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Jul15

Copper – Staffel 1

Copper – Staffel 1

Originaltitel: Copper
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2012
Genres: Thriller, Krimi, Serie
Freigabe: FSK 16
Regie: Larysa Kondracki u.a.
Darsteller: Tom Weston-Jones, Kevin Ryan, Franka Potente u.a.

 

Im heruntergekommenen Einwanderer- und Elendsviertel Five Points regieren Hunger, Korruption und Gewalt. Der junge irische Cop Kevin Corcoran kämpft gegen das Verbrechen – und nimmt es mit dem Gesetz dabei selbst nicht allzu genau. Aber den verschlossenen Bürgerkriegsveteran treibt noch eine andere Sache um: Wie besessen sucht er nach der Wahrheit über das mysteriöse Verschwinden seiner Frau und die Ermordung seiner kleinen Tochter. Unterstützung erhält er nicht nur von Bordellbesitzerin Eva, sondern auch durch seine beiden ehemaligen Kriegskameraden, dem reichen Bonvivant Robert Moorhouse und dem schwarzen Arzt und genialen Forensiker Matthew Freeman. Sie verbindet nicht nur eine tiefe Freundschaft, sondern auch ein düsteres Geheimnis aus Kriegstagen...

- Kritik -

Das Five Points des 19. Jahrhunderts musste schon in GANGS OF NEW YORK (2002) herhalten. Obwohl Martin Scorseses Action-Drama auf nicht allzu viel Liebe beim Publikum stieß, so steht zweifellos fest, dass das Setting ein dankbares ist. In der amerikanischen BBC-Serie COPPER findet man sich erneut in Five Points, mitten in New York, wieder. Der amerikanische Bürgerkrieg ist noch in vollem Gange und im Armenviertel floriert das Verbrechen. Die Hüter des Gesetzes haben alle Hände voll zu tun, um Recht und Ordnung zu wahren. Ein ums andere Mal sieht man sich sogar gezwungen selber die Regeln zu biegen oder gar zu brechen.  

Der Kriegsveteran Kevin „Corky“ Corcoran (Tom Weston-Jones) vertritt das Gesetz und findet bei seinen Patrouillen und Investigationen Unterstützung bei seinen Kollegen Francis Maguire (Kevin Ryan) und Andrew O’Brien (Dylan Taylor). Häufig zieht er auch den Afro-Amerikaner Doctor Matthew Freeman (Ato Essandoh) zu Rate, um forensische Ermittlungen anzustellen. Allerdings immer unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit, denn nur Wenige bringen den Schwarzen Respekt entgegen oder sehen sie gar als gleichwertig an. Ein weiterer Helfer ist Robert Morehouse (Kyle Schmid), dem Corky im Krieg das Leben rettete und der ihm seitdem zu Dank verpflichtet ist. Morehouse kommt aus hohem Hause und sein Vater ist ein politisches Schwergewicht.  

COPPER stammt aus der Feder Kevin Deiboldts und Tom Fontanas. Fontana ist kein Unbekannter im TV-Geschäft. Die von ihm produzierten Serien OZ (1997-2003) und HOMICIDE (1993-1999) ebneten den Weg für Serien wie THE WIRE (2002-2008) und THE SOPRANOS (1999-2007). Allerdings kommen die erstgenannten Serien qualitativ nicht an die letztgenannten heran. So gesehen sollte man seine Erwartungen bezüglich COPPER auch ein wenig zurücknehmen. Tatsächlich findet man eine ähnlich gelagerte Serie, mit ähnlichen Charakteren in Übersee. RIPPER STREET der britischen BBC spielt im London des späten 19. Jahrhunderts und könnte ein Bruder COPPERs sein. Allerdings macht der britische Bruder einiges besser, als der amerikanische.  

In COPPER liegt der Fokus recht deutlich auf dem Iren Corky, während der restliche Cast ein wenig in den Hintergrund gerät. Der Detective ist ein interessanter Charakter, der eine tragische Hintergrundgeschichte hat. Als Corky aus dem Krieg zurückkehrt, ist seine Frau von der Bildfläche verschwunden und seine Tochter wurde ermordet. Seitdem ist er auf der Suche nach Spuren, um den Fall zu lösen und dem Schuldigen seine gerechte Strafe widerfahren zu lassen. Getrieben von Wut und Trauer ist der Gesetzeshüter niemand, den man gegen sich aufbringen möchte. 

