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Feb28

World Invasion: Battle Los Angeles

World Invasion: Battle Los Angeles

Originaltitel: Battle Los Angeles
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Action, Science-Fiction

Freigabe: FSK-16
Regie: Jonathan Liebesman

Darsteller: Michelle Rodriguez, Bridget Moynahan, Aaron Eckhart, Lucas Till, Joey King, Taylor Handle yu.a.

Die Welt befindet sich im Krieg: Am frühen Nachmittag sind zwölf Meteoriten an der Küste ins Meer gefallen. Dabei handelte sich um die militärische Aktion eines unbekannten Feindes. Es gibt große Verluste in New York, während sich in Boston eine Verteidigungslinie formiert. Zu San Diego und San Francisco ist der Kontakt abgebrochen. Einzig an der Westküste gibt es noch genügend Armee-Einheiten, die unbedingt Los Angeles halten müssen. 24 Stunden, bevor der US-Militärsprecher in einer Live-Übertragung diese Situation schildert, die sich weltweit ähnlich ereignet, hat Sgt. Michael Nantz (Aaron Eckhart) andere Sorgen, denn für ihn endet seine Militärzeit am nächsten Tag, weshalb der vom Krieg demoralisierte Soldat seine Papiere abholt. Auch die Soldaten seiner Einheit haben nur private Dinge im Kopf, doch am frühen Morgen des nächsten Tages müssen sie zu einer überraschenden Mobilmachung antreten. Eine Formation von Meteoriten, die alle die gleiche Form haben, nähert sich der Erde. Im Fernsehen sehen Nantz und seine Leute, wie an der Küste von Los Angeles ein Meteorit abstürzt und unmittelbar danach ein verheerender Angriff beginnt. Ein Kriegsschiff wird zerstört und seltsame Gestalten nähern sich dem Strand, die jedes Leben zerstören. Nantz' Marines unter der Leitung eines unerfahrenen Leutnants bekommen den Auftrag, in das Küstengebiet vorzudringen, um überlebende Zivilisten zu retten, bevor die USA mit einem Gegenbombardement beginnen wird - ihnen bleiben genau 3 Stunden...

- Kritik -


Manchmal fragt man sich ernsthaft, nach welchem Schema die Major-Studios ihr Personal verpflichten.  Warum man z.B. für einen Actionfilm wie WORLD INVASION: BATTLE LOS ANGELES  auf einen Regisseur wie Jonathan Liebesman – der bis dato nur durch zwei allenfalls mittelmäßige Horrorstreifen auf sich aufmerksam machte - zurück greift, wäre schon einmal die erste Frage. Doch warum man dann ausgerechnet auf den Drehbuchautor Christopher Bertolini zurückgriff, der seit 1999 nicht mehr aktiv war, sorgt da schon für mehr Verwirrung. Hoffnungen schürten diese personellen Entscheidungen im Vorfeld nicht und trotz des soliden Abschneidens an den Kinokassen – immerhin spielte der Streifen bei einem Budget von 70 Millionen Dollar knapp 210 Millionen wieder ein – beäugte man den x-ten Alien-Angriffs-Film äußerst kritisch. Doch wie ist er nun – der erste Ausflug des Jonathan Liebesman?

Alien-Invasions-Streifen gibt es wie Sand am Meer. Natürlich wäre es nun ein leichtes, dem Film schon hier eine gewisse Ideenlosigkeit unterstellen. Doch einerseits wäre das Quatsch, weil ein Film auch dann Qualitäten entwickeln kann, wenn er bereits bekannte Themen interessant angeht und andererseits stellte man hier eine kleine Militäreinheit in den Mittelpunkt der Geschichte und keine „Alltagshelden“ wie gewohnt. Ganz offensichtlich und durch zahlreiche Aussagen der Beteiligten belegt, orientierte man sich an den Ridley-Scott-Streifen BLACK HAWK DOWN. Nach Betrachtung von WORLD INVASION: BATTLE LOS ANGELES  stellt man jedoch nüchtern fest:  Liebesman ist kein Scott. Er ist noch nicht einmal ein guter Regisseur, sondern allenfalls ein routinierter Auftrags-Handwerker ohne Stil, Klasse oder eigene Ideen. Optisch orientiert sich der Filmemacher fast schon sklavisch an erkennbare Vorbilder wie schon den genannten BLACK HAWK DOWN oder auch DER SOLDAT JAMES RYAN. Dabei stellt er sich jedoch so ungeschickt an, dass er wie ein Schüler beim Abschreiben einer Mathearbeit wirkt, der jedoch nur die einzelnen Variablen gesehen hat und nun nicht weiß, wie er diese nun auflösen soll, damit das alles Sinn ergibt. Daher probiert er mal dies, mal das, doch zu einem Ergebnis kommt er eben nicht. Der Einsatz der Wackelkamera nervt, weil sie instinktlos und ohne Timing eingesetzt wird. Die visuelle Ausarbeitung und Präsentation der Invasoren ist schwach: Generell sieht man die Angreifer  zu wenig, so dass ein Bedrohungs-Gefühl nur bedingt entsteht, und was man sieht, wirkt unausgegoren. Technisch ist das alles einwandfrei und routiniert gefilmt, wirkt jedoch völlig seelenlos, austauschbar und unaufgeregt.

