kinopublikums. Es wird nicht von Actionszene zu Actionszene gehechtet, nein, man lässt sich Zeit, um Sorgfalt bei der Entwicklung der Geschichte- und Wandlung ihrer Figuren walten zu lassen.
 
 
Nicht frei von logischen Ungereimtheiten und auch keineswegs perfekt harmonisch, ergibt sich dennoch ein nachvollziehbares Bild der Vision des Regisseurs, soziokulturell- kritische Untertöne nicht im hirnlosen Raum verpuffen zu lassen und trotzdem- oder gerade deshalb- ansprechend zu unterhalten.
 

- Fazit -

'Transcendence' ist ein fesselnder Sci-Fi-Cyber-Thriller, ein beunruhigendes Gedankenspiel, das durch seine exzellente Besetzung und das grandiose, audiovisuelle Design für einen unterhaltsamen und spannenden Kinoabend sorgt. Hirnfutter und Nagelbeisser zugleich!

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.0/10 Bewertung (7 Stimmen)

 

- Bluray FACTS UND EXTRAS -

 

Bluray Verleihstart: 28. August 2014
Bluray Verkaufstart: 28. August 2014

Publisher: Universal

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,35:1 (16:9 anamorph / 1080p)
Laufzeit: ca. 120 Minuten (inkl. Abspann)
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD MA 7.1)
2. Englisch (DTS-HD MA 7.1)

Untertitel:
- Deutsch 
- Englisch für Hörgeschädigte


Extras

  • Making Of
  • Mini Making Of
  • Featurettes
    *Das Versprechen Künstlicher Intelligenz
    *Die Gefahr Künstlicher Intelligenz
    *Was ist Transzendenz?
  • Trailer
  • US-Premiere
  • B-Roll
  • Interviews:
    *Johnny Depp
    *Rebecca Hall
    *Morgan Freeman
    *Wally Pfister
    *Paul Bettany
    *Kate Mara
  • Bildergalerie

Kritik Extras
Sehr ordentlich, was uns Universal Home Entertainment uns hier an Extras spendiert. Zwei Making-Ofs, dazu jede Menge Featurettes, Interviews mit Cast & Crew usw., das kann sich durchaus sehen lassen. Auch der Umstand, dass vor allem das längere Making-Of sehr informativ daher kommt und auch auf Details aus der nicht immer reibungslosen Produktion eingeht, ist aller Ehren wert und heutzutage leider keine Selbstverständlichkeit.

Bild und Ton sind astreines Referenzmaterial. So sauber, plastisch, detailliert und farbkräftig hat 'Transcendence' noch nicht mal im Kino ausgesehen, möchte man meinen. Kein Banding, kein Rauschen und keine Verschmutzungen weit und breit. Sauber!

Auch der Ton braucht sich hinter dem Bild keineswegs zu verstecken. Heidewitzka, hier hat aber mal jemand vom feinsten das Mischpult beackert. Glasklarer, immens räumlicher und direktionaler 7.1. - DTS-HD-MA - Ton, so und nicht anders muss sich ein Film im Heimkino 2014 anhören! Punktlandung!

Wertung: 8|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

8.0/10 rating 1 vote
Ralf Enderlein

Ralf Enderlein

   

Spieltipp  

   

Statistik  

Filme: 1.442
Videospiele: 88
Specials: 105
Interviews: 62
Hardware: 9

Besuche Juli: 114.336
Belege können angefordert werden