Leider wird die Geschichte nicht ganz so stark umgesetzt, wie es ihr gut tun würde. Häufig verliert man den Plot aus den Augen und tritt auf der Stelle. Sehr gemächlich deckt man die einzelnen Puzzleteile auf, um sie schließlich an ihren richtigen Platz zu befördern. Derweil spielt man politische Machtspiele und spannt einen dramaturgischen Bogen, der möglicherweise den Tod hunderter, wenn nicht gar tausender Menschen, nach sich ziehen könnte. Allerdings ohne richtige Emotionen und Gewicht. Als Zuschauer bleibt man emotional distanziert, entrückt von den großen Geschehnissen. Diverse Einzelschicksale, wie das der kleinen Annie Reilly (Kiara Glasco) sind ergreifender und gehen unter die Haut. Doch davon gibt es zu wenige und immer wieder wirken sie wie willkürlich eingestreut. 

Für eine amerikanische Serie ist man allerdings erstaunlich mutig, bezüglich der angesprochenen Themen. Um Prostitution macht man in amerikanischen Serien mittlerweile keinen großen Bogen mehr, während die Kinderprostitution allgemein ein Thema ist, welches mit Sandhandschuhen angefasst werden muss. Bei COPPER meistert man den Balanceakt, ohne geschmacklos zu werden. Hut ab vor dieser Leistung. Das allgemeine Prostitutionsthema ist hingegen ein wenig einfallslos und auch Frank Potente als deutsche Einwanderin und Puffmutter Eva Heissen ist zumeist recht langweilig. Insgesamt kommen die zahlreichen Nebenfiguren etwas zu kurz, halten häufig nur für ergreifende Momente her, die jedoch nicht so gewichtig wirken, weil es an Dramaturgie hapert. 

 

Bei der Produktion hat man recht ordentlich in die Tasche gegriffen. Aufwändige Kulissen, detaillierte Kostüme und ein dreckiger Look spielen Hand in Hand und trotzdem hapert es an der Glaubwürdigkeit. Schlecht ist es beileibe nicht, aber der letzte Schritt fehlt einfach noch. Auch und insbesondere die forensischen Nachforschungen Freemans wirken sehr anachronistisch und könnten glatt aus CSI kommen. Inszenatorisch ist COPPER leider auch nur gehobenes Mittelmaß, was auch am eigenwilligen Schnitt liegt, der gerne mal kurze Szenen zwischenschneidet und so das Tempo drosselt. 

 

- Fazit - 

Leider bleibt COPPER hinter seinen Möglichkeiten zurück, schlägt nicht genügend Kapital aus seinem Setting und seinen Figuren. Das Drehbuch ist nicht konsequent genug, lässt Chancen ungenutzt, um die Dramaturgie zuzuspitzen. Trotzdem noch solide und hochwertig produzierte Unterhaltung, die jedoch gegen das ähnlich gelagerte RIPPER STREET den Kürzeren ziehen muss. 

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.8/10 Bewertung (4 Stimmen)

 

- Bluray FACTS UND EXTRAS -

 

Bluray Verleihstart: 27. Juni 2014
Bluray Verkaufstart: 27. Juni 2014

Publisher: Polyband (Staffel 1)

Verpackung: Blu-ray Case 3-Discs (Amaray)
Wendecover: Nein

Bild: 1,78:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 7:06:02 Std.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch

Extras

  • Behinde the Badge
  • Making Of
  • Featurettes
  • Deleted Scenes
  • Audiokommentare

Kritik Extras
Entstehungsgeschichte und Produktion werden umfangreich in „Behind the Badge“ und dem „Making Of“ beleuchtet. Ein paar kleinere Featurettes, Deleted Scenes und aufschlussreiche Audiokommentare runden das Paket ab. Stattlich und informativ. 

Wertung: 8|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

8.0/10 rating 1 vote
Sascha Weber

Sascha Weber

   

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