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Mär20

DVD Kritik: Rillington Place - Der Böse

DVD Kritik: Rillington Place - Der Böse

Originaltitel: Rillington Place
Herstellungsland:
Großbritannien
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Krimi, Serie
Freigabe: FSK-16
Regie: Craig Viveiros

Darsteller: 
Jodie Comer, Tim Roth, Nico Mirallegro u.a.


 

Inhalt: London 1938: Das Ehepaar Ethel (Samantha Morton) und John Reginald Christie (Tim Roth) beschließt nach einer längeren Zeit der Trennung eine neue Existenz in der Rillington Place Nr. 10 im Stadtteil Notting Hill aufzubauen. Doch der Versuch, ihre Ehe wieder in geregelte Bahnen zu lenken, scheitert an dem zunehmend gewaltsamen und sadistischen Verhalten Johns, der mit seiner manipulativen Art versucht, seine Frau zu kontrollieren und dadurch die Beziehung vergiftet. Als in der Wohnung nebenan das junge Paar Beryl (Jodie Comer) und Timothy Evans (Nico Mirallegro) einzieht, spitzt sich die Lage zu. Denn John, der ein perfides Interesse an dem Pärchen zeigt, beginnt Timothy mehr und mehr für sein eigenes abscheuliches Verhalten zu missbrauchen…


 

 



- Kritik -

Eine dreiteilige BBC-Miniserie aus dem Jahr 2016 hat dank Polyband nun auch ihren Weg in Deutschland auf DVD und Blu-ray gefunden: RILLINGTON PLACE. Ein Krimi nach einer wahren Begebenheit, der mit Tim Roth und Samantha Morton in den Hauptrollen top besetzt ist und einer der bekanntesten, aber auch viel disktutiertesten und kontroversesten Kriminalfälle Großbritanniens zum Thema hat. John Reginald Christie war einer der bekanntesten Serienkiller des Landes und lebte in der 10 Rillington Place, wo sich demnach die Serie ihren Namen entlieh. Das Problem besonders in England mag seinerzeit gewesen sein, dass dort jeder den Fall kannte und damit jeder auch Verlauf und Ausgang der Serie erahnen konnte. Doch sollte dies ein Stolperstein für die Mini-Serie werden? Vor allen Dingen, da es nicht die erste filmische Bearbeitung der Tatsachen ist. Mitnichten.


© Polyband/WVG

Auch wenn hier und da nun schon für Unwissende Hinweise gegeben wurde, soll versucht werden nicht alles zu verraten, auch wenn es überall im Internet, wenn man danach schaut nachgelesen werden kann, aber hierzulande ist der Fall wohl doch eher unbekannt und damit auch sein Verlauf und Hintergrund. Die bereits filmische Bearbeitung stammt aus dem Jahr 1971 nahm auch die Straße als titelgebend und war mit Richard Atttenborough und John Hurt schon namhaft und klasse besetzt, aber wird heute kaum mehr bekannt sein. Die neue Mini-Serie nutzt nun alle filmischen Mittel, die ihr zur Verfügung stehen um den Ganzen noch etwas Neues abzugewinnen.


© Polyband/WVG

Da wäre zum Beispiel die Wohnung des lange getrennten Ehepaares, gespielt von Roth und Samantha Morton, die hier eine ganz eigene Rolle bekommt und zu einem Werkzeug für die Macher der Serie wie für die Hauptfigur zugleich. Tim Roth spielt diese mit einer diabolischen Stimme. Anscheinend soll im echten Leben die Figur bei einer Gas-Attacke im Ersten Weltkrieg Schaden im Kehlkopf erlitten zu haben, welche ihm diese ikonische Stimme verliehen, wenn man unter diesen Umständen dies so bezeichnen mag. Dabei beginnt die Serie interessant, da sie in der ersten Folge die Geschehnisse aus Samantha Mortons Figur erzählt (jede der drei Folgen wählt immer eine Figur aus deren Perspektive das Ganze erzählt wird) und so der Zuschauer erstmal nur sieht und weiß, was sie sieht und weiß. Nachts das leere Bett, den Ehemann entdeckend wie er etwas verbuddelt etc.. Dabei wird man als Zuschauer auch immer wieder Teil davon wie Tim Roth in der Hauptrolle aus einer Figur, die etwas komisch und verdächtig erscheint, zu einem Charmeur macht. Ein Wandel, den die Figur natürlich braucht und die im Film, wie im echten Leben, funktionieren muss, damit das Ganze glaubwürdig zu seinem Ende gebracht werden kann.


© Polyband/WVG

Die drei Folgen laufen zusammen 159 Minuten, man kann sich das Ganze also auch gut als eine Art etwas längerer Film ansehen, wenn auch die jeweiligen Wechsel der Erzählperspektive zu jeder Folge immer einen größeren Schnitt setzen, aber in Zeiten des Binge-Watching und angesichts der Hochspannung des Stoffes, wird es wohl für den Zuschauer kaum einen anderen Weg geben, als sich das Ganze in einem Rutsch anzusehen.

- Fazit -

Toll gespieltes Serienkiller-Drama, das nachhaltige Eindrücke hinterlässt. Und auch wenn man die Auflösung schon kennt, noch ein spannendes Unterfangen.

Wertung: 7.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.5/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verkaufstart: 27. Oktober 2017
DVD Verleihstart: 27. Oktober 2017

Publisher:
Polyband/WVG
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 170 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
2. Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel:
Keine

Extras:
*Hearts in Darkness (Behind The Scenes)

Kritik Extras
Ein kleiner Blick hinter die Kulissen, das war es dann aber leider schon.

Wertung: 3|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

3.0/10 rating 1 vote
Manuel Föhl

Manuel Föhl

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