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Nov25

Universal Soldier: Day of Reckoning

Universal Soldier: Day of Reckoning

Originaltitel: Universal Soldier: Day of Reckoning
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Action, Science-Fiction

Freigabe: FSK-18
Regie: John Hyams
Darsteller: Jean-Claude Van Damme, Dolph Lundgren, Scott Adkins, Kristopher Van Varenberg, David Jensen u.a.

Vermummte Männer setzen John (Scott Adkins) außer Gefecht. Hilflos muss er mit ansehen, wie einer von ihnen seine Maske abnimmt, sich als Luc Deveraux (Jean-Claude Van Damme) zu erkennen gibt und seine Frau und seine Tochter kaltblütig ermordet. Obwohl von schwersten Alpträumen geplagt, schwört der wieder genesene John Rache und macht Jagd auf den vermeintlichen Killer. Bei seinen Nachforschungen stößt er auf Hinweise auf ein mysteriöses Programm, das sich 'Universal Soldier' nennt. Immer weiter arbeitet er sich an die Killer heran, ahnt aber nicht, dass er auf eine falsche Fährte gelockt wird. Denn das ist Teil eines größenwahnsinnigen Plans des Abtrünnigen Andrew Scott (Dolph Lundgren), der die 'Universal Soldiers' befreien und mit ihnen die Weltmacht übernehmen will.

- Kritik -

Eigentlich lag das Universal-Soldier-Franchise längst auf dem Film-Friedhof. Dem Original von Roland Emmerich folgten zwei  vergessenswerte TV-Ableger und ein spätes Sequel mit Van Damme, welches zwar verhältnismäßig aufwändig daherkam, jedoch bei den Fans und der Kritik durchfiel. Zehn Jahre später vereinte John Hyams – Sohn von Hollywood-Regisseur Peter Hyams, der Van Damme u.a. in TIMECOP recht solide in Szene setzte – für UNIVERSAL SOLDIER: REGENERATION den Belgier und Lundgren für ein schmalbudgetiertes DtD-Sequel erneut vor der Kamera und überraschte mit dem Ergebnis weltweit die Fans. Der Streifen, von dem niemand etwas erwartet hatte, war ein temporeicher Actionkracher und zählte mit zum Besten, was die in die Jahre gekommenen Actionhelden in der letzten Dekade überhaupt auf die Beine gestellt hatten. Dementsprechend heiß erwartet wurde UNIVERSAL SOLDIER: DAY OF RECKONING, der neben Van Damme und Lundgren auch noch den bei Fans extrem beliebten Scott Adkins aufzubieten hatte. Glaubte man den meisten Reviews, die im Vorfeld der offiziellen Veröffentlichung zu lesen waren, gelang Hyams abermals eine Steigerung. Realität oder ist da der Wunsch Vater des Gedanken?

Fakt ist, dass John Hyams definitiv ein Regisseur ist, den man in den kommenden Jahren im Auge behalten muss. Hyams beweist einmal mehr sein Talent für hervorragend und mitreißend inszenierte Kampfszenen: Der Kampf zwischen Adkins und Arlovski – der ebenfalls bereits im Vorgänger mitwirkte – rockt in seiner Kompromisslosigkeit, Härte und Einfallsreichtum gewaltig die Hütte. Das hat zwar nichts von der virtuosen Leichtigkeit, mit der Isaac Florentine seine Fightsequenzen einfängt, gehört aber trotzdem zum sehenswertesten, was das Genre zu bieten hat. Zudem holt Hyams das maximale aus seinen Budgets heraus und ist zudem in der Lage, die alten Recken zu motivieren. Auch hier wirken Van Damme und Lundgren wesentlich engagierter und frischer als in vielen anderen Produktionen. Wobei allerdings erwähnt werden muss, dass ihre Screentime sehr begrenzt ist und sie nicht mehr so tatkräftig ins Geschehen eingreifen, wie man sich das vielleicht wünscht. Der Film gehört Adkins, und erstmals kann dieser auch als „Leading Man“ abseits seiner Bösewichts-Rolle in den Undisputed-Filmen überzeugen, was sicherlich auch ein Verdienst von Hyams ist.

