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Sep04

American Warships

American Warships

Originaltitel: The American Battleship
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Action, Science-Fiction, Krieg
Freigabe: FSK-16
Regie: Thunder Levin
Darsteller: Mario Van Peebles, Carl Weathers, Johanna Watts, Nikki McCauley, Mandela Van Peebles u.a.

Amerikas einst mächtigstes Schlachtschiff, die nunmehr museumsreife USS Iowa, kreuzt gerade vor der Küste des Fernen Ostens, als wie aus dem Nichts plötzlich fremde Schiffe auftauchen und Amerikas Marine auf den Grund des Ozeans bomben. Alles bis auf die USS Iowa. Deren Besatzung schickt sich nun an, die fremden Objekte mal näher zu betrachten. Dabei stellt sich heraus, dass es sich nicht wie vermutet um Nordkoreaner, sondern um richtige Außerirdische in unschönster Absicht handelt.

- Kritik -

Achtung! Hier wurde Geschichte geschrieben. Zugegeben etwas übertrieben, doch bemerkenswert ist allemal, dass das berüchtigte Mockbuster-Studio The Asylum hier erstmals den Schwanz eingekniffen hat. Ursprünglich sollte AMERICAN WARSHIPS nämlich unter dem Titel BATTLESHIPS - später auf AMERICAN BATTLESHIP umgetitelt - von SyFy ausgestrahlt und verkauft werden, um sich an den vermeintlichen Blockbuster BATTLESHIP mit Liam Neeson und Taylor Kitsch hängen zu können. Universal wehrte sich jedoch dagegen und klagte, so dass sich The Asylum – wohl hauptsächlich dem Druck von SyFy wegen  - beugte und den Titel änderte. Man darf gespannt sein, ob das Schule macht.

Nun aber zum Film an sich. AMERICAN BATTLESHIP zählt zu den teureren Asylum-Produktionen, und das sieht man auch. Ein Großteil der Aufnahmen wurde tatsächlich auf einem Navy-Schlachtschiff, der USS North Carolina, gedreht. Das ist bei Produktionen dieser Güteklasse alles andere als üblich und bringt somit schon einmal wesentlich mehr optischen Reiz ins Spiel, als man erwarten durfte. Mit Mario Van Peebles holte man sich zudem einen Hauptdarsteller an Bord, der zwar seit Jahren keinen wirklichen Hit mehr gelandet hat, aber zumindest einen klangvollen Namen hat. Und Carl Weathers, alias Apollo Creed aus den Rocky-Filmen, bringt ja auch ein wenig Prominenz in die Low-Budget-Produktion. In diesem Zusammenhang etwas überraschend, dass man mit Thunder Levin, verantwortlich für Drehbuch und Regie, ein relativ unbeschriebenes Blatt mit der Aufgabe des Regisseurs  betreute. Bislang hatte er für Asylum nur das Drehbuch des gar nicht mal so miesen 200 MPH verfasst.

Und vielleicht hängt mit dieser Verpflichtung auch schon wieder die größte Schwäche des Films zusammen: Der Streifen ist nicht ganz so strunzdämlich wie das eigentliche Vorbild, aber weiß Gott: Es fehlt nicht viel. Dazu nimmt er sich viel zu ernst und zieht die Geschichte ohne Wenn und Aber  durch: Die reflektierte Selbstironie oder die völlig überzogene Verrücktheit eines MEGA PIRANHA wird weder angestrebt noch zufällig erreicht. Doch genau das fehlt AMERICAN BATTLESHIP, und daher ist er eben nichts anderes als genau die Sorte Film, für die Asylum immer verteufelt wird: Ein vorhersehbarerer und lahmer Low-Budget-Streifen, der rasch noch ein paar Dollar im Schatten seines großen Bruders machen will. Das sagt nichts über die Bemühungen aller Beteiligten aus, sondern nur über das schlussendliche Resultat. Und da die Handlung völlig dusselig ist und nie wirklich Spannung oder Dramatik entsteht, funktioniert er auch als ernster Film nicht. Handwerklich durchaus über dem gängigen Genre-Standard und mit Spezialeffekten, die überwiegend genauso so sind, wie man es erwartet, teilweise aber auch erstaunlich gut ausfielen, kann man dem Film auf diesem Level recht wenig ankreiden – und das ist ja auch durchaus überraschend. Van Peebles ist auch engagiert bei der Sache, nur Weathers wird gnadenlos verschenkt. Wenn ich schon so eine Mini-Ikone im Cast habe, dann braucht der auch ein paar Szenen, die den „Kenner“ ein Lächeln ins Gesicht zaubern – erst recht, wenn man bedenkt, dass Weathers ja auch eine gewisse Alien-Film-Vergangenheit hat, wenn man sich PREDATOR in Erinnerung ruft. Ein weiterer verschenkter Punkt auf der Liste.
Einer von vielen.

 

- Fazit -

Weder eine gewisse handwerkliche Sorgfalt, noch ein etwas höheres Budget oder die recht gute Besetzung können AMERICAN BATTLESHIP retten, dafür ist der Film einfach zu vorhersehbar, lahm und schlicht und ergreifend nicht spannend genug. Auch als Trashgranate funktioniert er nicht, weil er auf der einen Seite zu gut gemacht ist und auf der anderen Seite viel zu ernst ausfiel.
Seufz.

Bewertung: 3.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

2.4/10 Bewertung (8 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: -
DVD Verkaufstart: 05.07.2012

Label: The Asylum / dtp entertainment
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
keine

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 91 Minuten
Uncut: Ja

Extras
  • Originaltrailer
  • Making of
  • Bloopers
  • Interviews
  • Trailershow
  • Bildergalerie

Kritik Extras
Das Making of gleicht zwar über weite Strecken einem Marketing-Special, doch hin und wieder verirren sich auch tatsächlich mal relevante Infos oder interessante Fakten ein. Zudem haben die Interviews mitunter genau das, was dem Film fehlt: Sie sind witzig, wenngleich überwiegend unfreiwillig.

Bewertung: 4 | 10

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10.0/10 rating 1 vote
Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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