!

Bereitsgetestet.de verwendet Cookies, um Ihnen bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Website dem Nutzungsverhalten der Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie die Website weiter nutzten, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Datenschutzerklärung

OK

Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Aug03

Pacific Rim

Pacific Rim

Originaltitel: Pacific Rim
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2013
Genres: Action, SciFi
Freigabe: FSK 12
Regie: Guillermo del Toro
Darsteller: Idris Elba, Ron Pearlman, Rinko Kikuchi, Charlie Hunnam u.a.

Die Welt wird von riesigen Monstern attackiert und die Menschheit steht vor der vollständigen Vernichtung. Die Kaijūs gelangen durch ein Portal in den Tiefen des pazifischen Ozeans auf die Erde. Da herkömmliche Waffen beinahe wirkungslos sind, hat man gigantische Kampfroboter - sogenannte Jaeger - gebaut, mit denen man in den Krieg zieht. Doch die Kaijūs werden immer größer und gerissener. Das Schicksal der Menschheit scheint besiegelt.

- Kritik -


Guillermo del Toro ist einer der Regisseure Hollywoods, die Projekte auswählen, die ihnen wirklich am Herzen liegen. Neben der fast schon unverwechselbaren Handschrift, zeichnen sich del Toros Filme auch durch charmante Charaktere und gelungene Drehbücher aus. Del Toro setzt nie allein auf Schauwerte, sondern verleiht seinen Filmen immer eine gewisse Tiefe und Seele. Technisches Schaulaufen oder simple Actionspektakel liefert er normalerweise nicht ab. Die Trailer zu PACIFIC RIM ließen jedoch die Vermutung nahe, dass der Mecha-Film den Fokus einzig auf die Schauwerte legt.  



Der Zuschauer wird in die letzten Züge eines lang anhaltenden Krieges geworfen. Während sich die Menschheit nach ihrem ersten Schock und mit Hilfe von riesigen Robotern erfolgreich gegen die Kaijūs zur Wehr setzen konnte, hat sich das Blatt in den letzten Jahr gewendet. Die Kaijūs werden größer, stärker und gefährlicher und besiegen einen Jaeger nach dem anderen. Die Regierung der Erde plant das Jaeger-Projekt einzustampfen und stattdessen eine riesige Mauer zum Schutz der betroffenen Gebiete aufzubauen. Selbst als ein Kaijū mit Leichtigkeit durch die Mauer bricht, rückt man nicht weiter von dieser Idee ab. Marshall Pentecost (Idris Elba) setzt ein letztes Mal alle Hebel in Bewegung, um der Invasion Einhalt zu gebieten. 



Bei der Handlung punktet man leider nicht mit Innovation. Das macht einen Film wie PACIFIC RIM allerdings nicht gleich schlecht. Bei den meisten Actionfilmen läuft es nicht anders. Hüben wie drüben werden lediglich altbekannte Ideen in neue Umhänge gehüllt. Auf die Präsentation kommt es an. Besonders bei den Actionszenen. Bei Letzterem lässt PACIFIC RIM gekonnt die Muskeln spielen. Das Aufeinandertreffen der Kolosse ist brachial in Szene gesetzt, die Kämpfe sind langanhaltend und abwechslungsreich. Zudem verzichtet man auf schnelle Schnitte und gewährt dem Zuschauer einen sauberen Blick auf das Spektakel. Untermalt wird das Ganze durch eine herausragende Soundkulisse, die insbesondere durch den Einsatz von tiefen Bässen den Schlachten eine epische Größe verleiht. Leider kommt die Urgewalt der Figuren häufig nicht zur Geltung, weil man sie nicht selten auf offener See kämpfen lässt, so dass jegliche Größenrelationen verloren gehen. Auch finden die meisten Schlachten während der Nacht statt. 