Allerdings scheint Hyams auch ein wenig zum Größenwahn zu neigen, denn welchen inhaltlichen und visuellen Firlefanz er dem Publikum mit UNIVERSAL SOLDIER: DAY OF RECKONING zumutet, lässt keinen anderen Schluss zu. Ja, der Film ist anders. Ja, der Film ist durchaus mutig. Ja, der Film ist experimentell. Anders, mutig und experimentell garantieren aber nicht zwangsläufig einen guten Film und Hyams verirrt sich nach dem packenden Einstieg fast 70 Minuten lang völlig in ein selbst zusammengezimmertes Labyrinth, das vom Zuschauer einiges an Geduld verlangt. Er schafft es zwar eine dichte Atmosphäre aufzubauen und sein Publikum zu verunsichern, doch das anfängliche Interesse schlägt rasch in gepflegte Langeweile um. Die Story – die nun überhaupt nicht mehr in das Franchise einzuordnen ist, was aber nicht weiter tragisch ist – dümpelt vor sich hin, es geht nicht voran, Spannung wird im Keim erstickt. Handlungsfäden werden angerissen, aber nicht konsequent verfolgt. Unnötige Nebenfiguren werden eingeführt, die für den Film und seine eigentliche Kernstory bedeutungslos sind. Es scheint, als wollte man die Laufzeit künstlich strecken und die über den Streifen schlecht verteilten Actionszenen wirken bei aller Klasse eher notgedrungen, damit man die Zielgruppe nicht verschreckt. Die Dramaturgie läuft über weite Strecken im Leerlaufmodus, die gewollt künstlerisch anmutende Bildsprache schlägt ein ums andere Mal ebenso in ungewollte Komik um wie diverse Dialoge. Dem Ganzen gänzlich überambitionierten und pseudophilosophischen Schabernack setzt Van Damme im Finale die Krone auf, als ihn Hyams in peinlich offensichtlicher Manier als Marlon-Brando-Kopie von APOCALYPSE NOW in Szene setzte. 

Nüchtern betrachtet gerät UNIVERSAL SOLDIER: DAY OF RECKONING im Vergleich zum Vorgänger – der nicht mehr sein wollte, als er wirklich war – somit fast schon enttäuschend, da Hyams diesmal nicht nur ein weitaus höheres Budget zur Verfügung stand, sondern zudem auf Ikone Adkins zurückgreifen konnte. Das ist aber nur die eine, wenngleich auch stärker zu betonende  Seite. Auf der anderen Seite muss man Hyams zu Gute halten, dass er sich zumindest mal was traut und nicht nur das übliche B-Klopper-Programm runterspult. Man muss ihm auch anrechnen, dass ihm selbst im gröbsten Schlamassel atmosphärisch dichte Szenen gelingen und er ohne Zweifel ein gutes Auge hat. Und man muss konstatieren, dass die Action in dieser Konsequenz absolut sehenswert und mitreißend inszeniert wurde. Und diese Punkte „retten“ den international so irritierend gepriesenen Streifen denn auch und lässt ihn immer noch als absoluten Tipp für Actionfans durchgehen. Aber er ist nicht das, was er hätte sein können.

 

- Fazit -

Schuster, bleib´ bei deinen Leisten. Aus einem simplem Actionstoff sollte man nicht mit der Brechstange ein philosophisch und experimentell angehauchte Sinnsuche machen. Der pseudophilosophische Stil, die zügellose Optik, die spannungsfreie und in die Länge gezogene Möchtegern-Story  sorgen für Irritationen und über weite Strecken für Langeweile und Leerlauf. Andererseits ist die sehr harte Action grandios umgesetzt und bemerkenswert konsequent. Zudem gelangen Hyams dank der guten Kameraarbeit und des bemerkenswerten Scores einige atmosphärisch sehr dichte Szenen. Doch sein zweiter Universal-Soldier-Beitrag ist sicher nicht so gelungen wie der wesentlich gradlinigere, packendere und spannendere Vorgänger. Hoffentlich findet Hyams von seinem Größenwahn-Trip schnell den Absprung, denn er hat das Zeug zu einem verdammt guten Action-Filmemacher – aber nicht so.

Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.1/10 Bewertung (13 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 18.12.2012
DVD Verkaufstart: 24. Januar 2013

Label: Studiocanal

Verpackung: Keepcase
Wendecover: Ja

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: nicht bekannt
Uncut: Nein

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
Keine

Extras
    •    Trailer

Review Extras
Keine Extras, nur Screener.

Bewertung: x.x | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

8.0/10 Bewertung (3 Stimmen)
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Tobias Hohmann

   

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