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Okt25

Kingsglaive: Final Fantasy XV

Kingsglaive: Final Fantasy XV

Originaltitel: Kingsglaive: Final Fantasy XV
Herstellungsland: Japan

Erscheinungsjahr: 2016
Genres: Abenteuer, Fantasy, Science-Fiction, Anime
Freigabe: FSK-12
Regie: Takeshi Nozue
Darsteller: -

Preis zum Test: EUR 16,99


 

Inhalt: Das magische Königreich Lucis beheimatet das letzte verbliebene Kristall auf der Welt und das finstere Reich Niflheim will es an sich reißen. König Regis von Lucis befiehlt über eine Armee Elitesoldaten namens Kingsglaive. Die Magie ihres Königs nutzend, kämpfen sie, um Lucis zu beschützen. Die drückende militärische Überlegenheit des Reiches stellt König Regis vor ein unmögliches Ultimatum – seinen Sohn, Prinz Noctis, mit Prinzessin Lunafreya von Tenebrae, einer Gefangenen von Niflheim, zu vermählen und seine Ländereien Niflheim zu unterwerfen. Obwohl der König nachgibt, wird deutlich, dass das Reich vor nichts haltmacht, um seine hinterhältigen Ziele zu erreichen, und nur noch die Kingsglaive stehen zwischen ihm und der Weltherrschaft.

 


 

 



- Kritik -
     

Im November ist es endlich soweit. Das lange Warten auf den neuesten vollwertigen Final Fantasy Ableger ist vorbei. FINAL FANTASY XV wird nach jahrelanger Wartezeit endlich veröffentlicht. Die ersten Previews lesen sich schon fantastisch und offenbar hat Square Enix wirklich etwas Herausragendes in der Hinterhand. Bei der Vermarktung lässt man sich in jedem Fall nicht lumpen. Eine fünf Episoden umfassende Anime-Webserie BROTHERHOOD: FINAL FANTASY XV stimmt schon auf die spielbaren Hauptfiguren ein. Mit KINGSGLAIVE: FINAL FANTASY XV erzählt man hingegen die Vorgeschichte zum Spiel. 

KINGSGLAIVE ist ein hochmoderner CGI-Film mit einer Laufzeit von 115 Minuten. Die 12er Freigabe macht jedoch bereits auf dem Cover klar, dass man hier nicht versucht Kindern zu gefallen. Spätestens jedoch nach den ersten zwölf Minuten dürfte klar werden, dass Animationsfilme eine Kunstform sind und kein Genre und somit nicht ausschließlich für Kinder gedacht sein müssen. KINGSGLAIVE steigt relativ ruhig, aber eindrücklich ein. In einer kurzen Flashback-Szene wird erläutert, wie es dazu kam, dass das Königreich Lucis kurz vor dem Fall steht, nur geschützt durch die Magie eines einzelnen Kristalls, gebündelt durch die Kraft des Königs. Ein undurchdringlicher Schutzschild umhüllt Insomnia, die letzte Bastion des Königreichs und hindert die Armee Niflheims davor, den endgültigen Sieg zu erringen. In dieser kurzen Szene wird die Tragik der Geschichte bereits klar dokumentiert und die Ernsthaftigkeit der Handlung sowie die politischen Ränke, die noch weitere Ausmaße annehmen werden, bereits angedeutet. Niflheim versucht einen Friedensvertrag mit Lucis auszuhandeln und intrigiert fleißig im Hintergrund, denn der Krieg ist noch lange nicht vorbei. 

Die nächste Szene führt den Zuschauer ein wenig in die Zukunft, mitten in eine Schlacht epischen Ausmaßes. Hier lässt KINGSGLAIVE eindrücklich seine Muskeln spielen. Die königliche Garde, die Kingsglaive König Regis’ von Lucis stellt sich den Monstern, die Niflheim auf sie loslässt. Diese Schlacht ist handlungstechnisch zwar völlig aus dem Zusammenhang gerissen und wird auch rückwirkend nicht in den richtigen Kontext gerückt, doch die Eindrücklichkeit der Szenerie ist dermaßen aufreibend, dass dies kaum der Rede wert ist. Ein fantastischer Auftakt voller Dynamik und herausragender Action. Gleichzeitig wird hier die eingeschränkte Magie der Königsgarde präsentiert, die sich den überdimensionierten Monstern stellen müssen. Durch die digitale Herkunft der Bilder hat man jegliche Freiheiten, um die Action so zu inszenieren, wie es einem gefällt. Davon macht man zunächst noch nicht so viel Gebrauch, während im späteren Verlauf wilde Kamerafahrten und Einstellungen klar verdeutlichen dass man hier einer CGI-Schlachtplatte beiwohnt. Was ein wenig verwundert, ist der schnelle Schnitt, auf den man hier zugreift, unter dem zudem auch die Übersichtlichkeit zuweilen leidet. Die erste Schlacht, erinnert in manchen Szenen ein wenig an STARSHIP TROOPERS, lässt im Abschluss aber eher Erinnerungen an GODZILLA wach werden, ist aber immer selbstständig genug. KINGSGLAIVE ist ohnehin immer sehr eigenständig und nicht nur in den Actionszenen, die leider recht rar gesät sind, sehr eindrucksvoll. 

