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Mär18

Wovon träumt das Internet?

Wovon träumt das Internet?

Originaltitel: Lo and Behold, Reveries of the Connected World
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2016
Genres: Dokumentation
Freigabe: FSK-0
Regie: Werner Herzog

Darsteller: Elon Musk, Lawrence Krauss, Lucianne Walkowicz u.a.

Preis zum Test: EUR 16,99


 

Inhalt: Wovon träumt das Internet? Von sich selbst? Von den Menschen? Dieser und weiteren Fragen geht der Filmemacher Werner Herzogin seiner Dokumentation nach. Er beleuchtet Themen wie die Einflussnahme des Internets auf die moderne Welt, erforscht die Entwicklung von Robotertechnik und künstlicher Intelligenz, ergründet das "Internet der Dinge" und setzt die sich ständig weiterentwickelnde Vernetzung der Erde in einen Zusammenhang mit dem menschlichen Leben an sich. Außerdem wirft Werner Herzog einen kritischen Blick auf die digitale Revolution und erkundet die Grenzen der vernetzten Welt. Für seinen Dokumentarfilm Wovon träumt das Internet? lässt er sowohl Experten und Pioniere als auch Opfer der digitalen Welt zu Wort kommen und fungiert einmal mehr als Erzähler.

 


 

 



- Kritik -
     

Werner Herzog und seine Dokumentation sind eine Sache für sich, was vor allem an der Person des Filmemachers selbst liegt. Da ist auf der einen Seite sein doch sehr deutscher Akzent, wenn er auf Englisch seine Filme mit einem Kommentar begleitet, und zum Anderen seine Themenauswahl. Da drehte er mal eine Dokumentation über einen Vulkan, der drohte auszubrechen, die Dorfbewohner hatten ihre Häuser schon verlassen, doch der Vulkan sollte nie ausbrechen und es wurde eine ganz andere Doku als geplant. Doch genau in diesem spontanen, zuweilen improvisierten Dokumentieren lagen die Besonderheiten vieler seiner Dokumentationen. WOVON TRÄUMT DAS INTERNET ist auf der einen Seite nicht so ein spontanes und imrpovisiertes Unterfangen und lebt doch auch vom Stil des Autors. Koch Film veröffentlicht dieses Werk nun auf DVD und Blu-ray, indem Herzog der Frage nachgeht, was das Internet mit der Welt, mit uns gemacht hat und macht. 

Auf dem Papier erzählt die Dokumentation von Werner Herzog über das Aufkommen des Internets, seinen Entwicklungen und was daraus noch werden könnte. Dies ist auf der einen Seite informativ und spannend, auf der anderen Seite neigt Herzog aber auch dazu das ganze Sujet etwas zu sehr in pathetische Momente zu packen. Der Gedanke scheint zuweilen nicht weit hergeholt, dem ganzen eine existenzialische Bedeutung zu geben und doch, denn jeder weiß wie sehr das Internet nicht nur Teil, sondern eine der wichtigsten Komponenten im Alltag vieler Menschen geworden ist. Andererseits ist es ein Sil, der vielleicht dem ein oder anderen sauer aufstoßen wird, denn Herzog bietet nicht nur ein informatives Programm aus Fakten, sondenr versucht daraus auch immer wieder eine zweite Bedeutungsebene herauszukitzeln.

Dadurch bleibt das Internet als Thema immer etwas vage. Ein Startpunkt für die verschiedensten Assoziationen, was so als Arbeitsweise von Werner Herzog auch kennt, was aber schließlich nie, in diesem Fall, auf einen gemeinsamen Nenner zurückgeführt werden kann. Es eröffnet Herzog wohl immer wieder die Möglichkeit thematisch abzudriften, doch die Begründung, dass das nunmehr alles mit dem Internet zusammenhängt, offenbart sich dabei in manchen Fällen als sehr wackliges Alibi. So wirkt die Dokumentation teilweise nur wie ein Brain-Storming, wie es ironischerweise das Poster bzw. Cover des Films auch zeigt. Ganz viele Ideen, die da wohl im Kopf von Herzog herumgespuckt sind, wo er sich aber nicht die Zeit genommen hat diese zuordnen. So deutet er viele Themen an, die vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt nochmal seperat für sich besucht werden könnten um tiefschürfendere Erkenntnise zu erlangen. So bleibt es ein Konglomerat vieler Ideen und Gedanken, wo es aber scheinbar kein Bestreben gab am Ende ein rundes Werk zu haben. Reizvoll in der Sichtung, aber am Ende weniger informativ oder gedankenöffnend, als dies Werner Herzog sich womöglich gewünscht hat.

  

- Fazit -  

Ein Film über das Wirken des Internets. Spannend und interessant, aber auch mit dem typischen Herzog.Stil, der hier teilweise etwas zur Überhöhung und Mystifizierung neigt und mehr träumt als erzählt und dabei die Frage des Films nie beantwortet.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 23. Februar 2017
BD Verleihstart: 23. Februar 2017

Publisher: Koch Media Home Entertainment

Verpackung: BD Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 98 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD MA 5.1)
2. Englisch (DTS-HD MA 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:

  • Trailer
  • Werner Herzog Interview
  • Werner Herzog Screen Talk

Kritik Extras
In den Extras gibt es dann noch etwas mehr Werner Herzog, aber das war es dann auch. Die Dokumentation spricht ja auch eigentlich für sich.

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

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