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Gantz - Gesamtausgabe

Gantz - Gesamtausgabe

Originaltitel: Gantz
Herstellungsland: Japan

Erscheinungsjahr: 2004
Genres: Action, Horror, Science-Fiction, Splatter, Serie
Freigabe: FSK 16
Regie: Ichirô Itano
Darsteller: Hitomi Nabatame, Yumiko Kobayashi, Daisuke Namikawa, Chiaki Takahashi, Susumu Chiba u.a.

Preis: EUR 74,99


 

Als Kei seinem Schulfreund Kato zu Hilfe eilt, nachdem dieser auf die Gleise der U-Bahn gestürzt ist, werden beide von der einfahrenden Bahn erfasst und getötet. Doch die Freunde sind nicht tot, stattdessen finden sie sich mit einigen anderen Menschen an einem surrealen Ort wieder, an dem sie eine mysteriöse schwarze Kugel erwartet, die sich als Gantz vorstellt. Diese rüstet die Anwesenden nachfolgend mit speziellen Anzügen und Waffen aus und verwickelt sie in ein perfides Spiel, bei dem es darum geht, auf der Erde lebende Aliens zu vernichten...

 


 

 


 

- Kritik -

 

In der Vergangenheit hatten wir bereits die Gelegenheit den ersten Teil der Realverfilmung des Manga „Gantz“ (click) zu besprechen. Der Film begeisterte uns durch rasantes Tempo, raue Action und saubere Technik. Einzig die Charaktertiefe blieb ein wenig auf der Strecke, was zum Teil an der Laufzeit lag. Die Anime-Serie mit 26 Episoden zu je 20 Minuten bietet hingegen eine ausreichend große Leinwand, um auch diese Aspekte in Angriff nehmen zu können.  

Kei Kurono und Kato sind ehemalige Freunde, die sich jedoch seit geraumer Zeit aus den Augen verloren haben.  Das Schicksal führt sie an einem belebten Bahnsteig zusammen, als sie einen betrunkenen Obdachlosen davor retten vom einfahrenden Zug erfasst zu werden. Die Zivilcourage führt jedoch zu einem tragischen Ende der beiden Schüler, als sie selber vom Zug überfahren werden und sterben. Doch statt im Nirvana zu verschwinden, tauchen die Freunde in einem Zimmer mitten Tokio wieder auf. Hier treffen sie auf weitere Leute, die ebenfalls dem Tod von der Schippe gesprungen sind. Eine riesige schwarze Kugel steht mitten im Raum, die für die mysteriösen Geschehnisse verantwortlich ist: Gantz. Hier lernen Kurono und Kato auch das Mädchen Kei kennen, das sich die Hauptschlagadern aufgeschnitten hat und jetzt doch wieder unter den Lebenden weilt. 

Nach und nach erfahren die drei mehr über die Situation in der sie sich ungewollt wiederfinden. In unregelmäßigen Abständen holt Gantz Menschen im Zimmer zusammen, um sie danach auf die Jagd nach Außerirdischen zu schicken, denen sie den Garaus machen müssen. Waffen und Ausrüstung werden zur Verfügung gestellt und doch lauert der Tod an jeder Ecke. Die Reihen der Kämpfer werden schnell gelichtet und werden beim nächsten Mal mit neuen Mitstreitern gefüllt. Nur Mitspieler, die sich durch besondere Leistungen hervorheben werden mit Punkten belohnt, mit der Möglichkeit wieder ein normales Leben führen zu können, wenn sie eine bestimmte Punktezahl erlangt haben. 

Zwischen den beiden Keis und Kato entwickelt sich eine zweckdienliche Freundschaft, die auch jenseits der Außerirdischen-Jagd Bestand hat. Denn nach erfolgreicher Beseitigung der Aliens werden die Mitspieler in ihr Leben entlassen, bis der nächste Auftrag folgt. 

Unterschiedlicher könnten die Figuren kaum ausfallen. Kurono ist ein junger Heranwachsender, der fasst nur Sex im Kopf hat und unbedingt mit Kei (dem Mädchen) im Bett landen möchte. Von seinen Hormonen gesteuert, ist er impulsiv und aggressiv, versucht durch Taten seine Angebetete zu beeindrucken. Die junge Dame hat hingegen eher Augen für Kato, der wiederum wenig Interesse in ihr bekundet. Auch als Kurono sie in seiner Wohnung aufnimmt und seine Leidenschaft für Kei bekundet und sie in abblitzen lässt, versucht er immer wieder mit Kei zu schlafen. Kato ist ein selbstbewusster junger Mann, der durch den Verlust seiner Eltern und der Verantwortung für seinen jüngeren Bruder schnell erwachsen werden musste. Er sorgt sich primär um das Wohl seines Bruders, der sehr unter seiner Tante zu leiden hat, bei der sie wohnen. Während Kato nach außen sehr souverän und unnahbar erscheint, zeigt er emotionale Tiefe und viel Empathie, wenn es auf die Alienjagd geht. Er ist der einzige, der die Sinnhaftigkeit des Ganzen hinterfragt und zwiegespalten ob seiner neuen Aufgabe ist. Kei bleibt eine recht oberflächliche Figur, die in erster Linie als Verbindungslinie zwischen Kato und Kurono dient. Die eigenen Problemen werden nur angeschnitten, doch die Identitätskrise in der sie befindet ist offensichtlich, schließlich hat sie einen (erfolgreichen) Suizidversuch hinter sich. 

