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Aug09

Hellfjord - Staffel 1

Hellfjord - Staffel 1

Originaltitel: Hellfjord
Herstellungsland: Norwegen

Erscheinungsjahr: 2012
Genres: Komödie, Tv-Serie
Freigabe: FSK1 6
Regie: Patrik Syversen, Sebastian Dalén u.a.
Darsteller: Zahid Ali, Stig Frode Henriksen, Ingrid Bolsø Berdal, Thomas Hanzon, Pihla Viitala u.a.

 

Nachdem Polizist Salmander (Zahid Ali) während einer Parade in Oslo sein Dienstpferd Gunnar auf skurrile Weise nacheinander erst mit einer Pistole erschossen, mit einer Tuba erschlagen und zu guter Letzt mit einem Auto überfahren hat, wird er in den verschlafenen norwegischen Ort Hellfjord strafversetzt. Schnell wird Salmander klar, dass etwas Merkwürdiges in Hellfjord vor sich geht und seine Einwohner ein dunkles Geheimnis hüten. Gemeinsam mit dem schrulligen Ureinwohner Kobba und der naiv anmutenden Journalistin Johanne versucht er den Dingen auf den Grund zu gehen…

- Kritik - 

„Wenn TWIN PEAKS auf HOT FUZZ trifft...“ mit den Worten wird HELLFJORD beworben. Große Fußstapfen, die es da zu füllen gilt. David Lynchs Mystery-Serie ist Kult und wurde mehrfach mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Edgar Wrights zweiter Film der Cornetto-Trilogie ist zwar nicht ganz so hochdekoriert, aber als Kultfilm kann man ihn sicherlich auch bezeichnen. 

HELLFJORDs Handlung erinnert dabei wirklich recht stark an die britische Action-Comedy. Nachdem Salmander (Zahid Ali) sein Dienstpferd vor den Augen von hunderten Menschen erschießt, erschlägt und überfährt, wird der Polizisten in die Kleinstadt Hellfjord strafversetzt. Dort, so denkt man, kann er keinen Schaden anrichten, während er seine Kündigungsfrist absitzt und danach auf die Straße gesetzt werden soll. Hellfjord ist ein verschlafenes Nest mit überaus grotesken Einwohnern. Bis auf die Fischfabrik Hellfish, in der über 60% der Einwohner arbeiten, hat die Stadt nichts Nennenswertes zu bieten. Salmander kommt jedoch eher ungewollt einem Geheimnis auf die Spur, welches seine Karriere wieder ins Lot bringen könnte. Gemeinsam mit seinem Assistenten Kobba (Stig Frode Henriksen) und der Journalistin Johanne (Ingrid Bolsø Berdal) geht er der Geschichte auf den Grund und begibt sich laufend in Lebensgefahr. 

Salmander ist ein Trottel vor dem Herrn. Wie der bärtige Gesetzeshüter es überhaupt geschafft hat, sich für die Uniform zu qualifizieren wird für immer ein Rätsel bleiben. Der Polizist tritt von einem Fettnäpfchen ins nächste und kommt nur durch Zufall den Ausmaßen des Kriminalfalls auf die Spur. Immer wieder muss er dabei auf die Hilfe von Johanne zurückgreifen, ohne es recht zu kapieren oder gar zu wollen. Die gewiefte Journalistin ist mit allen Wassern gewaschen und legt nach und nach die Mosaik-Steinchen an die richtige Stelle. Kobba hingegen ist ein vertrottelter alter Mann, der nicht ganz bei Sinnen ist, aber ab und an trotzdem mal das Richtige tut. 

Der Humor in HELLFJORD ist recht derbe, teils sogar grenzwertig. Eine krude Mischung aus triefend schwarzem britischen Humor und den plumpen Witzen eines LITTLE BRITAIN (2003-2006) oder der niederländischen Serie NEW KIDS (2007-2012). Häufig schießen die Witze übers Ziel hinaus, sind überaus pervers oder landen unter der Gürtellinie. In anderen Momenten finden sie treffgenau das Lachzentrum. Die Qualität ist in jedem Fall bestenfalls als schwankend zu bezeichnen und eine klare Linie verfolgt man scheinbar nicht. 