Ein größeres Problem ist jedoch, dass die Kämpfe nur unregelmäßig über die Laufzeit von mehr als zwei Stunden verteilt sind. An sich werden sie nur wie eine Klammer, um den langatmigen Mittelteil gelegt. 40 Minuten Mecha-Action wurden versprochen und diese werden auch geliefert. Das richtige Feuerwerk wird jedoch erst am Ende abgefackelt. Bis dahin muss man sich mit einem inspirationslosen Plot, austauschbaren Charaktere und infantilem Humor auseinandersetzen. Da man das Tempo im Mittelteil recht drastisch drosselt und den Fokus auf die (simple) Handlung und die schablonenhaften Charaktere lenkt, treten die Mängel im Drehbuch leider recht deutlich zu Tage. 



Travis Beacham - del Toros Beteiligung am Drehbuch mag man fast gar nicht glauben - bedient sich ganz unverhohlen den gängigen Klischees. Von der Vergangenheit geplagter Held, der seine eigenen Ängste überwinden muss? Technische Probleme? Platte Dialoge? Ein Prise Pathos? Comic relief durch Nebenfiguren? All das bietet PACIFIC RIM. Und die Liste ließe sich problemlos fortsetzen. 



Innovationsarm und inspirationslos müht man sich durch den Mittelteil. Das Geheimnis hinter den Kaijūs ist völlig uninspiriert, entzieht den Kaijūs das Potential sich hinter Kaijūs wie Gidora, Mothra, Gamera, ja selbst Guila einzureihen. Die Kaijūs in PACIFIC RIM sind wie Umweltkatastrophen; ohne wirklichen Charakter und wenig einprägsam. Die meisten Leute dürften Probleme haben selbst markante Figuren wie Leatherback und Knifehead auseinander zu halten. 



Auf dem gleichen Niveau bewegen sich die menschlichen Figuren von denen ein paar zwar minimal hervorstechen, die aber in ihrer Gesamtheit allesamt austauschbar sind. Enttäuschend wird es, wenn man russische und chinesische Piloten zeigt (immer schön aus der Distanz) und diese innerhalb kürzester Zeit verheizt. Man schrammt zwar mit Ach und Krach am Patriotismus vorbei, reduziert den Rettungsplan aber trotzdem wieder auf die US of A. Doch immerhin findet die Invasion ihren Ursprung im pazifischen Raum. Dabei sind die unterschiedlichen Mechas wirklich ansprechend und abwechslungsreich designet. Da hätte man gerne mehr von gesehen. Das Design ist ganz ohne Zweifel das A und O von PACIFIC RIM, aber mit Style allein kriegt man keine 120 Minuten gefüllt. Zudem ist der recht bunte, comicartige Look, mit Sicherheit nicht jedermanns Sache. 



Trotz der simplen und gängigen Bausteine derer man sich bedient, prangen im Drehbuch noch etliche Logiklöcher die selbst bei erster Sichtung störend auffallen. Alles wirkte schnell zusammengeleimt, ohne einer kohärenten Logik zu folgen. Das ist überaus enttäuschend, insbesondere weil man von del Toro einfach Besseres gewohnt ist. Es fehlt die Leidenschaft und die emotionale Bindung. Die immanente Gefahr für die Bevölkerung, die Verzweiflung, nichts davon ist zu spüren. Man reduziert alles auf die militärische Perspektive, lässt das Menschliche außen vor. Einzig ein Flashback bringt einen etwas anderen Blickwinkel in die Geschichte.



Erstaunlicherweise nehmen sich die genannten Kritikpunkte weniger schlimm aus, als es klingen mag und die Kritik ist auch nicht als Verriss zu verstehen. Doch die Enttäuschung nimmt Überhand, wenn man bedenkt was del Toro aus einem solchen Film hätte machen können. 190 Millionen Dollar Budget standen ihm zur Verfügung und del Toro reduziert PACIFIC RIM beinahe auf eine Materialschlacht, wie man sie von einem Michael Bay erwartet hätte. Aber eben nur beinahe. Die abwechslungsreichen und unterhaltsamen Kämpfe wirken nie wie ein Schaulaufen, sondern eher wie die Erfüllung eines Traums. Etwas, das für del Toros Kind-im-Mann und für die Fans gemacht wurde. Da sieht man den Spaß und das Herz; die man im ganzen Drumherum so schmerzlich vermisst. 



