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Mai21

Charité - Staffel 1

Charité - Staffel 1

Originaltitel: Charité
Herstellungsland: Deutschland

Erscheinungsjahr: 2016
Gattung: Drama, Serie
Freigabe: FSK-12
Regie: Sönke Wortmann

Darsteller:
Alicia von Rittberg, Maximilian Meyer-Bretschneider, Justus von Dohnányi u.a.

Preis zum Test: EUR 23,99


 

Inhalt: Ende der 1880er Jahre in Berlin: Die mittellose Ida, Patientin der Berliner Charité, kann ihre Behandlungskosten nicht bezahlen. Sie muss sie in dem Krankenhaus abarbeiten. So bekommt Ida eine Anstellung als Hilfswärterin unter der Aufsicht der bigotten Diakonissenoberin Martha zugeteilt. Bei ihrer Arbeit lernt sie nicht nur bekannte Mediziner der Zeit kennen, sondern entdeckt auch ihre Leidenschaft für die Medizin. Dennoch muss Ida einige Herausforderungen überwinden, ehe sie von ihren neuen Kolleginnen und Kollegen als Fachkraft auf gleicher Augenhöhe anerkannt wird.

 


 

 



- Kritik -
      

Hochwertige TV-Mini-Serien unter der Ägide eines Regisseurs kommen auch in Deutschland mehr und mehr in Mode. Bei CHARITÉ ist es Sönke Wortmann, der hinter der Kamera zusammen mit Dorothee Schön und Sabine Thor-Wiedemann als Autorinnen und Holly Fink als Kameramann und die UFA als Produktionsfirma für ein, aus deutscher Sicht, namhaftes Produktionsteam sorgt. Eine zweite Staffel, ohne Wortmann, befindet sich bereits in der Mache, denn durchschnittlich 7,21 Millionen Zuschauer verfolgten bis vor wenigen Wochen die Serie im Ersten, auch in der jüngeren Zielgruppe war die Produktion für den Sender mit einem durchschnittlichen Marktanteil von 13,1 Prozent ein großer Erfolg. Das die Kritiker sich nicht ganz so begeistert gezeigt haben ist dabei nur Nebensache. Und wo ordnen wir uns ein?

Für das Erste war und ist es eines der Prestige-Projekte des Jahres. Schon die Produktion der Serie wurde medial ausführlich begleitet und auch während der Ausstrahlung gierte man nach Aufmerksamkeit. Die Verfilmung historischer Stoffe stehen immer wieder vor der Aufgabe vor allen Dingen erstmal die gezeigte Welt akurat abzubilden. Nicht nur betreffend der Ausstattung sondern auch bezüglich historischer Fakten. Nun könnte man auch eine große emotionale Geschichte erzählen und die Fakte der, vielleicht in Teilen fitkiven, Geschichte unterordnen, oder aber man hält sich akribisch an die Geschichtsbücher und ordnet den Fakten die Geschichte unter. Bei Das Erste legte man seinen Schwerpunkt wohl deutlich auf Zweiteres. Dies ist umso ärgerlicher, da sich diese Fakentreue in einer konventionellen Machart der kompletten Serie wiederspiegelt. Konflikte und Beziehungen werden teilweise so spröde in Szene gesetzt, dass sich mal wieder ein öffentlich-rechtlicher Fernsehsender anhören muss, dass er eben doch Fernsehen für ältere Menschen macht und dabei die jüngeren Generationen vergisst. 

So werden die insgesamt sechs Folgen vollgepackt mit Inhalt und Konflikten, lassen aber einen wirklichen Fokus vermissen. Vieles wird nur angerissen und man fragt sich, ob für solches Erzählen nicht etwas mehr Folgen und ein anderer Sendeplatz oder überhaupt eine andere Form der Ausstrahlung sinnvoller gewesen wäre. Das Zentrum der Erzählung kann man aber soweit festlegen und markieren mit Ida Lenze (Alicia von Rittberg), die ihre Behandlung nicht bezahlen kann und die Kosten mit einer Tätigkeit als Hilfsschwester abstottern muss. Gleichzeitig lauscht sie aber auch in Vorträge in den Hörsäle rein um mitzubekommen wie männliche Ärzte ihren männlichen Kollegen den Kaiserschnitt erklären. Selbstverständlich entsteht schnell eine Dreieckkonstellation zwischen zwei Männern und einer Frau: einem Professor, einem Studenten und einer Kollegin. Sich darüber zu beschweren sollte wohl eher überflüssig sein. Es ist eine erste Staffel und vielleicht nimmt man sich trotz des Quotenerfolgs ja ein paar Kritikerstimmen zu herzen und setzt sich nochmal hin um das dramaturgische Gerüst der Serie expliziter auszuarbeiten.

  

- Fazit -  

Aufwendig und vor allen Dingen in ihren historischen Details hochwertige Serie, die aber auf erzählerischer Ebene Kreativität vermissen lässt. Mal sehen ob die zweite Staffel diesbezüglich Veränderungen bringen kann.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 21. April 2017
BD Verleihstart: 21. April 2017

Publisher: Universum Film

Verpackung: BD Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 301 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD MA 5.1)

Untertitel:
Keine

Extras:
Keine

Kritik Extras
Leider keine Extras vorhanden.

Wertung: 0|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

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