Die umfangreiche Beschreibung zeigt bereits, dass die Anime-Serie ungleich vielschichtiger mit ihren Figuren umgeht als der Film und sich auch genügend Zeit nimmt, um diese zu beschreiben. Allerdings sind die Figuren nicht allzu facettenreich und da man in den 26 Episoden eigentlich nur diese drei Figuren näher beleuchtet, wiederholt sich doch einiges. Katos empfindliche Ader nervt zuweilen, genauso wie Kuronos ständige Geilheit oder Keis klischeebelastetes Verhalten. Da die restlichen Figuren stetig ausgetauscht werden, weil sie wie die Fliegen sterben, räumt man diesen Charakteren nicht allzu viel Raum ein. Trotzdem erhalten einige dieser Figuren eine Hintergrundgeschichte. Durch diese erhält der Tod der jeweiligen Figur etwas mehr Tragik. Die Serie zeichnet sich hierbei durch eine überraschend schonungslose Art aus. Ob nun Kinder, Senioren, Männer, Frauen, Schüler oder Gangster, keiner ist vor einem blutigen Ende gefeit. Mal fällt das Ableben überaus explizit und bildlich aus, in anderen Momenten passiert es im Hintergrund. 

GANTZ ist jedoch insgesamt recht blutig und drastisch. So zerfetzen die futuristischen Waffen die anvisierten Körperteile mit einiger Verzögerung und einer Blutfontäne. Es wird geschlagen, getreten, geschossen, zerstampft, zerquetscht und an Action mangelt es tendenziell nicht. Das Serienkonzept führt jedoch dazu, dass es immer wieder Leerlauf gibt. Handlungen werden verbal durchgekaut und ein „Mexican Standoff“ folgt dem anderen. Das fehlende Tempo des Films fällt hier negativ ins Gewicht. Viele Gedankengänge werden dem Zuschauer vorgekaut, anstatt sie durch Handlungen oder kurze Monologe zu implizieren. Die gesamte Dramaturgie leidet leider ein wenig am ständigen Tempowechsel, was im Film durchaus besser gelöst wurde. 

Visuell ist GANTZ kein visuelles Bilderfest, verbindet jedoch die digitalen Effekte recht gelungen mit den handgezeichneten Elementen. Etwas störend hingegen die zahlreichen Kamerafahrten, die unnatürlich wirken und der Dramaturgie nicht wirklich weiterhelfen.  Ansonsten hat man Action und ruhige Momente fest im Griff, lässt die Action dynamisch über den Fernseher flimmern und geizt auch nicht mit blutigen Effekten. Ein paar Sexszenen gibt es ebenfalls zu bestaunen, passen jedoch nur bedingt in die Serie rein. Der mysteriöse Aspekt hinter Gantz und der gesamten Situation wird recht stark vernachlässigt und so entlässt man den Zuschauer am Ende mit offenen Fragen um das Wieso und Warum. 

 

- Fazit - 

Als Serie bietet GANTZ in seinen 780 Minuten deutlich mehr Tiefe als es die beiden Realfilme zu tun vermögen. Dabei ist jedoch alles nicht gänzlich gelungen. Die Figuren sind nicht so vielschichtig, wie man es dem Zuschauer versucht vorzugaukeln. Innerhalb und zwischen den Episoden gibt es einiges an Leerlauf und die Dramaturgie kommt manches Mal in straucheln. Das düstere Szenario, die blutigen Auseinandersetzungen und der schonungslose Umgang mit den Figuren bietet jedoch gelungene Unterhaltung.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.5/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 12. Dezember 2014
DVD Verkaufstart: 12. Dezember 2014

Publisher: Nipponart (Gesamtausgabe)

Verpackung: Digipak
Wendecover: Digipak (mit aufgedrucktem FSK-Logo) mit sechs Discs in einem Horizontalschuber, wo das FSK-Logo auf die Einschweissfolie aufgeklebt ist.

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 594 Min.
Uncut: Nein (Folge 03: Roboter in Sherwood (46:21 Min.) Weltweit CUT!

Ton:
1. Deutsch (DTS, Dolby Digital 5.1)
2. Japanisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: 
- Deutsch

Extras
Bonus In japanisch, wahlweise deutsche Untertitel

  • 3 Postkarten
  • 8seitiges Booklet
  • Bonus auf Disc 1
    - Gantz - 3D CGI [15:50 Min.]
    - Gantz - Making Of [15:41 Min.]
    - Artwork [1:41 Min.] (20 Bilder)
  • Bonus auf Disc 2
    - Talkrunde Teil 1 [17:56 Min.]
    - Talkrunde Teil 2 [18:16 Min.]
  • Bonus auf Disc 3
    - Diskussion mit Sound Director & Sprechern [19:45 Min.]
    - Musikvideo [2:18 Min.]
  • Bonus auf Disc 4
    - Textless Opening [1:31 Min.]
    - Textless Ending [1:31 Min.]
    - Interview mit Daisuke Namikawa (Sprecher) [5:49 Min.]
    - Interview mit dem Regisseur [6:24 Min.]
    - Spezial - Interview [14:36 Min.]

Kritik Extras
Die Gesamtausgabe von Nipponart kommt in einem schicken Digipak im Pappschuber mit drei Postkarten und einem 8-seitigen Booklet. Zudem findet man auf vier der sechs Discs einiges an Extras. Ein Making of, die Beleuchtung der CGI sowie Interviews bieten einige Hintergrundinformationen zur Serie und deren Produktion.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

7.0/10 rating 1 vote
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