Liebesman nun alleine die Schuld in die Schuhe zu schieben wäre natürlich falsch. Er ist zwar nicht in der Lage aus dem vorgegebenen Material etwas Brauchbares zu mixen, aber bei dem schwachen Skript wäre selbst das schwer. Was Bertolini hier an Klischees, Pathos und Formelhaftigkeit abliefert, spottet jeder Beschreibung. Und schlussendlich scheitert WORLD INVASION: BATTLE LOS ANGELES  auch wesentlich stärker an dem schwachen Skript, als an der technisch soliden, wenngleich auch einfallslosen Inszenierung. Der Film konzentriert sich fast komplett auf diese kleine militärische Einheit. Damit man als Zuschauer nun mitfiebern kann brauche ich glaubwürdige, liebenswerte Figuren. Doch Bertolini klaut sich einmal quer durch die Filmgeschichte und bringt dann nur plakative Abziehbilder aufs Papier, die sich dann wiederum wunderbar dem seelenlosen Stil von Liebesman anpassen. Hier haben sich zwei gesucht und gefunden. Nie hat man Aaron Eckhart so blass gesehen, und das liegt weiß Gott nicht an dem Schauspieler oder seiner Leistung – er holt noch das maximale aus dieser Figurenbeschreibung heraus. Auch die wenigen Charaktere außerhalb dieser Militärtruppe sind völlig austauschbar. Dazu kommen haarsträubende Dialoge und Klischees am laufenden Band.  Was den Film am Ende dann aber völlig ungenießbar macht, ist dieser in der Form sehr unangenehme Pathos, der zwischenzeitlich glauben lässt, es mit einem Werbefilm des US-Militärs zu tun zu haben.  Wie man diesen Spagat besser hin bekommt, haben Dutzende von Filmemachern bewiesen, doch selbst dazu fehlt Liebesman das richtige Händchen.  Jede Form der Emotionalität geht ihm ab – er praktiziert  quasi „Malen nach Zahlen“ und hakt seelenlos- und lieblos die einzelnen Szenen ab, packt den Zuschauer aber nicht, so dass dieser distanziert dem Treiben folgt.

Keine Frage: Das sieht technisch  überwiegend gut aus, dröhnt und scheppert ordentlich. Wem das alleine reicht, wird mit diesem Streifen gut bedient sein. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal schreibe, aber im direkten Vergleich ist der fast zeitgleich erschienene SKYLINE von den Strause-Brüdern sogar etwas besser. WORLD INVASION: BATTLE LOS ANGELES  wird nur vom größeren Budget und besseren Darstellern gerettet. Das alles lässt Böses für den Big-Budget-Streifen ZORN DER TITANEN erwarten, der von Liebesman inszeniert wurde und ab März 2012 im Kino zu sehen ist. 

 

- Fazit -


Seelenlos, voller Klischees, Pathos und platter Figuren. Technisch ordentlich, inszenatorisch hilflos und ohne Gespür oder Stil in Szene gesetzt. Ein steriles, einfallsloses Drehbuch lässt selbst solch starke Schauspieler wie Éckhart schlecht aussehen, wobei es gerade noch der Cast ist, der WORLD INVASION: BATTLE LOS ANGELES  rettet. Es rummst und dröhnt ordentlich, doch aufgrund der emotionslosen Inszenierung und eines blamablen Drehbuchs wird der Zuschauer nicht gepackt.

Bewertung: 4 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

7.7/10 Bewertung (16 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 14. Oktober 2011
DVD Verkaufsstart: 14. Oktober 2011


Label: Sony Pictures
Verpackung: Keep Case (Amaray)

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch
- Türkisch 

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9) 
Laufzeit: ca. 111 Minuten
Uncut: Ja

Extras
  • Hintergründe des Kampfes (6:29 Min.) 
  • Außerirdische in L.A. (17:15 Min.) 
  • Vorbereitung auf den Kampf (5:04 Min.) 
  • Die Nachbildung von L.A. in Lousiana (5:34 Min.) 
  • Trailer: 
  • World Invasion: Battle Los Angeles (1:19 Min.)
  • Country Strong (1:56 Min.) 
  • Battle for Terra (2:09 Min.) 
  • The Green Hornet (1:56 Min.) 
  • Arthur Weihnachtsmann (1:22 Min.) 
  • Restless (2:01 Min.)
     

Kritik Extras
Deutlich besser als der Film. Trotz der zahlreichen Features kratzt man aber trotzdem nur an der Oberfläche. Allerdings gibt´s ja auch noch den Audiokommentar und in dieser Verbindung kann mann das Bonusmaterial als durchaus zufriedenstellend bezeichnen.

Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

4.7/10 Bewertung (3 Stimmen)
Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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