Die Story selber entfaltet sich sehr gemächlich und so recht Kapital schlägt man aus dem Setting nicht. Zu Beginn wird Hellfjord in ein mysteriöses Licht gebettet, mit Seeungeheuer, alten verhärmten Gestalten auf der Straße und der Tatsache, dass sämtliche Einwohner rauchen. Später verliert man all diese Aspekte aus den Augen. Plötzlich dreht sich alles nur noch um Hellfish, den schwedischen Besitzer Bosse Nova (Thomas Hanzon) und Salmanders Bemühungen den Fall zu lösen. Bis zum Ende bleiben sogar ein paar Dinge relativ offen. Der Mystery-Anteil muss auch zusehends irdischen Begründungen weichen, was dem Setting ein wenig schadet. Dabei ist Drehbuchautor Stig Frode Henriksen doch sonst niemand der phantastische Ideen scheut. Mit einigen witzigen Schlenkern wartet HELLFJORD allerdings auch auf. So ist beispielsweise der Abstecher ins nahgelegene Gefängnis sehr amüsant und teils sogar spannend umgesetzt. Cliffhanger gibt es auch einige zu bestaunen, genauso wie plötzliche Gewaltausbrüche, die überaus überraschend kommen und tatsächlich überaus witzig sind. 

Bei den Figuren müht man sich hingegen nicht sonderlich ab. Salmander ist und bleibt ein liebenswürdiger Trottel, der für etliche Fremdschäm-Momente sorgt. Die wenigen lichten Momente die er hat, kann man an einer Hand abzählen. Zahid Ali liefert aber wirklich gute Arbeit ab, denn den Charakter sympathisch wirken zu lassen, ist wirklich eine Gratwanderung. Irritierend ist hingegen die Besetzung der beiden Senioren. Beide werden von jungen Darstellern gespielt, die man in eine Maske gesteckt hat. Auf der einen Seite gibt es Tante Kose, die von Maria Bock (Jahrgang 78) gespielt wird. Auf der anderen Seite spielt Stig Frode Henriksen Kobba. Vermutlich liegt es unter anderem daran, dass die beiden doch einige derbe Witze raushauen. Allerdings sind die Masken nicht sonderlich überzeugend, so dass man auf Grund des Mystery-Anteils dazu verleitet wird mehr hinter den Figuren zu vermuten, als wirklich der Fall ist. Am Ende bleiben die beiden Charaktere kleinere bzw. größere Randfiguren, die lediglich für plumpe Witze herhalten und die Handlung nur marginal bereichern. 

  

- Fazit - 

In seinen besten Momenten ist HELLFJORD wirklich eine gelungen Mischung aus Mystery-Thriller und Comedy. Leider schlägt man jedoch nicht häufig genug Kapital aus den Eingangs eingeführten Ideen. So verläuft sich der ganze Plot über die sieben Episoden und auch der Grundton ist inkonsistent. Die Qualität der Witze schwankt gewaltig und Subtilität ist ein absolutes Fremdwort. Trotzdem ein witziger Genre-Vertreter, der unter seinen Möglichkeiten bleibt. 

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.8/10 Bewertung (8 Stimmen)

 

- Bluray FACTS UND EXTRAS -

 

Bluray Verleihstart: 25. Juli 2014
Bluray Verkaufstart: 25. Juli 2014

Publisher: Polyband

Verpackung:  Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (1080i)
Laufzeit: ca. 196-Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Norwegisch (DTS-HD Master Audio 2.0 Stereo)

Untertitel: 
- Deutsch

Extras

  • Trailershow (gleiche Auflösung wie die TV-Serie)
    *Misfits [0:37 Min.]
    *Orphan Black [1:55 Min.]
    *Vive la France [1:45 Min.]
    *Holy Flying Circus - Voll verscherzt [1:50 Min.]

Kritik Extras
Leider keine Extras zur Serie.

Wertung: 0|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

1.0/10 rating 1 vote
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Sascha Weber

   

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