Denn nicht nur die Action ist faszinierend, sondern auch und insbesondere die verwendete Technik lässt ein ums andere Mal den Kiefer aufklappen. KINGSGLAIVE ist optisch sehr realitätsnah gehalten. Auch wenn man sich in einer sehr frei gestalteten Phantasie-Welt bewegt, sind die Parallelen zur Realität nicht zu übersehen, werden später mit einem schick designten, aber erschreckend deplatziert wirkenden Audi, gleichzeitig auf die Spitze getrieben. Das Uncanny Valley war schon seit jeher ein Problem, welchem sich Filmemacher stellen musst, wenn es um die fotorealistische Darstellung von Menschen ging. Einer der Gründe, weshalb Animationsfilme fast ausschließlich auf abstrahierte menschliche Figuren setzen. KINGSGLAIVE stößt jedoch weit ins Uncanny Valley vor und in einigen wenigen Momenten scheint man es durchschritten zu haben. Manches Mal sehen die Menschen einfach wahnsinnig echt aus. Dann wiederum gibt es erstaunlicherweise Momente, in denen die Optik ein wenig schwächelt. Schlecht sieht KINGSGLAIVE aber nie aus. Völlig egal ob es um die Menschen, Monster, Landschaften, Fahrzeuge oder Fauna geht. Ein wahnsinniger Fortschritt, wenn man dies einmal mit dem ersten FINAL FANTASY: THE SPIRITS WITHIN (2001) vergleicht.  

Doch wie so oft hilft auch die beste Technik nichts, wenn die Handlung nicht mithalten kann. Nach dem 12-minütigen Auftakt tritt der Film massiv auf die Bremse und räumt das Feld für die Handlung und die umfangreichen Ränkespiele. Neben Nilfheim und Lucis, finden sich im Krieg um die Macht, noch die dritte Partei Tenebrae, die jedoch fast nur als Spielball Niflheims auftritt und durch Prinzessin Lunafreya präsentiert wird. KINGSGLAIVE stellt recht gut unter Beweis, dass Videospiele-Verfilmungen (wobei Verfilmung nur im weitesten Sinne stimmt) nicht flach sein müssen. Allerdings räumt man der Geschichte etwas zu viel Raum ein, walzt die Handlung und die Intrigen stärker aus, als notwendig wäre. Gleichzeitig wirkt die politische Spannung mit Flüchtlingen aus Galahd, deren Frontmann unser Protagonist Nyx ist, etwas schmalbrüstig. Alles spielt sich in Insomnia ab, während der Rest der Welt für den Zuschauer unerreichbar hinter der Schutzbarriere bleibt. Dass man sich hier über die gesamte Politik und die Figuren Gedanken gemacht hat, merkt man, aber insgesamt bläst man alles etwas stärker auf, als wirklich notwendig gewesen wäre. Das phantastische Setting kommt, durch den Fokus auf das städtische Setting, fast gar nicht zur Geltung, was wahrlich bedauerlich ist. Dafür werden im Finale noch einmal alle Register gezogen und es bleibt im wahrsten Sinne des Wortes kein Stein auf dem anderen. 

Im Original ist der Film zudem noch hochwertig besetzt. Mit Aaaron Paul, Sean Bean und Lena Headey hat man hier herausragende Schauspieler ausgewählt, die ihren Figuren ihre Stimme leihen. Lena Headey wirkt für die junge Lunafreya jedoch etwas deplatziert, weil zu erwachsen. Die hochwertige Produktion findet sich auch in der orchestralen Untermalung mittels des epischen Scores wieder.

 

- Fazit -  

KINGSGLAIVE ist ein wahnsinnig hochwertiger CGI-Film, der sich optisch die meiste Zeit von seiner besten Seite zeigt. Technisch gibt es hier kaum etwas zu Beanstanden. Am eindrucksvollsten ist der Film allerdings in seinen epischen Actionszenen. Die Handlung kann da leider nicht ganz mithalten. Doch auch wenn die Story etwas aufgebläht wirkt, hat man zumindest gut geschriebene Figuren, mit nachvollziehbaren Motivationen. KINGSGLAIVE ist ein gelungener Prolog zum Spiel und macht reichlich Lust auf mehr. Phantastische Welten, rasante Action, epische Musik, Magie, vielschichtige Charaktere, überdimensionierte Monster und eine herausragende Optik vermählen sich zu einem überaus unterhaltsamen Film, der allerdings ein paar Längen hat und somit nicht gänzlich zu fesseln vermag. 

Wertung: 6.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 30. September 2016
BD Verleihstart: 30. September 2016

Publisher: Sony Pictures

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,40:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 115 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)
3. Spanisch (Dolby Digital 5.1)
4. Polnisch (Dolby Digital 5.1)
5. Russisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch
- Spanisch
- Türkisch
- Sonstige

Extras:

  • A Way with Words: Epic and Intimate Vocals (ca. 4:53)
  • To Capture The Kingsglaive: The Process (ca. 6:08)
  • Fit fort he Kingsglaive: Building World (ca. 5:35)
  • Emotive Music: Scoring the Kingsglaive (ca. 6:05)

Kritik Extras
Bei einem so neuen Film, der technisch zudem noch Maßstäbe setzt, müssen einfach opulentere Extras her. Vier kurze Featurettes sind auf der Disc, die leider nur an der Oberfläche kratzen und einen nach mehr lechzen lassen.

Wertung: 4|10

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Sascha Weber

Sascha Weber

   

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