Sollte man mit dem Gedanken spielen sich PACIFIC RIM anzugucken, empfiehlt es sich absurderweise ihn im Kino zu sehen. Die visuelle Ästhetik, die überdimensionierten Kämpfe und der brachiale Sound erwecken das Spektakel zum Leben und lassen alles noch bombastischer erscheinen. Man sollte sich nur nicht zu viel von del Toros letzter (Auftrags)-Arbeit erhoffen. Jenseits der technischen Aspekte bleibt der Film hinter seinen Möglichkeiten zurück. Während die Soundeffekte perfekt sind, fehlt es dem Score aus Ramin Djawadis Feder ein wenig an Größe. Die Logiklöcher drängen sich dem Zuschauer auf, man bekommt viele dümmliche/unoriginelle Dialoge zu hören und außerdem räumt man den eindimensionalen Charakteren und der vorhersehbaren Handlung zu viel Spielraum ein. 



- Fazit -

PACIFIC RIM trägt die (visuelle) Handschrift Guillermo del Toros, aber ansonsten lässt er alles vermissen, was del Toros sonst auszeichnet. Das Actionspektaktel riecht nach Auftragsarbeit, die weder mit durchdachten Figuren, noch mit einer einfallsreichen Handlung daherkommt. PACIFIC RIM ist wie ein riesiger Mecha. Er sieht beeindruckend aus, steckt voller technischer Finesse, doch wenn man genauer hinsieht, merkt man, dass es eben doch nur Metall ist, ohne (eigenes) Herz und Verstand. 

Bewertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 Bewertung (17 Stimmen)

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verleihstart: 31. Dezember 2013
BD Verkaufstart: 31. Dezember 2013

Publisher: Warner Home Video

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)) 
Wendecover: coming soon

Bild: 1,85:1 (1080p)
Laufzeit: ca.  Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: 
coming soon

Extras
coming soon

Kritik Extras
coming soon

Wertung: x.x|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
Sascha Weber

Sascha Weber

   

Spieltipp  

   

Neu im November  


01.11.2019


01.11.2019


04.11.2019


05.11.2019


05.11.2019


07.11.2019


07.11.2019


07.11.2019


07.11.2019


07.11.2019


07.11.2019


07.11.2019


07.11.2019


07.11.2019


07.11.2019


07.11.2019


07.11.2019 


08.11.2019


08.11.2019


08.11.2019


08.11.2019


08.11.2019


08.11.2019


08.11.2019


12.11.2019


14.11.2019


14.11.2019


14.11.2019


14.11.2019


14.11.2019


14.11.2019


14.11.2019


15.11.2019


15.11.2019 


15.11.2019


15.11.2019


15.11.2019


15.11.2019


15.11.2019


19.11.2019


21.11.2019


21.11.2019 


21.11.2019


21.11.2019


21.11.2019


21.11.2019


21.11.2019


21.11.2019


22.11.2019


22.11.2019


22.11.2019


22.11.2019


22.11.2019


22.11.2019


22.11.2019


22.11.2019


28.11.2019


28.11.2019


28.11.2019


28.11.2019


28.11.2019


28.11.2019 


28.11.2019


28.11.2019


28.11.2019


29.11.2019


29.11.2019


29.11.2019


29.11.2019


29.11.2019


29.11.2019


29.11.2019


29.11.2019


29.11.2019

Sie sehen Ihren Titel hier nicht?
Schreiben Sie uns!

   

Statistik  

News: 3.446
Filme: 1.418

Videospiele: 83
Specials: 96
Interviews: 62
Hardware: 9

Besuche Juli: 114.336
Belege können angefordert werden