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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Nov13

Weinberg

Weinberg

Originaltitel: Weinberg
Herstellungsland: Deutschland

Erscheinungsjahr: 2015
Genres: Serie, Mystery, Drama
Freigabe: FSK-16
Regie: Till Franzen, Jan Martin Scharf
Darsteller: Friedrich Mücke, Gudrun Landgrebe, Antje Traue uvm.

Preis zum Test: EUR 17,99


 

Inhalt: Die deutsche Miniserie Weinberg erzählt von mysteriösen Geschehnissen in einer ländlichen Region. Konkret ist die Geschichte im Ahrtal in Nordrhein-Westfalen angesiedelt und setzt mit einem blutigen Erwachen ein, als sich ein Mann plötzlich auf einem Weinberg befindet und keine Ahnung hat, wie er dorthin gekommen ist. Sich gegenüber entdeckt er die Leiche einer jungen Frau. Da ihm jegliche Erinnerung fehlt, ist sich der Fremde nicht sicher, ob er die Frau zuvor schon einmal gesehen hat. Nicht einmal an seinen eigenen Namen kann er sich erinnern. Daraufhin versucht der Mann zu rekonstruieren, was passiert ist. Schnell findet er heraus, dass es sich bei der Ermordeten um die Weinkönigin von Kaltenzell handelt. Ehe sichs der Unbekannte jedoch versieht, befindet er sich in den Fängen einer düsteren Verschwörung und wird nicht zuletzt selbst zum Hauptverdächtigen in einer Reihe verheerender Ereignisse. Trotzdem nehmen die grausamen Verbrechen im sonst so idyllischen Ahrtal kein Ende.

 




- Kritik -
     

Mit WEINBERG veröffentlichte der deutsche Pay-TV-Sender TNT vor einem Jahr eine deutsche Mysterie-Serie, welche die Kritik größtenteils überzeugen konnte. Es war erste ide zweite egenproduzierte Serie des Senders nach ADD A FRIEND, eine Serie über die Kommunikation via den sozialen Netzwerken. Die ositiven Besprechungen vielerorts und die mehrfachen Nominierungen für den Deutschen Fernsehpreis und schließlich der Auszeichnung mit dem Grimme-Preis "für die Idee und Konzeption, eine Serie als modernes Schauermärchen in der Tradition der deutschen Romantik zu erzählen" stimmten in den Erfolgstenor der nun von Studiocanal auf DVD und Blu-ray veröffentlichten Mini-Serie mit ein. Ob die Serie wirklich diese hohen Erwartungen erfüllen kann, erfahrt ihr hier.

Ein Mann ohne Gedächtnis. Zugegeben nicht der kreativste Beginn für einen Film bzw. generell eine Geschichte, doch eine gute Möglichkeit Hauptfigur und Zuschauer auf den selben Wissensstand zu bringen: man weiß zu Beginn der Geschichte noch nichts. Wie der Protagonist erschließt sich einem alles erst nach und nach. Und das es einiges zu erschließen gibt, dafür sorgt die Mini-Serie zweifellos. Jedem Dorfbewohner wird ein mehr oder weniger großes Geheimnis angedichtet. Es geht um mehr als nur um das Verschwinden und den Mord an der Weinkönigin. Nebelverhangene Weinberge und atmosphärische Panoramaufnahmen des Dorfes entfalten den kleinen Mikrokosmos, den die Serie - übrigens erzählen die sechs Folgen eine abgeschlossene Handlung - hier aufbauen will. Will, weil es hier und da doch mehr schlecht als recht funktioniert. Da wirken die Konflikte etwas gezwungen und sollen dem Zuschauer nur genügend Futter für die Fährtensuche vorlegen. Schließlich, nimmt man die Mystey- Elemente mal bei Seite, hat man es hier im Grunde wieder nur mit einer konventionellen Whodunit-Geschichte zu tun. Das Mysteriöse gibt den Machern wohl den Raum das Spielfeld und die Möglichkeiten zu vergrößern, doch wird dieses Potential nur in begrenztem Rahmen wirklich ausgeschöpft..

Dies liegt vor allen Dingen daran, dass man fast mit dem Holzhammer vorgeht, wenn es zu den gruseligen oder mysteriösen Parts der Serie geht. Laute Soundeffekte oder bedrohliche Akkorde auf der Tonspur suggerieren dem Zuschauer sehr deutlich, aber auch plump, wenn die Kamera mal etwas längerer auf eine finster dreinschauenden Figur hängen bleibt. Viele ähnlich gelagerten Szenen leiden leider unter einer gewissen Ideenreichtum was die Atmosphäre und die Spannung solcher Szenen betrifft. Da reicht das Arsenal an Nebelmaschinen auch nicht aus, wenn man seine Zuschauer wirklich packen will. Handwerklich kann man der Serie nichts vorwerfen ansonsten, aber bleibt sie ein Versuch, der noch in den Kinderschuhen steckt. Doch weder ähnlich gelagerten Kleinstadtminiserien wie BROADCHURCH oder Mystery-Klassikern aus der Fernsehgeschichte wie TWIN PEAKS kann die Mini-Serie das Wasser reichen. Mehr also eine Enttäuschung, was sogar mehr davon rührt, dass die Serie vielerorts so hochgejubelt und prämiert wurde. Ein Mysterium für sich.

- Fazit -  

Ja es ist löblich sich auch mal auf ein für die deutsche Fernsehlandschaft eher unüblichen Terrain zu wagen, doch das Endergebnis enttäuscht dann doch mehr. Dramaturgisch verfällt man in übliche Krimi-Muster, während der Mystery-Anteil durch effekthascherische Sounds und wenig Ideenreichtum kaum für Innovation sorgt. Schade, aber trotz allem vielleicht ein Schritt und Türöffner für weitere Produktion deser Art, die es dann vielleicht mit mehr Kreativität und Ideen zu besseren Ergebnissen am Ende bringen.

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Userbewertung

3.3/10 Bewertung (4 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verkaufstart: 03. November 2016
DVD Verleihstart: 03. November 2016

Publisher: Studiocanal

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 324 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
Keine

Extras:

  • Making of
  • 28-seitiges Booklet

Kritik Extras
Leider nur ein knapp dreiminütiges Making Of bzw. ein Video mit Eindrücken vom Dreh der Szenen, aus denen der Vorspann gebastelt wurde und ein 28-seitiges Booklet runden das Gesamtpaket etwas dürftig ab. 

Wertung: 3|10

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

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