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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Feb21

God Loves the Fighter

God Loves the Fighter

Originaltitel: God Loves the Fighter
Herstellungsland: Trinidad-Tobago

Erscheinungsjahr: 2013
Genres: Drama, Krimi
Freigabe: FSK 16
Regie: Damian Marcano
Darsteller: Darren Cheewah  Zion Henry, Simon Junior John u.a.


Preis: EUR 12,99


 

Inhalt: Alle 17 Stunden wird in der karibischen Metropole Port of Spain ein Mensch ermordet. In Port of Spain zu leben, bedeutet zu überleben und stets sein eigenes Ende vor Auge zu haben. Charlie möchte diesem sonnendurchfluteten Moloch entkommen und ein Leben fern jeglicher Kriminalität führen. Dabei kreuzt sich sein Weg mit jenem der Prostituierten Dinah, die wie Charlie von einem besseren Leben träumt. Zusammen versuchen sie das scheinbar Unmögliche: Sie wollen ein neues Leben beginnen.

  


 

 



- Kritik -
   

Wer in Port of Spain aufwächst, lebt gefährlich. Alle 17 Stunden wird doch ein Mensch ermordet. Die Stadt ist durchzogen von Kriminalität und wenn man einmal damit in Kontakt kommt, ist es sehr schwer einen Ausweg zu finden. Charlie ist unzufrieden mit seinem Leben und der Stadt, in der er lebt. Er möchte ehrliche Arbeit verrichten, um einen Ausweg zu finden und nicht einen frühzeitigen Tod zu sterben. Doch all seinen Ambitionen zum Trotz, versucht der Moloch an ihm zu halten.  

Mit CITY OF GOD (CIDADE DE DEUS) gelang es dem brasilianischen Film 2002 international für Aufsehen zu sorgen. Für vier Oscars nominiert, erntete der Film viel Lob für seine Darstellung des Lebens in den Favelas. 2006 erschien ein Dokumentarfilm GHOSTS OF CITÉ SOLEIL, der versucht sachlich auf die Missstände in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince aufmerksam zu machen. Längst nicht so erfolgreich bei den Kritikern, als auch bei der inhaltlichen Umsetzung, ist der Film trotzdem erschreckend in Bildern, die hier gezeichnet werden. 2013 lieferte schließlich Damian Marcano mit GOD LOVES THE FIGHTER seinen ersten Film ab, bei dem er als Regisseur tätig war, das Drehbuch beisteuerte sowie die Kamera und den Schnitt übernahm.  

Das kunstvolle und schicke Cover der deutschen Veröffentlichung, die nun drei Jahre nach Release des Films erhältlich ist, zeigt bereits einen guten Einblick, mit welcher Ästhetik der Film aufwartet. Mit geringen Mitteln produziert, weist GOD LOVES THE FIGHTER einen überaus künstlerischen Stil auf, der mit vielen Farbfiltern, einer wackeligen Handkamera und schnellen Schnitten arbeitet. Ein Mittendrin-Gefühl, dass den Zuschauer in seinen besten Momenten in seinen Bann zieht, in anderen Momenten aber auch zu aufgesetzt und gewollt wirkt. 

Die Handlung springt zwischen verschiedenen Parteien. Der Streuner King Curtis (Lou Lyons) rollt recht prosaisch eine Schlagzeile aus den Tageszeitungen auf und beleuchtet die Schicksale, die dahinterstecken. Also jene Details, die in der Zeitung unbenannt bleiben. Auf der einen Seite wäre da Charlie (Muhammad Muwakil), der versucht mit ehrlicher Arbeit eine rosige Zukunft zu finden. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass er damit chancenlos ist. Durch seinen Freund Moses (Simon Junior John) bekommt er jedoch schnell einen Job im Drogenmilieu als Fahrer für den Asiaten Putao (Darren Cheewah). Die junge Dinah (Jamie Lee Philips) arbeitet ebenfalls für Putao. Als Prostituierte. Zusätzlich gibt es noch den Chicken (Zion Henry), der auf Grund seiner Jugend noch ein unbeschriebenes Blatt ist, jedoch bereits im Dunstkreis der Kriminalität haust. 

 

Die zahlreichen Figuren, gepaart mit der kurzen Laufzeit sorgen für viele Sprünge und schnelle Szenenwechsel. Das Drehbuch versucht allen Figuren und ihren Hintergrundgeschichten gerecht zu werden und erhält tatkräftige Unterstützung von King Curtis, der als Erzähler immer präsent ist und den Zuschauer durch das urbane Dickicht geleitet. Nach und nach entfaltet sich die gesamte Komplexität der Geschichte, doch die Erzählweise ist relativ nüchtern und emotional nicht ganz ausgereift, so dass eine Bindung zu den Figuren nur bedingt hergestellt wird. Zudem ist der omnipräsente King Curtis zeitweise etwas aufdringlich, breitet alle Informationen vor dem Zuschauer aus und nimmt ihn zu stark an die Hand, statt den Zuschauer auch mal etwas denken zu lassen. 

 

So bleibt GOD LOVES THE FIGHTER hinter seinen Möglichkeiten zurück, schöpft das Potential der Charaktere und Story nicht vollends aus. An ein CITY OF GOD oder das südafrikanische GANGSTERS PARADISE: JERUSALEMA kommt der Film aber leider nicht ran. 

 

Ein Wort noch zur Veröffentlichung. Wie man es mittlerweile gewohnt ist, kann man zwischen dem englischen O-Ton und der deutschen Synchronisation wechseln. Doch selbst für Native Speaker, dürfte der O-Ton eine echte Herausforderung sein, weil hier viel mit Slang und Dialekt gesprochen wird, der wohl den wenigsten geläufig sein dürfte. Da es an englischen Untertiteln mangelt, empfiehlt es sich auf die deutsche Synchro zu setzen, die zwar etwas Flair nimmt, aber dafür verständlich daherkommt. 

 

- Fazit - 

Durchaus sehenswerter Film, der trotz des Budgets durch eine erstaunliche Ästhetik aufwartet, die manchmal jedoch etwas zu aufdringlich wirkt. Die emotionale Distanz, gepaart mit den vorgekauten Informationen, lassen den Film leider flacher erscheinen, als notwendig wäre. Dafür entschädigt man durch abwechslungsreiche Handlungsstränge, die am Ende sauber zusammengeführt werden. Von Regisseur Damian Marcano kann man definitiv noch Größeres erwarten. 

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.0/10 rating 1 vote

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verkaufstart: 30. Oktober 2015
DVD Verleihstart: 30. Oktober 2015

Publisher: Mad Dimension / Al!ve

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Nein

Bild: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 94 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
Keine

Extras:

  • Trailer

Kritik Extras
Lediglich eine kleine Trailersammlung gibt es auf der Veröffentlichung als Dreingabe.

Wertung: 1|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

1.0/10 rating 1 vote
Sascha Weber

Sascha Weber

   

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