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Aug30

In the Valey of Elah

 In the Valey of Elah

Originaltitel: In the Valley of Elah
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 
2007
Genre: Drama, Krimi
Freigabe: FSK-12
Regie:
 Paul Haggis
Darsteller: Tommy Lee Jones, Charlize Theron, Jason Patric, Susan Sarandon, James Franco u.a.

Achtzehn Monate kämpfte Mike Deerfield im Irak, überlebt den Krieg, wird aber nach seiner Rückkehr in die Heimat plötzlich vermisst. Mikes Vater, Hank Deerfield, macht sich auf, um direkt an Mikes Armeestützpunkt das rätselhafte Verschwinden seines Sohns aufzuklären und ihn wiederzufinden. Was der Vietnamveteran schließlich mit Unterstützung von Detective Emily Sanders, die ihn anfangs nur widerwillig unterstützt, entdeckt, ist eine grausige Wahrheit und ein Netz aus Korruption und Lügen. Mikes Vorgesetzte behindern die Ermittlungen - und seine Kameraden hüten ein Geheimnis, das Hank Deerfields bisher geordnete Welt völlig auf den Kopf stellt. Ein Geheimnis, dass nicht nur die Veränderungen in seinem Sohn Mike, sondern auch die unverheilten Wunden des Krieges im ganzen Land verbringt…

- Kritik -

Paul Haggis hat in den letzten Jahren eine glänzende Karriere hingelegt: Fiel er in den 90er Jahren vornehmlich durch Drehbücher für B-Movies, z.B. „Watchers“, oder für die Chuck Norris TV Serie „Waker, Texas ranger“ auf, feierte er im Jahre 2004 nach jahrelanger Abstinenz einen glänzenden Neustart. So schrieb er das Drehbuch für das Oscarprämierte Clint Eastwood Meisterwerk „Million Dollar Baby“ und inszenierte „L.A. Crash“, bei der er wiederum das Drehbuch verfasste und für die Produktion verantwortlich war. Anschließend schrieb er die Skripts zu dem James Bond Comeback „Casino Royale“ und – wiederum für Eastwood – „Flags of our fathers“ und „Letters from Iwo Jima“. Erst dann, im Jahre 2007, schwang er sich nach „LA Crash“ wieder auf den Regiestuhl – eben für „Valley of Elah“. Erneut war er auch für das Drehbuch und die Produktion verantwortlich. Mit „Im Tal von Elah“ – unter diesem Titel lief der Film in den deutschen Kinos, wird aber als Leih DVD irritierenderweise unter dem Originaltitel vertrieben – kann er seine Erfolgsgeschichte fortsetzen. Denn die Mischung aus Drama, Antikriegsfilm und Thriller überzeugt abermals durch ein starkes Skript und glaubwürdige Charaktere.


 
Es ist ein wahrlich düsteres Bild das Haggis von den Soldaten und der Army an sich zeichnet. Die Männer an der Front stellt er völlig desillusioniert, kaputt und nach ihrer Rückkehr nach Hause als abgestumpft und verloren da. Er greift aber dankenswerter Weise nicht zu plakativen Parolen, sondern zeichnet seine Figuren durchaus differenziert – teilweise sieht er sie sogar als Opfer der politischen Umstände. Dazu ist die Story recht verschachtelt, da man nie mehr weiß als die Figuren. Schlussendlich ist das Skript alles andere als übel, reicht aber bei weitem nicht an seine letzten Arbeiten heran. „Elah“ lebt von den hervorragend ausgearbeiteten Charakteren und der exzellenten Besetzung: Tommy Lee Jones ist überragend, ohne wirklich viel zu machen, und gerade das zeichnet ihn aus. Er schafft es in den entscheidenden Momenten nur durch geringes Spiel mehr auszudrücken, als andere Schauspieler bei noch so übertriebenen Overacting es je könnten. Sein Charisma beherrscht den Film und das Szenario. Man sieht ihm die Verbitterung und seine Schuldgefühle in jeder Sekunde an, ebenso wie seine nur mühsam anhaltende Selbstbeherrschung. Charlize Theron schafft es jedoch – nach mehreren schlechten Filmen und Rollen- sich gegen den Routinier zu behaupten. Susan Sarandon, als Ehefrau und Mutter, hat hingegen leider etwas zu wenig Screen Time, doch in ihren Szenen ist sie äußerst präsent und glaubwürdig. Besonders die Sequenzen mit Tommy Lee Jones gehören zu den intensivsten Momenten des Streifens.


 
„Valley of Elah“ bietet drei Oscarpreisträger als Darsteller und einen Drehbuchautor/Regisseur, der mit seinen letzten Arbeiten einiges an Reputation erlangen konnte und ebenfalls die Ehre hatte, schon einmal einen Oscar in die Höhe zu recken. Ist der Film dann auch der erwartet ganz große Wurf? Nein, leider nicht ganz. Denn so löblich es ist, das Haggis nicht allzu plakativ werden will und sich Zeit für die Charaktere nimmt: Dem Film fehlt es ein wenig an Tempo und Dramatik. Die Figuren sind toll geschrieben, bewegen sich aber teilweise im luftleeren Raum. Ein paar Minuten weniger hätten sicherlich nicht geschadet; das Ganze würde etwas straffer wirken. 


 
Dazu ist die eigentliche Auflösung und der Weg dahin recht unspektakulär. Wäre der Subplot um die Geschehnisse im Krieg nicht, würde es sich um eine stinknormale Krimihandlung handeln. Das ist zweifelsohne geschickt und intelligent miteinander kombiniert und ergibt auch im Rückblick einen guten Film, doch ein wenig mehr Dynamik im Stile von Rob Reiners „Eine Frage der Ehre“ würden „Elah“ etwas unterhaltsamer und - zwischenzeitlich – nicht so staubtrocken wirken lassen. Das Schlussbild hingegen lässt den Zuschauer voller Wut und Traurigkeit zurück; die Aussage die dahinter steckt, zieht sich durch den ganzen Film und zeigt schließlich auch die Veränderung des Hank Deerfield Charakters.
 

- Fazit -

Ein äußerst gelungener Film der von einem guten Skript und hervorragenden Darstellern getragen wird. „Valley of Elah“ ist überwiegend dramatisch, spannend und bewegend. Leider jedoch nur überwiegend: Etwas mehr Tempo hätte es dann doch sein dürfen. 
Der Spiegel schrieb: „ „Im Tal von Elah“ ist der bislang beste Film, den Hollywood über den Irak Krieg gedreht hat.“ Und er hat Recht. 

Bewertung: 7 | 10

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- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD-Verleihstart:  10.07.2008
DVD-Verkaufstart: 14.08.2008
- Single Disc 
 
Label: Euro Video
Verpackung: Keep Case
 
Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Englisch Dolby Digital 5.1
 
Untertitel:
- Deutsch
 
Bild: 2.35:1 (16:9 anamorph)
Laufzeit: ca. 116 Min.
Uncut: Ja 
 
Extras:

  • Trailer

Review Extras:
Uns lag “lediglich” die Verleih DVD zur Bemusterung vor. Und die hält leider nichts, außer ein paar Trailern. Die Kaufversion hingegen soll einige Extras enthalten. Für die uns vorliegende Version gibt es daher nur 

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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